Schweiz
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Fithawi Bereket, Fluechtling aus Eritrea, bei der Arbeit auf der Wasserbueffelfarm der Familie Kuenzle, am Dienstag, 23. April 2019, in Schwarzenbach. Fithawi Bereket ist Teilnehmer eines Qualifizierungsprogramm fuer Fluechtlinge. Ziel ist es, ueber sechs Monate hinweg eine Basis-Ausbildung in der Landwirtschaft zu vermitteln und ihn auf eine Zukunft in der Schweiz vorzubereiten. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Fithawi Bereket aus Eritrea arbeitet auf der Wasserbüffelfarm der Familie Künzle in Schwarzenbach (SG). Bild: KEYSTONE

Immer mehr Flüchtlinge arbeiten – und müssen trotzdem Sozialhilfe beziehen

Die Erwerbsquote unter den Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen ist markant gestiegen. Die jüngsten Integrationsmassnahmen zahlten sich aus, meinen der Bund und die Kantone.

Tobias Bär / ch media



Vor etwas mehr als zwei Jahren schlug die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos) Alarm: Man sei «äusserst besorgt über die steigende Zahl von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen, die keine Stelle finden.» Die Skos warnte vor einem Kostenanstieg zu Lasten der Kantone und Gemeinden. Diese tragen die Sozialhilfekosten, wenn die Zuständigkeit des Bundes nach fünf Jahren (bei anerkannten Flüchtlingen) oder sieben Jahren (bei vorläufig Aufgenommenen) endet.

Die neusten Zahlen des Bundes lassen vermuten, dass dieser Appell Wirkung gezeigt hat. Gemäss dem Staatssekretariat für Migration (SEM) arbeiteten Ende März 32,2 Prozent der erwerbsfähigen Flüchtlinge. Vor einem Jahr waren es nur 26,6 Prozent. Und bei den vorläufig Aufgenommenen stieg die Erwerbsquote von 31 auf 37,7 Prozent.

Einfache Anmeldung statt Arbeitsbewilligung

Die positive Entwicklung sei unter anderem auf verstärkte Integrationsmassnahmen zurückzuführen, hält das SEM fest. Als Beispiel nennt das Staatssekretariat die einjährigen Integrationsvorlehren, die seit dem vergangenen Sommer in 18 Kantonen angeboten werden. Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene arbeiten dabei in der Regel drei Tage pro Woche in einem Betrieb mit und werden so auf eine Berufslehre vorbereitet.

«Die Arbeit scheint Früchte zu tragen.»

Claudia Nef, Leiterin des Kompetenzzentrums Integration und Gleichstellung St. Gallen

Am Pilotprojekt beteiligt sich auch der Kanton St. Gallen. Gemäss der Leiterin des kantonalen Kompetenzzentrums Integration und Gleichstellung, Claudia Nef, hat zudem das auf Anfang 2018 eingeführte Flüchtlingskonzept Wirkung erzielt. Damit wurde unter anderem die vorher fixe Begrenzung der Anzahl Deutschlektionen aufgehoben.

Weiter ist es seit Anfang Jahr für Arbeitgeber in der ganzen Schweiz einfacher, Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene anzustellen. Sie müssen keine Arbeitsbewilligung mehr beantragen, es reicht eine einfache Anmeldung. «Wir haben die zuständigen Behörden und auch die Arbeitgeber gezielt informiert und sensibilisiert», sagt Claudia Nef. «Die Arbeit scheint Früchte zu tragen.»

Das Sozialdepartement des Kantons Luzern, wo die Erwerbsquote über dem landesweiten Durchschnitt liegt, führt den Anstieg unter anderem auf die Aktivitäten der Wirtschaft und von Freiwilligen auf Gemeindeebene zurück. Auch die St. Galler Integrationschefin Claudia Nef streicht die grossen Anstrengungen der Gemeinden heraus. Neben finanziellen Interessen sei vermehrt ein «ethisches Engagement» festzustellen.

Eine der landesweit höchsten Erwerbsquoten hat der Thurgau. Der Kanton macht zwar nicht mit bei der Integrationsvorlehre, hat aber bereits vor zwei Jahren Integrationskurse für 17–24-Jährige eingeführt. Im Anschluss an die Kurse seien die Jugendlichen in der Lage, eine Berufslehre zu beginnen, heisst es beim Kanton.

