Wahl von Greta Gysin zur Grünen-Fraktionschefin nur noch Formsache
Nationalrätin Greta Gysin steht vor der Wahl zur neuen Fraktionschefin der Grünen. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist ist sie die einzige Kandidatin. Ihre Wahl gilt als Formsache. Die Tessinerin will die Nachfolge von Aline Trede antreten, die in den Regierungsrat des Kantons Bern gewählt wurde.
Die Bewerbungsfrist für das Fraktionspräsidium sei um Mitternacht abgelaufen, gaben die Grünen Schweiz am Freitag bekannt. Die formelle Wahl der 42-Jährigen durch die Parteifraktion ist für den 22. Mai vorgesehen. Da es keine weiteren Kandidaturen gibt, gilt die Wahl als sicher.
Greta Gysin gehört seit 2019 dem Nationalrat an. Sie war die erste Vertreterin der Grünen aus dem Kanton Tessin in der grossen Kammer. Seit 2020 amtiert sie als Vizepräsidentin der Fraktion. Gysin ist Mitglied der Staatspolitischen Kommission, die sie von 2023 bis 2025 präsidierte. Ihre politische Laufbahn begann sie im Tessin, wo sie 2009 die Jungen Grünen gründete und von 2007 bis 2015 dem Grossen Rat angehörte.
Klimaschutz und Gleichstellung als Ziele
Sie wolle sich für grüne Lösungen im Kampf gegen die Klimaerhitzung einsetzen, wurde Gysin in der Mitteilung ihrer Partei zitiert. Zudem solle die Schweiz bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie bei der Gleichstellung «endlich vorwärts machen».
Die Neubesetzung des Fraktionspräsidiums wurde nötig, weil die bisherige Amtsinhaberin Aline Trede im vergangenen März in die Berner Kantonsregierung gewählt wurde. Auf Tredes Sitz als Nationalrätin rutscht die Thuner Gemeinderätin und Grossrätin Andrea de Meuron nach, wie die Grünen bereits im April bekanntgegeben hatten. (dab/sda)
