Schweiz
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Fingerprint, Fingerabdruck, Identität, Digital, Überwachung

Mehr Sicherheit dank Fingerabdrücken in der Identitätskarte: Das verspricht sich die Europäische Union. Bild: shutterstock

Darum könnte die Fingerabdruck-ID auch in der Schweiz bald Pflicht werden

Bereits im Jahr 2021 werden Hunderte Millionen EU-Bürger nicht mehr darum herumkommen, dem Staat ihre Fingerabdrücke abzuliefern – und umfassend erfasst zu werden. Das Schengen-Abkommen könnte auch die Schweiz zur biometrischen Identitätskarte zwingen.

Sven Altermatt / ch media



Dass der deutsche Innenminister Horst Seehofer ein Mann der harten Linie ist, dürfte sich auch in der Schweiz herumgesprochen haben. Der CSU-Politiker kennt häufig kein Pardon. Mal forciert er Ausschaffungen, mal fordert er «Nulltoleranz» gegenüber Straftätern.

Sein jüngster Streich: Gemeinsam mit Ministern anderer Länder setzte er sich bei der Europäischen Union dafür ein, dass alle amtlichen Personalausweise – in der Schweiz besser bekannt als Identitätskarte – zwingend mit biometrischen Daten bestückt werden müssen. Dazu zählen Fingerabdrücke und automatisch identifizierbare Fotos. Seehofers Ministerium spricht von einem «zunehmenden Missbrauch echter Dokumente durch ähnlich aussehende Personen».

Jüngst nun verabschiedete das EU-Parlament endgültig eine Verordnung über die europaweite Vereinheitlichung von Ausweisen. Übergeordnetes Ziel sei es, Terrorgefahr und grenzüberschreitende Kriminalität einzudämmen. Die Folgen sind erheblich: Bereits im Jahr 2021 werden Hunderte Millionen EU-Bürger nicht mehr darum herumkommen, dem Staat ihre Fingerabdrücke abzuliefern – und umfassend erfasst zu werden.

Bislang war die Speicherung von biometrischen Daten lediglich beim Pass obligatorisch, und ihn braucht man bloss für weite Reisen. Kein Wunder, kritisieren Bürgerrechtler die Pläne scharf. Der einzelne Bürger werde zusehends unter Generalverdacht gesetzt, finden sie. Aus Sicht der Europäischen Grundrechteagentur gehen biometrische Daten weit über den Zweck eines Personalausweises hinaus.

Bund gibt sich zurückhaltend

Was bedeutet das neue Fingerabdruck-Regime der EU für die Schweiz? Der Zufall will es, dass auch hierzulande just 2021 eine neue ID eingeführt werden soll. Doch mit einem biometrischen Chip wird der Ausweis nicht ausgestattet sein.

Im vergangenen Jahr enthüllte diese Zeitung: Nachdem der Bund das Projekt «biometrische ID» jahrelang entschlossen vorangetrieben hatte, legte er entsprechende Pläne auf Eis. Internationale Bestimmungen würden die Einführung nicht erfordern, begründete das zuständige Bundesamt für Polizei (Fedpol) diesen Schritt. Eine Karte mit Chip biete «momentan kaum einen Mehrwert».

An der bisherigen Einschätzung habe sich nichts geändert, erklärt Fedpol-Sprecherin Lulzana Musliu jetzt auf Anfrage. «Die geplante Neuregelung hat noch keine direkten Auswirkungen auf die Schweiz.» Noch? Tatsächlich betreffen die Vorschriften aus Brüssel unmittelbar nur die 28 EU-Mitgliedstaaten. Allerdings: Was in den Erläuterungen zu der neuen Verordnung steht, lässt aus Schweizer Sicht aufhorchen.

Darin wird mehrfach auf das Schengen-Abkommen verwiesen. Das Vertragswerk setzt verbindliche Leitplanken für den Grenzverkehr in Europa. Als assoziierter Schengen-Staat musste die Schweiz im Jahr 2010 bereits den biometrischen Pass einführen – das Stimmvolk sagte dazu an der Urne mit 50.1 Prozent hauchdünn Ja.

