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Hunderte fordern in Bern einen Waffenstillstand im Gazakrieg

Alt Bundesraetin Ruth Dreifuss spricht an der Kundgebung fuer gerechten Frieden in Israel und Palaestina auf der Schuetzenmatt, am Samstag 9. Dezember 2023, in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
Alt Bundesrätin Ruth Dreifuss sprach an der Kundgebung auf der Schützenmatte. Bild: keystone

Hunderte fordern in Bern einen Waffenstillstand im Gazakrieg

09.12.2023, 19:07
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Auf der Schützenmatte in Bern haben am späten Samstagnachmittag mehrere Hundert Personen einen Waffenstillstand und den Stopp der Gewalt im Krieg zwischen Israel und der Hamas gefordert. Im Mittelpunkt stand der Frieden, ohne Partei für die eine oder die andere Seite zu ergreifen.

Die Teilnehmenden folgten einem Aufruf der Gruppe Schweiz ohne Armee (Gsoa) und der Jüdischen Stimme für Demokratie und Gerechtigkeit in Israel/Palästina (Jvjp). Die Kundgebung begann bei Einbruch der Dunkelheit und bei leichtem Regen. Viele trugen eine Friedensfahne oder hielten eine Kerze, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete.

Die Teilnehmenden forderten die Freilassung der in Gaza verbleibenden Geiseln und der in Israel «willkürlich inhaftierten» palästinensischen Gefangenen. Weiter verlangten sie die Durchsetzung der Menschenrechte und des Völkerrechts sowie die Gewährung humanitärer Hilfe und ein Ende der Blockade.

Kundgebung fuer gerechten Frieden in Israel und Palaestina auf der Schuetzenmatt, am Samstag 9. Dezember 2023, in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
Einige der Teilenehmerinnen und Teilnehmer hielten Kerzen. Bild: keystone

Dreifuss fordert Einhaltung der Menschenrechte

An der Kundgebung hielten Personen der organisierenden Vereine sowie auch Altbundesrätin Ruth Dreifuss (SP) Reden. Sie sei fassungslos und entsetzt über die Vorkommnisse, sagte Dreifuss. Es brauche den Willen, das internationale Recht, die Menschenrechte und die Genfer Konventionen einzuhalten. Weiter forderte Dreifuss Kriegsverbrechen vor ein Gericht zu bringen.

Im Vorfeld der Kundgebung teilten die Veranstaltenden mit, dass nur Friedensfahnen toleriert würden. Auch eigene Plakate seien nicht erlaubt, schrieben die Gsoa und die Jvjp. Diese Bedingungen wurden eingehalten. Die Kundgebung verlief friedlich. (sda)

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quelle: keystone / abir sultan
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37 Kommentare
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Herr Jemine
09.12.2023 19:16registriert April 2022
So funktioniert Friedensdemo, danke!
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civil_discourse
09.12.2023 21:18registriert April 2020
So viel Herz, so wenig Hirn. Wir in der Schweiz können uns Blindheit leisten, solange uns sozusagen keine Huthis in Italien, Hizballah in Baden-Württemberg und Hamas in den Savoyen von Abermilliarden ungarischer Petrodollars finanziert mit steten Attacken beglücken, weil sie die ungläubige Schweiz in die Umma des Islam (Kalifat) eingliedern wollen. Die Israelis waren 2011 auch kurz sentimental drauf und machten einen Deal (quasi: 'Ceasefire') mit Hamas: Für einen einzigen IL-Soldaten (Shalit) wurden über 1000 Hamas-Dschihadisten - darunter Y.Sinwar - freigelassen. The rest is history.
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Heinz666
09.12.2023 21:48registriert Dezember 2020
Geiseln weiter zu halten ist kein Frieden. Und ich bin kein Israel-Fan.
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