Schweiz
Wirtschaft

9 Milliarden Franken: Medi-Preise auf Rekordhoch

Medikamente frau
Fast doppelt so hohe Kosten wie 2014: Die von den Krankenkassen übernommenen Medikamente haben 2024 9,2 Milliarden Franken gekostet.Bild: shutterstock.com

9 Milliarden Franken: Medi-Preise auf Rekordhoch

30.01.2026, 12:0030.01.2026, 12:00

Die Kosten für von den Krankenkassen übernommene Medikamente sind erneut gestiegen. Gemäss Daten des Bundesamtes für Gesundheit lagen sie 2024 bei rund 9,2 Milliarden Franken. 2014 waren es noch 5,8 Milliarden Franken gewesen.

Die Kosten der von den Kassen bezahlten Medikamente seien um 15 Prozent stärker gewachsen als der Durchschnitt der anderen Leistungen, schrieb das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag. Neben Verbesserungen beim Zugang zu lebenswichtigen Arzneimitteln und bei der Versorgung brauche es deshalb kostendämpfende Massnahmen.

Preise von 14 Medis erhöht

Die gesamten Gesundheitskosten in der Schweiz lagen 2023 laut dem Bundesamt für Statistik bei rund 94 Milliarden Franken. Über 60 Prozent davon bezahlten die Privathaushalte, direkt für Leistungen und in Form von Krankenkassenprämien. Der Rest wurde von den Kantonen getragen.

Einen Höchststand vermeldet das BAG für 2025 bei den Anpassungen der Spezialitätenliste. Deren 202 wurden vorgenommen. Darunter waren 39 neue Arzneimittel und 52 neue Indikationen. Auf der Spezialitätenliste aufgeführt sind Arzneimittel, die die Grundversicherung vergütet.

Für die Verbesserung der Versorgung wurden die Preise von 14 Medikamenten erhöht und in 120 weiteren Fällen auf die Senkung von Preisen verzichtet.

Die Schweiz stehe bei der Regelung der Vergütung für neu zugelassene Medikamente im Vergleich sehr gut da, schrieb das BAG mit Verweis auf internationale Studien. Noch Luft nach oben besteht aber beim sogenannten Early-Access-Verfahren. Dieses ermöglicht zusammen mit der Zulassung auch schon den Vergütungsentscheid. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
27 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
27
Eigenmietwert-Abschaffung macht Wohneigentum attraktiver – aber nicht überall
Die kommende Abschaffung des Eigenmietwerts dürfte Wohneigentum in der Schweiz noch attraktiver machen. Dabei gibt es jedoch starke regionale Unterschiede.
Im aktuellen System mit Eigenmietwertbesteuerung ist Wohneigentum bereits in 57 Prozent aller Schweizer Gemeinden günstiger als Mieten, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Immobiliendienstleisters Wüest und Partner hervorgeht. Nach der Abschaffung werde dieser Wert auf 71 Prozent aller Gemeinden steigen.
Zur Story