Unter Beobachtung

Der Informationsaustausch zwischen den Schengen-Staaten wird derzeit ausgebaut. So sollen sämtliche Datenbanken in den Bereichen Sicherheit, Grenzmanagement und Migration miteinander verzahnt werden. Parallel dazu brauche es eine «höhere Dokumentensicherheit», heisst es in den EU-Erläuterungen. Pässe und Personalausweise müssten zwingend fälschungssicher sein, soll heissen: biometrisch. Laut Angaben aus Brüssel handelt es sich bei den meisten gefälschten Dokumenten, die innerhalb des Schengen-Raums beschlagnahmt werden, um Personalausweise.

Schon die EU-Kommission empfahl denn auch 2018 in einem Bericht, die Speicherung von biometrischen Daten in Personalausweisen müsse in allen beteiligten Ländern zur Pflicht werden. Ob es so weit kommt, dürfte vor allem davon abhängen, wie stark die EU darauf drängt, eine Regelung für die biometrische ID als Weiterentwicklung des Schengen-Abkommens zu verabschieden. In Bern bleibt man auf dem Beobachterposten. «Wir verfolgen die Entwicklungen in der EU aufmerksam und prüfen mögliche Konsequenzen für die Schweiz», sagt Fedpol-Sprecherin Musliu.

Auftrag für 55 MillionenHergestellt wird die neue Identitätskarte von der Gemalto-Gruppe am Standort Aarau. Das Unternehmen produziert schon die aktuellen Ausweise im Auftrag des Bundes, den neuen Auftrag hat es sich kürzlich nach einer öffentlichen Ausschreibung gesichert.

Es geht um viel Geld: Bis im Jahr 2036 wird der Bund bis zu 55 Millionen Franken für die Produktion der Identitätskarten an Gemalto überweisen, wie der Zuschlagsentscheid zeigt. Der Schweizer Ableger des Chipkartenherstellers ging aus der traditionsreichen Aarauer Sicherheitsdruckerei Trüb hervor.

Traditionelle ID wertlos

825'000 Schweizer Identitätskarten stellt Gemalto derzeit jährlich her. Wie der neue Ausweis aussehen wird, ist noch nicht bekannt. Klar ist hingegen: Für den Fall, dass eine biometrische Lösung doch unumgänglich werden sollte, hat sich der Bund ein Hintertürchen offengelassen. Gemalto ist vertraglich verpflichtet, die Karten bei Bedarf mit einem biometrischen Chip auszurüsten.

Politisch dürfte ein allfälliges Obligatorium allerdings noch zu reden geben. Denn gemäss geltendem Ausweisgesetz würde bei der Einführung der biometrischen Identitätskarte weiterhin Wahlfreiheit bestehen; die Behörden müssten demnach auch einen Ausweis ohne Chip anbieten. Diese Option diente stets als Argument, um die zahlreichen Kritiker von biometrischen Ausweisen zu beschwichtigen. Wird die Fingerabdruck-ID flächendeckend zur Pflicht, wäre die traditionelle ID als Reisedokument für das Ausland praktisch wertlos.

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75Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Emil22 05.05.2019 20:12
    Highlight Highlight Die wichtigste Funktion einer ID ist es doch, die Identität des Inhabers eindeutig feststellen zu können. Wie macht es da Sinn, dass man diese Funktion bewusst schwach ausbildet?
  • wolge 05.05.2019 13:20
    Highlight Highlight Wenn Privatsphäre kriminalisiert wird, haben nur Kriminelle noch Privatsphäre...
  • malu 64 05.05.2019 12:27
    Highlight Highlight Der nächste Schritt wird die DNA sein.
    • Emil22 05.05.2019 20:13
      Highlight Highlight Ist das schlecht?
    • malu 64 06.05.2019 00:54
      Highlight Highlight Big brother watching you 🤪
  • stadtzuercher 05.05.2019 11:04
    Highlight Highlight In China haben die Bürger auch eine elektronische ID, die sie beim Kauf von Bahntickets etc vorweisen müssen. In gewissen Städten gar zum Benzin tanken oder einkaufen.

    Was die Chinesen können, können wir noch lange.
  • My Senf 05.05.2019 11:02
    Highlight Highlight Ich glaube aufmerksam gelesen gibt der Artikel den Sinn der Sache schon her.

    Nein es geht nicht um Überwachung total (wobei wenn dann überall Salvinis, Orbans, Babiš und dergleichen am regieren sind -ja gut dann ist eh Hopfen & Malz verloren-)

    Es geht schlussendlich darum, illegale Migration zu kontrollieren!

