Lost Place seit über 20 Jahren: Jetzt wird die Raststätte am Walensee aufgeräumt
Seit über 20 Jahren steht eine Raststätte an der A3 am Walensee leer. Nach der Schliessung im Jahr 2003 wurde sie zu einem bekannten Lost Place, einem verwahrlosten Ort.
Doch nach all den Jahren tut sich nun wieder etwas in der Geister-Raststätte, wie die Zeitung Südostschweiz berichtet. Arbeiter seien derzeit im Einsatz, um das Gebäude aufzuräumen.
Verwahrloste Raststätte als Sicherheitsrisiko
In der Vergangenheit sollen wiederholt Teile der Raststätte auf die Autobahn gefallen sein. Das habe die zuständigen Behörden zum Handeln veranlasst. Ziel der Aufräumarbeiten ist es laut «Südostschweiz» daher, das Gebäude zu sichern und weiteren Zerfall zu verhindern. Ausserdem soll Unbefugten der Zutritt erschwert werden.
Bereits im Dezember habe das Bundesamt für Strassen (ASTRA) die Gemeinde Glarus Nord dazu aufgefordert, den Zustand zu überprüfen. Nach den ersten Aufräumarbeiten könnten weitere Schritte folgen, schreibt «Südostschweiz», etwa zusätzliche Sicherungen oder ein möglicher Rückbau.
Zukunft des Gebäudes ungewiss
Eigentümer Heinz Peter Moravcik, der die Raststätte seit 2013 besitzt, hatte dem Blick Ende 2025 gesagt, dass er für sein Lebenswerk «endlich eine Lösung finden» und «zu Lebzeiten damit abschliessen» wolle. 1.5 Millionen Franken forderte er vom Bund – die Summe liegt aus Sicht des ASTRA aber deutlich über dem Wert der Liegenschaft. Was aus dem Gebäude schlussendlich wird, ist also noch offen. (hkl)
