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Gesellschaft & Politik

Priska Seiler Graf will in Zürich in den Regierungsrat

Fehr-Nachfolge: Priska Seiler Graf will in den Zürcher Regierungsrat

06.01.2026, 13:0206.01.2026, 17:15

Die Zürcher SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf will bei den Wahlen 2027 die Nachfolge von Jacqueline Fehr im Zürcher Regierungsrat antreten. Auch andere mögliche Kandidatinnen bringen sich in Stellung.

Nationalraetin und Praesidentin der Sicherheitspolitischen Kommission Priska Seiler Graf, SP-ZH, spricht waehrend einer Medienkonferenz der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats (SiK-N) z ...
Priska Seiler Graf amtet derzeit als Nationalrätin.Bild: keystone

«Ich werde eine Kandidatur einreichen», sagte Seiler Graf auf Anfrage von Keystone-SDA. Sie sei sich bewusst, dass sie nicht die Einzige sein werde. Der Parteitag wird entscheiden, welche zwei Kandidaten oder Kandidatinnen die SP ins Rennen schicken wird. Seiler Graf kandidierte bereits bei den Wahlen 2023 ein erstes Mal, schaffte den Sprung in den Regierungsrat damals jedoch nicht.

Ebenfalls Interesse an einer Kandidatur bekundeten gegenüber dem «SRF Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» die beiden Kantonsrätinnen Sibylle Marti und Mandy Abou Shoak. Endgültig entschieden haben sich beide noch nicht. Co-Fraktionspräsidentin Sibylle Marti will «in den kommenden Wochen» einen Entscheid fällen. Mandy Abou Shoak will sich die Option auf eine Kandidatur ebenfalls offen halten.

Auch SP-Nationalrätin Min Li Marti reizt das Amt grundsätzlich, wie sie auf Anfrage mitteilte. Vor einer allfälligen Kandidatur müsse sie aber erst im privaten und politischen Umfeld Gespräche führen, ob eine Kandidatur zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist.

Kantonale Parteispitze kandidiert nicht

Der langjährige Kantonsrat Andreas Daurù strebt keine Kandidatur an, wie er auf Anfrage sagte. Der frühere Co-Präsident der Kantonalpartei will sich weiterhin im Kantonsrat engagieren.

Keine Ambitionen für eine Wahl in den Regierungsrat hat auch die aktuelle Parteispitze. Sowohl Co-Präsidentin Michèle Dünki-Bättig als auch Co-Präsident Jean-Daniel Strub stellten am Dienstag bereits an der Medienkonferenz mit Jacqueline Fehr klar, dass sie nicht kandidieren werden.

SP-Nationalrätin Céline Widmer konzentriert sich derzeit auf ihre Kandidatur als Stadträtin von Zürich. Sie hegt daher keine Ambitionen auf das Amt. (dab/hkl/sda)

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