Schweiz
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Ramazan Nuri

Ramazan Nuri, 21 Jahre alt, aus Kabul, Afghanistan. bild: watson

Weshalb dieser Flüchtling in der Schweiz arbeiten kann – und trotzdem Angst haben muss

Ramazan Nuri hat Glück. Er ist einer von wenigen Flüchtlingen in der Schweiz, die dank einer Lehre den Einstieg in die Berufswelt geschafft haben. Und trotzdem bleibt seine Zukunft ungewiss.



Eine transparente Schutzbrille vor den Augen, gelbe Stöpsel in den Ohren, die Hände in Arbeitshandschuhen. Pechschwarze Haarsträhnen haben sich aus seiner nach hinten gekämmten Frisur gelöst und tanzen vor der Stirn. Ramazan Nuri zurrt das Metallstück fest und setzt mit konzentriertem Blick die Schneidmaschine an. Irgendwo wird gehämmert, in der Luft hängt der Geruch von frisch gesägtem Holz.

Die grosse Industriehalle der Farbik 1 im Zürcherischen Buchs ist lichtdurchflutet. In hohen Gestellen sind meterlange Holzplatten aufeinandergestapelt. Geschäftig stehen Mitarbeiter hinter grossen Maschinen, um aus einzelnen Teilen ganze Mobiliare anzufertigen, die dann teuer verkauft werden. Es ist die Produktionsstätte der zwei Schweizer Möbelunternehmen Tossa und Thut Möbel, die hier ihre Designerstücke herstellen. Seit diesem Sommer absolviert hier Nuri eine Flüchtlingslehre.

Pilotprojekt für vier Jahre

Das Konzept dieser speziellen Lehren lancierte der Bundesrat als Pilotprojekt vor drei Jahren. Damals flüchteten Tausende über die Balkanroute nach Deutschland und auch in die Schweiz. Der Bund begann, über neue Integrationskonzepte nachzudenken. Mit den Flüchtlingslehren erhofft er sich, dass die neu Zugezogenen schneller einen Job finden und nachhaltig in die Berufswelt eingebunden werden. Im August startete das vorerst auf vier Jahre angesetzte Projekt. In 18 Kantonen wurden 900 Lehrplätze für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt.

Ramazan Nuri

Konzentriert an der Schneidmaschine. bild: watson

Dass Nuri einen Platz in diesem Programm erhielt, ist für ihn keine Selbstverständlichkeit. «Ich hatte Glück», sagt er. Er ist einer von knapp 40'000 Afghanen, Syrern, Eritreern oder Irakern, die 2015 in die Schweiz gelangten und ein Asylgesuch stellten. Der heute 21-Jährige floh mit seiner Familie aus seiner Heimatstadt Kabul in Afghanistan in den Iran. Von dort aus machte er sich alleine auf den Weg in die Türkei. Was danach folgte, sind traurige Geschichten, die bereits zu Hunderten erzählt wurden. Sie handeln von gefährlichen Bootsfahrten, von aufgedunsenen Leichen, die es an den Strand griechischer Inseln treibt, von unhaltbaren Zuständen in Idomeni, von beschwerlichen Wegen über Mazedonien, Serbien und Ungarn. Im Winter schliesslich überquerte Nuri die Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz.

Er wurde in einer Containersiedlung in Buchs (ZH) untergebracht. Schwierig sei gewesen, beim Warten auf den Asylentscheid nicht in einen lethargischen Zustand zu fallen, sagt Nuri. «Andere Bewohner haben den ganzen Tag im verdunkelten Wohnzimmer gesessen und geraucht.» Er aber versuchte, seinem Alltag eine Struktur zu geben, besuchte gratis Deutschkurse in der Autonomen Schule in Zürich, ging mehrmals in der Woche ins Judotraining.

