Schweiz
Bundesrat

Ständerat speckt Sparpaket des Bundes um 35 Prozent ab

Ständerat speckt Sparpaket des Bundes um 35 Prozent ab

18.12.2025, 12:4618.12.2025, 12:46

Während insgesamt elf Stunden hat der Ständerat am Mittwoch und Donnerstag teils emotional über die mittelfristige Sanierung des Bundeshaushalts debattiert. Die kleine Kammer strich das vom Bundesrat vorgeschlagene Paket um über einen Drittel zusammen.

Schweizer Franken, Geldnoten, Geld
Die Finanzplanjahre 2027, 2028 und 2029 auf über ein Drittel des ursprünglichen Pakets. (Symbolbild)Bild: Shutterstock

Die Landesregierung schlägt zwecks Kompensation der beschlossenen Mehrausgaben für die Armee, AHV und weitere Projekte in den Jahren 2027 bis 2029 Einsparungen im Umfang von 8,543 Milliarden Franken vor. Die Finanzkommission des Ständerats (FK-S) beschloss im Vorfeld der Debatte, das Entlastungspaket um 1,927 Milliarden auf 6,616 Milliarden Franken abzuspecken.

Die kleine Kammer strich die Vorlage noch weiter zusammen. Schliesslich beschloss sie Massnahmen mit einem Sparvolumen von 5,558 Milliarden Franken – eine Milliarde weniger als ihre Kommission und fast drei Milliarden weniger als der Bundesrat. In anderen Worten verzichtet sie über die Finanzplanjahre 2027, 2028 und 2029 auf über ein Drittel des ursprünglichen Pakets. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Diese Neuerungen und Änderungen treten im Juli in Kraft
Das explizite Verbot von körperlicher Bestrafung von Kindern, nur noch eine Ordnungsbusse für verbotenes Rechts vorbeifahren auf der Autobahn und das Ende des Strassenrennverbots in der Schweiz: Das sind einige der Neuerungen, die am 1. Juli in der Schweiz in Kraft treten.
Eltern haben Kinder ohne Anwendung von Gewalt zu erziehen. Dieses Prinzip ist ab dem 1. Juli im Zivilgesetzbuch verankert. Damit sind körperliche Bestrafungen und andere erniedrigende Behandlungen explizit verboten. Das Parlament hatte die entsprechende Änderung im Juli letzten Jahres verabschiedet. Das Recht des Kindes auf eine gewaltfreie Erziehung soll primär präventiv wirken und das Bewusstsein schärfen. Gleichzeitig werden die Kantone verpflichtet, niederschwellige Beratungsangebote für Familien in Erziehungsfragen bereitzustellen.
Zur Story