Schweiz
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CS liess Banker beschatten und Hoffnung für Kiffer – das schreibt die Sonntagspresse



Die wichtigsten Schlagzeilen der Sonntagspresse:

CS liess Banker beschatten, doch dieser bemerkte es

ARCHIV - ZUR VERLUSTMELDUNG VON 2.9MRD. FRANKEN DER CREDIT SUISSE IM JAHR 2015 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDE BILDER ZUR VERFUEGUNG. - Das Logo der Schweizer Grossbank Credit Suisse und die Schweizerflagge, aufgenommen am Freitag, 1. August 2014, in Zuerich. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Bild: KEYSTONE

Die Schweizer Grossbank Credit Suisse hat ihren zur UBS übergelaufenen Top-Manager Iqbal Khan offenbar beschatten lassen. Am vergangenen Mittwoch seien Khan und seine Frau im Auto in der Zürcher Innenstadt von drei Männern in einem anderen Wagen verfolgt worden, berichten die «SonntagsZeitung» und der «SonntagsBlick». Dem 43-jährigen Banker seien die Detektive aufgefallen, er habe gestoppt und von diesen Aufnahmen gemacht. Als sie versucht hätten, Khan das Handy zu entreissen, sei es zu einem Gerangel gekommen. Die Männer konnten den Berichten zufolge fliehen, wurden aber von der Polizei ausfindig gemacht und vorübergehend festgenommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Nötigung und Drohung. Wie die Zeitungen schreiben, waren die Männer von Khans Ex-Arbeitgeberin Credit Suisse beauftragt, den früheren Chef der Vermögensverwaltung zu beschatten. Demnach ging es darum, herauszufinden, ob Khan verbotenerweise Mitarbeiter abwirbt, um sie zu seiner neuen Arbeitgeberin – der Credit-Suisse-Hauptkonkurrentin UBS – zu locken. Dort wird er ab Anfang Oktober in der Konzernleitung sitzen.

Hoffnung für Kiffer

Bei bürgerlichen Politikern findet in Sachen Kiffen gerade ein Umdenken statt. 75 aller freisinnigen Nationalratskandidaten befürworten gemäss der Wahlplattform Smartvote die Legalisierung von Cannabis, wie eine Auswertung durch die «SonntagsZeitung» zeigt. Bei den Wahlen vor vier Jahren lag der Anteil der Hanffreunde bei der FDP noch unter 50 Prozent. Selbst bei der CVP ist man bezüglich Legalisierung von Hanf liberaler geworden. Dort ist der Anteil der Befürworter immerhin von 33 Prozent auf 45 Prozent angestiegen. Dank des bürgerlichen Wandels ist nun erstmals eine deutliche Mehrheit von 68 Prozent aller Nationalratskandidaten für die Legalisierung von Hanf. Ein freisinniger Vorreiter in Sachen Cannabis-Legalisierung ist der Zürcher Nationalrat und Bankdirektor Hans-Peter Portmann. Er setzt sich seit 20 Jahren für die Legalisierung ein. Derzeit ist eine Initiative zur Legalisierung von Hanf in Planung. Portmann will dort im Komitee Einsitz nehmen.

Wie Viola Amherd das Personalproblem der Armee lösen will

Bundesraetin Viola Amherd spricht im Nationalrat an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 19. September 2019, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Bild: KEYSTONE