Christian Lüber von der Fabrik 1 stellte im Frühling dieses Jahres fest, dass eine zusätzliche Hilfskraft im Betrieb gebraucht wurde. Weil das Unternehmen erst vor Kurzem nach Buchs zog und in der Region noch wenig verankert war, fragte er bei der örtlichen Gemeinde an, ob man ihm eine geeignete Person vermitteln konnte. Der Name Ramazan Nuri fiel. Wenige Tage später stand Nuri bereits im Einsatz und unterstützte das Team bei kleineren Arbeiten.

Das Team setzt sich für Nuri ein

«Schnell merkten wir, dass wir ihn auch längerfristig behalten und ausbilden wollen», sagt Lüber. In der Zeitung las er von den Flüchtlingslehren und meldete sich für das Projekt an. «Für Ramazan ist es perfekt. Er lernt das duale Bildungssystem der Schweiz kennen, erhält bei uns eine Ausbildung und geht einmal in der Woche in die Schule, wo er sein Deutsch verbessern kann.»

Nuri hat inzwischen den F-Ausweis bekommen. Das heisst, vorläufig darf er in der Schweiz bleiben. Sein Status wird aber jährlich überprüft. Seit einer Gesetzesänderung, welche die Stimmbevölkerung im Juli an der Urne gutgeheissen hat, erhalten vorläufig Aufgenommene im Kanton Zürich nur noch Asylfürsorge. Dieser Betrag fällt um einiges geringer aus als die Sozialhilfe, die sie zuvor erhalten haben. Nebst den 400 Franken Lohn erhält Nuri also 300 Franken Asylfürsorge. Die Miete und das Zugbillet, das er benötigt, um nach Zürich in die Schule zu kommen, bezahlt die Gemeinde.

Lüber sagt: «Nuri lernt nicht nur von uns. Seit er hier ist, haben wir auch viel von ihm erfahren. Wir wissen jetzt besser, was es heisst, Flüchtling zu sein.» Als er noch in der Containersiedlung wohnte, habe er über den Lärm geklagt, dass er sich beim Lernen nicht konzentrieren und nachts schlecht schlafen könne. Die Fabrik 1 half ihm daraufhin, eine Wohnung zu suchen. Heute wohnt Nuri in einer Einzimmerwohnung in der Nähe der Fabrik 1.

Ramazan Nuri

«Eigentlich bin ich ja Schneider.» Ramazan Nuri in dem Gabelstapler.  bild: watson

«Natürlich ist es ein Tropfen auf den heissen Stein», sagt Lüber. Wir unterstützen hier einen Einzelnen, aber nötig hätten es Tausende. Immerhin habe aber zumindest Nuri so eine Perspektive erhalten. «Wir wollen ihn auch nach der Flüchtlingslehre behalten», sagt Lüber. Der Plan sei, dass er im Sommer 2019 eine Attest-Lehre machen kann. Diese daure weitere zwei Jahre. Danach könne er das eidgenössische Fähigkeitszeugnis machen. Einziges Fragezeichen ist für Lüber der Aufenthaltsstatus von Nuri: «Die Angst, dass man ihm plötzlich die Bewilligung entzieht, schwebt wie eine Drohgebärde ständig über Ramazan und auch über unserem Team.»

Sein Traum ist, hier zu bleiben

Nuri setzt sich hinter das Steuer des Gabelstaplers, dreht das Lenkrad routiniert und setzt das Gefährt in Bewegung. «Eigentlich bin ich ja Schneider», sagt er. In Afghanistan habe er vor allem Kleider für Frauen genäht. Er mochte das Handwerk und kommt er dazu, so schneidert er auch heute noch. Das Schreinern mag Nuri ebenso. Die Arbeit mit Holz, das Schleifen von Tischen, das Verleimen von Schubladen. «Und besonders gerne fahre ich mit dem Gabelstapler», sagt er und tätschelt das Lenkrad mit der flachen Hand.

Wo er sich in Zukunft sieht, kann Nuri nicht sagen. «Das entscheidet zuletzt die Politik.» Aber er träumt von einer Perspektive in der Schweiz, von einem guten Job und einem ruhigen Leben. Das ist alles, was er will.

