Schweiz
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Bündner Baukartell: Firmen müssen rund 11 Millionen Franken Busse bezahlen



Die Wettbewerbskommission (Weko) hat Bündner Baufirmen wegen Preisabsprachen mit Bussen von insgesamt rund 11 Millionen Franken belegt.

Die Weko habe die zwei letzten von insgesamt zehn Untersuchungen abgeschlossen, wie sie am Dienstagmorgen mitteilte. Sie habe festgestellt, dass zwölf Strassenbauunternehmen in Nord- und Südbünden von 2004 bis 2010 die kantonalen und kommunalen Strassenbauprojekte untereinander aufteilten und gleichzeitig Offertpreise festlegten.

Es seien mehrere hundert Projekte mit einem Beschaffungsvolumen von mindestens 190 Millionen Franken abgesprochen worden. Davon seien Kantone und Gemeinden betroffen gewesen.

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Strassen: Die Lebensadern des Kantons Graubünden. Bild: KEYSTONE

Die Bündner Baufirmen hatten sich im Juni mit dem Kanton über Vergleichszahlungen im Umfang von total fünf bis sechs Millionen Franken geeinigt. Es handelt sich um Unternehmen, die von einer Untersuchung der Wettbewerbskommission (Weko) im Strassenbelagsbau betroffen sind.

Der Entscheid der Weko im Strassenbelagsbau auf dem ganzen Bündner Kantonsgebiet schliesst an jenen im Unterengadin an. Dort war im April letzten Jahres der bisher grösste Fall von Preisabsprachen im Schweizer Baugewerbe aufgeflogen. Gegen sieben Baufirmen waren Bussen von insgesamt 7.5 Millionen Franken ausgesprochen worden.

Die Weko-Entscheide können ans Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Amenokal 03.09.2019 17:14
    Highlight Highlight Wer von den Verantwortlichen muss hinter Gitter?
  • Ueli der Knecht 03.09.2019 14:05
    Highlight Highlight "Es seien mehrere hundert Projekte mit einem Beschaffungsvolumen von mindestens 190 Millionen Franken abgesprochen worden. Davon seien Kantone und Gemeinden betroffen gewesen."

    Und natürlich ist das niemandem der Verantwortlichen Auftraggeber bei den Kantonen und Gemeinden irgendetwas aufgefallen.

    Entweder sind diese Beamten ungeeignet für ihren Job, oder dann haben sie sich kaufen lassen. So oder so gehören sie auf die (übertreuerte) Strasse gestellt.
  • pamayer 03.09.2019 12:09
    Highlight Highlight in der sauberen schweiz, die so erhaben über allem steht, mauschelt's kräftig.
    und die tranzparanz, welche partei wie viele spenden erhält und welche*r parlamentarier*in in welchen gremien sitzt = bezahlt wird, wird immer wieder abgeschmettert.
    äusserst vertrauensfördernd.
  • sheshe 03.09.2019 11:24
    Highlight Highlight Danke @Republik!
  • Oigen 03.09.2019 08:43
    Highlight Highlight "Beschaffungsvolumen von mindestens 190 Millionen Franken abgesprochen worden"
    und 11 millionen Busse?

    Ich muss Bauunternehmer werden.
    • Uf em Berg 03.09.2019 11:18
      Highlight Highlight @Oigen: Die Frage ist nicht das Volumen sondern wieviel zuviel verdient/verrechnet wurde. Bussen haben nichts mit allfällig rückzuerstattenden Schadenssummen zu tun. Das muss zusätzlich bezahlt werden. Von daher: Hauptsache Du wirst nicht Anwalt.
    • andrew1 03.09.2019 12:32
      Highlight Highlight 5% rückstellung der 30% zu hohen preisen. Tönt machbar🤣
    • Dominik Treier 03.09.2019 13:19
      Highlight Highlight Nun die Frage ist ja da wie viel Gewinn sie damit gemacht haben. Der müsste sicher eingezogen werden plus noch etwa 20-50% mehr, damit es auch im Vergleich zu ehrlichem Wirtschaften weh tut.

      Aber ehrlich. Du brauchst heute in der Baubranche leider eine beachtliche grösse, um nur die Konditionen für das Material zu bekommen, die die Grossen für sich einfordern. Dazu noch kaum Skrupel um mit teils der hälfte Temporärangestellter zu arbeiten, die bei Flaute gehen müssen und natürlich um alles Material billig im Ausland zu besorgen. Mein Vater hatte eine Zimmerei. Als ehrlicher hat mans schwer...
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