Schweiz
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SBK

Yvonne Ribi, Geschäftsführerin des Schweizer Verbandes der Pflegefachpersonen, hofft auch nach der Corona-Krise auf die Unterstützung der Bevölkerung bei ihren Forderungen. bild: keystone / werner tschan

Interview

Warum der Applaus nicht reicht: «Die Bedingungen in der Pflege müssen sich verbessern»

Am Freitagmittag applaudierte die ganze Schweiz für das Gesundheitspersonal, das in der Corona-Krise wichtiger ist denn je. Die Geschäftsführerin des Schweizer Verbands der Pflegefachpersonen erhofft sich, dass nun ihre jahrelangen Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen endlich erhört werden.



Frau Ribi, heute Mittag hat die Schweiz für das Gesundheitspersonal applaudiert. Rührt Sie das?
Yvonne Ribi: Ja, das rührt mich und im Namen des Pflegepersonals danken wir ganz herzlich dafür. Ganz wichtig ist aber, dass die Bevölkerung uns jetzt unterstützt, in dem sie zuhause bleibt, soziale Kontakte meidet und die Anweisungen des Bundesamtes für Gesundheit befolgt.

Was haben die Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner in den letzten Wochen geleistet?
Viele erleben, dass ihr Berufsalltag umgekrempelt wird. 12- Stunden-Schichten werden eingeführt, Abläufe eingeübt, Ferien gestrichen und Überstunden geleistet. Dabei gilt es auch, sich und sein Privatleben zu organisieren.

Das ist einschneidend. Wie ist die Stimmung unter ihnen?
Die Situation ist angespannt, die Pflegenden und das ganze Gesundheitspersonal werden aber alles daran setzen, diese Situation so gut wie möglich zu bewältigen. Neben den COVID-19-Patienten müssen auch Patientinnen und Patienten mit Hirnschlägen, Unfällen oder Krebs behandelt werden können.

Der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) ist der Berufsverband der diplomierten Pflegefachpersonen der Schweiz. Mit seinen rund 25'000 Mitgliedern ist er einer der grössten Berufsverbände im Gesundheitswesen.

Wie werden die nächsten Wochen für das Personal aussehen?
Wir gehen davon aus, dass es sehr, sehr streng und belastend werden wird. Deshalb muss die Bevölkerung mithelfen. Ich appelliere deshalb: Bleiben Sie zuhause! Halten Sie die Hygienerichtlinien ein!

>>> Alle aktuellen Meldungen zum Corona-Virus im Ticker

Videos aus Italien zeigen: Viele der Spital-Angestellten arbeiten rund um die Uhr und kippen vor Überarbeitung beinahe um. Wie will man das Personal in der Schweiz davor schützen?
Das zur Verfügung stellen von genügend Schutzmaterial ist enorm wichtig. Zudem sind die Führungspersonen in den Institutionen maximal gefordert, dass die Einsatzpläne so gestaltet werden, dass Ruhezeiten, Essenszeiten etc. eingehalten werden können.

Was tun Sie derzeit für das Personal?
Wir suchen zusammen mit vielen Kantonen über unsere Mitgliederdatenbank Pflegende, die jetzt aushelfen können. Wir unterstützen bei arbeitsrechtlichen Fragen und setzen uns bei den Behörden für genügend Schutzmaterial ein. Wir geben Empfehlungen ab, wie zum Beispiel für den Einsatz von Auszubildenden und Studierenden.

Die Menschen merken nun deutlich: Ohne das Gesundheitspersonal würde gar nichts gehen. Brauchte es für dieses Verständnis diese Krise?
Es ist kein Geheimnis, dass unsere Stellenpläne eng sind und die Pflege schon in einer normalen Situation am Limit läuft. Klar ist aber, dass es danach dringende Massnahmen im Pflegebereich braucht. Die Politik muss dafür endlich die Weichen richtig stellen.

Was fordert Ihr Verband von der Politik?
Wir warnen seit Jahren vor einem Pflegenotstand. Ein Blick in die Zukunft reicht dafür, denn der Pflegebedarf der Bevölkerung wird wegen der demographischen Entwicklung massiv zunehmen. Wir wollen die pflegerische Versorgung auch in Zukunft noch sicherstellen können. Deshalb fordern wir Massnahmen, die Ausbildungszahlen drastisch zu erhöhen und Massnahmen, damit die Ausgebildeten länger im Beruf bleiben. Die Rahmenbedingungen in der Pflege müssen sich verbessern.

Also reicht der Applaus nicht?
Die Pflegenden stehen jetzt an vorderster Front und kämpfen für und mit den schwerkranken Menschen. Die Anerkennung für diese Leistung durch Applaus gibt Kraft und Zuversicht. Wir zählen aber darauf, dass die Schweizer Bevölkerung uns auch nach dieser Krise unterstützt, wenn es darum geht, die Situation in unseren Berufen zu verbessern.