Trotz Arbeit abhängig von Sozialhilfe

Eine weitere Verbesserung soll die Integrationsagenda von Bund und Kantonen bringen, die kommende Woche in Kraft tritt. Der Bund zahlt den Kantonen neu für jeden Flüchtling und für jede vorläufig aufgenommene Person eine Integrationspauschale von 18'000 Franken, drei Mal so viel wie bisher.

Damit sind verschiedene Erwartungen verbunden: Unter anderem sollen die Sprachkenntnisse der Zielpersonen drei Jahre nach ihrer Einreise mindestens ausreichen, um den Alltag zu bewältigen. Unter den Personen mit «Arbeitsmarktpotenzial» soll sich die Erwerbsquote mittelfristig um 20 Prozent erhöhen. Die Behörden gehen davon aus, dass sieben von zehn Personen ein solches Potenzial mitbringen.

Viele Schutzsuchende sind allerdings trotz Arbeit auf Sozialhilfe angewiesen. Sie verdienen mit Praktika, Vorlehren oder Teilzeitanstellungen nicht genug, um finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. 2017 betrug die Sozialhilfequote im Flüchtlingsbereich 86,3 Prozent.

Ein halbes Jahr im Flughafen

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    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 28.04.2019 15:21
    Highlight Highlight Es braucht guten Willen beider Seiten. Mich erstaunte schon immer, dass Asylanten in der Schweiz nicht arbeiten dürfen. Man versetze sich einmal in ihre Lage, wenn man das überhaupt kann. Man wird zum Nichtstun verdonnert. Über die Medien werden Konsum und Luxus zelebriert. Schwierig den Versuchungen schräger Sachen zu wiederstehen. Ich finde es gut, wenn die Flüchtlinge durch Beschäftigung integriert werden. Wichtig ist natürlich auch, dass ihnen unsere Sprache und Eigenheiten beigebracht werden. Logisch müssen da Einarbeitungszuschüsse bezahlt werden.
    Es wird ihnen auch psychisch helfen.
  • SpoonerStreet 28.04.2019 13:33
    Highlight Highlight Das Ganze zeigt wieder einmal, dass unser Berufsbildungssystem super funktioniert. Die Betriebe sind es gewöhnt auszubilden und wenn die etnischen Vorurteile mal wiederlegt wurden sind wir sehr integratonsfähig.
  • Künzli 28.04.2019 13:25
    Highlight Highlight Das ist modernes Sklaventum. Flüchtlinge, die bei den Bauern unterbezahlt schuften müssen. Es reicht nicht zum leben und sind auf Sozialhilfe angewiesen. Es wäre gescheiter, die Flüchtlinge würden im Sozialbereich zu einem normalen Lohn arbeiten. Als Betreuer anderer Flüchtlinge. Für die Volkswirtschaft ist das gut. Geld wird verdient und kommt in Umlauf. Sozialarbeiter verdienen sehr gut und zahlen Steuern. Mit diesen Steuern werden Schulen und die Infrastruktur in unserem Land finanziert. In diesem Sinne sind Flüchtlinge ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und sichern den Wohlstand.
    • Hierundjetzt 28.04.2019 13:53
      Highlight Highlight 70% der Schweizer machen eine Berufsbildung „Lehre“