    Es gibt, auch in der Schweiz 🇨🇭, (zu) viele Personen die kein Bleiberecht haben und dennoch mit einer „gültigen“ ID ausgestattet sind! Kostet in der 🇨🇭 +/- 10K

    Die würden mit der neuen ID, sobald sie reisen, auffliegen

    Ist es das wert? Glaub schon. Wer kann sich denn 10K leist
  • Gubbe 05.05.2019 10:13
    Highlight Highlight Der Schalter bei der Post: "Guten Tag Herr Müller, bitte geben sie mir ihre ID". Ist schon toll, wie weit wir es mit der Datensicherheit treiben.
  • aglio e olio 05.05.2019 10:06
    Highlight Highlight " Pässe und Personalausweise müssten zwingend fälschungssicher sein, soll heissen: biometrisch."
    Fälschungssicher sind die Dokumente eben nicht.
    Abgesehen von anderen Punkten hier ein Link zu einer interessanten Doku welche am Freitag bei 3Sat zu sehen war.
    http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=80535
    • Ueli der Knecht 05.05.2019 14:18
      Highlight Highlight "Fälschungssicher" heisst in diesem Fall, dass nur "autorisierte Fälscher" fälschen dürfen, sprich solche, die auch über die entsprechenden Schmiermittel und Beziehungen verfügen. ;)
  • Ruffy 05.05.2019 09:22
    Highlight Highlight Und wenn wir das nicht wollen heissts dann wieder, aber wir müssen sonnst fliegen wir aus Schengen?...
    • MapleLeafs 05.05.2019 11:31
      Highlight Highlight Es kann auch einfach heissen, dass, um im Schengenraum zu reisen, ein biometrischer Ausweis (sprich ID oder Pass) nötig ist. Eine nicht-biometrische ID wäre dann ausserhalb der Schweiz wertlos und würde nicht anerkannt.
  • Matrixx 05.05.2019 09:21
    Highlight Highlight Muss ich dann jedesmal, wenn ich im Club meine ID zeigen muss, auch grad sämtliche Fingerbadrücke geben, damit sie sicher sind, dass das auch wirklich ich bin?

    Und Dokumente und Verträge werden nicht mehr unterschrieben, sondern mit einem Fingerabdruck zur eindeutigen Identifizierung versehen?

    Aber meine Bankkarte darf noch mit einem PIN geschützt sein?

    So viele Fragen...
    • Sandro Lightwood 05.05.2019 10:12
      Highlight Highlight Warum? Die Unterschrift wird ja nicht abgelöst. Der Pin auch nicht. Mir stellen sich eher Fragen des Datenschutzes.
    • Matrixx 05.05.2019 11:03
      Highlight Highlight Dann ist es absurd, eine biometrische ID zu machen, wegen "zunehmendem Missbrauch echter Dokumente durch ähnlich aussehende Personen».
      Denn diese Personen können weiterhin Unterschriften auf Dokumehten fälschen und PIN-Nummern abgreifen.
    • My Senf 06.05.2019 07:55
      Highlight Highlight An der Grenze wirst du nicht nach deiner Unterschrift gefragt, sondern (an der EU-Aussengrenze - so der Plan - und USA) nach deinem Fingerprint.
      Wenn Du da mit der ID deines gleichnamigen Cousins auftauchst, lassen sie dich eben nicht rein.
      Migrationskontrolle heisst das.
  • fobo 05.05.2019 08:56
    Highlight Highlight Welchen Nutzen haben denn die biometrischen Daten für die Aufklärung eines Verbrechens noch, wenn alle Europäer/Innen in einer Datenbank erfasst sind?
    Nehemen wir mal an, irgendwo wird ein Verbrechen begangen wie z.B. ein Einbruch. Wenn irgendein Gegenstand mit irgendwelchen Fingerabdrücken an einem Tatort platziert würden. Würde dann der Verdacht nicht erst auf eine falsche oder unschuldige Person gelenkt oder eine Aufklärung gar verunmöglicht?
    Machen biometrische Daten unseren Alltag wirklich sicherer? Oder geht es nur um Kontrolle?
    Dieses Thema löst bei mir jedenfalls viele Fragen aus.

