Schweiz
Gesundheit

St. Gallen: Das sind die Reaktionen auf die mögliche Impfpflicht

Das sind die Reaktionen auf die mögliche Impfpflicht im Kanton St. Gallen

16.01.2026, 14:3016.01.2026, 14:30

Der Kanton St. Gallen prüft eine mögliche Impfpflicht. Impfungen könnten somit vom Kanton als obligatorisch erklärt werden, sollte eine erhebliche gesundheitliche Gefahr bestehen.

Verstösse gegen die geplante Impfpflicht sollen mit Bussen von bis zu 22'000 Franken geahndet werden. Die entsprechende Strafbehörde werde die Busse nach Einkommen werten und entsprechend anpassen.
Doch diese Ideen finden nicht alle Politiker und Einwohner des Ostschweizer Kantons gut.

Impfen mit dem Vakzin von Pfizer/Biontech. Es brauche zuverl
Zum Impfen zwingen, könnte man trotz Impfpflicht niemanden.Bild: sda

Die SVP findet die geplanten Bussen zu hoch, lieber würden sie diese ganze aus dem Gesetz streichen. Dies berichtet das «SRF». Zudem stören sie sich daran, dass die St. Galler Regierung ohne Zustimmung des Volks darüber entscheiden könnte.

Die FDP hätte sich eine offenere Kommunikation zu der geplanten Pflicht gewünscht, insbesondere nach der Corona-Pandemie. Zudem stören sich viele an dem Ausdruck «Impfpflicht».

Der Gesundheitsdirektor Bruno Damann sagt gegenüber dem SRF, dass die Impfpflicht in seltenen Situationen und für kleine Kreise eine vernünftige Massnahme sein könne. Um beispielsweise gewisse Berufsgruppen, die gefährdet sein können, impfen zu lassen.

Auch die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Appenzell Ausserrhoden, Graubünden, Solothurn, Zug, Nidwalden oder Zürich können für gewisse Gruppen der Gesellschaft eine Impfobligatorik erlassen.

Die Kantone Glarus, Aargau, Thurgau, Schaffhausen und Bern können dies bis anhin nicht. Das Gesetz im Kanton St. Gallen befindet sich noch bis Ende Februar in der Vernehmlassung. (nib)

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70 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Yolanda Hecht
16.01.2026 21:51registriert Juni 2022
Das Epidemiegesetz mit einem Impfobligatorium in Ausnahmesituationen für bestimmte Personengruppen wurde 2013 bei einer Volksabstimmung angenommen.
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Humanity
16.01.2026 16:37registriert April 2022
Könntet ihr den Leuten nicht mal erklären das Impfpflicht nicht gleich Impfzwang bedeutet? Das wäre gar nicht gesetzlich vertretbar - ausserdem gibt es dieses Gesetz längst in anderen Kantonen dort wird es nur anders genannt...das dieses Gesetz möglich ist dazu wurde abgestimmt. Und ich nehme an die Busse bei Verstoss droht zb wenn man in der Pflege arbeitet und einfach behauptet geimpft zu sein, ich glaub nicht das der Kanton bei jedem an der Tür klingelt und Bussen verteilt wenn der Impfpass nicht stimmt. Und schon klingt das ganze nicht mehr so dramatisch wie alle tun....
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Raki
16.01.2026 19:10registriert Januar 2024
Es dreht sich hier wohl nicht um eine allgemeine Impfpflicht der Gesamtbevölkerung, sondern um vorgeschriebene Impfungen für zB Pflegende und Spitalpersonal. Auch die Bussen lassen sich wohl nicht einfach so verteilen. Wenn ein Pflegender sich nicht impfen lassen will, so wird er selber kündigen können um so der Impfpflicht und der Busse zu entgehen. In diesem Fall werden die Impfungen als Berufsbedingung angesehen. Somit ist das rechtlich ok. Was nicht geht ist jedoch, dass man damit eine allgemeine Impfpflicht durchzusetzen sucht; das ist ne ganz andere Geschichte.
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