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Deutscher Bundeskanzler Merz will Beziehungen zur Schweiz vertiefen

Deutscher Bundeskanzler Merz will Beziehungen zur Schweiz vertiefen

19.05.2026, 12:5219.05.2026, 12:52

Bundespräsident Guy Parmelin hat am Dienstag in Berlin den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz getroffen. Im Zentrum des Gesprächs standen die wirtschaftliche Zusammenarbeit, die europäische Sicherheit und die Beziehungen der Schweiz zur Europäischen Union.

epaselect epa12972956 German Chancellor Friedrich Merz (L) and Swiss President Guy Parmelin wave as they talk on the balcony of the Chancellery in Berlin, Germany, 19 May 2026. EPA/HANNIBAL HANSCHKE
Friedrich Merz und Guy Parmelin haben sich am Dienstag in Berlin besprochen.Bild: keystone

Die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen gleichgesinnten Partnern sei in der anspruchsvollen geopolitischen Lage besonders gross, hiess es am Dienstag nach dem Treffen in Berlin. Bundespräsident Guy Parmelin und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz erörterten zudem die Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit. Dafür brauche es gemäss beiden Seiten den Abbau von Handelshemmnissen, Nachhaltigkeit, die digitale Transformation sowie Innovation.

Deutschland und die Schweiz seien sprachlich und geografisch eng verbunden, auch wegen zehntausender Grenzpendler, sagte der Merz bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Bundespräsidenten. Beide Volkswirtschaften profitierten davon.

Deutschland ist der wichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz, umgekehrt ist die Schweiz der siebtwichtigste Partner für Deutschland. Das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern wuchs im Jahr 2025 um 8,6 Prozent, wie das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) in der Mitteilung weiter schrieb. Auch in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation sei Deutschland der wichtigste Partner für die Schweiz.

Sicherheit und EU-Beziehungen

Im Gesprächsteil zur europäischen Sicherheitsarchitektur thematisierten Parmelin und Merz den Krieg in der Ukraine und dessen Folgen. Die europäischen Staaten müssten mehr Verantwortung für ihre eigene Sicherheit übernehmen, waren sich beide einig. Die Schweiz unterstütze die Friedensbemühungen in Europa unter anderem mit dem diesjährigen Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Die Beziehungen der Schweiz zur Europäischen Union (EU) waren ebenfalls Teil des Gesprächs. Der Bundespräsident erläuterte die bevorstehenden Schritte bezüglich des geplanten Pakets von Abkommen, das die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU stabilisieren und weiterentwickeln soll. (hkl/sda/ans)

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