    • The Destiny // Team Telegram 05.05.2019 10:15
      Highlight Highlight Schau mal psycho Pass, gute Serie.
  • Quinn 05.05.2019 08:33
    Highlight Highlight ....und wenn wir das ablehnen, wird uns auch gedroht, aus schengen zu fallen...?!
    • Patrik Hodel 05.05.2019 12:16
      Highlight Highlight Ja, zu hundert Prozent.
      Wir haben ja eh nichts mehr zu sagen. Meinen zumindest unsere Bücklings-Volksvertreter.
    • Patrik Hodel 05.05.2019 18:13
      Highlight Highlight Solange die Schengen-Verträge nicht von ALLEN Beteiligten RESTLOS eingehalten werden sehe ich den Sinn dahinter nicht.
    • My Senf 06.05.2019 07:58
      Highlight Highlight Ja aber das Reisen mit der ID gefällt dir schon, oder? Und die offenen Grenzen, um in D einzukaufen auch,
      Füfer und Weggli gits ebe nöd.
  • Miikee 05.05.2019 08:23
    Highlight Highlight Ist mir egal, ging durch so viele Zölle, bei dennen ich meine Fingerabdrücke abgeben musste, das die sowieso schon im System sind.

    Auch bei den Smartphones stört es doch niemanden mehr, also wieso sollte es jemanden stören, dies bei einem offiziellen Dokument zu machen.

    Und die Schweizer haben sowieso nichts mehr zu melden, haben schliesslich zum NDG Ja gesagt, finde ich dann um einiges schlimmer als Fingerabdrücke 🤦🏽‍♂️

    Aluhut an, Duck und weg... 😅
    • Genti 05.05.2019 18:03
      Highlight Highlight Bei den Smartphones wird aber nur ein Hash gespeichert. So zumindest landläufig die Meinung. Somit nicht reverse nutzbar.
    • Miikee 06.05.2019 09:54
      Highlight Highlight @Genti
      Ich hoffe es und wenn man den Herstellern vertauen schenkt, sollte der auch nur lokal gespeichert werden...
  • walsi 05.05.2019 08:14
    Highlight Highlight It's just another brick in the wall.

    Ich hab damals zum biometrischen Pass nein gesagt, weil klar war dass dieser nur der erste Schritt war.
  • So en Ueli 05.05.2019 08:05
    Highlight Highlight Also, wenn ich das richtig verstehe, dann darf die Schweiz dank Schengen ein EU Gesetz übernehmen. Lässig, man könnte fast annehmen unser freies Land sei ein Knecht der EU.
    • Miikee 05.05.2019 10:13
      Highlight Highlight So ist das halt mit gültigen Verträgen, diese behinhalten nicht nur Rechte sondern auch Pflichten.

      Wenn ihr EU bashing betreiben wollt solltet ihr die Verträge künden. So ist es halt einfach nur leeres SVP geschwaffel.
    • Mario Conconi 05.05.2019 10:34
      Highlight Highlight Wenn wir es nicht übernehmen werfen sie uns au Schengen...
      Oder dem Jassclub der Europäuschen Parlamentarier...
    • mystiker 05.05.2019 10:44
      Highlight Highlight ist leider so. langsam wird es Zeit aus schengen auszutreten und was neues auszuhandeln.

      Die Schweiz, der neutrale Fleck auf der Europäischen Union?
  • Töfflifahrer 05.05.2019 08:04
    Highlight Highlight Das mündet immer mehr in Überwachung total.
  • atomschlaf 05.05.2019 07:57
    Highlight Highlight Wie kommt Herr Altermatt bloss auf die Idee, Seehofer sein ein "Mann der harten Linie"?

