Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schweiz blockiert Gelder von Brasiliens Parlamentschef Cunha



In der Schweiz sind Guthaben des unter Korruptionsverdacht stehenden Präsidenten des brasilianischen Abgeordnetenhauses, Eduardo Cunha, gesperrt worden. Gegen Cunha wird in Brasilien im Zusammenhang mit dem Schmiergeldskandal rund um den Ölkonzern Petrobras ermittelt.

Die Bundesanwaltschaft bestätigte am Donnerstag auf Anfrage, gegen Cunha ein Verfahren eingeleitet und Guthaben gesperrt zu haben. Im vergangenen April habe eine Schweizer Bank einen mutmasslichen Fall von Geldwäscherei gemeldet.

Die Untersuchung habe dann begonnen, hiess es in Bern. Die brasilianische Zeitung «Estado do São Paulo» hatte zuvor über die Kontensperre in der Schweiz berichtet.

Gegen Cunha war im August in Brasilien eine Korruptionsklage erhoben worden. Dem Präsidenten der Abgeordnetenkammer wird vorgeworfen, Schmiergelder im Umfang von fünf Millionen Dollar angenommen zu haben.

In die Korruptionsaffäre um den staatlichen Ölkonzern Petrobras sind zahlreiche Mitglieder der brasilianischen Regierungspartei verwickelt. Von 2004 bis 2014 sollen mehr als zwei Dutzend Firmen Schmiergelder an Petrobras gezahlt haben, um an lukrative Aufträge zu kommen. Petrobras zahlte den Ermittlungen zufolge ebenfalls Bestechungsgeld, unter anderem an Politiker.

Rousseff unter Druck

Bei überhöhten Vertragsabschlüssen des Konzerns mit anderen Firmen sollen teils 2 bis 3 Prozent der Vertragssumme an Politiker geflossen sein. Im Fokus steht dabei nicht nur die regierende Arbeiterpartei von Staatspräsidentin Dilma Rouseff. Cunha ist ein führender Kopf von Rousseffs grösstem Koalitionspartner, der Partido do Movimento Democrático Brasileiro (PMDB).

Cunha fühlt sich in der Affäre von der Regierung im Stich gelassen und bekämpft Rousseff, was es ihr noch schwerer macht, wegen der Wirtschaftskrise notwendige Sparreformen durch das Parlament zu bringen. Der Petrobras-Konzern will durch den Verkauf von Geschäftsanteilen 13.7 Milliarden Dollar erlösen, um die Folgen der tiefen Korruptionskrise zu meistern. (sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

101
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

20
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

13
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

30
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

101
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

20
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

13
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

30
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Pisa 2019: Wir sind höchst durchschnittlich – ausser in Mathematik

Heute wurden die Ergebnisse der aktuellen Pisa-Studie veröffentlicht. Ausser beim Lesen, das stabil geblieben ist, haben sich die Schweizer Schüler verschlechtert im Vergleich mit 2015. Hier die Grafik dazu:

Vor allem in Mathematik enttäuscht die Schweiz: Belegten wir in Mathe in den vergangenen Jahren immer den europäischen Spitzenplatz, haben uns nun Polen, Estland und die Niederlande überholt. Nichtsdestotrotz zählt die Schweiz in Mathematik immer noch zu der Spitze. Fächerübergreifend …

Artikel lesen
Link zum Artikel