DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Grüne, GLP und FDP legen bei Freiburger Grossratswahlen zu – SP verliert historisch

07.11.2021, 20:25

Die Grünen, die Grünliberalen und die FDP gehen als Sieger aus den Freiburger Grossratswahlen hervor. Im 110-köpfigen Kantonsparlament sind sie künftig stärker vertreten, wie das offizielle Ergebnis vom Sonntagabend zeigt.

Sylvie Bonvin-Sansonnens (Grüne) und Jean-François Steiert (SP)
Sylvie Bonvin-Sansonnens (Grüne) und Jean-François Steiert (SP) Bild: keystone

Spektakulär schnitten vor allem die Grünen ab: Sie gewannen sieben Sitze hinzu. Weil die SP gleichzeitig sieben Sitze verlor, blieb das rotgrüne Lager gleich stark. Die Grünliberalen eroberten zwei zusätzliche Sitze, ebenso die FDP.

Federn lassen mussten die SVP, die drei Sitze verlor, und auch die Mitte-Partei, die einen Sitz weniger hat. Sie ist aber mit insgesamt 26 Sitzen die stärkste Partei vor FDP (23), SP (21), SVP (18), Grünen (13), CSP (4), GLP (3), EDU (1), La Broye c'est vous (1).

Zur Parlamentswahl angetreten waren 664 Kandidierende. Der Frauenanteil betrug 36 Prozent.

Starke Linke bei Freiburger Staatsratswahl

Die sieben Sitze in der Freiburger Kantonsregierung sind hart umkämpft. Im ersten Wahlgang erreichte niemand das absolute Mehr. Entschieden wird das Rennen in der Stichwahl vom 28. November.

Das Linksbündnis schnitt am Sonntag stark ab und platzierte gleich vier Kandidierende in den ersten sieben Rängen. Die FDP hielt sich gut, die SVP blieb erneut aussen vor.

Unerwartet grosse Mühe hatte die Mitte-Partei, der in der Stichwahl ein Sitzverlust droht. Abgewendet werden könnte er allenfalls, wenn die Bürgerlichen im zweiten Wahlgang doch noch ihre Kräfte bündeln.

Im ersten Umgang erzielte SP-Staatsrat Jean-François Steiert mit 32'832 Stimmen das beste Ergebnis, gefolgt von der Grünen-Grossrätin Sylvie Bonvin-Sansonnens mit 30'833 Stimmen.

Jean-François Steiert freut sich mit seinen SP-Kolleginnen Alizée Rey (Mitte) und Valerie Piller Carrard.
Jean-François Steiert freut sich mit seinen SP-Kolleginnen Alizée Rey (Mitte) und Valerie Piller Carrard.Bild: keystone

Der FDP-Staatsrat Didier Castella erzielte mit 30'623 Stimmen das drittbeste Ergebnis, vor SP-Nationalrätin Valérie Piller Carrard (30'142) und Mitte-Staatsrat Olivier Curty (26'341). In den ersten sieben Rängen platzierten sich auch SP-Kantonalpräsidentin Alizée Rey (25'354 Stimmen) und FDP-Grossrat Romain Collaud (24'960).

Gleich dahinter folgte Sophie Tritten (CSP/24'403). Der Bisherige Jean-Pierre Siggen (Mitte) musste sich mit 22'712 Stimmen und dem neunten Platz zufriedengeben, vor seiner Parteikollegin Luana Menoud-Baldi (17'044). Der bestplatzierte Kandidat der SVP landete auf Rang 11.

Geballte linke Kraft

Das rot-grüne Lager hatte wie gewohnt die Kräfte gebündelt. Die Bürgerlichen hingegen traten diesmal nicht gemeinsam an. Bei der letzten Wahl 2016 hatte ihre Listenverbindung der CVP (heute Mitte) und der FDP genutzt, nicht aber der SVP.

Dass die Wahlen dieses Jahr hart umkämpft sein würden, lag auf der Hand. Nur vier Bisherige stellten sich der Wiederwahl. Nicht mehr angetreten waren je ein Staatsrat von SP, Mitte und FDP.

Mitte droht Sitzverlust

Würden die Resultate des ersten Wahlgangs in der Stichwahl bestätigt, käme die SP neu auf 3 Sitze und die Grünen könnten mit 1 Sitz in die Regierung zurückkehren. Die FDP würde ihren Besitzstand von zwei Sitzen wahren. Die Mitte hätte nur noch 1 statt 3 Sitze.

Doch das sind erst Gedankenspiele. Staatsrat Siggen (Mitte) machte gegenüber dem Lokalsender Radio Freiburg deutlich, dass er weiter auf die Wiederwahl hofft. Dafür müssten die Bürgerlichen wohl ihre Strategie überdenken. Die Linke habe im ersten Wahlgang gezeigt, dass es sich auszahle, die Kräfte zu bündeln.

Neu vergeben werden am Sonntag auch die 110 Sitze im Grossen Rat. Die Resultate werden am Abend erwartet. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Moutier sagt Ja zum Kantonswechsel und wird jurassisch

1 / 19
Moutier sagt Ja zum Kantonswechsel und wird jurassisch
quelle: keystone / jean-christophe bott
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

So dreist werden die russischen Wahlen manipuliert

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Paketdiebe plündern Briefkästen im Glattpark

In einem Quartier in der Gemeinde Opfikon haben am frühen Donnerstagmorgen Diebe ihr Unwesen getrieben: Im Glattpark haben Anwohnende gesehen, wie Unbekannte die Briefkästen öffneten und Pakete mitnahmen.

Zur Story