      Da hat wieder mal ein Akademiker keine Ahnung 😂😂😂
    • die Freiheit die ich meine 28.04.2019 14:50
      Highlight Highlight Ich kann mir nicht vorstellen, dass Künzli ein Akademiker ist.
      "im Sozialbereich zu einem normalen Lohn"
      Künzli...
      Wissen Sie wie lange die Ausbildung zum Sozpäd geht? Diese Ausbildung ist anspruchsvoll. Wie soll ein Migrant ohne Sprachkenntnisse und ohne kulturelles Wissen, solche Arbeiten verrichten?
      Und wenn wir solchen Leuten einen Sozpäd-Lohn zahlen würden, können Sie sich die Sogwirkung vorstellen? Die dies auf andere Migrationswillige ausüben würde?
      Hey?!
    • Phrosch 28.04.2019 15:09
      Highlight Highlight @Künzli: Sozialarbeiter verdienen unter anderem darum gut, weil sie gut ausgebildet sind (und während der Ausbildung keinen grossen Lohn verdienten). Und nun sollen Flüchtlinge einfach so im Sozialbereich arbeiten, womöglich als Sozialarbeiter? Da haben sie einige Zusammenhänge noch nicht verstanden!
  • Lilamanta 28.04.2019 12:44
    Highlight Highlight Dass so viele eine Ausbildung oder eine Arbeit finden, ist grossartig. Dass sie ergänzend noch Sozialhilfe beziehen müssen ist bedauerlich. Diese Menschen würde eine Reduzierung der Sozialhilfe eben auch treffen: Arbeitende Personen in Ausbildung oder Niedriglohnsektor, welche nicht genug für sich oder ihre Familie verdienen können. Wir sollten ihnen die Chancen, welche sie genutzt haben nicht durch Sozialhilfeabbau zunichte machen.
  • Altruide 28.04.2019 12:17
    Highlight Highlight Schade dass der Titel einen etwas negativen Touch in sich hat.
    Schaut man die Statistiken an, so sind mehr als 40% der Asylsuchenden oder Aufgenommenen, die mehr als 2 Jahre hier sind, erwerbstätig.
    Das Gefühl in einer Gesellschaft "gebraucht" zu werden, ist sehr wichtig für das Selbstwertgefühl - gerade für Familienväter oder -mütter.
    Ich denke elementarer ist zu hinterfragen, ob diese schlechter bezahlten "Jobs" andere Festanstellungen konkurrenzieren. Das wäre nicht okay - egal welche Nationalität der/die Festangestellte hat.
  • Markus7 28.04.2019 12:06
    Highlight Highlight Aber Schweizer Lehrlinge erhalten keine Zahlungen vom Sozialamt. Im weiteren ist dies nichts anderes als eine Quersubvention der Wirtschaft: sie bekommen dadurch Mitarbeiter zu extrem tiefen Löhnen, die Differenz zahlt der Steuerzahler. Eine interessante Auskunft erhielt ich von meinem Spargelbauer in der Nähe, der mir sagte, dass er jedes Jahr von Polen Fremdarbeiter holen müsse, aber keinen einzigen Eritreer anstellen könne, weil die Arbeitsleistung unter allem Hund sei im Gegensatz zu den Polen.
    • Hierundjetzt 28.04.2019 13:33
      Highlight Highlight Weil die Eltern Fürsorgepflichtig sind. Bis max 25. Oder bis die Ausbildung abgeschlossen ist

      Ganz einfach.
    • El Vals del Obrero 28.04.2019 13:59
      Highlight Highlight Und wenn man in einem höheren Alter eine Lehre machen müsste, damit man eine Chance auf eine Arbeit hat, würde man wohl auch als Schweizer Unterstützung bekommen.

      Dass sich Polen besser mit Spargeln auskennen als Eritreer könnte ja auch mit den unterschiedlichen Anbaubedingungen in Polen und Eritrea zusammenhängen. Glaube nicht, dass es in Eritrea Spargeln gibt.

      Und aus Polen kommen ja freiwillig "ausgebildete" Spargelstecher, die sich ganz normal um eine Stelle bewerben, der Bauer kann die besten aussuchen. Bei "zufälligen" Flüchtlingen ist das schwieriger.
  • Fip 28.04.2019 11:59
    Highlight Highlight Ach herrjemine, die sind ja gar nicht faul!
    Warten wir mal ab was passiert falls sie sich erdreisten, in Engelberg ski zu fahren..
    • El Vals del Obrero 28.04.2019 14:03
      Highlight Highlight Wohl das übliche:
      Sie arbeiten: "Die nehmen uns die Arbeit weg!!!"
      Sie arbeiten nicht: "Das sind elende Schmarotzer!!!"
      Sie fahren Ski: "Offenbar haben diese verwöhnten Typen zu viel Geld und Zeit!!!"
      Sie fahren nicht Ski: "Sie wollen sich nicht integrieren und an unsere Sportarten anpassen!!!"
    • Hierundjetzt 28.04.2019 15:57
      Highlight Highlight El Vals: er meint den Aeschi von der SVP, der sich darüber beschwerte am Skilift anstehen zu müssen. Wegen diesen Ausländer da (lies Touristen)
  • sintho 28.04.2019 11:53
    Highlight Highlight Man könnte den Titel auch anders formulieren. Sie arbeiten und DÜRFEN ( != müssen) aufgrund der Lohnhöhe Sozialgelder beziehen.

