Schweiz
Gesundheit

Fall von Diphtherie im Asylzentrum in Boudry NE aufgetreten

Fall von Diphtherie im Asylzentrum in Boudry NE aufgetreten

20.08.2022, 12:1420.08.2022, 19:02

Im Bundesasylzentrum von Boudry NE ist ein Fall von Diphtherie aufgetreten. Beim Betroffenen handelt es sich um einen erwachsenen Asylbewerber.

Des personnes en provenance d'Ukraine sont photographiees avec leurs valises lors d'une visite de presse au sujet de l'accueil des personnes ayant fui l'Ukraine ce jeudi 17 mars 20 ...
Ukrainische Geflüchtete vor dem Bundesasylzentrum in Boudry.Bild: keystone

Gemäss einer Mitteilung der Neuenburger Behörden vom Samstag wurden medizinische Abklärungen eingeleitet, nachdem ein Asylbewerber verdächtige Hautwunden aufgewiesen hatte. Nach der Bestätigung der Diagnose einer Hautdiphtherie sei der Betroffene im Spital behandelt worden. Sein Zustand sei stabil.

Die Kontaktpersonen aus dem Umfeld des Erkrankten seien isoliert und getestet worden. Präventiv seien die Asylbewerber sowie das Personal einer dreitägigen Antibiotika-Prophylaxe unterzogen worden und hätten eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Erst kürzlich waren in den Bundesasylzentren der Kantone Bern und Thurgau mehrere Fälle von Haut-Diphtherie diagnostiziert worden. Am Freitag war zudem ein Fall der gefährlicheren Rachendiphtherie im Bundesasylzentrum Kreuzlingen bekannt geworden.

Der Diphtherie-Erreger kann die oberen Atemwege befallen, und manche Stämme der Bakterien produzieren ein Gift (Diphtherietoxin), das zu gefährlichen Komplikationen und Spätschäden führen kann. Die Sterblichkeit bei Rachendiphtherie ist mit bis zu 50 Prozent hoch.

Diphtherie ist weltweit verbreitet, in der Schweiz jedoch dank der allgemein eingeführten Impfung nach den Epidemien in den 1930er Jahren weitgehend verschwunden. (saw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Kerosin-Alarm wegen Trump: Swiss, Edelweiss und Co. fordern Hilfe von der EU
Der Iran-Krieg sorgt für Nervosität bei den Airlines. Nun verlangen sie von der EU Unterstützung – gleich mehrfach.
Geht den Airlines schon bald das Flugbenzin aus? Diese Frage beschäftigt die Aviatik derzeit wie keine andere. Grund dafür ist der Iran-Krieg von US-Präsident Donald Trump: Die Blockade der Strasse von Hormus, über welche gewöhnlich die Öllieferungen aus der Region transportiert werden, sorgt für Alarmstimmung in der Branche.
Zur Story