FDP-Politikerin gibt Mandat ab – weil sie in Zürich keine Wohnung findet
Mittlerweile hat die FDP-Gemeinderätin eine Wohnung in Ebmatingen gefunden. In der Stadt lief die Suche erfolglos. «Ich habe alles versucht, monatelang nach einer bezahlbaren und für die ganze Familie geeigneten Wohnung gesucht», sagt Bourgeois zum Tages-Anzeiger. Näher geht sie nicht auf die Ansprüche ein.
«Zürich wird damit zunehmend zu einer Stadt, in der auch der Mittelstand kaum mehr Platz findet», nimmt die Partei Bourgeois' Beispiel zum Anlass, die Zürcher Wohnpolitik zu kritisieren. Die FDP setzt sich für mehr Wohnungsbau ein.
Auch Bourgeois ist überzeugt: «Sobald mehr Wohnungen gebaut werden, sinken auch die Mieten automatisch.» Doch Vorschriften und Bürokratie erschwerten den Ausbau des Angebots.
Eine Umfrage hat kürzlich gezeigt, dass besonders junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren sowie die Stadtbevölkerung unter dem Wohnungsmangel leidet. Eine Lösung hat jedoch niemand. Denn mehr Neubauten wünscht sich niemand, Grünflächen sollen bleiben. Stattdessen wären 52 Prozent der Jungen und 54 Prozent der städtischen Bevölkerung dafür, mehr in die Höhe zu bauen. Auf dem Land sind lediglich 39 Prozent dafür.
Die Schulleiterin lässt sich nun in Ebmatingen in der Gemeinde Maur in einer günstigeren Wohnung nieder. Ihren Sitz im Gemeinderat beerbt Brenda Mäder. (vro)
