Schweiz
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epa07927991 A woman uses the WhatsApp application on her cell phone in Beirut, Lebanon, 17 October 2019. Telecommunications Minister Mohamed Choucair confirmed that the Lebanese government will attempt to impose a fee of 0.20 cents a day for using WhatsApp calls and other internet calling applications. The plan would result in a monthly charge of $6 if the user makes a call every day on WhatsApp. The proposal would impose a fee of 0.20 Cents a day for any call made using VoIP (Voice over Internet Protocol). This protocol is used by many applications including WhatsApp, Facebook call, FaceTime and other applications the proposal immediately faced backlash on social media. Lebanon is already one of the most expensive mobile rates in the region and operates a telecoms monopoly with the only two service providers being Touch and Alfa. While both companies are owned by the state, touch is operated by Kuwaiti provider Zain, while Alfa is operated by Egypt-based Orascom Telecom Holdings.  EPA/WAEL HAMZEH

Eine Fachfrau Gesundheit soll das Berufsgeheimnis verletzt haben, weil sie über WhatsApp über ihre Patienten lästerte. Bild: EPA

Zuger Krankenpflegerin lästert über WhatsApp über Patienten – jetzt steht sie vor Gericht

Eine 26-jährige Fachfrau Gesundheit verbreitete über WhatsApp Patientendaten. Jetzt muss sie sich vor dem Zuger Strafgericht verantworten.



«Mer cha sich s’lebe scho selber kabut mache.» und «Shizo afektivi persönlichkeitsstörig oder so hahahahaha.» – diese und weitere Sätze schrieb eine 26-jährige Fachfrau Gesundheit einer Kollegin auf WhatsApp. Auch Bilder von Computer-Bildschirmen mit Patientendaten und Diagnosen soll die junge Frau an die Freundin weitergeleitet haben.

Die Frau, die in einer psychiatrischen Klinik arbeitet, soll ihre Freundin tagelang über Geschehnisse in der Klinik auf dem Laufenden gehalten haben. Im November 2016 hätte die 26-Jährige mit einer Patientin mit Konzentrationsproblemen ein Gedächtnisspiel machen sollen – prompt schrieb sie ihrer Kollegin: «Leck, die isch so am Arsch.» Auch von einem Selbstmord und einer schwangeren Patientin berichtete die Fachfrau Gesundheit.

Aufgeflogen ist sie, weil eine Coiffeuse bei der Klinikleitung den Verdacht geäussert hatte, dass die 26-Jährige womöglich Patientendaten an Dritte weiterleitete. Die Coiffeuse wurde daraufhin bedroht und schwer zusammengeschlagen.

Nun muss sich die Fachfrau Gesundheit vor dem Zuger Strafgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft beantragt, die Frau zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen à je 30 Franken zu verurteilen, wie zentralplus berichtet.

Die 26-Jährige verteidigt ihr Vorgehen. Sie habe ihre Freundin als Ventil gebraucht, um mit schwierigen Situationen umzugehen. «Die WhatsApp-Nachrichten dienten dazu, bei Kräften zu bleiben», so die Fachfrau Gesundheit vor Gericht. Die Beschuldigte hat in der Zwischenzeit ihren Job verloren und absolviert derzeit eine Umschulung. (ohe)

WhatsApp – das musst du wissen

Wie eine App die ganze Branche umkrempelte

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Baruch de Spinoza 30.11.2019 14:04
    Highlight Highlight @ Watson: Kann man den Fall bitte noch unverständlicher zusammenfassen? Ich liebe Rätsel.

    Die Coiffeuse war nicht einfach EINE Coiffeuse, sondern genau die Freundin, mit der sie die Nachrichten ausgetauscht hat. Gemeldet hat es die Coiffeuse, weil die Frau mit den Gedächtnisproblemen nicht einfach „eine Patientin“ ist, sondern eine gemeinsame Bekannte der beiden.

    Bedroht und verprügelt wurde die Coiffeuse übrigens (gemäss Anklage) vom Ex-Freund der Angeklagten und der Angeklagten selbst.

    https://www.zentralplus.ch/nach-laestereien-ueber-patienten-krankenschwester-raeumt-fehler-ein-1662449/
  • Tito88 30.11.2019 08:45
    Highlight Highlight Leider wird in jedem Spital Whatsapp als Hauptkommunikationsmittel verwendet. Inklusive privaten Telefonen worauf Bilder gespeichert sind und mit iCloud und Konsorten synchronisiert werden.
    Aber jedes Spital weigert sich mit den grossen Firmen dieser Welt eine Lösung zu finden, den die sind böse und die Daten dürfen nicht in die gesicherte Cloud!
  • Butschina 29.11.2019 13:57
    Highlight Highlight Es stimmt, man braucht manchmal ein Ventil. Es gibt sogar legale möglichkeiten. Abschätzug über Patienten reden und auch noch die Daten zu verschicken gehört nicht dazu. Das zeugt nur davon, dass sie den falschen Beruf hat, unfreundlich und overflächlich ist.
    Wenn es wirklich ums Abbauen oder Verarbeiten von Emotionalitäten gegangen wäre hätte sie schreiben können, dass es mit einem Patient heute schwierig war. Dazu braucht es keinen Hinweis auf Geschlecht und Identität.
  • Follower 29.11.2019 12:38
    Highlight Highlight Was ich an der Sache beunruhigend finde, ist der Umstand, dass die Coiffeuse interveniert hat. Ich kann nicht glauben, dass die Pflegefachleute aus dem Team, der Klinikarzt nichts mitbekommen haben. Wenn die Frau im Umgang mit Sozialem schwach war (eigentlich schade bei diesem Beruf); warum hat sie nicht eine Kollegin oder der Arzt zur Seite genommen und sie geschult?
    • Butschina 29.11.2019 13:59
      Highlight Highlight Weil es schwierig ist neues Personal zu finden... Geschweige den gutes, neues Personal für die Psychiatrien
  • Hierundjetzt 29.11.2019 12:07
    Highlight Highlight Das Bildungsniveau der FaGe wurde wegen Personalmangel dermassen abgesenkt, dass wirklich jede(r) eine Grundlehre machen kann.