Denken Sie, dass sich nach der Krise etwas langfristig ändern wird und Ihre Forderungen erhört werden?
Davon gehe ich aus. Mit der Unterstützung der Bevölkerung wird es uns als Verband gelingen, die Entscheidungsträger zum Handeln zu überzeugen. Pflege ist systemrelevant!

Müssten die Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner nicht per sofort mehr entlohnt werden?
Eine finanzielle Anerkennung ist ein wichtiges Element. Aktuell steht für uns aber im Vordergrund, dass unsere Leute im Spital, in der Spitex und im Pflegeheim genügend Schutzmaterial zur Verfügung gestellt bekommen, damit sie sich und die Risikogruppen ausreichend schützen können.

Der Nationalrat hat vergangenen Dezember die Pflegeinitiative zur Ablehnung empfohlen – wie schauen Sie heute auf diese Empfehlung zurück?
Die in der Vergangenheit getroffenen politischen Entscheidungen rund um die Pflege machen mich sehr nachdenklich. Aber es geht darum, in die Zukunft zu schauen. Ein indirekter Gegenvorschlag ist ja auch unterwegs. Ich denke, dass jetzt jeder und jede versteht, wie systemrelevant die Pflege ist. Aber jetzt ist nicht die Zeit für Schuldzuweisungen. Es geht nun darum, die aktuelle Krise zu meistern und dafür setzt sich das ganze Pflegepersonal in der Schweiz ein.

Das Interview wurde schriftlich geführt.

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    Alle Leser-Kommentare
  • champedissle 22.03.2020 10:13
    Highlight Highlight Als ich die Bilder applaudierender Leute sah, dachte ich für mich "davon können die sich nichts kaufen in den Spitälern, Kliniken, Pflegebetrieben". Jahrelang hat man gespart was das Zeug hält, heute bekommt man die Quittung. Eines der reichsten Länder der Welt im "Pflegenotstand". Eine Schande sondergleichen. Zahlt jedem im Gesundheitswesen Fr. 500.-- mehr pro Monat, damit ist ihnen mehr gedient als mit Applaus. Die Geste ist schön, aber verhallt, das Geld bleibt. Bevor man der SWISS hilft, helft diesen "Helden in Weiss". Die brauchen wir, die SWISS nicht.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 23.03.2020 06:23
      Highlight Highlight Wäre wahrscheinlich problemlos möglich, wenn die Krankenkassenprämien pro Monat um 500 Franken angehoben werden. Alternativ könnte man auch die Mehrwertsteuer auf über 20% schrauben, wie es z.B. im hohen Norden der Fall ist. Na, noch dabei?

      Irgendwer muss es ja bezahlen, oder woher soll das Geld kommen? Oder glaubst du, die Wirtschaft verschenkt einfach so Geld? Schön wär's.
  • leykon 22.03.2020 10:13
    Highlight Highlight Was mich an der ganzen Situation am meisten ankotzt: seit Jahren, Jahrzehnten wird bei den Gesundheitsangestellten gespart: scheiss Löhne, Arbeitszeiten, Minderbesetzung und dem daraus resultierenden hohen Arbeitsdruck. Jetzt, wo es ans Eingemachte jedes einzelnen geht, die Gesundheit jedes einzelnen gefährdet ist, ERST JETZT interessiert euch die Situation der Gesundheitsangestellten. Egoismus in reinster Form
    Es grüsst ein Pflegefachmann
  • Olle Hexe 22.03.2020 10:08
    Highlight Highlight Ja Gesundheitspersonal ist wahnsinnig wichtig! Ja, diese Leute haben einen guten Lohn und anständige Arbeitszeiten verdient. Aber alle die hier andere Berufsgruppen schlecht reden, haben doch keine Ahnung. Ohne die Banken, Pharmakonzerne, Rohstoffkonzerne, Maschinenindustrie könnten wir die Löhne des Gesundheitspersonals nicht bezahlen, wir hätten die Materialien für die Beatmungsgeräte nicht, wir hätten keine Pläne für die Wirtschaftshilfe, wir hätten keine Unterstützung für Selbstständige, KMU's etc, die nun keine Arbeit mehr haben. Alle sind wichtig. Hört doch auf mit eurer "Berufshetze".
  • Gubbe 22.03.2020 10:01
    Highlight Highlight Es stimmt, das die Löhne der Pflegenden nicht exorbitant sind. Den Zeitpunkt der Klage, halte ich nicht für zielführend. Jetzt ist die Zeit, die Arbeit qualitativ zu betrachten, um dann die Löhne zu heben. Jeder Arbeitende muss auch zuerst liefern, dann wird gelöhnt. Ich hoffe, es wird eine gewünschte Erhöhung des Lohns geben. Die Erwartungen sollten aber nicht in die Tausende abdriften. Die Bremse sind die Krankenkassen, die ihre Beiträge auch erhöhen werden. Müssen Kassen hohe Gewinne auf Kosten Kranker machen?
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 23.03.2020 06:41
      Highlight Highlight "Schweizer Patienten begleichen als «Verursacher» nur gerade ein Viertel der Gesundheitskosten direkt, beispielsweise in Form des Selbstbehalts oder der Zahnarztrechnung. Mehr als ein Drittel der Kosten (36%) wird durch die Krankenkassenprämien indirekt gedeckt, ein knap-pes Drittel durch Steuern (32%) und der Rest vor allem über die Unfallversicherung."

