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«Wir sind die Einzigen»: Schweiz verhandelt in humanitären Fragen direkt mit Assad-Regime

Syriens Präsident Baschar al-Assad: Die Schweiz hat einen engen Draht zum umstrittenen Machthaber.
Syriens Präsident Baschar al-Assad: Die Schweiz hat einen engen Draht zum umstrittenen Machthaber.
Bild: AP

«Wir sind die Einzigen»: Schweiz verhandelt in humanitären Fragen direkt mit Assad-Regime

09.02.2016, 07:2509.02.2016, 07:53

Die Schweiz verhandelt seit drei Jahren direkt mit der Regierung von Syriens Präsident Baschar al-Assad über humanitäre Belange. Dieser Zugang zum Regime sei einzigartig, sagte Yves Rossier, Staatssekretär im Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

«Wir sind die Einzigen», sagte Rossier gegenüber der Sendung «Heute Morgen» auf Radio SRF. Gleichzeitig werde das Engagement der Schweiz «von den anderen Seiten sehr geschätzt». Vor jedem dieser diplomatischen Treffen mache man zusammen mit den grossen internationalen Hilfsorganisationen «sozusagen eine Shopping-Liste».

Yves Rossier: Staatssekretär im Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten.
Yves Rossier: Staatssekretär im Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten.
Bild: Yves Logghe/AP/KEYSTONE

Die syrische Regierung sei sehr misstrauisch gewesen gegenüber diesen Diskussionen, sagte der Schweizer Chefdiplomat. «Es brauchte Zeit. Während des ersten Jahres war es sehr, sehr schwierig.»

In den humanitären Bemühungen gehe es um «lauter konkrete Arbeitsverbesserungen». So habe man etwa deutlich mehr Visa für humanitäres Personal in Syrien und leichtere Abfertigung über die Checkpoints erreichen können.

Die Schweiz wolle diese Verbindung «möglichst nicht politisch halten», betonte Rossier. «Die Vertrauensbeziehung mit dem humanitären Arm der syrischen Regierung ist wichtig.» (sda)

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