Schweiz
Gesellschaft & Politik

Ständerat will AKW-Thematik nicht an Bundesrat zurückzuweisen

Nationalrat wieder am Zug: Ständerat will AKW-Vorlage nicht an Bundesrat zurückzuweisen

16.06.2026, 09:3116.06.2026, 09:33

Der Ständerat will den Entscheid über die Aufhebung des Neubauverbots für Atomkraftwerke nicht aufschieben. Er hat es am Dienstag abgelehnt, die entsprechende Vorlage an den Bundesrat zurückzuweisen. Nun ist erneut der Nationalrat am Zug.

Mit 28 zu 16 Stimmen bei einer Enthaltung sagte die kleine Kammer Nein zur Rückweisung des Geschäfts an den Bundesrat. Der Nationalrat hatte am Montag nach einer Marathondebatte hauchdünn - mit 100 zu 97 Stimmen bei 2 Enthaltungen - für die Rückweisung gestimmt. Bestätigt er diesen Entscheid, ist dieser definitiv.

Kommissionspräsident Thierry Burkart (FDP/AG) wies darauf hin, dass die von ihm präsidierte Umwelt-, Energie- und Raumplanungskommission des Ständerats (Urek-S) beim Departement von Energieminister Albert Rösti einen Bericht bestellt habe, der bis Ende Jahr die finanziellen Folgen derartiger AKW-Neubauprojekte skizzieren soll. «Dieser Bericht würde also vorliegen, bevor es zu einer Volksabstimmung kommen würde.»

Wann der Nationalrat erneut über den Rückweisungsantrag entscheidet, ist noch offen. (dab/sda)

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67 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Chris_A
16.06.2026 10:01registriert Mai 2021
AKW bedeuten Abhängigkeit von Russland, Erneuerbare bedeuten Unabhängigkeit. Ich weiss echt nicht was es zu diskutieren gibt. Heimatliebe scheint bei den Politiker der SVP und FDP ganz weit hinten zu stehen.
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Rethinking
16.06.2026 09:59registriert Oktober 2018
NEIN zu AKWs
NEIN zur Aufhebung des Verbotes
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equus asinus
16.06.2026 09:59registriert November 2023
Die Finanzierung muss geklärt sein, egal, wie man zu Atomkraft steht. Man stelle sich vor, wir erlauben AKW wieder. Jemand beginnt mit der Planung und dann geht es ums Geld. Bis dahin ist das Parlament anders zusammengesetzt. Womöglich gibt es dann keine Mehrheit für eine Finanzierung, oder die Finanzierung scheitert bei einer Volksabstimmung. Under diesen Voraussetzungen geht niemand das Risiko ein, erwas konkretes zu planen.
Wer ja sagt zu Atomkraft, muss jetzt darauf bestehen, dass die Finanzierung geklärt ist. Wird sich um die teuerste Investition handeln in der Geschichte der CH.
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