Schweiz
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Peinlicher Fehler

Bundeskanzlei hat Ecopop-Initiative falsch übersetzt

Gut drei Monate vor der Abstimmung über die Ecopop-Initiative muss die Bundeskanzlei über die Bücher. Der Text der Initiative bedeutet auf Französisch nicht dasselbe wie auf Deutsch, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. «Die zitierte Passage ist tatsächlich falsch übersetzt, was die Bundeskanzlei bedauert», schreibt die Bundeskanzlei in einer Stellungnahme. 

Das bedeutet, dass gerade noch 35 Menschen pro Jahr einwandern dürften.

Passiert ist der Fehler ausgerechnet beim Herzstück des Begehrens, der Limitierung der Zuwanderung. Die Initianten möchten diese auf 0,2 Prozent der Wohnbevölkerung beschränken, womit netto und nach aktuellen Zahlen noch knapp 17'000 Menschen pro Jahr einwandern dürften. Der französische Text ist indes so formuliert, dass sich die 0,2 Prozent auf eine andere Bezugsgrösse beziehen. Umgerechnet bedeutete dies, dass gerade noch 35 Menschen pro Jahr einwandern dürften. 

Die Bundeskanzlei schreibt, trotz des Fehlers sei die freie Willensbildung der Stimmberechtigten nicht beeinträchtigt. Denn aus dem Kontext aller anderen Bestimmungen gehe klar hervor, was die Initianten wollten. Trotzdem prüft die Kanzlei nun, wie der Fehler noch korrigiert werden könnte. Im Vordergrund steht die Option, im französischsprachigen Abstimmungsbüchlein einen Hinweis auf die korrekte Auslegung des Texts anzubringen. (rey)



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    Alle Leser-Kommentare
  • MergimMuzzafer 24.08.2014 11:54
    Highlight Highlight Beim Bund hat abscheinend niemand irgendwas im Griff! Was passiert denn da wenns mal richtige Probleme gibt?
    4 2 Melden
    • Schnufi 24.08.2014 22:03
      Highlight Highlight Ich kriege immer mehr Angst, was da von Bern alles kommt. Einfach grauenhaft. Mensch hätte ich einen auf den Deckel bekommen, bei so einem Fehler. Einmal, das nächste wäre die Kündigungsandrohung gewesen. Grauenhafte Arbeit.
      1 0 Melden

Sozialdetektive-Befürworter leaken Betrüger-Videos – laut Datenschützer ist das verboten

Kurz vor der Abstimmung am 25. November lassen die Befürworter des neuen Sozialdetektiv-Gesetzes den Medien Videos von Versicherungsbetrügern zukommen. Diese Weitergabe von Observationsmaterial ist gemäss dem Eidgenössischen Datenschützer «nicht rechtens». Die Gegner der Vorlage sprechen von «sozialer Brandstiftung».

Das von der Aargauer Zeitung veröffentlichte Video zeigt einen Arbeiter, der gelenkig über Baugerüste geht und Wände streicht. Während der Observation arbeitete er teilweise elf Stunden auf einer Baustelle. Dabei litt er gemäss Arztberichten angeblich unter grossen Schmerzen an Schulter, Rücken und Knie und konnte deshalb offiziell lediglich drei Stunden am Tag als Magaziner arbeiten.

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