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Schweiz: Immobilienpreise dürften 2026 weiter steigen

ARCHIVBILD ZUM IMMOBILIENREPORT DER ETH ZUERICH, AM DIENSTAG, 16. OKTOBER 2018 ---- Gebaeude wachsen in den Himmel, aufgenommen am Donnerstag, 30. Mai 2013, in Zuerich West. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)
Eigentumswohnungen dürften laut der UBS 2026 um 3,5 Prozent teurer werden und Einfamilienhäuser um weitere 2,5 Prozent.Bild: KEYSTONE

Immobilienpreise dürften in der Schweiz weiter steigen

Wohneigentum wird laut einer neuen UBS-Studie auch im laufenden Jahr teurer. Kaufinteressierte müssen zunehmend auf kleinere Immobilien und Randregionen ausweichen. Auch Mietwohnungen dürften sich 2026 verteuern.
26.03.2026, 12:5826.03.2026, 12:58

«Der Wohneigentumsmarkt läuft weiterhin rund», sagte UBS-Ökonom Fabian Waltert am Donnerstag an einer Studienpräsentation in Zürich. Grundsätzlich wünschen sich viele Schweizerinnen und Schweizer ein Eigenheim. Gleichzeitig wird gerade an Toplagen wenig neu gebaut.

In der Folge steigen die Immobilienpreise. Eigentumswohnungen dürften laut der UBS 2026 um 3,5 Prozent teurer werden und Einfamilienhäuser – die bereits auf hohem Preisniveau sind – um weitere 2,5 Prozent.

«Die Leute sind daher bereit, ihre Anforderungen zu senken», sagte Waltert. So werde der Fokus auf kleinere und damit günstigere Immobilien gelegt und die Suche auf Randregionen ausgeweitet.

Projektentwickler hätten darauf reagiert: Eine neu gebaute Eigentumswohnung war 2025 im Schnitt 100 Quadratmeter gross – im Vergleich zu 125 Quadratmetern im Jahr 2000.

Unterschiede bei Gemeinden

«In den teuersten Gemeinden kann sich ein Haushalt heute weniger als 60 Quadratmeter leisten», führte Waltert aus. Das reiche für eine Familie kaum aus. In jurassischen Gemeinden seien für einen Haushalt mit lokalem Medianeinkommen – die Hälfte verdient weniger, die andere mehr – hingegen Wohnungen mit mehr als 120 Quadratmetern bezahlbar.

Trotz Knappheit und hoher Preise dürfte die Nachfrage nach Wohneigentum laut den Experten hoch bleiben. Denn das Umfeld mit Nullzinsen sei für Hypotheken attraktiv. Und die Wirtschaft dürfte trotz angespannter Weltlage weiterhin leicht wachsen und damit auch die Zuwanderung.

Mietwohnungen bleiben teuer

Die meisten Menschen in der Schweiz bleiben aber in Mietverhältnissen. Auch Mietwohnungen bleiben teuer. Zwar sollen im laufenden Jahr rund 2000 zusätzliche neue Mietwohnungen fertiggestellt werden. «Das bleibt jedoch nur ein Tropfen auf den heissen Stein», sagten die UBS-Ökonomen.

Lediglich in wenigen Regionen dürfte es demnach eine spürbare Entspannung auf dem Wohnungsmarkt geben. Beispiele sind die Kantone Aargau, Genf und St. Gallen.

In den von Wohnknappheit betroffenen Kantonen Zürich, Zug und Graubünden soll die Bautätigkeit hingegen stagnieren oder sogar sinken. Grund dafür sind unter anderem langwierige Einsprachen bei Neubauten.

Boom bei Renovierungen

Im Trend sind hingegen Umbauten und Renovierungen. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre hat sich das Investitionsvolumen eingereichter Projekte laut der UBS nahezu verdoppelt.

In den Ballungszentren würden nun viele sanierte Immobilien zu hohen Preisen angeboten. Dies führe zu einem Überschuss an teuren Wohnungen, wodurch Spitzenmieten etwas unter Druck kommen. «Abseits der Top-Lagen und insbesondere bei günstigen Mietwohnungen bleibt das Angebot dagegen weiterhin knapp», heisst es.

Die UBS rechnet damit, dass die Leerstände dieses Jahr nochmals leicht sinken werden. In der Folge sollen die Angebotsmieten um 2 Prozent und die Preise am Transaktionsmarkt um 3 Prozent steigen. (sda/awp)

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