    Dann ist die Welt in Ordnung und keinen Artikel nehr wert.
  • bintang 28.04.2019 11:52
    Highlight Highlight Perfekt für die schweizer Wirtschaft, billigste Arbeitskräfte subventioniert durch den Steuerzahler. Die Kosten werden gesenkt, die Aktionäre und Geschäftsinhaber lachen sich dumm und dämlich.
  • Gregor Hast 28.04.2019 10:50
    Highlight Highlight Mag das Wort "müssen" nicht so sehr - hört sich schon fast wie ZWANG an!
  • Ig nid är 28.04.2019 10:30
    Highlight Highlight ich habe da 0 Probleme damit das die Sozialhilfe so genützt wird. Finde ich sehr sinnvoll
  • Näthu Fäldi 28.04.2019 10:10
    Highlight Highlight Geht auch CH's so..
  • salamandre 28.04.2019 10:02
    Highlight Highlight Die Wirtschaft ist aufgestellt so billig wie möglich zu produzieren praktisch überall.
    Der Konsument, ebenfalls praktisch überall, rennt dem günstigen Produkt nach.
    In der Landwirtschaft gibt es auch bei uns unzählige Betriebe, die etwas Hilfe praktisch überall gebrauchen können.
    Schon mal gut wenn der Asylbewerber, so er gewillt ist, wenigstes die möglichkeit zu Arbeiten hat.
  • Butschina 28.04.2019 09:56
    Highlight Highlight Ein eriteeischer Kollege ist seit 2007 in der CH. Er hatte von Anfang an nebst anderen Eritreern auch zu Einheimischen Kontakt. So beherrschte er das Deutsch recht schnell. er hat verschiedene Praktikas gemacht und immer sehr gute Zeugnisse erhalten. In eritrea war er Mechaniker. Jetzt hat er hier eine Aushilfsstelle in einer Autowerkstatt. Zum Leben reicht es leider immer noch nicht, da es keine fixe Stelle ist. Er beeindruckt mich immer wieder, weil er nicht aufgibt. Ich kenne aber auch solche, die mit Jobs in der Gastronomie die Familie gut durchbringen.
  • Eric Lang 28.04.2019 09:49
    Highlight Highlight Zitat: "Der Bund zahlt den Kantonen neu für jeden Flüchtling und für jede vorläufig aufgenommene Person eine Integrationspauschale von 18'000 Franken, drei Mal so viel wie bisher."
    Und woher hat der Bund das Geld?
    Von den Steuerzahlern und wie dann die Entwicklung der Asylanten auf dem Arbeitsmarkt langfristig ist, bleibt erst mal noch abzuwarten.
    In erster Linie gehören Migranten aus Ländern wie Eritrea, wo kein Krieg herrscht, schnellstmöglich zurück geschafft.
    • Hierundjetzt 28.04.2019 13:35
      Highlight Highlight Der Bund finanziert sich mittels direkter Bundessteuer.

      Ich glaube kaum, dass Du dermassen viel verdienst, dass Du überhaupt wesentliche DB zahlen musst...
    • karl_e 29.04.2019 00:13
      Highlight Highlight Hierundjetzo, Der Bund finanziert sich auch ganz wesentlich über indirekte Bundessteuern, lies Mehrwertsteuer. Die bezahlen alle, auch die Aermsten.
  • Mutbürgerin 28.04.2019 09:49
    Highlight Highlight Wofür braucht es Ausbildungen für diese anspruchslosen Jobs?
    • Hierundjetzt 28.04.2019 13:31
      Highlight Highlight Jeder Beruf in der Schweiz ist mit einer Ausbildung hinterlegt. Das ist Basiswissen 🤫
  • Queen C 28.04.2019 08:39
    Highlight Highlight Der Artikel informiert sachlich, aber die Headline ist wieder einmal so geschrieben, dass ein Skandal suggeriert wird. Jetzt arbeiten sie und trotzdem können sie nicht davon leben. Böseböse Arbeitgeber!
    Es ist kein Skandal, dass Leuten in der beschriebenen Situation keine Löhne bezahlt werden können, damit sie auf eigenen Beinen stehen können.
    • AdiB 28.04.2019 10:16
      Highlight Highlight Wo der skandal liegt. Das bezogene geld vom sozialamt muss zurück gezahlt werden. Dies ist der fall bei einem 19 jährigen flüchtling den ich kennengelehrnt haben. Wenn er seine lehre abschliessdt und eine anstellung findet droht ihm die lohnpfändung. Die frage die geklärt wird, muss er auch das geld zirück zahlen das er als minderjähriger erhielt oder nur ab der volljährigkeit.
      Solche ereignisse führen dazu das gewiesse flüchtlinge gar nicht arbeiten wollen, wenn unter dem strich beim sozilamt mehr rausspringt.
    • Hierundjetzt 28.04.2019 13:37
      Highlight Highlight Nur in einigen Kantonen muss man zurückzahlen.