    Darum auch der enorme „Erfolg“

    Sprachniveau B2 reicht vielfach aus

    60% wechseln nach der Ausbildung den Job, weil man davon nicht leben kann.

    Wieder mal am richtigen Ort gespart 🙄
  • Älplermagrönli mit Öpfelmues 29.11.2019 10:54
    Highlight Highlight Geschieht der Recht! Die hat wirklich den Beruf verfehlt. Hoffentlich schult sie jetzt auf einen Beruf um, in dem sie weder mit Menschen noch mit Tieren arbeiten muss. Scheint ja eine sehr reizende Person zu sein.
    • speedy_86 29.11.2019 16:20
      Highlight Highlight Und möglichst nicht unter Druck gelangen kann...
  • Anded 29.11.2019 10:54
    Highlight Highlight Jaja, Patientendaten leaken ist kein Kavaliersdelikt. Aber hier wurde offenbar jemand schwer zusammengeschlagen! Finde das eindeutig die schlimmere Straftat. Täter bekannt? Gerichtsurteil?
    • redeye70 30.11.2019 14:36
      Highlight Highlight Der Freund dieser unglaublich sympathischen Fachkraft hatte die Coiffeuse schon vorher massiv bedroht. Man rechne 1+1. Die Frage lautet auch wie es geschehen konnte, dass die Angeklagte den Namen der Whistleblowerin erfuhr. Diese wendete sich ja an die Spitalleitung.
  • Noob 29.11.2019 10:52
    Highlight Highlight Die Klinikleitung hat die arme Coiffeuse bedroht und zusammengeschlagen?
  • [Nickname] 29.11.2019 10:43
    Highlight Highlight Ja dann ist es nicht der richtige Beruf für dich, von wegen Ventil. Wer im Versicherungs -und Gesundheitswesen arbeitet, der hat täglich mit hoch sensiblen und privaten Daten zu tun, damit muss man entsprechend diskret umgehen. Wer das nicht kann, der hat dort nichts verloren. Die Coiffeuse tut mir wirklich leid, aber stark für ihren Einsatz. Weil das ist kein Denunzieren beim wie beim Geheimdienst, sondern dient dem Schutz von hoch privaten Daten.
  • Asmodeus 29.11.2019 10:39
    Highlight Highlight Da fehlen Infos. Von wem wurde die "Coiffeuse" verprügelt?

    Von der Angeklagten?

    Die Frau hat definitiv nichts im medizinischen Bereich verloren. Oder sonst irgendwo wo sie mit sensitiven Daten oder Menschen zu tun hat.
  • Tobias W. 29.11.2019 10:17
    Highlight Highlight Tagessätze? Bedingt? Finde ich etwas harmlos, wenn man sich die zusammengeschlagene Coiffeuse auch noch vorstellt...

    Da müsste meines Erachtens eine (bedingte, falls nicht vorbestraft) Freiheitsstrafe gesprochen werden.
    • Zyniker haben es leichter 01.12.2019 09:39
      Highlight Highlight Bedingte Strafen kommen bei solchen Menschen einem Freispruch gleich, die machen keine Jobs, bei denen jemand nach dem Strafregister fragt. Sie verlieren nichts.
  • Pümpernüssler 29.11.2019 09:59
    Highlight Highlight Von wem wurde die "whistleblowerin" zusammen geschlagen?

Weil ein «Nein» nicht reicht – so will die Politik das Sexualstrafrecht abändern

Wie stark muss man sich wehren, damit Sex gegen den eigenen Willen als Vergewaltigung bestraft wird? Darüber zerbricht sich die Politik gerade den Kopf. Wir erklären dir warum – in 9 Punkten.

Laut dem Strafgesetzbuch muss eine Person des «weiblichen Geschlechts» zu Sex gezwungen werden. Und das, indem der Täter die Frau bedroht, Gewalt anwendet, sie unter psychischen Druck setzt oder sie zum Widerstand unfähig macht. Nur dann greift der Artikel 190 und es handelt sich rechtlich gesehen um eine Vergewaltigung.

Das heisst im Umkehrschluss:

Die sexuelle Nötigung deckt gemäss Strafgesetzbuch alle weiteren beischlafsähnlichen oder sexuellen Handlungen ab. Dazu gehören auch erzwungener …

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