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Bucheggstrasse, urs walter tschenett

Die Kinder aus den Gammel-Wohnungen sind unser Problem von morgen.  Bild: watson

Die Wucher-Vermieter schaden nicht nur Flüchtlingen, sie schaden unserer Gesellschaft

Wem es egal ist, dass Flüchtlinge in Gammel-Wohnungen leben, denkt nicht weit genug. Ändert sich nichts, bleiben die Aufstiegschancen ihrer Kinder schlecht – und das betrifft uns alle. 



Es ist der perfekte Deal für Besitzer von heruntergekommenen Häusern: Investiere nicht mehr in deine Gammel-Immobilie, sondern vermiete sie an anerkannte Flüchtlinge. Sie sind froh, überhaupt eine Wohnung zu finden. Sie kennen sich schlecht in rechtlichen Fragen aus und unterschreiben dir auch den miesesten Mietvertrag. Setze dann den Mietzins auf die Maximalgrenze an, die das Sozialamt – der wahrscheinlich potenteste Mieter überhaupt – kommentarlos bezahlen wird, über Jahre. 

Von diesem ausbeuterischen und menschenfeindlichen System betroffen sind nicht etwa Asylsuchende, sondern anerkannte Flüchtlinge in Zürich. Menschen also, die wahrscheinlich ihr restliches Leben in der Schweiz verbringen werden. Menschen, deren Kinder Mundart sprechen und meistens schon eingebürgert sind. 

Es ist nicht nur ein moralischer, der Genfer Flüchtlingskonvention geschuldeter Anspruch, Flüchtlinge aufzunehmen und sie anständig unterzubringen. Es ist eine Frage der Chancengleichheit und der Gesundheit unserer Gesellschaft. 

Denn es geht nicht nur um vom Schimmel brennende Augen oder um Steuergeld, das der Staat sparen könnte. Es geht um Kinder, die in prekären Verhältnissen aufwachsen, die kaum Platz und Ruhe für Schulaufgaben finden, die Freunden ihre Wohnung lieber nicht zeigen und die ständig umziehen und die Schule wechseln müssen. Um diesen Kindern die Chance auf Aufstieg zu geben und zu verhindern, dass sie dereinst selber von der Sozialhilfe abhängig sein werden, müssen die Asylorganisation Zürich (AOZ) und ihre Auftraggeberin, die Stadt, konsequent handeln. 

Die Stadt muss Platz schaffen. Sei es in städtischen Liegenschaften Wohnungen oder in neu gebauten Immobilien. 

Die AOZ muss dafür sorgen, dass Flüchtlinge von ihrem Recht Gebrauch machen. Sei es in Zusammenarbeit mit dem Mieterverband oder durch Personalaufstockung.

Mietzinsreduktionen in Gammelwohnungen müssen konsequent eingefordert und Immobilienbesitzer gezwungen werden, offensichtliche Mängel zu beseitigen. 

Die AOZ darf nicht selber Häuser in baufälligem Zustand mieten und ist verantwortlich für eine angemessene Belegung der Wohnungen. 

Denn angesichts der aktuellen Konflikte in Syrien, Somalia, Sudan, Afghanistan oder Kongo werden die Flüchtlinge nicht weniger, sondern mehr. Das Problem wird nicht von selbst kleiner, sondern grösser. Und die Kinder, die wir so aufwachsen lassen, werden unser Problem sein. 

Denn wer A sagt muss auch B sagen. Wer Flüchtlinge aufnimmt, muss sie auch anständig unterbringen. Jetzt müssen wir schnellstens konsequenter B sagen. 

