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Edelweiss streicht Flüge nach Denver und Seattle sowie in den Oman

Trump hält Schweizer fern: Jetzt reagiert Edelweiss – und streicht diese USA-Flüge

Die Schweizer Fluggesellschaft reagiert auf die sinkende Nachfrage nach Ferien in den Vereinigten Staaten. Doch auch andere Strecken fallen weg.
16.04.2026, 10:4816.04.2026, 11:41
Benjamin Weinmann
Benjamin Weinmann

Rabiate Einsätze der ICE-Behörde gegenüber Einwohnern im eigenen Land. Der Krieg gegen den Iran. Der Zollhammer. Der Gaga-Fifa-Friedenspreis. Oder der Streit mit dem Papst. Die Liste an negativen Schlagzeilen aus dem Weissen Haus liesse sich beliebig lang fortsetzen – auch zum Missfallen von zahlreichen Tourismus-Firmen. Denn Trump hat mit seinem Gebaren vielen Leuten die Lust auf Ferien in den USA vermiest.

Edelweiss Zurich, Switzerland, 4th July 2025: An Edelweiss Airbus A320-214 is on final approach to the airport runway. Registration HB-JLR (Andreas Haas dieBildmanufaktur) *** Edelweiss Zurich, Switze ...
Die Edelweiss spürt die USA-Flaute beim Buchungseingang.IMAGO / dieBildmanufaktur

Dies bekommt auch die Schweizer Ferien-Airline Edelweiss zu spüren. Nun reagiert sie. Die Lufthansa-Tochter nimmt im Sommerflugplan gleich zwei US-Strecken aus ihrem Netzwerk – per sofort. Dabei handelt es sich um Denver in Colorado und Seattle im Bundesstaat Washington.

Die Glitzerstadt Las Vegas wird zwar weiterhin angeflogen. Aber im Frühsommer und im Herbst werden die Frequenzen reduziert. Edelweiss spricht von einer «rückläufigen Nachfrage nach einzelnen Destinationen in den USA».

Seattle Skyline
Edelweiss streicht unter anderem Flüge nach Seattle.Bild: wikimedia

Auch Oman fällt weg

Das Streichkonzert geht weiter. Im Winterflugplan 2026/27 fliegen auch Maskat und Salalah im Oman aus dem Edelweiss-Streckennetz. «Ausschlaggebend für die Anpassungen sind die anhaltenden Auswirkungen der geopolitischen Situation, insbesondere im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt», schreibt die Airline in einer Mitteilung.

Ein weiterer Grund, den Edelweiss nennt, ist die Entwicklung der Treibstoffpreise. Bekanntlich hat die Blockade der Strasse von Hormus im Zuge des Iran-Kriegs die Kerosin-Preise explodieren lassen. Zuletzt wandte sich der Verband der europäischen Airlines, zu dem auch Swiss und Edelweiss gehören, gar an die EU. Sie fordern aufgrund des teuren Flugbenzins politische Unterstützung (CH Media berichtete).

Die betroffenen Gäste, die ihre USA- oder Oman-Flüge bereits gebucht haben, werden von Edelweiss kontaktiert. Sie werden auf alternative Verbindungen umgebucht oder erhalten auf Wunsch eine Rückerstattung des Ticketpreises.

Tourists walk through the courtyard of the Sultan Qaboos Grand Mosque in Muscat, Oman, Saturday, April 12, 2025. (AP Photo/ Fatima Shbair)
Oman Daily Life
Auch in den Oman fliegt Edelweiss bald nicht mehr.Bild: keystone

Verflogener Optimismus

Anfang Jahr, noch vor Ausbruch des Iran-Kriegs, klang es bei  der Edelweiss noch anders in Bezug auf die vier USA-Destinationen der Airline: «Nach Seattle wollen wir dieses Jahr sogar drei statt zwei Mal pro Woche fliegen», sagte Edelweiss-Chef Bernd Bauer im Interview mit CH Media. «Denver ist relativ stabil mit zwei bis drei Flügen pro Woche. Und Tampa in Florida läuft sehr gut. Las Vegas erzielte zuletzt vernünftige Ergebnisse.»

Schon damals räumte er allerdings ein, dass die Lage «sehr schwer vorhersehbar» sei. «Letztes Jahr dachten wir zuerst, wir spüren nichts, dann gab es aber doch eine Delle, vor allem aus der Schweiz.» Entsprechend schloss er Anpassungen im Flugplan nicht aus. Nun ist dieser Fall eingetreten.

Vor einem Monat gab die Edelweiss-Schwester Swiss bekannt, dass sie im Sommer über 300 Flüge streichen muss, darunter mehrere Rotationen nach Chicago. Zwar begründet sie dies mit dem anhaltenden Pilotenmangel und den Triebwerksproblemen. Doch angesichts der deutlich tieferen USA-Nachfrage könnten ihr diese Streichungen nicht ungelegen kommen. Die Airline hat in den vergangenen Monaten bestätigt, dass die Nachfrage insbesondere für US-Flüge in der Economy Class sinkend ist.

Bei diesen Anpassungen bleibt es aktuell aber bei der Swiss, wie Sprecher Michael Pelzer auf Anfrage sagt. Man halte am derzeitigen US-Flugplan fest. Doch wie das Edelweiss-Beispiel zeigt: Das kann sich rasch ändern. (aargauerzeitung.ch)

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Es ist ja schlau, seinen Koffer zu personalisieren, aber ob das die ganze Familie so sieht?
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Doppellottotreffer
16.04.2026 10:56registriert September 2021
Und behaupten Reisebüros immer noch, Buchungen für Reisen in die USA seien nicht zurückgegangen?
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Bikemate
16.04.2026 11:10registriert Mai 2021
Gut, dass weniger Leute in die USA fliegen. Ich kann eh nicht verstehen, wie man sein Geld jetzt noch in dieses Land bringen kann.
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malloc
16.04.2026 11:25registriert Januar 2025
Hat Edelweiss&Co endlich auch begriffen, dass der Grossteil auch mit Köder-Flugangeboten nicht (mehr) in die USA wollen. USA-Reisen sind für viele ganz weit unten auf der Liste. Das haben sich die Amis selber zuzuschreiben, wenn sie so eine schwachsinnige Regierung wählen.
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