«This ist not for Humans» – eine Nacht im Flüchtlingscamp in Idomeni

Trump will den Krieg in Afghanistan verschärfen

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Video: watson/Lya Saxer

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • borael 28.10.2018 20:21
    Highlight Highlight Ein tolles Engagement dieser Firma! Es wäre schön, es gäbe mehr solche Arbeitgeber.

    Mein Pflegesohn mit Status F sucht aktuell auch gerade eine Lehrstelle und es ist sehr schwierig. Dieses F, dass einem zwar vorläufig Sicherheit garantiert, hindert doch immer wieder eine Arbeit zu finden, sich zu integrieren und sozialhilfeunabhängig zu werden. Denn das ist das grosse Ziel aller Menschen mit F-Status, die ich kenne... und das sind einige. Denn das zurückgehen ist im Moment sehr unrealistisch. Bis in Afghanistan wieder Frieden und Sicherheit ist, wird es wahrscheinlich einige Jahre dauern.
    • borael 28.10.2018 20:34
      Highlight Highlight In der Branche wo wir suchen, gibts übrigens wohl immer sehr viele Lehrstellen, die nicht besetzt werden, auch nicht mit Schweizern... von wegen den Schweizern der Vorrang lassen ;-)
  • Mutbürger 28.10.2018 17:50
    Highlight Highlight „Wir unterstützen hier einen Einzelnen, nötig hätten es Tausende.“

    Ja dann, machen wir uns an die Arbeit. Kommt uns auf Dauer wohl günstiger als Integration zu verhindern und motivierte und arbeitswillige Menschen von Bildung und Beruf fernzuhalten.

    Und ich hör sie schon wieder, die Verhinderden und Ausgrenzenden: „Die sollen nicht hier bleiben, die sollen nach Hause sobald als möglich. So stehts im Gesetz! Und in der Zeit, in der sie da sind, sollen sie unter dem Existenzminimum leben, nichts tun, still und unsichtbar sein.“
  • Chääschueche 28.10.2018 16:25
    Highlight Highlight Während Schweizer und Secondos haufenweise auf dem RAV und dem Soz sitzen vermittelt der Staat "billige" Arbeitskräfte an Unternehmen.

    Der Herr ist wie es scheint u.a. im Bereich Lager tätig und somit übt er eine Meldepflichtige Stelle aus (Branche mit weit über 8% Arbeitslosen).

    Es gibt genügend Schweizer oder Secondos die diese Arbeit machen würden aber die sind zu teuer da man denen einen GAV Lohn bezahlen muss...

    Ein Flüchtling ist hier um Schutz zu erhalten und danach wieder in sein Heimatland zurückzukehren nicht um in Branchen zu arbeiten bei denen es hier zu viele Arbeitslose gibt

    • Enzasa 29.10.2018 17:49
      Highlight Highlight Es gibt den Inländer Vorrang.
      Wenn dieser Junge die Stelle bekommen hat, gab es keine Schweizer oder Aufenthalter die die Tätigkeit gemacht hätten.

      Er hat niemanden den Job weggenommen, sondern eine offen gebliebene Stelle besetzt
    • Chääschueche 29.10.2018 17:58
      Highlight Highlight @Enzasa
      Das glaubst auch nur du. Diese "Flüchtlingsausbildungen" sind davon ausgenommen.

