Schweiz
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«Schutz der Ehe»-Initiant Heinz Kyburz wittert auf «Tele Züri» Abstimmungssabotage.  Bild: watson/telezüri

«Da ist sabotiert worden!» – Wie «Ehe-Schutz»-Initiant Kyburz Betrug wittert

Die Eidgenössisch-Demokratische Union erleidet mit ihrer Volksinitiative zum «Schutz der Ehe» heftigen Schiffbruch: Gemäss Hochrechnungen lehnen die Zürcher die Initiative mit 80,8 Prozent ab. Initiant Heinz Kyburz wittert Betrug. 



Die Ehe als eine «auf Dauer angelegte und gesetzlich geregelte Lebensgemeinschaft von Mann und Frau» zu definieren – daran haben die Zürcher kein Interesse. Gemäss aktuellsten Hochrechnungen lehnen sie die Initiative aus der Küche der Eidgenössisch-Demokratische Union und freikirchlichen und evangelikalen Kreisen mit bis zu 80 Prozent ab. 

Dem Präsidenten des Abstimmungskomittees Heinz Kyburz stösst das sauer auf. Bei «Tele Züri» munkelt er, dass es bei der Abstimmung nicht mit rechten Dingen zugegangen sein soll: «Da ist sabotiert worden!», gibt er sich überzeugt. SP-Präsident Daniel Frei hält gar nichts von den Verschwörungstheorien seines Diskussionspartners: 

Video: kaltura.com

Umso frenetischer feiern die Gegner der Initiative das Resultat: «Jetzt volle Kraft voraus in Richtung Ehe für alle!», heisst es aus dieser Ecke. 

Eine Öffnung auf Bundesebene ist durchaus möglich: Momentan ist bei den eidgenössischen Räten die parlamentarische Initiative «Ehe für alle» der Grünliberalen hängig.