Abgezockt und in Not: So leben die Flüchtlinge an der Zürcher Bucheggstrasse  

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pbs64 11.06.2015 20:24
    Highlight Highlight Dörflistr.
    Blick nach vorn : Neubau kommt

    No Comment zum Bericht.
  • stadtzuercher 11.06.2015 17:51
    Highlight Highlight Es wird jetzt auch klar, weshalb die bürgerliche Lobby der Immobilienbesitzer immer lauthals 'Subjekthilfe' fordert: Die Öffentliche soll bezahlen, der private Mieter einkassieren. Das Geld für die Miete also direkt ins private Spekulanten-Portemonnaie weiterfliessen. Demgegenüber entzieht 'Objekthilfe' den Spekulanten die Grundlage für Mietwucher: Die öffentliche Hand besitzt selber preisgünstigen Wohnraum um Bedürftige darin wohnen zu lassen. Weil, sehen wirs realistisch, die Hälfte der Sozialhilfegelder wird heute von gutbetuchten Immobilienbesitzern abkassiert. Das brauchen wir nicht.
  • Tom Scherrer (1) 11.06.2015 15:22
    Highlight Highlight Grandioser artikel, der über den eigenen garten hinweg die nachteile einer duldung der verhältnisse (duldung = befürwortung) beleuchtet. Eigentlich verlieren alle, der steuerzahler, die kinder, die gesellschaft. Einer freuts, der raffgierige miethai, der sich den umbauso queersubventionierwn lässt. Merciii
    • Rafaela Roth 11.06.2015 21:09
      Highlight Highlight bitteee ;)
  • saukaibli 11.06.2015 11:30
    Highlight Highlight Wie sagt man so schön: Der Wert einer Gesellschaft zeigt sich in der Art wie sie mit ihren schwächsten Mitglieder umgeht. Somit muss man leider sagen, dass die westliche Gesellschaft nicht viel Wert ist und immer minderwertiger wird. Leider sind die meisten anderen Gesellschaften auch nicht besser. Wenn man es objektiv betrachtet ist die ganze Menschheit nicht viel wert.
  • Hackphresse 11.06.2015 09:40
    Highlight Highlight Wenn die Bürgerlichen Ghettos wollen dan kriegen sie sie auch so wies aussieht. Schuld sind aber immer die 'linken'.
    Ich beginne langsam dieses shizophrene Land zu ha***n. 😡
    • Michèle Seiler 11.06.2015 11:39
      Highlight Highlight Das hängt davon ab, was einem wichtig ist, AL•BM ...
    • Hackphresse 11.06.2015 11:47
      Highlight Highlight Hätten sie wohl gerne! Lieber sorge ich in meinem Umfeld so gut es geht für Aufklärung. Und das ist das was alle tun solten wenn Ihnen etwas an unserer Zukunft liegt.
      Solche Zustände wie in diesen Wohnungen führen zukünftig zu Kriminalität und sind eine Brutstätte für Extremismus!
      Das schlimmste daran ist, dass jeder sich nur um seinen eigenen Scheiss kümmert und dabei nicht merkt dass auf der anderen Strassenseite heranwachsende Kinder sich ausgegrenzt und systematisch benachteiligt fühlen.
      Schauen sie die Ghettos in den USA an! Genau dorthin führen zustände wie in diesen Wohnungen.
      Wollen sie das?!
    • Hackphresse 11.06.2015 11:58
      Highlight Highlight Mein Anfang im letzten Kommentar war schlecht.
      Wenn wir anscheinend auf der ganzen Welt sehen wies' falsch gemacht wird, wieso können wir es dann nicht richtig machen?
      Weil sich genau die gleichen Populistischen tendenziell Faschistischen Parolen besser anhören, als mal endlich die Ärmel nach hinten zu kremplen, den Kopf zu benutzen und anzupacken statt alles unpopuläre unter den Teppich zu kehren.
      Wir geben Diktatorenfamilien das Geld zurück dass sie denen gestohlen haben die jetzt nach Europa fliehen!
      Über die Flüchtlinge und Asylanten beschwert man sich, obwohl die Potentatengelder über Entwicklungshilfe wieder den rechtmässigen besitzern zurückgegeben werden könnten!

      Ich lebe in einem chronisch schizophrenen Land und das will ich ändern!

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