wechselnd bewölkt
DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Schweiz
Gesellschaft & Politik

Die Schweiz drängt auf die Weltbühne: Gleich zwei Vertreter im UN-Sicherheitsrat?

Der OSZE-Vorsitz könnte für die Schweiz ein Sprungbrett in die Weltpolitik sein.
Der OSZE-Vorsitz könnte für die Schweiz ein Sprungbrett in die Weltpolitik sein.Bild: KEYSTONE
Nach OSZE-Jahr

Die Schweiz drängt auf die Weltbühne: Gleich zwei Vertreter im UN-Sicherheitsrat?

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Vorsitzjahres der Schweiz in der OSZE sieht Burkhalter Chancen für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Beobachter räumen ihm zudem Chancen auf den möglicherweise 2017 frei werdenden Posten des Generalsekretärs ein.
07.12.2014, 16:5707.12.2014, 18:20
No Components found for watson.rectangle.

Viel Lob gab es für Didier Burkhalter und sein Team, die am Freitagabend mit dem OSZE-Gipfel ihr Jahr im Vorsitz beendeten. Kritik hingegen gab es nur wenig zu hören. Nicht einmal von der SVP, die stets Mühe mit Schweizer Einmischungen in die Weltpolitik bekundet. Nun will Burkhalter mehr, schreibt «Schweiz am Sonntag».

«Die Schweiz hat während des OSZE-Vorsitzes Erfahrungen gesammelt, die auch für eine Mitgliedschaft im Sicherheitsrat nutzbar wären», so Burkhalter zur Sonntagszeitung. Der Bundesrat hat sich bereits im Januar 2011 dazu entschlossen, sich erstmals für einen der zehn Sitze im UN-Sicherheitsrat zu bewerben. 

Mehr zum Thema

«Das wäre Verrat an unserer Neutralität»

Für SVP-Nationalrat Luzi Stamm ginge das zu weit: «Die Schweiz hat im Sicherheitsrat nichts zu suchen. Oder will die Schweiz etwa die Verantwortung tragen, wenn der Sicherheitsrat wieder einmal beschliesst, ein Land zu bombardieren? Das wäre Verrat an unserer Neutralität».

No Components found for watson.rectangle.

CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter äussert sich gegenüber «Schweiz am Sonntag» positiver zum Plan des Bundesrates. Sie findet der Sicherheitsrat sei «ein friedensförderndes Gremium» und als UNO-Mitglied trage die Schweiz seine Entscheide sowieso mit.

Die endgültige Entscheidung wird wohl erst nächstes Jahr fallen. Bis im Sommer hat der Bundesrat einen Bericht dazu in Aussicht gestellt.

Burkhalter als Kandidat für die Nachfolge von Ban Ki Moon?

Eines ist aber bereits jetzt klar: Mit dem OSZE-Vorsitz und dem Engagement im Ukraine-Konflikt hat Burkhalter international auf sich aufmerksam gemacht. Zufällig könnte 2017 der Posten des Generalsekretärs der Vereinten Nationen frei werden. 

Würde sich Burkhalter für dieses Amt interessieren, wäre die Unesco-Direktorin Irina Bokova wohl die grösste Konkurrentin. Diese hat bereits Interesse an einer anfälligen Kandidatur bekundet. (lhr)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Walliser Polizei entdeckt zwei Lawinenopfer

Bergretter der Kantonspolizei Wallis haben am Dienstag bei einer Lawinensuche zwischen Ovronnaz und Fully zwei Leichen entdeckt. Es dürfte sich dabei um eine 42-jährige Französin und einen gleichaltrigen Belgier handeln, die seit vergangener Woche vermisst wurden.

Zur Story