      Lohnpfändung gibts erst wenn Du dich weigerst die Raten zu zahlen 😉
    • Lilamanta 28.04.2019 14:52
      Highlight Highlight @adib: er soll sich unbedingt an eine unabhängige Fachstelle für Sozialhilfe wenden, dann können die prüfen, ob er tatsächlich Sozialhilfe zurück bezahlen muss, obwohl er eine Gegenleistung zur Sozialhilfe (also Arbeit) geleistet hat. Ich bin der Ansicht, dass er deshalb dem Staat nichts mehr schuldig ist...
  • Booker 28.04.2019 08:34
    Highlight Highlight Klar sind die Löhne dieser „Handlanger“-Jobs nicht hoch genug um grosse Sprünge zu machen. Aber besser als nichts. Wissen muss man aber auch, dass viele Flüchtlinge jeden Monat grosse Geldbeträge nach Hause schicken. Geldtransferdienste wie Western Union etc. Florieren. Da gibt es solche die schicken von ihren 953 CHF locker 500 CHF nach Hause!
    • Goon 28.04.2019 08:50
      Highlight Highlight Kann ich fragen von wo diese Information mit den 500 Stutz stammt?
    • ingmarbergman 28.04.2019 09:22
      Highlight Highlight Beweise? Statistiken? Oder schmeisst du einfach nur Gastarbeiter mit den Flüchtlingen in einen Topf um dein Stammtischklischee zu bestätigen?
    • Sir_Nik 28.04.2019 09:26
      Highlight Highlight Aber das spielt ja keine Rolle. Die Höhe der Sozialleistungen wird ja nicht basierend auf Aussagen der betroffenen errechnet.

      Um beim Beispiel zu bleiben: der kann ja dann nicht sagen dass er nur 450.- im Monat hat und kriegt die 500 obendrauf wieder.

