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Crans-Montana: «Italien wird diese Rechnungen niemals bezahlen»

Crans-Montana: «Italien wird diese Rechnungen niemals bezahlen»

28.04.2026, 06:1028.04.2026, 06:10

«Italien wird diese Rechnungen niemals bezahlen», das sagte der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, im Streit um Kosten nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana in der Sendung «Quarta Repubblica» auf Retequattro laut der Nachrichtenagentur Askanews.

Gian Lorenzo Cornado, l'ambassadeur d'Italie en Suisse, pose apres une rencontre avec les autorites du Valais suite au drame de Crans-Montana le vendredi 24 avril 2026 a Martigny. (KEYSTONE/ ...
Der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado.Bild: keystone

Cornado sprach zugleich von einer «erdrückenden moralischen Verantwortung» der Schweizer Eidgenossenschaft. Diese sollte Bern dazu bewegen, auf Forderungen gegenüber Italien für die Behandlungskosten der in Sitten hospitalisierten Jugendlichen zu verzichten.

Die Jugendlichen seien «nur einen Tag» behandelt worden, die Kosten für vier Patienten beliefen sich jedoch auf über 120'000 Franken. Diese Kosten würden später über den in den europäischen Vorschriften vorgesehenen Mechanismus an das italienische Gesundheitsministerium weitergeleitet, erklärte er.

Man könne Crans-Montana jedoch nicht wie einen gewöhnlichen Autounfall behandeln, sagte der Botschafter weiter. Die Tragödie sei auf Missachtung von Gesetzen und mangelnde Kontrollen zurückzuführen – sowohl durch die Betreiber des Lokals als auch durch lokale und kantonale Behörden.

Der Botschafter warnte zudem vor einem «Reputationsschaden» für die Schweiz. Als möglichen Ausweg verwies er auf die europäische Verordnung 883 aus dem Jahr 2004, die es zwei Staaten erlaube, gegenseitig auf Rückerstattungen zu verzichten. «Es gibt eine Lösung», sagte er. Italien sei bereit, auf Forderungen zu verzichten. «Das muss die Schweiz tun. Es ist eine Frage der Ethik, es ist eine Frage der Gegenseitigkeit.» (sda)

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