Die EDU wurde bei dieser Abstimmung einzig von der SVP unterstützt. Alle anderen Parteien waren dagegen. SP, Grüne, GLP, FDP, CVP, BDP und AL wehrten sich zusammen mit schwul-lesbischen Verbänden im Komitee «Gemeinsam weiter Zürich» gegen das «diskriminierende und schädliche Ehe-Verbot»: Das offenkundige Ziel sei es, gleichgeschlechtlichen Paaren im Kanton die Ehe zu verbieten. (rar/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 27.11.2016 22:52
    Highlight Highlight Zum Glück ist es heute verboten, Hexen zu verbrennen. Wenn es erlaubt wäre, würden Leute wie Heinz Kyburz es immer noch machen.
  • Aged 27.11.2016 17:37
    Highlight Highlight Und die SVP hat 19% Stimmen beigesteuert, oder was?
  • Jason84 27.11.2016 17:33
    Highlight Highlight Wie kommen nur so viele darauf das man etwas stärken kann indem man es anderen verwehrt?
    • Danyboy 27.11.2016 17:55
      Highlight Highlight Das nennt man wohl eine Philosophie des "Sich selber erhaben fühlen durch Unterdrücken von Andersfühlenden". Viele religiös Verblendete bauen ihr Leben darauf auf.
  • Dummbatz Immerklug 27.11.2016 17:31
    Highlight Highlight Ein solcher Guguuus kann nur mit Nein "unterstützt" werden...
  • OkeyKeny 27.11.2016 16:49
    Highlight Highlight Ich finde es ein Witz, wie viel Einfluss religiöse Kräfte in unserer Politik haben und immer alles bestimmen möchten, obwohl Religion in der Politik nichts zu suchen hat.
    • Aged 27.11.2016 17:32
      Highlight Highlight SVP war dabei.
    • Erasmus von Ottendamm 27.11.2016 17:39
      Highlight Highlight Religion und Staat zu trennen ist etwas anderes wie Religion und Politik. Die Bevölkerung soll mittels Parlament mitentscheiden dürfen wo es langgeht. Wenn ein Teil dieser Bevölkerung religiös ist, macht es (demokratisch gesehen) Sinn, wenn religiös motivierte Politik betrieben wird. Dem ist (Achtung: mega Wortspiel) Gott sei dank nicht oft so.
    • OkeyKeny 27.11.2016 23:18
      Highlight Highlight Ja ich sehe deinen Punkt aber man kann doch nicht (wie in dieser Initiative) behaupten, Gott hat die Ehe erfunden. Glaube kann nicht als Argument verwendet werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • elivi 27.11.2016 16:48
    Highlight Highlight Die abstimmung über die definition ist ein gutes beispiel von papier verschwendung bei abstimmungen. Die ehe wird in der bundesverfassung definiert, was auch immer auf kantonaler ebene definiert wird, bringt wenig bis nix.
    Also abgesehen davon, das die 'ehe für alle' initianten gute zahlen haben um ihre eigene initiatie vorzubereiten.
  • Scaros_2 27.11.2016 16:13
    Highlight Highlight Demokratieverständnis des 21. Jahrhundert. Habe ich verloren ist es Betrug - es kann gar nicht anders sein. Ich meine die Schweiz der Hort von Wahlbetrügern, Sabotagen und einschüchterner von Wählern.
  • suchwow 27.11.2016 15:31
    Highlight Highlight Finde es etwas bescheuert anzunehmen, dass "Nein"-Wähler zur "Schutz der Ehe" offensichtlich auf der Seite von Homosexuellen sind oder ihre "Einstellung" unterstützen.
    Ein Nein kam von meiner Seite, nicht weil ich so offen für Homosexualität bin, sondern weil die Initative einfach ein Witz ist und absolut keinen Mehrwert bietet.
    • Danyboy 27.11.2016 16:36
      Highlight Highlight Welche "Einstellung" der Homosexuellen? Dass nicht 80% wegen der Homo-Ehe Nein gesagt haben, ist schon klar. Aber sehr viele wohl, weil sie eine Öffnung der Ehe sehr wohl möchten.
  • pamayer 27.11.2016 15:25
    Highlight Highlight Bei 80 : 20 von Sabotage zu reden zeugt von einiger Sabotage im eigenen Gehirn.
  • barbablabla 27.11.2016 15:17
    Highlight Highlight Wahlbetrug scheint gerade in Mode zu sein
  • Citation Needed 27.11.2016 15:13
    Highlight Highlight Bin froh, dass das Resultat so deutlich ausfällt. Well done, Zürich!
  • R&B 27.11.2016 15:10
    Highlight Highlight Was für Probleme müssen EDU-Mitglieder mit sich selber haben, so dass sie sich in Themen einmischen, die sie nicht persönlich betreffen und angehen?
    Ich glaube, die sind mit sich selber nicht im Reinen, so dass sie sich auf solch konservative Ideologien stürzen, damit sie sich nicht mit ihren eigenen persönlichen Problemen befassen müssen.
  • Fabio74 27.11.2016 15:05
    Highlight Highlight Herr Kyburz, schämen Sie sich. Bei so einer knallharten Ohrfeige von Sabotage zu reden
    • Danyboy 27.11.2016 16:07
      Highlight Highlight Was mir langsam so richtig auf den Geist geht, ist die ständige Einschwörung solcher Leute auf "gute alte Zeiten", als die Moral und die Grundpfeiler der Gesellschaft noch in Ordnung waren und die man nun schützen und restaurieren muss. Gerade in Zeiten, wo man Verdingkinder, sexuelle Ausbeutung etc der "guten alten Zeit" aufarbeitet, könnte man da nur noch ko...
    • Neruda 27.11.2016 16:42
      Highlight Highlight Dass waren noch gute Zeiten, als man umbequeme Zeitgenossen einfach ohne Richter administrativ Versorgen konnte!
  • Boogie Lakeland 27.11.2016 14:51
    Highlight Highlight So, jetzt hatte diese Partei mal wieder 1min Aufmerksamkeit, Rampenlicht und Fame.
    Jetzt kann sie wieder zurück in die Gemeinschaft und sich 20 Jahre darin sonnen
  • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 27.11.2016 14:38
    Highlight Highlight Betrug, weil viele (ich auch) NEIN zu ner völlig reaktionären, christlichen Haltung gesagt haben?
    Von mir aus darf gerne nachgezählt werden - ich bezweifle jedoch, dass das Ergebnis dann anders ausfällt. Aber vielleicht öffnet die Nachzählung dann Herrn Kyburzs Augen?
  • strudel 27.11.2016 14:29
    Highlight Highlight Traurig wie viel geld für diese idiotische debatte verschwendet wird... als hätten wir nicht wichtigere anliegen um die man sich kümmern könnte anstelle davon ob zwei Männer/Frauen jetzt heiraten dürfen oder nicht.
  • Danyboy 27.11.2016 14:20
    Highlight Highlight Danke liebe Mitzürcher für diese klare Abfuhr einer absurden Initiative. Und einmal mehr zeigt sich, dass Konservative Niederlagen mindestens so schlecht akzeptieren, wie sie es sonst ihren Gegnern immer vorwerfen.
    • MacB 27.11.2016 15:44
      Highlight Highlight Die EDU würde ich nicht als konservativ bezeichnen, eher als Ewwiggestrige. :)

      Mit Konservativen kann ich wenigstens gut umgehen und sie nachvollziehen. :)
    • Danyboy 27.11.2016 16:19
      Highlight Highlight MacB: Da hast du zwar nicht Unrecht generell, aber die Unterstützung der SVP für diese Initiative zeigt ja schon, dass dort viele das gleiche Moralbild teilen... :)

Bald könnte die 5. Initiative gegen Tierversuche kommen

Das Schweizer Stimmvolk dürfte erneut über ein Tierversuchsverbot entscheiden können. Eine entsprechende Volksinitiative ist auf der Zielgeraden.

Das Komitee der Initiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot – Ja zu Forschungswegen mit Impulsen für Sicherheit und Fortschritt» sammelte bereits über 111'000 Unterschriften, wie dessen Website zu entnehmen ist. 100'000 sind für das Zustandekommen nötig.

Die Sammlung soll indessen weitergehen, wie die Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche» …

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