      So ist das hald in einem freien Land, wofür Leute ihr Geld ausgeben geht die Gesellschaft nichts an. Er verzichtet dafür ja auf Lebensstandard, das muss jeder selber wissen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Corny 28.04.2019 08:32
    Highlight Highlight Natürlich beziehen sie noch Sozialhilfe, wenn sie ein Praktikum, eine Lehre oder Teilzeit arbeiten.
    Das ist auch in Ordnung, weil sie nach einer Ausbildung gute Chancen auf ein selbstständiges Leben haben.
    • koks 28.04.2019 10:26
      Highlight Highlight @corny, weil schweizer praktikanten und lehrlinge und teilzeitarbeitende auch geld vom staat erhalten, wenn der lohn etwas klein scheint?
    • Saraina 28.04.2019 14:22
      Highlight Highlight Koks: Lehrlinge und andere in der Erstausbildung unterstehen der Fürsorgepflicht der Eltern. Wer Teilzeit arbeiten muss und nicht mehr kann, wird, wenn es zum Leben nicht reicht, natürlich auch vom Staat unterstützt. Bei den im Artikel erwähnten Asylanten handelt es sich nicht um Menschen, die nur Teilzeit arbeiten wollen. Die machen eine Vorlehre, die nur drei Tage pro Woche dauert. Im Anschluss machen sie entweder eine Berufslehre, oder arbeiten.
    • borael 28.04.2019 14:25
      Highlight Highlight Koks... ja genau. Auch Schweizer dürfen Sozialhilfe beantragen und wenn sie berechtigt sind, bekommen dann sogar mehr Geld als Ausländer.
  • BeatBox 28.04.2019 08:27
    Highlight Highlight Ist doch irgendwie logisch, ich hätte während meiner Lehre auch nicht genug verdient um ohne Unterstützung meiner Eltern auskommen zu können. Keiner kann da schon vollwertige Löhne bezahlen!
  • Schneider Alex 28.04.2019 08:11
    Highlight Highlight Es müssen endlich Mindestlöhne bezahlt werden, die einen einfachen Lebensunterhalt erlauben.
    • Füdlifingerfritz 28.04.2019 09:07
      Highlight Highlight Wenn für (Vor)lehren, Praktika und Aushilfsjobs - und um solche geht es hier - zukünftig Mindestlöhne gezahlt werden, verdienen die Flüchtlinge (und auch alle anderen in diesem Anstellumgsfeld) zukünftig nicht 500 oder 1000 Fr., sondern 0 Fr. Ganz einfach weil niemand für diese Jobs 2000 Franken oder mehr bezahlen wird. Wäre das wirklich besser?
    • sowhat 28.04.2019 09:12
      Highlight Highlight Die Lebensunterhaltssichernden Löhne sollen nach der Ausbildung bezahlt werden. Dann, wenn eine Anstellung erfolgt. Ich hoffe sehr, das wird dann auch geschehen. Sie wären für die Arbeitgeber zwar nicht mehr so günstig. Haben sich bis dann aber ja hoffentlich bewährt, so dass sie übernommen werden, oder anderswo eine Stelle finden.
    • Ribosom 28.04.2019 09:37
      Highlight Highlight Ein Praktikant, Lehrling oder Teilzeitarbeiter bekommt nun mal nicht den gleichen Lohn wie einer, der 100% arbeitet. Dies hat nichts mit Mindestlöhnen zu tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Seppel 28.04.2019 07:27
    Highlight Highlight Kenne mich mit den Zahlen da nicht so aus. Aber ich glaube das Phänomen betrifft wohl nicht nur Flüchtlinge

    https://www.socialchangeswitzerland.ch/?p=1514

    Und wie hier auch bereits festgestellt

    https://www.watson.ch/amp/!853248602

    570’000 pro Kopf Vermögen 😄 mich haben die nicht gefragt.
    • Hierundjetzt 28.04.2019 12:21
      Highlight Highlight PK ist dabei eingerechnet. Und da hast auch Du mit 30 um die 100‘000.- 😏
  • tylor_durden 28.04.2019 07:25
    Highlight Highlight Ob sich die SVP damals diese Entwicklung unter Inländervorrang vorgestellt hat?
    • Firefly 28.04.2019 09:24
      Highlight Highlight Innländer wollen solche Jobs unter solchen Bedingungen wohl nicht machen, auch nicht mit Vorrang.

      Die Frage der fairness stellt sich also allemal. Einerseits ist Arbeit gut für die Integration andererseits unter Konditionen, die kein Schweizer akzeptieren würde, schlecht für die Gesellschaft.
    • Füdlifingerfritz 28.04.2019 11:22
      Highlight Highlight @firefly
      Weil Schweizer keine Vorlehren, Aushilfsjobs und Praktika zu solchen Konditionen machen, oder was? Ziemlicher gugus.
  • Bimbeli 28.04.2019 07:19
    Highlight Highlight Auf Deutsch: "Ausnutzen und moderne Sklavenhalterei"
    • weachauimmo 28.04.2019 08:48
      Highlight Highlight Ach, Bimbeli. Vielleicht beim nächsten Mal einfach zuerst denken, dann einmal leer schlucken und erst darauf schreiben, falls wirklich noch nötig.
    • Queen C 28.04.2019 08:50
      Highlight Highlight Also dann würdest du, Bimbeli, für drei Tage die Woche Stall misten oder sonstige Hilfsjobs jemandem einen Mindestlohn von sagen wir mal 3500.— CHF bezahlen?
    • derlange 28.04.2019 09:26
      Highlight Highlight Landw. 55 Std./Woche Mindestlohn: 3’270.-
      Das ist ungelernt, keine Branchenkentnisse, einfache Tätigkeiten, usw.
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