Verteidigungsministerin Viola Amherd räumt im Interview mit der «SonntagsZeitung» ein, dass die Armee ein handfestes Personalproblem hat: «Wir stehen vor einer grossen Herausforderung und müssen den Militärdienst attraktiver machen», sagt sie. Sie wolle dem Problem mit finanziellen Anreizen für Offiziere entgegenwirken. «Pro erreichte Gradstufe können sie einen bestimmten Betrag beantragen, den sie auch für zivile Aus- oder Weiterbildungen nutzen können.» Aber vor allem auch bei den Berufsmilitärs sei es ihr sehr wichtig, dass sie sich weiterbilden. «Sie sollen sich für den Arbeitsmarkt fit halten», sagt Amherd. Es entstehe eine neue Dynamik, wenn die Berufsmilitärs bessere Möglichkeiten hätten, zum Beispiel nach 10 Jahren in die Privatwirtschaft zu wechseln. Eine solche Dynamik sei eine Chance für die Armee. Sie wolle nicht, dass Leute nur bleiben, weil sie keine Alternativen mehr haben. Einen besonderen Missstand sieht Amherd bei der tiefen Frauenquote im Militär. «Auf den Frauenanteil von 0,7 Prozent können wir tatsächlich nicht stolz sein», sagt Amherd. Sie habe aber eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um den Frauenanteil in der Armee zu erhöhen. Möglicherweise steht schon bald eine allgemeine Wehrpflicht für Frauen zur Diskussion: «Wir arbeiten besonders intensiv an einem Bericht, der unser heutiges Dienstpflichtsystem ganz grundsätzlich prüft.» Sobald dieser Bericht vorliege, könne man auch die Wehrpflicht für Frauen diskutieren. Für sie stehe dies aber nicht im Vordergrund, sagt die Verteidigungsministerin.

Schweizer wollen mehr als zwei Wochen Papi-Ferien

Der vom Parlament beschlossene zweiwöchige Vaterschaftsurlaub ist den Stimmbürgern einer Umfrage zufolge zu wenig. Sie wollen vier Wochen oder mehr, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Marketagent Schweiz ergab, die dem «SonntagsBlick» vorliegt. Laut der Erhebung gaben zwölf Prozent der Befragten an, dass sie mit der vom Parlament beschlossenen Variante zufrieden seien. Der Mehrheit ging diese abgespeckte Version zu wenig weit. Sie sprachen sich entweder für vier Wochen Papi-Zeit aus (29 Prozent) oder gar für das von Linken angestrebte Modell der Elternzeit (25 Prozent). Letzteres will den bestehenden Mutterschaftsurlaub durch einen Elternurlaub ersetzen mit je 14 Wochen für Väter und Mütter. Zusätzlich soll es zehn Wochen geben, welche die Eltern untereinander aufteilen können. Weitere 18 Prozent der Befragten befürworteten grundsätzlich einen ausgedehnteren Vaterschaftsurlaub, wussten aber nicht, welcher Variante sie den Vorzug geben würden.

Richter abgewählt, die gegen Lauber waren

Über die Wiederwahl von Bundesanwalt Michael Lauber entscheidet das Parlament übernächste Woche. Nun hat die Gerichtskommission ihre Erwägungen und die Stellungnahme des Bundesanwalts veröffentlicht. (Archivbild)

Die Causa Lauber hat weitreichende Folgen. Bild: KEYSTONE

Am Bundesstrafgericht in Bellinzona ist es bei internen Wahlen um den Vorsitz der drei Gerichtskammern zu einem Putsch gekommen. Dabei wurden vor vier Wochen zwei Vorsitzende abgewählt, die auch an mehreren umstrittenen Entscheiden gegen Bundesanwalt Michael Lauber im Zuge der Fifa-Ermittlungen beteiligt gewesen waren, wie die «SonntagsZeitung» schreibt. Am Samstag hatte bereits die «Neue Zürcher Zeitung» über eine Abwahl berichtet. Betroffen sind dem jüngsten Bericht zufolge die Vorsitzende der neu geschaffenen Berufungskammer, Claudia Solcà, und der Präsident der Beschwerdekammer, Giorgio Bomio. Beide bleiben nun ordentliche Richter in Bellinzona. Die Zeitung schreibt, dass zumindest bei Solcà Führungsmängel ausschlaggebend für die Nichtwiederwahl gewesen seien. Alle acht nebenamtlichen Richterinnen und Richter brachten demnach in einem Brief eine ganze Liste von Vorwürfen vor. Darin werfen sie die Frage auf, ob die «Basis für einen funktionierenden Gerichtsbetrieb» vorhanden sei. Beide umstrittenen Vorsitzenden geben die Schuld an ihrer Abwahl dem Gericht. Laut Bomio habe es nichts mit der Causa Lauber zu tun. Er habe zuvor Kritik am Gesamtgericht geübt, weil es bei der Besetzung der Verwaltungskommission die politische Vielfalt nicht berücksichtigt habe. Solcà erklärte, sie sei abgewählt worden, weil sie sich für die Unabhängigkeit der Berufungskammer eingesetzt habe, was von der Leitung des Bundesstrafgerichts erschwert worden sei.