      OK, wo willst du das zusätzlich benötigte Geld einziehen? Steuern? Prämien? Mehr selbst bezahlen? Kassen dürfen von Gesetzes wegen keinen Gewinn ausschütten. Der Überschuss des letzten Geschäftsjahres fliesst vollumfänglich in die Reserven.
    • Gubbe 23.03.2020 08:46
      Highlight Highlight Antinatalist
      Hast recht, kenne mich mit Versicherungen nicht aus, ich zahle einfach. Man kann dem Gewinn auch Überschuss und Reserven sagen.
  • Olle Hexe 22.03.2020 09:48
    Highlight Highlight Es ist nicht nur bei Pflegenden so. Sozialarbeiter/innen werden ständig als unnötige linke Schmarotzer bezeichnet. Diese Leute müssen aber tagtäglich Straftäter, Drogensüchtige und geistig angeschlagene Menschen betreuen. Eine sehr schwierige Arbeit. Auch die Kita Mitarbeiter verdienen lächerlich wenig oder FaBe's in Alters- und Behindertenheimen! Über Psychologinnen wird gelästert "typisch Frau, selber Schuld wenn man ein weiches Studium wählt". Viel zu oft werden "männliche" Berufe als nützlich und weibliche Berufe als eine Geldverschwendung eingestuft. Das soll endlich ändern!
  • TheBee 22.03.2020 01:24
    Highlight Highlight So schön die Geste mit dem Klatschen war, so unnütz fand ich sie aber auch. Erinnerte mich irgendwie an Facebook/Instagram Likes.
    Fast alle klatschen, aber niemand ändert tatsächlich irgendetwas an der Situation. Aber Hauptsache die Nachbarn haben gesehen, das wir mitgeklatscht haben. Und im optimal Fall war sogar die Presse Vorort und hat uns gefilmt und berichtet darüber.... Gebt dem Gesundheits- und Bildungswesen endlich mehr Geld und steckt nicht alles in neue Kampfjets oder sonstige unnütze Sachen.
  • Spike788 21.03.2020 23:23
    Highlight Highlight Schade finde ich nur, das immer die Pflege genannt wird. Was ist mit dem Medizin technischen Personal u. A. Radiologiefachfrauen und -männer welche auch an ihre Grenzen stösst, welches sich ebenso Tag ein Tag aus für die Kranken einsetzt. Ich finde alle Leute im Gesundheitswesen tragen Ihren Teil zur Genesung des Patienten bei. Es ist eine Hand in Hand Arbeit und wir unterstützen uns weitestgehend untereinander. Alle Menschen ob Techniker, Köche, Ärzte, Reinigungskräfte etc. tragen im Spitalleben dazu bei. Diese werden aber nie erwähnt, leisten alle jedoch einen super Job.
  • Fruchtzwergli 21.03.2020 21:56
    Highlight Highlight Doch, es geht auch darum, einen angemessenen Lohn zu erhalten. Erstaunlich, wieviele Mütter sich jetzt mobiliseren und einspringen. Viele von ihnen würden auch gerne sonst mehr arbeiten, allerdings ist es für sie und ihre Familien wenig rentabel. Trotz Hochschulabschluss! Wäre der Pflegemangel auch so prekär, wenn gut qualifizierte Fachfrauen mehr arbeiten könnten? Wäre es nicht besser, vermehrt auch in die Leute zu investieren, die schon sind? Anstatt nur in die teure Ausbildung von Fach(frauen) die aus mangelnden monetären Möglichkeiten, spätestens in der Familenphase wieder abspringen?
  • redeye70 21.03.2020 18:09
    Highlight Highlight Meine Unterstützung habt ihr. Danke für eure Arbeit. Keinen Dank richte ich an das Parlament in Bern. Dort wird nur für die Lobbyisten Politik gemacht.
  • OneOfThem 21.03.2020 17:54
    Highlight Highlight Ich habe diesen Artikel heute gelesen. In den 15 Minuten Pause, die ich hatte zwischen 06:30 und 16:15 Uhr in einer psychiatrischen Klinik. Und nein, dies war nicht ausserordentlich aufgrund der Corona-Epidemie, sondern "ganz normal".
    Denkt an uns, wenn ihr hoffentlich bald abstimmen dürft zu diesem Thema.
    :)
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 23.03.2020 06:53
      Highlight Highlight Die Lösung in diesem Fall heisst mehr Personal einzustellen. Dann gäbe es auch die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen. Die Folge wäre, dass die Kosten für alle steigen. Mir schallt es in den Ohren noch nach, wie sich die Leute jeweils über Prämienerhöhungen aufregen und lautstark fragen, wie sie das noch bezahlen sollen?

