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Greta Gysin ist neue Chefin der Grünen Bundeshausfraktion

Greta Gysin ist neue Chefin der Grünen Bundeshausfraktion

22.05.2026, 14:2222.05.2026, 14:22

Nationalrätin Greta Gysin ist neue Fraktionschefin der Grünen im eidgenössischen Parlament. Die Tessinerin wurde zur Nachfolgerin für Aline Trede gewählt, die in den Regierungsrat des Kantons Bern gewählt worden ist und die grosse Kammer verlässt.

Greta Gysin, GP-TI, neue Bundeshaus-Fraktionspraesidentin, links, spricht neben Lisa Mazzone, Praesidentin Gruene Partei, an einem Point de Presse, am Freitag, 22. Mai 2026, in Bern. Gysin tritt die N ...
Greta Gysin an der Seite von Parteipräsidentin Lisa Mazzone.Bild: keystone

Die Wahl der 42-Jährigen galt als Formsache, denn Gysin war die einzige Kandidatin. Sie ist seit 2019 Nationalrätin und die erste Vertreterin der Grünen aus dem Kanton Tessin in der grossen Kammer. Sie ist in Rovio aufgewachsen und wohnt heute noch dort.

Seit 2020 amtiert Gysin als Vizepräsidentin der Fraktion. Sie ist unter anderem Mitglied der Staatspolitischen Kommission, die sie von 2023 bis 2025 präsidiert hat. Ihre politische Laufbahn begann sie im Tessin, wo sie 2009 die Jungen Grünen gründete und von 2007 bis 2015 dem Grossen Rat angehörte.

Sie freue sich über die ziemlich brillante Wahl, sagte Gysin mit einem Blumenstrauss im Arm am Freitag vor Medienvertretern. Es warteten wichtige Dossiers, bei denen die Grünen sich einbringen wollten. Sie nannte die Debatte um die Aufhebung des AKW-Verbots, die Klimapolitik ab 2030 und das Mercosur-Freihandelsabkommen.

Auch das Thema Gleichstellung und Lohngleichheit gebe nach wie vor zu tun, sagte Gysin. Bei den nationalen Wahlen im Herbst 207 sei ein Sitz im Bundesrat Ziel der Grünen. Sie hätten arithmetisch gesehen Anspruch auf den Sitz. Mit einem grünen Mitglied wäre ein grösserer Teil der Bevölkerung im Bundesrat vertreten.

Die Neubesetzung des Fraktionspräsidiums wurde nötig, weil die bisherige Amtsinhaberin Aline Trede im vergangenen März in die Berner Kantonsregierung gewählt wurde. Auf Tredes Sitz als Nationalrätin rutscht die Thuner Gemeinderätin und Grossrätin Andrea de Meuron nach, wie bereits im April bekannt wurde. (dab/sda)

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