    Seehofer fiel bisher vor allem durch markige Worte aber wenig Taten auf. (basically Merkels "bad cop" im Migrationsbereich, um potentielle AfD-Wähler bei der Stange zu halten.)
    • Pafeld 05.05.2019 13:48
      Highlight Highlight Pispers hat Seehofer mal als den Erfinder der Hirnpirouette bezeichnet. Weil es in ganz Deutschland wohl niemanden gibt, der diametral unterschiedliche, persönliche Aussagen, Handlungen und Parteiwünsche so reibungslos unter einen Hut kriegt, wie Seehofer. Das bei Seehofer der Lack ab ist, zeigte Söders Putsch bei der Delegiertenversammlung vor ein paar Monaten.
  • Eric Lang 05.05.2019 07:46
    Highlight Highlight Das macht aber nur wirklich Sinn, wenn man an allen europäischen Grenzen, wieder entspreche Kontrollen einführt.
    Oder bezweckt man mit der biometrischen Datenerfassung ganz Ziele?!
    • My Senf 06.05.2019 08:00
      Highlight Highlight Aussengrenze?
      Migrationskontrolle?
  • Zappenduster 05.05.2019 07:44
    Highlight Highlight Konnte man bisher auf den biometrischen Pass verzichten und nur eine nicht biometrische ID erstellen lassen? Wusste ich nicht. Habe meinen biom. Pass seit 2012.
    • atomschlaf 05.05.2019 08:58
      Highlight Highlight Die heutige ID enthält keine biometrischen Daten.
      Und selbstverständlich kann man auch nur eine ID bestellen.
      Machen aber vermutlich die wenigsten, weil Pass und ID gemeinsam zu bestellen ein gutes Stück günstiger ist als separat.
    • Aglaya 05.05.2019 09:59
      Highlight Highlight Ich kenne einige Leute, die nie ausserhalb Europas verreisen und daher keinen Pass, sondern nur eine ID besitzen.
    • JaneSodaBorderless 05.05.2019 11:55
      Highlight Highlight Ich reise bloss in Europa rum - nen Pass braucht es dazu nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Altruide 05.05.2019 07:43
    Highlight Highlight Dass die biometrischen Daten eines Tages zur Identifizierung verwendet wird, ist wohl fast jedem klar gewesen.
    Die Frage stellt sich viel eher, wie zum Beispiel dieser Chip in den amtlichen Ausweisen vor ungewollten "Abgreifen" geschützt werden kann.
    Weiter ist es doch fraglich, warum wir 2 Arten von Ausweisen brauchen, wenn dann sowieso auf beiden alle Daten sind.
    Lieber Pass mit biometrischen Daten und die Identitätskarte ohne - dann kann doch jedes Einreiseland bestimmen, welches "Dokument" es bei der Einreise verlangt.
    • Ueli der Knecht 05.05.2019 15:12
      Highlight Highlight Es gibt zwei verschiedene Verfahren, um das ungewollte Abgreifen zu verhindern.

      1. Basic Access Control (BAC): Die Daten sind veschlüsselt und können nur entschlüsselt werden, wenn man auch den OCR-Code scannen kann (ein Pass muss dazu geöffnet werden).
      https://de.wikipedia.org/wiki/Basic_Access_Control

      2. Extended Access Control (EAC): Hier gibt's verschieden Protokolle. Hier berechtigt sich das Auslesegerät gegenüber dem Pass (mittels Challenge-Response-Authentifizierung).
      https://en.wikipedia.org/wiki/Extended_Access_Control

      Beide Methoden haben Tücken...
    • Altruide 05.05.2019 20:45
      Highlight Highlight @Ueli
      Habe mich nicht gross mit den beiden Methoden auseinandergesetzt.
      Sieht aber eigentlich schon recht gut aus, vor allem die EAC.
      Was ich mich frage ist, ob die Daten wirklich auf einem Chip sein sollten oder nicht besser in "der" Blockchain, wo ich dann als Benutzer auch sehen könnte, wer hat darauf zugegriffen.
      Online müssen die Endgeräte sowieso sein, da Abfragen in die Datenbank der "gesuchten Personen" gemacht werden müssen.
      Aber hätte natürlich auch seine Schattenseiten.
  • Mutbürgerin 05.05.2019 07:35
    Highlight Highlight Schengen hat ja doch was gutes, aber warum nur ein zögerlicher Schritt? Was noch fehlt ist die DNA Datenbank. Am sichersten wäre aber nicht eine Plastikkarte, sondern der Chip unter der Haut.
    • The Destiny // Team Telegram 05.05.2019 10:19
      Highlight Highlight Phsss du bringst die Psychopathen noch auf Ideen.
    • huck 05.05.2019 11:01
      Highlight Highlight So ganz ohne Smileys war ich zunächst nicht sicher, dass das ironisch gemeint war.
    • Emil22 05.05.2019 20:18
      Highlight Highlight Wenn DNA zur Identifikation gespeichert werden: was überwiegt in der Abwägung des Gemeinnutzens: die Vorteile oder die Gefahren?
  • Zwerg Zwack 05.05.2019 07:16
    Highlight Highlight Finde ich OK. Eine ID soll jmd eindeutig identifizieren, und ein Fingerabdruck eignet sich dafür sicher besser als ein einzelnes Foto, welches bis zu 10 Jahre alt sein kann.