      Meinst du, die Wähler stimmen für höhere Krankenkassenprämien? Ich bezweifle es. So bald die Flieger wieder wie gewohnt abheben, werden zuerst einmal die nächsten Ferien gebucht. Wetten?
      Wir sollten übrigens alle viel mehr für's Schonen der Umwelt bezahlen. Hätte Priorität.
  • Skeptischer Optimist 21.03.2020 15:53
    Highlight Highlight Diese Krise zeigt klar, dass massiv mehr in unser Gesundheitswesen investiert werden muss. Mehr Kapazität, mehr Wertschätzung inklusive besserer Bezahlung.
  • benn 21.03.2020 15:28
    Highlight Highlight Erhofft sich, die gute soll endlich mal handeln und aufhören zu hoffen und zu jammern. Sobald die corona krise vorbei ist mal streiken und nur noch zwingende aufgaben erledigen bis die forderungen erfüllt sind, los gehts, meine unterstützung habt ihr. Aber die kosten bitte nicht erhöhen ist nicht nötig sondern von den medikamenten- und ärztekosten umverteilen!
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 21.03.2020 18:53
      Highlight Highlight Mein Blitz für....aber die Kosten nicht erhöhen....so wird das nichts....wir müssen auch bereit sein unseren Beitrag dazu zu leisten
    • benn 22.03.2020 10:32
      Highlight Highlight nada... : solche steuerzahler lieben die politiker zahlen ohne zu hinterfragen, das gesundheitswesen kostet aktuell über 80mrd im jahr, pro kopf das zweitteuerste weltweit hinter amerika, die leistung im europäischen durchschnitt. Im system hat es mehr als genug geld, es muss nur anderst verteilt werden pharma, ärtzte und versicherungen weniger dafür mehr für pflege, wäre rechnerisch ganz einfach. Nur werden das die lobbyesten und ihre politiker in bern niemals zulassen. Aber sie haben ja leute wie dich, also müssen sie auch keine angst haben dass ihre margen sinken!
  • Reason or Rhyme 21.03.2020 15:11
    Highlight Highlight Es standen 20Personen vor unserem Gebäude und haben applaudiert, als ich zum Fenster ging, haben sie noch stärker applaudiert. Es war ein wahnsinnig berührender Moment und für uns Pflegende ein sehr dankbares Zeichen.
    Wir in den Alterszentren oder Spitäler, haben sonst schon zu Genüge einen Mangel, zu viele Stunden, zu viel Stress und psychische Belastung die viele andere Menschen nicht aushalten würden.
    Ich finde es schön dass wir so gewürdigt werden, aber denkt daran auch noch nach dem Virus.
    Es ist immer hart und ein Knochenjob der sehr stark die Psyche beansprucht.
  • Alnothur 21.03.2020 14:40
    Highlight Highlight "Je sozialer der Beruf, desto asozialer die Bezahlung."
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 21.03.2020 18:54
      Highlight Highlight Kann man nicht generell so sagen...ich habe mein Leben lang in sozialen Berufen gearbeitet und meist gut verdient
    • Caprice-Soleil 22.03.2020 11:08
      Highlight Highlight Bin ich anderer Meinung:
      Psychologen und Psychotherapeuten wie auch Sozialarbeiter verdienen echt genug zum Leben;-)
    • karl_e 22.03.2020 11:26
      Highlight Highlight na sagen wir jetzt einfach mal, das hängt von der Art des sozialen Berufs ab.
  • Inflatio 21.03.2020 12:55
    Highlight Highlight Danke für den Applaus für uns Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal und alle anderen die in den Spitältern im Moment Höchstleistungen vollbringen.

    Die aktuellen Bedinungen könntet ihr alle zusammen verbessern, wenn ihr nicht um 12:30 auf dem Balkon klatscht und 30 Minuten später mit euren 11 Virenschleudern, Mamis und Papis auf dem Spielplatz spielen geht.

    Gestern live miterlebt im Heuried.

    Für eucht hat es dann einfach keinen Platz mehr auf der IPS.

