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Carmen Walker Späh tritt bei den Wahlen 2027 nicht mehr an

Carmen Walker Späh tritt bei den Wahlen 2027 nicht mehr an

27.03.2026, 09:0027.03.2026, 09:00

Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh wird bei den Regierungsratswahlen im April 2027 nicht mehr antreten. Nach elf Jahren im Amt, habe sie metaphorisch die Bergspitze erklommen und könne ihre Geschäfte in einem Jahr guten Gewissens weitergeben, sagte Walker Späh der «Neuen Zürcher Zeitung».

Regierungsraetin Carmen Walker Spaeh spricht.waehrend einer Medienkonferenz zu "Arbeit und Gesundheit im Wandel" am Dienstag, 3. Juni 2025 in Zuerich. Die Zuercherinnen und Zuercher fallen z ...
Carmen Walker Späh wird nicht zur Wiederwahl antreten.Bild: KEYSTONE

Als Grund für ihren Entscheid nannte sie den Wunsch, nicht zur Verwalterin zu werden. Sie habe immer gestalten wollen, sagte Walker Späh in einem Interview mit der Zeitung vom Freitag.

Ihre Amtszeit verglich die FDP-Politikerin mit einer Bergtour. Die erste Legislatur habe für das Planen der Expedition gestanden. In der zweiten Legislatur sei dann ein Sturm aufgezogen. «Klimabewegung, Wokeness, Covid, Energiekrise, Ukraine-Krieg. All das hat diese Legislatur geprägt», sagte die Vorsteherin der Volkswirtschaftsdirektion. Nach acht Jahren sei ihre Arbeit noch nicht vollendet gewesen.

Nun herrsche aber Klarheit in ihrer Direktion. Als Beispiele nannte sie die aufgegleiste Verlängerung der Glatttalbahn, das Tram Affoltern und die Pistenverlängerung am Flughafen. Als ihre grösste Niederlage bezeichnete Walker Späh die Ablehnung des Rosengarten-Projekts durch das Stimmvolk im Jahr 2020.

Eine neue Phase «muss nicht schlecht sein»

Was sie nach ihrem Rücktritt tun werde, wisse sie noch nicht. Sie werde sich bis zum letzten Tag für den Kanton engagieren. Noch stehe ihr Jahr als Regierungspräsidentin an, sagte die 68-Jährige. Dieses werde sie «mit vollem Elan angehen». Danach sei es Zeit, etwas Neues anzupacken.

Im siebenköpfigen Regierungsrat könnten bis zu fünf Mitglieder zurücktreten. Davor müsse man keine Angst haben, sagte Walker Späh. Eine neue Phase müsse nicht schlecht sein. Die bisherige Regierung habe in schwierigen Zeiten für Kontinuität und Stabilität gesorgt. (dab/sda)

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