      Das sind spezielle "Programme" die der Bund anbietet.
  • dk222 28.10.2018 15:56
    Highlight Highlight Der Bericht ist ja gut gemeint, ein bisschen kritisch bezüglich des unsäglichen Status F, der lange abgeschafft werden soll, aber eben, es ist nicht alles wie es erscheint. Unter diesem Link sind kritische Anmerkungen gemacht dazu. Ist wirklich lesenswert! https://sozialismus.ch/artikel/2017/schweiz-integration-durch-ausbeutung-die-fluechtlingslehre-als-sackgasse-fuer-die-betroffenen/
    hach, hier der Teaser: "Das zeigt sich zB an der EMS-Chemie und ihrer Chefin Martullo-Blocher, die den Teilnehmer*innen ihres «Integrationsprogramms» während der 1,5-jährigen Attestlehre keinen Lohn zahlen wird!"
    • P. Silie 29.10.2018 11:45
      Highlight Highlight Status F: "Die VORLÄUFIGE Aufnahme ist eine Massnahme, die vom Staatssekretariat für Migration (SEM) verfügt wird, wenn der Vollzug der Weg- oder Ausweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar ist." Die jungen Herren bekommen eine Gratisausbildung die sie bei ihrer Rückkehr in Ihre Heimat sehr gut für den Wiederaufbau des Landes brauchen können. Unterkunft, Unterhalt und Transport sind bezahlt. Hinzukommen Krankenkasse (Arzt), Zahnarzt etc.. Afghanistan ist gemäss Deutschland ein sicheres Land, abgewiesene Asylbewerber werden zurückgeschickt... https://www.fr.ch/de/bma/alltag/vorgehen-und-dokumente/aufenthaltsbewilligung-f-status-und-zugang-zum-arbeitsmarktlehrstellen
    • Enzasa 29.10.2018 18:20
      Highlight Highlight Afghanistan ist ein theoretisch sicheres Land, weil D dort NATO Truppen hat.
      Wenn D sagen würde, dass Afghanistan unsicher ist, dann würde man ja eingestehen, dass Die NATO Truppen nichts bringen.
      Kompromiss Lösung: In D erhalten Flüchtlinge aus Afghanistan kein Asyl a b e r Abschiebestopp.
    • borael 29.10.2018 22:35
      Highlight Highlight Enzesa... ausser sie kommen aus Kabul. Denn Kabul ist sicher! Unglaublich, aber wahr.
  • Muselbert Qrate 28.10.2018 15:40
    Highlight Highlight Hoffentlich kann der vorläufig Aufgenommene das Gelernte bald wieder in seinem Heimatland einsetzen!
  • Roterriese #DefendEurope 28.10.2018 14:27
    Highlight Highlight Mit dem Titel wird suggeriert, dass er ein anerkannter Flüchtling sei, dabei ist er ja gar kein Flüchtling, sondern ein vorläufig aufgenommener Ausländer.

    Übrigens ist es ja Sinn und Zweck des Asylwesens, dass die Menschen, wenn die Bedrohung vorbei sind, wieder in ihre Heimatländer zurückkehren.

    https://www.fluechtlingshilfe.ch/asylrecht/rechtlicher-status/vorlaeufig-aufgenommene-auslaender.html

    https://www.fluechtlingshilfe.ch/asylrecht/rechtlicher-status/anerkannte-fluechtlinge-asylgewaehrung.html
    • SaraSera 28.10.2018 19:22
      Highlight Highlight Falsch. Er ist vorläufig aufgenommener Flüchtling.
    • Fabio74 28.10.2018 20:53
      Highlight Highlight Er ist in allerester Linie ein Mensch. Und er verdient Respekt. Und nicht euren ekligen Hass
    • Judge Dredd 28.10.2018 23:21
      Highlight Highlight Vorläufig aufgenommene Ausländer*innen.

      Es handelt sich dabei nicht um eine Aufenthaltsbewilligung, sondern um die Bestätigung, dass eine Ausschaffung aus rechtlichen Gründen nicht durchführbar ist. Weil eine ausländische Person aus rechtlichen Gründen nicht ausgeschafft werden kann oder darf, wird sie in der Schweiz vorläufig aufgenommen. Vorausgesetzt wird, dass die Wegweisung

      -nicht zulässig
      -nicht zumutbar
      oder
      -nicht möglich
      ist.

      Die vorläufige Aufnahme ist eine Ersatzmassnahme, die statt einer Ausschaffung getroffen wird.

