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Trotz tiefem Eurokurs: Die Medikamente werden teuer bleiben 



Stefan Meierhans, Schweizer Preisueberwacher, spricht an der Jahresmedienkonferenz, am Donnerstag, 26. Febraur 2015, in Bern. Der Preisueberwacher will dieses Jahr der Politik genauer auf die Finger schauen. Um die Wettbewerbsfaehigkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz in Zeiten des starken Frankens zu erhalten, fordert er von den Behoerden

Preisüberwacher Stefan Meierhans. Bild: KEYSTONE

Seit die Euro-Franken-Untergrenze von der Nationalbank (SNB) aufgehoben worden ist, werden tiefere Medikamentenpreise gefordert. Wenn bei der Umrechnung ein Wechselkurs von 1.05 Franken pro Euro angesetzt würde, könnten total 800 Millionen Franken eingespart werden, schätzt Preisüberwacher Stefan Meierhans laut Tages-Anzeiger. Dies sei aber nur möglich, wenn das geltende System angepasst werde. 

So dürften etwa nicht mehr nur jeweils ein Drittel aller Medikamente jährlich überprüft werden, sondern sämtliche Arzneimittel auf einen Schlag. Gemäss «Tages-Anzeiger» wird das zuständige Bundesamt für Gesundheit (BAG) jedoch voraussichtlich an der bisherigen Regelung festhalten. 

In der Pharmabranche werde gar darüber spekuliert, dass in diesem Jahr gar keine Preise überprüft werden, heisst es weiter Das BAG arbeite derzeit gerade an der Anpassung jener Verordnungen, die die Festlegung der Medikamentenpreise regle. Diese dürften jedoch nicht vor Ende Juni in Kraft treten, weshalb die Zeit für die Anpassung der Preise knapp werden könnte. 

Werden die Preise in diesem Jahr tatsächlich nicht überprüft, kommt das den Herstellern zugute. Sie profitierten noch bis zum Herbst nächsten Jahres von Umrechnungskursen zwischen 1.27 und 1.29 Franken pro Euro. (feb)

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