    KAPIERT DAS ENDLICH.
  • MartinArnold 21.03.2020 12:30
    Highlight Highlight In einer solchen Krise zeigt sich wer was für das Wohlergehen der Gesellschaft leistet!
    Menschen im Gesundheitswesen, in der Grundversorgung arbeiten über ihre Grenzen, und das teilweise noch zu einem Lohn der kaum überleben lässt. Und die Monopoly Spieler der Börse tauchen ab.....
    Fahren die Weltwirtschaft an die Wand....
    • Olle Hexe 22.03.2020 09:59
      Highlight Highlight Man sollte aufpassen Menschen als schlechter hinzustellen, nur weil sie bei einer Bank oder Versicherung arbeiten. Die Wirtschaft ist auch wichtig, sonst können wir keine so teuren Beatmungsgeräte zahlen, keine Forschung finanzieren und wir hätten auch keine 40 Mrd als Soforthilfe! Es braucht alle in der Gesellschaft! Auch Anwälte, Ingenieure, KV Leute sind wichtig! Man sollte aber soziale Berufe endlich nicht mehr als weiche und "weibische" Berufe einstufen. Die Idee, dass diese Arbeiten bei Frauen "naturgegeben" sind und sie daher auch für Gottes Lohn arbeiten, sollte einfach verschwinden!
  • Lululuichmagäpfelmehralsdu 21.03.2020 12:21
    Highlight Highlight 🤗
    Benutzer Bild
    • cdrom 21.03.2020 14:07
      Highlight Highlight Ganz einfach weil die Finanzindustrie mehr Geld hat.
      Wer zahlt befiehlt.
      Geld beherrscht die Welt.
      Wer hat dem wird gegeben.


      Es war schon immer so und wird auch so bleiben - leider.

      Aber was solls wir leben - noch immer in einer der besten Regionen.
    • Olle Hexe 22.03.2020 10:27
      Highlight Highlight Die Börsenmakler sind auch "systemrelevant".
      Die Autoindustrie baut Krankenwagen und Feuerwehrautos. Die Rückversicherungen zahlen nun Geld für den Schaden der kleinen. Die Banken müssen günstige Kredite geben, damit vor allem KMUs über die Runden kommen. Wir würden laut jammern, wenn plötzlich kein Geld mehr aus dem Bankautomat käme und wenn unsere PKs Verluste schrieben. Hört mal auf Berufe schlecht zu reden. Das ist genau gleich erbärmlich wie das Gefühl Care-Arbeit sei weiche Frauenarbeit. Diese ganze Berufshetze ist völlig kontraproduktiv.
    • Lululuichmagäpfelmehralsdu 22.03.2020 18:50
      Highlight Highlight Ich wollte nicht hetzen. Wirklich nicht. Aber es es doch trozdem ein schönes Sprüchli.
  • HugoBalls 21.03.2020 11:49
    Highlight Highlight Wetten, wenn alles vorbei ist gebe ich den Leuten zwei Wochen und alles ist wieder vergessen - Leider....
  • Val Boralis 21.03.2020 11:27
    Highlight Highlight In Zuchwil (Solothurn) hat leider niemand geklatscht für uns im Pflegeheim. Für manche ists wohl selbstverständlich..
    • Thorium 21.03.2020 14:14
      Highlight Highlight Hier kommt ein Applaus von mir

      👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏👏
    • Lululuichmagäpfelmehralsdu 23.03.2020 06:50
      Highlight Highlight ...und mir auch 👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽👏🏽
  • Glenn Quagmire 21.03.2020 10:50
    Highlight Highlight Viele schlechtbezahlte Jobs retten uns momentan den Ar***. Aber geldgeile Scharlatane wie der Ex CS Boss bekommen die Tausender in den Hintern geblasen.
    • cdrom 21.03.2020 14:11
      Highlight Highlight Hallo! Das ist Schweigegeld. 🙊
  • FrancoL 21.03.2020 10:32
    Highlight Highlight Eigentlich sind es keine Probleme, sondern politische Spielbälle, denn schon seit Jahren wissen wie was Sache ist und schon seit Bewirtschaftet die Politik die Probleme rund um das Gesundheitswesen. Dass die Politik dies so einfach tun kann ist aber weitgehend das Problem der Wähler und Wählerinnen, die offensichtlich dieses Problem gerne Kleinreden, wenn es denn um das Unterstützen geht.
    • Fairness 21.03.2020 10:46
      Highlight Highlight Nur kann man eigentlich kaum jemanden wählen, weil von links bis rechts oft der gesunde Menschenverstand verloren gegangen ist.
    • FrancoL 21.03.2020 11:01
      Highlight Highlight Würde ich so nicht sagen, es gibt genügend gute Politiker in den hinteren Listenplätzen die man wählen könnte und es wäre bereits ein guter Schritt sein, wenn man auf Gemeindeebene einmal anfängt den guten Politikern eine Startbasis zu bieten.
      Das Problem ist, dass alles was das Gesundheitswesen betrifft etwas kostet und dass Mandanten eben keine Krone gewinnen, wenn man das ehrlich kommuniziert. Das dies so ist ist nicht einmal der Fehler der Politiker sondern der Bürger, die eben schnell einen Corona-Virus vergessen und dann nur die breit verbreitete Gier agiert.
    • FrancoL 21.03.2020 11:04
      Highlight Highlight Vor Jahren hat mich eine Aussage eines Arztes getroffen, als er (FDP-Politiker) zwar festhielt dass es mehr finanzielle Mittel brauche, es auch klar sei, dass die KK nicht weiter belastet werden können und somit der Staat über die Steuern eingreifen müsse.
      Lapidarisch stelle er fest, dass er dies nicht so ehrlich kommunizieren dürfe, wenn er weiter in der FDP und im Kantonsrat sitzen wolle, denn Ausgaben seien ja die Domäne der Linken, wer da Hand biete, sei schnell weg vom Fenster.
    Weitere Antworten anzeigen
  • insert_brain_here 21.03.2020 10:27
    Highlight Highlight Leider hat der durchschnittliche Wähler das Erinnerungsvermögen einer Stubenfliege. Selbst wenn er jetzt merkt wie wichtig Dinge wie ein solides Gesundheitssystem, Arbeitnehmerrechte, Solidarität ganz im allgemeinen sind, nächstes Jahr wählt er wieder bürgerlich, weil Steuern und Neid
    • blueberry muffin 21.03.2020 11:36
      Highlight Highlight Darauf hofft zumindest die SVP. Ausser alles geht so aus dem Ruder, das auch naechstes Jahr noch alles kacke aussieht.
    • Ueli der Knecht 21.03.2020 12:45
      Highlight Highlight Die Stubenfliegen holen sich ihre evolutionsbiologischen Überlebensvorteil nicht mit ihrem Hirn oder mit irgendwelcher Vernunft, sondern schlicht mit frischfröhlicher Vermehrung und ihrer zahlenmässigen Überlegenheit.
    • cdrom 21.03.2020 14:01
      Highlight Highlight Das aufnahmevermögen der breiten Masse ist beschränkt, das Verständnis klein und das Vergessen gross.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schniggeding 21.03.2020 10:23
    Highlight Highlight Jetzt könnten ja mal der Herr Spitaldirektor, der Qualitätsmanager, der Unternehmensentwickler und der Projektmanager den Pflegenden tatkräftig helfen gehen.
    Das wäre mal eine Solidaritätsbekundung.
    • Ueli der Knecht 21.03.2020 12:54
      Highlight Highlight Besser nicht solches unqualifiziertes (aber überbezahltes) Personal für diese verantwortungsvollen Arbeiten einsetzen, Schiggeding.
    • Lami23 21.03.2020 14:31
      Highlight Highlight Ja klar, kann ja auch jeder, so was. Und genau da beginnt eben das Problem. Ich habe nicht das Gefühl, dass Pflegende als Berufsgruppe zu wenig wertgeschätzt werden. Aber als gut (6 Jahre!) ausgebildetes Fachpersonal allemal.
    • PaLve! 22.03.2020 10:28
      Highlight Highlight Wieso denkst du, dass Berufsgruppen die keine Ausbildung in der Pflege gemacht haben, das einfach so können?
  • Di La 21.03.2020 10:22
    Highlight Highlight Seit Jahren machen uns Skandinavien vor wie ein fortschrittliches Gesundheitssystem (Bildungssystem etc) funktionieren könnte.
    Könnte man sich gut als Anhaltspunkt nehmen und sich mal bei unseren Mitländern informieren sich an einen runden Tisch setzten.
    Krisen sind Chancen!!
    • Nony 21.03.2020 13:59
      Highlight Highlight Haben Sie schon mal in Schweden versucht, einen Arzttermin zu bekommen? In ein Spital zu kommen? Überhaupt irgendjemanden zu finden, der sich bei einem gesundheitlichen Problem einigermassen professionell mit Ihnen auseinandersetzt? Wahrscheinlich nicht, sonst würden Sie nicht so einen Unfug schreiben.
    • virus.exe 21.03.2020 14:38
      Highlight Highlight @ Di La: du musstest wohl noch nie ins Spital oder zum Arzt in Skandinavien.
    • Di La 21.03.2020 15:29
      Highlight Highlight Nein musste ich tatsächlich nicht. Das ist dann wohl die Erklärung weshalb eine Pflegefachkraft (Mein Beruf) in Schweden für eine bedeutend weniger grosse Anzahl Patienten zuständig ist:) Aber dann sieht man wohl , dass es allgemein deutlich mehr Qualität im Gesundheitswesen benötigt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • VileCoyote 21.03.2020 10:21
    Highlight Highlight Die Diskusion Unterbewertete und Überbewertete Berufe/Jobs/Tätigkeiten kann nun beginnen.
    Ich hoffe wir erinnern uns dann beim Auswählen der Parteien wenn dann wahlen sind.
  • sowhat 21.03.2020 10:19
    Highlight Highlight Ja auch, wenn manche denken, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt dafür ist. Ich finde er war nie besser.
    Es ist wichtig die Bedingungen in den Pflegeberufen massiv zu verbessern.
    • bokl 21.03.2020 11:05
      Highlight Highlight Und für Reinigungspersonal, Verkaufspersonale, Kuriere, und, und, und...