    Eine Verwendung der biometrischen Daten, welche über die reine Identifizierung von Personen "vor Ort" hinausgeht, muss aber klar unterbunden werden (das heisst zB, keine automatischen Abgleiche all dieser Daten alles Schengenraumbürger bei Verbrechen).
    • Mutbürgerin 05.05.2019 07:36
      Highlight Highlight Warum sollen Verbrechen nicht aufgeklärt werden?
    • Töfflifahrer 05.05.2019 08:08
      Highlight Highlight Es ist aber so, dass wenn die Daten schon mal vorliegen, werden diese früher oder später auch genutzt.
    • Pakart 05.05.2019 08:58
      Highlight Highlight Träum weiter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mia_san_mia 05.05.2019 07:16
    Highlight Highlight So ein langer Artikel ist doch da gar nicht nötig. Wenns das braucht, soll es einfach gemacht werden. Damit hat kein normaler Mensch ein Problem.
    • Marmot from the Chainhammervalley 05.05.2019 09:46
      Highlight Highlight Der „normale“ Mensch erhält dann ein Problem, wenn die sensiblen Daten missbraucht werden.
  • bebby 05.05.2019 06:49
    Highlight Highlight Bei der Einführung der Bio-ID durch Apple etc. hat sich auch kaum jemand beklagt, wieso sollte man in den Staat weniger Vertrauen haben als in ein kommerzielles Unternehmen? Ebenso muss man beim Grenzübertritt in vielen Staaten bereits jetzt sämtliche Finger scannen lassen.
    • rüpelpilzchen 05.05.2019 07:04
      Highlight Highlight Einen Fingerabdruck kann man nicht wie ein Passwort tauschen, wenn ihn jemand nachgefertigt hat.

      Ausserdem wird zB mit indischen Fingerabdrücken gehandelt.

      Gegen Touch-ID kannst du dich jederzeit umentscheiden, und es nicht mehr verwenden.

      Am Zoll machst du dich mit einem Verzicht erst mal verdächtig und springst aus der Reihe.
    • inmi 05.05.2019 08:10
      Highlight Highlight Weil der Staat totalitär werden kann und Apple nicht
    • Töfflifahrer 05.05.2019 08:15
      Highlight Highlight Doch, es wurde ein Thema der Datenschützer verschiedener Länder. Erst nach dem Beweisen seitens Apple, dass die Daten nicht in eine Datenbank gesendet werden und nur auf dem Gerät gespeichert werden gab man grünes Licht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • CaptainLonestarr 05.05.2019 06:23
    Highlight Highlight Ich bin sicher die Politiker der EU schauen neidisch nach China. Die würden wohl gerne flächendeckend das neue chinesische Überwachungssystem mit Gesichtserkennung in Europa einführen. Am liebsten niäoch verknüpft mit den Daten des bargeldlosen Zahlungsverkehrs und den Internetdaten. Natürlich nur zum Wohle der Bürger, denn wer nichts böses tut hat ja auch nichts zu befürchten.
    • Cpt. Jeppesen 05.05.2019 09:41
      Highlight Highlight Knapp die Hälfte der EU Politiker und der Bürger, die diese wählen, wollen oder wollten keine biometrische Erfassung. Allerdings haben solche Angstmacherei wie der Seehofer oder der Orban scheinbar immer eine knappe Mehrheit. Gleiches in der Schweiz, auch hier wird ständig so abgestimmt, dass noch mehr Kontrolle und noch mehr gläserner Bürger möglich ist. Das trotz sehr geringer Risiken. Frag mal in deinem Bekanntenkreis warum sie für die Internet Totalüberwachung letztes Jahr gestimmt haben...

Deutsches Versuchslabor lässt Tiere qualvoll verenden – Spuren führen in die Schweiz

In einem deutschen Labor sterben junge Hunde, Affen und Katzen einen qualvollen Tod. Was eine Schweizer Pharma-Firma damit zu tun hat.

Ein Mitarbeiter der Tierschutzorganisation Soko Tierschutz und Cruelty Free International hat sich als Pfleger in das Tierversuchslabor LPT nahe Hamburg eingeschleust. Von Dezember 2018 bis März 2019 dokumentierte der Tierschützer die zahlreichen brutalen Tierversuche an jungen Hunden, Katzen, Affen und Kaninchen.

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Bei LPT handelt es sich um ein Familienunternehmen. Das Versuchslabor ist eine der grössten Einrichtungen für …

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