Schweiz
International

Bundesstrafgericht befragt erstes mutmassliches Opfer von Sonko

Bundesstrafgericht befragt erstes mutmassliches Opfer von Sonko

10.01.2024, 13:2310.01.2024, 13:23

Im Prozess gegen den früheren gambischen Innenminister hat die Strafkammer ein erstes mutmassliches Opfer befragt. Es handelt sich um die Ehefrau eines Militärangehörigen, der dem Ex-Präsidenten Yahya Jammeh sehr nahe stand, im Januar 2000 aber getötet wurde.

FILE - Senegalese opposition leader Ousmane Sonko addresses journalists following his release from police custody in Dakar, Senegal, on March 8, 2021. Sonko suffered a major setback in his quest to co ...
Bild: keystone

Der angeklagte Ousam Sonko soll die damalige Witwe zahlreiche Male vergewaltigt haben. Sie erklärte am Mittwoch vor Bundesstrafgericht, dass Sonko das erste halbe Jahr sehr häufig in ihr Haus gekommen sei. Sie habe sich als seine Sklavin gefühlt. Der Angeklagte sei in Uniform gekommen, und sie habe ihn als Mitglied der Staatsgarde wahrgenommen.

Als er das erste Mal gekommen sei, habe sie den Eindruck gehabt, dass er Fragen zu ihrem Ehemann habe. Ihre Mutter, Kinder und sie selbst hätten Angst gehabt und befürchtet, dass sie mitgenommen würden.

Sonko wurde während der Befragung der Frau in einen anderen Raum gebracht, in den das Geschehen im Gerichtsaal per Video übertragen wurde. Sowohl die Beteiligung an der Tötung des Mannes, als auch die Vergewaltigungen bestritt er. (saw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Bund plant 670-Millionen-Investition zur Drohnen-Bekämpfung – die Sonntagsnews
Rund 670 Millionen Franken zur Bekämpfung von Minidrohnen, Millionen-Ausgaben weil Italien Dublin-Flüchtlinge nicht aufnimmt und über 500 Schweizerinnen und Schweizer im Dienst der israelischen Armee: die Sonntagsnews.
Der Bund will nach Informationen der «NZZ am Sonntag» für rund 670 Millionen Franken Systeme zur Bekämpfung von Minidrohnen beschaffen. Das entnahm die Zeitung einem internen Bericht des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) zuhanden der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats, wie die Zeitung schrieb. Bis Ende 2027 rechnet das VBS demnach mit Kosten von 70 Millionen Franken, danach sollen die Ausgaben sukzessive steigen. Im Bericht werde etwa der Kauf von Hochenergie-Laser-Waffen erwähnt. Welche Beschaffungen das VBS konkret anvisiert, habe es nicht kommentieren wollen. Sicherheitspolitiker von rechts bis links begrüssten laut der Zeitung die Pläne, kritisierten aber die späte Reaktion auf die Bedrohung aus der Luft.
Zur Story