Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bischof Markus Buechel, Praesident der Schweizerischen Bischofskonferenz, spricht waehrend einer Medienkonferenz, am Donnerstag, 27. November 2014 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Markus Büchel bei einer Medienkonferenz in Bern im November 2014. Bild: KEYSTONE

Menschenrechte

Bischof Büchel warnt vor SVP-Initiative und appelliert an Schweizer Politiker

26.12.14, 13:38 26.12.14, 13:52

Markus Büchel, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), warnt vor einer Kündigung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK). «Tragen Sie Sorge zu den internationalen Vereinbarungen, in die unser Land eingebunden ist», schreibt Büchel in einem Brief an alle eidgenössischen Parlamentarier.

Die internationalen Vereinbarungen seien für die Schweiz und ihre Vertragspartner von elementarer Bedeutung, schreibt der Bischof im Brief vom Freitag, der der Nachrichtenagentur SDA vorliegt.

Büchel verweist mit seinem Appell insbesondere auf die SVP-Initiative, die Schweizer Recht über internationales Recht stellen will, wie ein SBK-Sprecher auf Anfrage erklärte. Eine Annahme der Initiative könnte zur Kündigung der EMRK führen.

Büchel erinnert in seinem Brief auch an die Worte von Papst Franziskus bei seinem Besuch der europäischen Institutionen in Strassburg. Dabei hatte der Papst den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte als «Gewissen Europas» bezeichnet.

Moderne Sklaverei bekämpfen

Im Hinblick auf den Weltfriedenstag vom 1. Januar verweist Büchel auf eine Botschaft des Papstes, in welcher dieser dazu aufruft, alle Formen moderner Sklaverei zu bekämpfen. Auch heute noch würden Millionen Menschen geknechtet. Jede Form von Ausbeutung von Menschen durch Menschen müsse überwunden werden, «damit wir nicht mehr Knechte, sondern Brüder und Schwestern werden», so der Papst gemäss Büchel.

Laut Papstbotschaft geht «das Schicksal dieser versklavten Brüder und Schwestern auch uns an». Alle müssten Verantwortung für gerechte Wirtschafts- und Handelssysteme wahrnehmen – «sei es als Konsumenten, als Unternehmer oder als Politiker».

Angesichts aktueller politischer Debatten in der Schweiz seien die Parlamentarierinnen und Parlamentarier in verschiedenen Bereichen gefordert, schreibt Büchel. (viw/sda)



Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

4
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Heinz24 28.12.2014 13:28
    Highlight Herr Büchel macht vor allem Werbung für die vernünftige politische Mitte. Ein wackerer Kirchenmann, wie ihn die Kreuzritter geliebt hätten. Weiter so, Herr Büchel.
    0 2 Melden
  • winu63 27.12.2014 11:56
    Highlight Die Kirche soll sich aus der Politik raus halten. Wegen der Religion haben wir die vielen Kriege.
    3 1 Melden

Blochers Zeitungsimperium druckt seinen eigenen Artikel gegen «fremde Richter»

Im August 2017 erwarb Christoph Blocher 24 Gratis-Wochenzeitungen. Damals versprach er, keine politischen Ziele damit zu verfolgen. Nun erscheint ein Artikel von Blocher in den Zeitungen, welche rund 700'000 Schweizer Haushalten zugestellt werden. Der SVP-Doyen sieht die redaktionelle Unabhängigkeit nicht in Gefahr.

Aus den insgesamt 697'827 Exemplaren der Gratis-Zeitungen aus dem Hause Swiss Regiomedia AG schaut dem Leser diese Woche ein nachdenklicher Christoph Blocher entgegen. Er sitzt an einem Holztisch, das Kinn in der rechten Hand. «Nachlese zum 1. August», heisst es über der Seite. Darunter ist ein Artikel mit dem Titel «Hintergrund einer Geburtstagsfeier» abgedruckt. Der Autor: Christoph Blocher, alt Bundesrat, SVP-Vordenker – und Miteigentümer der Swiss Regiomedia AG.

In den Gratis-Wochenzeitungen …

Artikel lesen