      Das beschreibt die Rechtliche Situation, ohne zu werten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rotom 28.10.2018 13:54
    Highlight Highlight Ein super Beispiel für gelebte Integrationshilfe. Es müsste noch mehr solche Arbeitgeber geben.
  • Henzo 28.10.2018 12:58
    Highlight Highlight Schöner Beitrag! Danke!
    • Enzasa 29.10.2018 18:23
      Highlight Highlight Auch wenn der Flüchtling nur vorübergehend aufgenommen wir, wobei Vorübergehend gut 10, 20 oder 30 Jahre sein kann. Ist es wichtig, dass er seinen Unterhalt selber verdient
    • Henzo 30.10.2018 07:36
      Highlight Highlight Geht ja auch darum, dass er eine Beschäftigung hat und nicht am Bahnhof mit Bierdose endet. Das würde keinem dienen.
  • acki_ 28.10.2018 12:43
    Highlight Highlight Was sind wir für ein Land, dass wir über einen Menschen entscheiden, ob er aufgrund seiner Herkunft besser oder schlechter ist als wir und somit hier bleiben darf oder nicht.

    Wie verdient es ein Mensch, wie wir auch sind, nicht zu wissen, ob seine Energie, die er in Ausbildung, Sprache, Kultur, etc. investiert, plötzlich wieder neutralisert wird und er wieder irgendwo von vorne anfangen muss.

    Danke an den Betrieb (und alle anderen Betriebe und Menschen, die das ebenso tun), dass Ihr Ramazan Nuri eine Perspektive bietet.

    Hoffen wir, dass es nicht umsonst ist.
    • Hierundjetzt 28.10.2018 15:41
      Highlight Highlight „Neutralisiert“? Was für ein Kampfbegriff aus den 1940gern. 🤭

      Sehr verstörend.

      Ich weiss nicht wie das Dein Land handhabt. In meinem, wie in sämtlichen weiteren 195 Ländern der Erde (also alle), gibt es klare gesetzliche Grundlagen, wann und wie ein Mensch einwandern darf. Erfüllst Du die gesetzlichen Kriterien, darfst Du einwandern. Ob Flüchtling oder Google Mitarbeiter.

      Alles andere gehört auf den Planet Reithalle.
    • Roterriese #DefendEurope 28.10.2018 15:59
      Highlight Highlight Planet Reithalle 😂, den muss ich mir merken.
    • acki_ 28.10.2018 18:10
      Highlight Highlight Haha der war tatsächlich gut mit dem Planet :-)
      Ich habe mich allenfalls ein bisschen verträumt/verkehrt geäussert heute morgen.

      Im Kern meine ich eigentlich, dass die Menschen auch ein bisschen Planungssicherheit verdienen, nebst der Sicherheit vor Gewalt und Verfolgung. Wir sind schlussendlich alle gleicher biologischer Abstammung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Siro97 28.10.2018 12:34
    Highlight Highlight Schöne Geschichte. Es zeigt, dass man mit viel Wille, Durchaltewillen und Geduld viel erreichen kann, auch wenn die Bedingungen alles andere als gut sind. Ich hoffe er bekäme Bescheid, dass er in der Schweiz bleiben darf.

Diese Atomlager bedrohen Millionen Menschen und die Umwelt

Egal ob in Russland, den USA, im Pazifik oder im Atlantik: Überall wird Atommüll gelagert. Es gibt jedoch bis heute kein einziges Endlager für hochradioaktive Abfälle. Weltweit. Viel schlimmer noch: Viele dieser provisorischen Stätten sind tickende Zeitbomben für Mensch und Umwelt.

Früher machte man es sich einfach. Nuklearer Abfall wurde verbuddelt, in Seen geworfen oder im Meer versenkt. Klappe zu, Affe tot.

Die Devise war klar: Bloss weg mit dem Atommüll. Doch wohin? Jedes mögliche Lager stösst verständlicherweise immer, zumindest in dicht besiedelten Ländern wie der Schweiz oder Deutschland, auf massiven Widerstand der Bevölkerung. Wer will schon neben einem atomaren Endlager wohnen?

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