Schweiz
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Jugendliche verwüsten LGBT-Stand in Zürich – jetzt ermittelt die Stadtpolizei

Unbekannte haben am Freitagnachmittag einen LGBT-Infostand angegriffen. Wer dahinter steckt, ist unklar. Nun ermittelt die Stadtpolizei Zürich.

Sven Hoti / ch media



Bild

Screenshot Facebook/BFS Jugend

Auf dem Video, das derzeit im Netz kursiert, sind vier Jugendliche – drei davon mit über den Kopf gezogener Kapuze – zu sehen, die über eine Wiese Richtung Grand Café Lochergut stapfen. Davor befindet sich ein Stand geschmückt mit Regenbogenflagge, Girlanden und weiteren regenbogenfarbenen Utensilien. Einer der Jugendlichen reisst die Girlande weg, marschiert um die Aktivisten herum und schmeisst den Tisch um. Ein anderer packt die Regenbogenflagge und zieht mit den anderen von dannen. Die ganze Aktion dauerte nicht länger als zehn Sekunden. Verletzt wurde niemand. «Danke an alle für eure Solidarität – uns geht es zum Glück allen gut», teilen die Betreiber des Standes auf Instagram mit.

Der Stand wurde anlässlich des «International Day against Homo, Bi-, Inter- and Transhobia (Idahobit)» vom Studierendenverband «Achtung Liebe» betrieben, schreibt der Dachverband der Schwulen und Bi-Männer in der Schweiz, Pink Cross, in einem Communiqué. Der Stand sei nach dem Wiederaufbau ein zweites Mal angegriffen worden – diesmal von einem Einzeltäter: «Ein weiterer Mann hat die auf dem Tisch liegenden Sachen erneut auf den Boden geschlagen und einen Freiwilligen am T-Shirt gepackt.»

Ermittlungen im Gang

Dieser Vorfall habe deutlich gemacht, dass Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie ein weit verbreitetes Problem seien, heisst es vonseiten der Betroffenen. «Es macht uns nachdenklich und traurig, dass es auch heute noch in der Schweiz so viel Wut und Hass gegen Personen gibt, die nur das Recht einfordern, dass jede*r Mensch sein und lieben darf, ohne diskriminiert zu werden.»

Die Sprecherin der Stadtpolizei Züricher, Judith Hödl, bestätigt gegenüber der «Neuen Zürcher Zeitung» den Vorfall. Inzwischen sei eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung eingegangen. «Ob die Ermittlungen auf weitere Delikte ausgedehnt würden, zeigt sich im Verlauf des Verfahrens.»

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74 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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20.05.2019 17:26registriert March 2014
Zeigt doch eigentlich nur, dass der Stand seine Berechtigung hatte. Es scheint wirklich nötig, gegen LGBT-Phobie mobil zu machen...
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Polaroid
20.05.2019 17:39registriert September 2014
Einfach nur erschreckend! Das schlimmste ist, dass sich die Jugendliche anscheinend sehr sicher bei der Aktion fühlen. Wenn hass wieder salonfähig wird. So weit es mir möglich ist, werde ich das bekämpfen
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Jason84
20.05.2019 17:29registriert March 2016
Komplett sinnfreie Aktion. Was soll das? Zürich ist nicht Russland.
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