      Oder einfach mehr Geld für Arbeit und weniger für Verantwortung / Wertschöpfung.
    • Ueli der Knecht 21.03.2020 12:58
      Highlight Highlight Das Bedingungslose Grundeinkommen kann diese Sklaverei abschaffen.

      Denn wenn niemand mehr zum Überleben arbeiten muss, dann werden die Leute diese essentiellen Jobs nur noch machen, wenn sie dafür auch anständig und fair entlöhnt werden.
    • Ribosom 21.03.2020 15:34
      Highlight Highlight @bokl
      Ich will niemanden zu nahe treten. Aber man kann nicht Reinigungs- und Verkaufspersonal mit Pfleger vergleichen. Zum Putzen brauche ich keine Ausbildung und muss nicht einmal eine Landessprache sprechen. Zum Pflegen aber schon.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Miikee 21.03.2020 10:19
    Highlight Highlight Vom Klatschen können sie sich nichts kaufen!

    Das Pflege Personal wird vernachlässig und ausgebeutet. Für diesen Lohn würde ich morgens nicht mal aus dem Bett steigen.

    Meine Mutter, MPA, verdient nach über 30 Jahren im Dienst so viel wie ich nach der Lehre beim ersten Arbeitgeber verdient habe. Es ist beschämend und eine absolute Frechheit.
    • Lami23 21.03.2020 14:33
      Highlight Highlight 8000? Wo? Mit welcher Qualifikation? Eine diplomierte Pflegefachfrau verdient im Kanton Zürich meistens zwischen 5500 und 6300. IPS Pflegende zwischen 6400 und 7300. FaGe verdienen soviel ich weiss so um die 4400.
    • Lami23 21.03.2020 16:32
      Highlight Highlight Ich habe nie behauptet dass der Lohn schlecht ist. Ich will nur sagen, dass ist nicht die Norm.
    • Olle Hexe 22.03.2020 10:15
      Highlight Highlight @Lami23 Ich kann aus sicherer Quelle auch sagen, dass Pflegepersonal in der Psychiatrie an meinem Heimatort zwischen 7500-8500.- verdienen (ein Familienmitglied gehört dort zum Kader, deshalb kenne ich diese Löhne). Also ein sehr anständiger Lohn für eine sehr schwierige Arbeit. Schlecht bezahlt sind aber Betreuerinnen, also jene, welche die FaBe Lehre gemacht haben. Dieser Lohn sollte endlich angehoben werden. In Behindertenheimen kommt es vor, dass diese Leute nicht mal 4000.- verdienen auf 100%. Das ist eine Katastrophe!
  • Zorulu 21.03.2020 10:17
    Highlight Highlight Es ist ja toll, dass die Pflege endlich ihre verdiente Wertschätzung bekommt. Doch sobald dieses Virus wieder verschwunden ist, wird sie wieder in die typische "Aha, also putzisch de ganz Tag nur Füdli"-Schublade gesteckt.
    Da es bestimmt nicht zu langfristigen Lohnerhöhungen kommen wird, wäre eine anhaltende Wertschätzung für den Pflegeberuf sehr schön!
  • Evan 21.03.2020 10:10
    Highlight Highlight Definitiv. Krankenkasse und Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen, beides Probleme, die wir nun endlich lösen müssen.
    • cdrom 21.03.2020 14:02
      Highlight Highlight Wer ist wir? 😃
  • Ich frage nur für einen Freund! 21.03.2020 10:05
    Highlight Highlight Für mich stellt sich die folgende Frage:
    Warum akzeptieren wir als Gesellschaft, dass Menschen, die zu unserem Geld schauen, z.T. exorbitante Saläre und Boni kassieren, und Menschen, die unsere Kinder, unsere Betagten, kranken und vulnerablen Menschen pflegen und betreuen halt einfach nicht! Es handelt sich hier nicht um ein physikalisches Naturgesetzt, sondern ist haus-, und menschgemacht.
    Ich hoffe doch sehr, dass alle, die gestern fleissig geklatscht haben, auch bereit sind, die Löhne dieser Menschen nach oben zu korrigieren. Weil mit Klatschen alleine kann keine Miete bezahlt werden.
    • sowhat 21.03.2020 11:38
      Highlight Highlight Ein Blickwinkel den sich lohnt zu prüfen. Auch wenn gar vereinfacht, so ist doch wahrscheinlich gerade diese Vereinfachung gut, um mal Grunsätzliches zu reflektieren.
    • Sam Regarde 21.03.2020 13:34
      Highlight Highlight Das ist auf den Punkt gebracht.
    • cdrom 21.03.2020 14:00
      Highlight Highlight Dies liegt an der für und von der globalen Finanzindustrie regulierten Märkte.
      Und die Schweizer machens nach. Warum soll die Schweiz auch Leute fürs Gesundheitswesen ausbilden wenn das Personal viel billiger importiert werden kann? Darunter leiden die Löhne und die Länder welche das Gesundheitspersonal ausbildet.