Verkehrsbetriebe führen automatisches Ticketing ein

Schweizer Verkehrsbetriebe führen die automatische Billettbestellung via Handyapp definitiv ein. Dies gaben die beiden Anbieter Lezzgo und Fairtiq der «NZZ am Sonntag» bekannt. Sie bieten seit gut zwei Jahren die neue Möglichkeit des Reisens mit dem öffentlichen Verkehr an, bei der die Kunden zuerst fahren und das Billett anhand der gefahrenen Strecke später abgerechnet wird. Bisher liefen die Apps in einem Testbetrieb. Laut dem zuständigen Branchenverband ch-direct ist die Technologie weltweit einzigartig. «Der Billettumsatz bei Fairtiq hat sich innert zwei Jahren verzwölffacht», sagte App-Gründer Gian-Mattia Schucan der Zeitung. Die BLS verkauft gemäss einem Sprecher inzwischen elf Prozent aller Tickets über ihre konkurrenzierende Lezzgo-App. Die BLS bietet ihre Technologie nicht nur in ihrer eigenen Lezzgo-App an. Sie konnte diese auch in die App des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) integrieren. In den nächsten Wochen sollen drei weitere Partner dazukommen. Die Technologie von Fairtiq wird derzeit von der SBB in einer Testversion ihrer millionenfach verbreiteten App eingesetzt.

Klimademos: Schweizer Firmen kneifen

Immer mehr Unternehmen im Ausland steigen auf den Zug der Klimabewegung auf. Flixbus etwa bietet seit neustem gratis Anreisen an die Demos an. Der Nutzfahrzeughersteller Scania stoppte am Freitag weltweit die Produktion für eine Stunde. Und in Deutschland ermöglichte der Verlag Axel Springer seinen Mitarbeitenden die Demo-Teilnahme während der Arbeitszeit. Auch der Bio-Lebensmittelhändler Alnatura rief dazu auf, an den Demos teilzunehmen und verteilte gratis Früchte an Klimajugendliche. Bei den Schweizer Firmen herrscht hingegen Klimaflaute. Eine Umfrage von «SonntagsBlick» bei mehr als 40 der grössten Schweizer Unternehmen zeigt: Kein einziges stellt sich hinter die Klimajugend und die Forderungen, die sie in der Klima-Charta fixiert hat. Die meisten Unternehmen – darunter Roche, Credit Suisse, Swisscom, Migros, Coop und Nestlé – verweisen auf ihre eigenen Projekte im imagefördernden Bereich «Nachhaltigkeit». Die Verantwortung wälzen sie auf die Politik ab. Die grössten Gegner der Klimajugend, die Rohstoffkonzerne Glencore und Vitol, reagieren gar nicht erst auf die Anfrage von «SonntagsBlick».

Die CS-Chefs

So soll das legale Kiffen in der Schweiz ablaufen

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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Eritreischer Medienbund reicht Strafanzeige gegen Wahlvideo von SVP ein

YouTube hatte ein Wahlvideo der Zürcher SVP zuvor als Hassrede qualifiziert und gesperrt. Nun reicht der eritreische Medienbund Strafanzeige ein.

Der Eritreische Medienbund Schweiz hat bei der Staatsanwaltschaft Zürich Strafanzeige gegen die SVP eingereicht. Dies wegen eines Wahlkampf-Videos.

Im auf Facebook und YouTube verbreiteten Video verwende die SVP eine Symbolik, die Angst und Hass schüre und zur Diskriminierung von Personen aus Eritrea aufrufe, sagt Sprecher Yonas Gebrehiwet zu watson. «Immer vor den Wahlen hetzt die SVP mit rassistischen Sprüchen und Videos. Wir wollen jetzt ein Zeichen setzen und zeigen: So geht es nicht.»

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