      Und nein, ich bin nicht für die SVP, weil das sind genau diejenigen welche jammern die Löhne seien zu hoch.
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  • suzukiii 21.03.2020 10:04
    Highlight Highlight 1'500 Tote jedes Jahr

    Oft genug kann die Grippe tödlich enden: 44'000 Menschen sterben laut WHO in Europa jedes Jahr an den Folgen. Allein in der Schweiz gibt es im Durchschnitt jedes Jahr 1'500 Grippetote.
    • Fairness 21.03.2020 10:55
      Highlight Highlight Das Coronavirus schafft in etwa das Zehnfache! Bitte Hirn einschalten. Geht natürlich nur, wenn überhaupt eines da ist.!
    • VileCoyote 21.03.2020 11:25
      Highlight Highlight Verharmlosen mag vielleicht beruhigend sein... Aber es macht deswegen nicht besser
    • blueberry muffin 21.03.2020 11:38
      Highlight Highlight Ja, und die WHO schaetzt das 60 Millionen an Korona sterben werden.

      Denkst du etwa all die Aerzte und Krankenpfleger arbeiten ueberstunden nur um dich zu verarschen? Du bist ja auch nicht mehr ganz 100.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Saimen83 21.03.2020 10:01
    Highlight Highlight Danke für dieses Interview. Es ist in der Tat so. Anerkennung und Klatscherei für Pflegende gut und recht, aber wo wir dieses Berufsfeld wirklich unterstützen müssen, ist im Arbeitskampf nach besseren Arbeitsbedingungen (bspw. Lohn, Gefahrenzulagen) und mehr Personal.
  • Antichrist 21.03.2020 09:59
    Highlight Highlight Ist jetzt wirklich die Zeit, um Arbeitspolitik zu betreiben? Für Pandemien oder andere aussergewöhnliche Ereignisse kann man sich nur im Milizsystem vorbereiten, wie es auch die Armee macht. In Zukunft sollte man viel mehr auf die erste Hilfe und Pflege im Militär fokussieren. Heute sind die Sanis im Militär die Lachnummern. Im Ernstfall sind es aber diejenigen, die am meisten zu tun haben werden und von denen es zu wenige gibt.
    • Amboss 21.03.2020 11:31
      Highlight Highlight Naja, dass du Sanitätssoldaten im Militär irgendwie mit ausgebildetem Pflegepersonal gleichsetzt, zeigt wohl alles...
    • sowhat 21.03.2020 11:42
      Highlight Highlight @ Antichrist, wann wenn nicht jetzt ist der Moment, die Lohnpolitik zu diskutieren?
      Dass die Sanis im Militär künftig nicht mehr die Lachnummer sind, soll mMn gleichzeitig angegangen werden.
  • manolo 21.03.2020 09:55
    Highlight Highlight Recht hat Sie!
  • MasterPain 21.03.2020 09:54
    Highlight Highlight Echt? Applaudieren reicht nicht?!

    Fuck!

    🙄
  • c-bra 21.03.2020 09:47
    Highlight Highlight Gedankenspiel:

    Hätten wir schon die oft geforderte Dienstpflicht für alle Schweizerinnen (!) und Schweizer, wäre es jetzt möglich neben dem Militär auch x-tausende junge Frauen und Männer auf zu bieten, die die Grundlegenden Ausbildungen in der Pflege beherrschen und sofort eingesetzt werden könnten. Viele davon wären zurzeit vermutlich sowiso nicht am arbeiten, da die Wirtschaft teilweise still steht. Die Arbeitgeber wären sogar froh darum, denn so wäre der trotzdem zu zahlende Lohn über die EO Erwerbsersatz geregelt.
    • ralck 21.03.2020 10:33
      Highlight Highlight man kann sich auch einfach freiwillig melden. die spitäler sind auch froh über administrative hilfe etc. im stundenlohn.

      aber wer will schon unterbezahlt arbeiten und menschen in not helfen...
    • Panna cotta 21.03.2020 10:34
      Highlight Highlight Hätten wir schon lange die Pflicht eingeführt, Medizin zu studieren, hätten wir jetzt genügend Mediziner. 🤦🏻‍♂
    • Amboss 21.03.2020 11:38
      Highlight Highlight @c-bra: Eure gut gemeinten Ideen zeigen wohl genai die Problematik auf. Unwissenheit über das, was das Pflegepersonal effektiv leistet, welches Wissen, welche Kenntnisse da erforderlich sind.
      Ich denke, solche Leute, könnten das Pflegepersonal höchstes minimal entlasten.
      Letztlich sind eure Vorschläge nur dazu gut, die Diskussion über die Problematik des Pflegepersonals nicht führen zu müssen...
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