Schweiz
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2018 gab es in der Schweiz 4 Prozent mehr Scheidungen als im Jahr davor. Wenn das so weiter geht, dann werden schliesslich zwei von fünf Ehen scheitern, hat das Bundesamt für Statistik (BFS) errechnet. (Symbolbild)

Bereits vor der Hochzeit kann einiges geregelt werden, damit es bei der Scheidung nicht zu Uneinigkeiten kommt. Bild: DPA dpa

Interview

Du willst heiraten? Dann sprich am besten zuerst über die Scheidung

Fast die Hälfte der Schweizer Ehen gehen in die Brüche. Danach folgt oft ein langwieriger Rechtsstreit. Das muss nicht sein, sagt Familienrechtsanwältin und Mediatorin Nicole Kopp. Sie rät, bereits vor der Heirat über die Scheidung zu sprechen.



Im Vergleich zum Vorjahr haben die Scheidungen im vergangenen Jahr wieder zugenommen. 16'542 Paare liessen sich 2018 scheiden – fast jede zweite Ehe ging in die Brüche. Was folgt, sind oftmals jahrelange Rechtsstreitigkeiten über die Kinderbetreuung und das gemeinsame Vermögen. Wie sich das vermeiden liesse und warum es sich für verlobte Paare lohnen würde, bereits vor der Hochzeit über die Scheidung zu sprechen, erklärt Nicole Kopp, Rechtsanwältin und Familienmediatorin, im Interview.

Frau Kopp, gibt es die ideale Scheidung?
Nicole Kopp: (lacht) Das Wort «ideal» ist im Zusammenhang mit der Scheidung ein schwieriger Ausdruck. Ich glaube aber, dass Paare den Scheidungsprozess besser oder weniger optimal gestalten können. Wichtig ist, dass sie einvernehmliche Lösungen erarbeiten können, welche auch längerfristig tragfähig sind.

«Wenn das Gericht über eine Scheidung entschieden hat, ist das Ergebnis meist eine Lose-Lose-Situation.»

Was ist denn Ihre Aufgabe als Mediatorin?
Ich begleite die Paare dabei, ihre eigene Scheidungsvereinbarung inhaltlich zu gestalten. Denn die Gesetzgebung lässt ihnen viel Freiraum, für sie passende Lösungen zu finden. Im Anschluss daran erstelle ich die Scheidungsvereinbarung, welche die Paare beim Gericht einreichen können. Sie werden dann vom Richter zu einer Anhörung eingeladen, welche ein persönliches Gespräch und keine Gerichtsverhandlung ist.

Nicole Kopp Familien Dialog Rechtsberatung Mediation Coaching © Margherita Delussu Fotografie

Die Rechtsanwältin und Familienmediatorin Nicole Kopp empfiehlt, bereits vor der Hochzeit über die Scheidung zu reden. bild: zvg

Zur Person

Nicole Kopp war zehn Jahre als Prozessanwältin mit Schwerpunkt Familienrecht tätig. Nach einer Mediationsausbildung hat sie sich auf einvernehmliche Lösungen fokussiert. Unter dem Label «Familiendialog» erarbeitet Nicole Kopp mit Paaren rechtskonforme Scheidungsvereinbarungen, begleitet Familien in Konflikten und ist als (Paar-)Coach tätig. Sie betreibt die Website familiendialog.ch.

Was wird mit einer Mediation verhindert?
Ein Scheidungsanwalt hat mir kürzlich gesagt: Wenn das Gericht über eine Scheidung entschieden hat, ist das Ergebnis meist eine Lose-Lose-Situation. Beide Ehepartner haben das Gefühl, sie hätten verloren und dem anderen sei es besser ergangen. Wird in einer einvernehmlichen Scheidungsvereinbarung alles geregelt, sind die Parteien mit dem Inhalt meist wesentlich zufriedener, da sie selbst dafür verantwortlich sind. Dementsprechend klappt die Umsetzung auch wesentlich besser. Verhindert werden jahrelange Auseinandersetzungen, häufig auf Kosten der Kinder, und deren finanzielle Folgen.

«Es ist immer noch ein grosses Tabu, dass Paare vor der Hochzeit über eine Scheidung sprechen und sich über die Scheidungsfolgen informieren.»

Klingt alles sehr einfach, doch in der Realität ist das Ehepaar oftmals zerstritten und weniger verhandlungsfähig.
Grundsätzlich kommen Paare zu mir, die eine gemeinsame Lösung anstreben. Einige sind dennoch sehr zerstritten, die Kommunikation ist oft schwierig, teilweise sind Einzelgespräche erforderlich. Es kommt auch vor, dass eine Person bereits sachlich diskutieren kann, während die andere noch sehr mit ihren Emotionen kämpft. In diesen Situationen erarbeite ich mit dem Paar die allernötigsten Regelungen und gebe ihnen nochmals zwei bis drei Monate Zeit. Damit eine Mediation gelingen kann, müssen beide Parteien in der Lage sein, sachlich zu diskutieren. Meistens gelingt ihnen dies nach einer gewissen Weile besser.

ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Frau zereisst ihr Hochzeitsfoto, aufgenommen in Frankfurt (Oder) am 06.10.2011 (Symbolbild zum Thema Scheidung). (zu dpa «Emden bleibt Scheidungshochburg» vom 18.10.2017) (KEYSTONE/DPA/Patrick Pleul)

Jede zweite Ehe in der Schweiz geht in die Brüche. Bild: DPA-Zentralbild

Wäre es nicht sinnvoller, eine solche Vereinbarung bereits vor der Eheschliessung zu schreiben?
Vereinbarungen, welche vor der Ehe geschlossen werden und den Unterhalt respektive die Kinderbetreuung betreffen, sind rechtlich nicht verbindlich. Es besteht die Möglichkeit, einen Ehevertrag abzuschliessen. Darin können jedoch lediglich vermögensrechtliche Belange geregelt werden. Dies kann in vermögenden Verhältnissen durchaus sinnvoll sein.

«Bei jedem anderen Vertrag liest man das Kleingedruckte und will bereits beim Unterschreiben wissen, was passiert, wenn der Vertrag aufgelöst wird.»

Haben Ihre Klienten bereits bei der Eheschliessung für die Scheidung vorgesorgt?
Die wenigsten. Das finde ich erstaunlich, bei jedem anderen Vertrag liest man das Kleingedruckte und will bereits beim Unterschreiben wissen, was passiert, wenn der Vertrag aufgelöst wird. Ich stelle immer wieder fest, wie wenig die Leute informiert sind. Es ist immer noch ein grosses Tabu, dass Paare vor der Hochzeit über eine Scheidung sprechen und sich über die Scheidungsfolgen informieren.

Das ist verständlich, die Scheidung ist auch kein romantisches Thema.
Das sehe ich auch so. Aber in der Realität sieht es so aus, dass die Scheidungsrate aktuell bei rund 40 Prozent liegt und leicht steigend ist. Es trifft praktisch jedes zweite Paar. Deshalb ist es für mich schwer nachvollziehbar, dass gewisse Dinge nicht im Vorfeld diskutiert und entsprechende Entscheidungen für die Ehe getroffen werden. Ich bin überzeugt, dass dies vieles erleichtern könnte. Wenn ich meinen Klienten die Scheidungsfolgen bei einem gerichtlichen Urteil erkläre, sind sie oftmals erstmals erschrocken.

Was erschreckt sie?
Frauen wissen oft nicht, ob und wie lange sie einen Unterhalt beanspruchen dürfen und haben Existenzängste. Männer hingegen haben meist Angst, ihre Kinder nun nur noch jedes zweite Wochenende betreuen zu dürfen. Auch sie haben häufig Existenzangst. Bessere Information könnte diese Ängste lindern und allenfalls auch Entscheidungen während der Ehe beeinflussen. So zum Beispiel, ob eine Frau auch während der Ehe berufstätig sein möchte oder der Mann einen Teil der Kinderbetreuung übernimmt.

«Kinder leiden unter einer Scheidung. Oft werden sie von den Eltern instrumentalisiert und das ist ein No-Go.»

Sie sprechen die Kinderbetreuung an. Viele Männer fühlen sich diesbezüglich benachteiligt.
Das ist tatsächlich ein Problem. Wenn sich die Eltern nicht einig sind, entscheidet das Gericht in der Regel, dass die Väter die Kinder jedes zweite Wochenende und während zwei bis drei Wochen in den Ferien betreuen, sofern sie nicht bereits während der Ehe die Kinder mehr betreut haben. Gerade deshalb ist es wichtig, dass sich die Eltern auf eine Kinderbetreuung einigen, die für beide stimmt. Ich rate den Müttern oft, den Vätern und den Kindern gegenüber grosszügig zu sein und eine ausgedehnte Betreuung zu ermöglichen. Dies kann die mehrheitlich alleinerziehende Mutter entlasten.

Bild

Frauen sollen bei der Scheidung grosszügiger mit der Kinderbetreuung durch die Väter sein. bild: shutterstock.com

Was ist der beste Umgang mit den Kindern in einem Scheidungsprozess?
Kinder leiden unter einer Scheidung. Oft werden sie von den Eltern instrumentalisiert und das ist ein No-Go. Wichtig ist, dass die Eltern den Kindern als Einheit gegenübertreten und den Kindern gewisse Dinge gemeinsam erklären. Oft machen die Eltern einander bei den Kindern schlecht und laden ihre Wut und ihren Frust bei den Kindern ab. Dies belastet die Kinder sehr und sollte nicht passieren.

Kann man sich diesen Stress nicht einfach sparen, indem man gar nicht erst eine Ehe zusammen eingeht?
Das war die Antwort meines Partners, nachdem ich ihm von dem geplanten Interview erzählt hatte (lacht). Im Ernst: Natürlich können Paare heutzutage auch ohne Trauschein zusammenleben, auch ich lebe in einer «wilden Ehe». Wichtig ist es meiner Meinung nach, die Unterschiede zu kennen, insbesondere in Bezug auf das Vermögen und die Altersvorsorge. Viele meiner Klienten sind übrigens nicht verheiratet. Aber sobald gemeinsame Kinder da sind, stellen sich Fragen betreffend Unterhalt und Betreuung, ganz unabhängig davon, ob die Eltern verheiratet sind oder nicht.

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64Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Stachri 16.12.2019 08:52
    Highlight Highlight Und wer jetzt meint nicht zu heiraten schützt, der sei gewarnt! Seit zwei Jahren wird kein Unterschied mehr gemacht, ob verheiratet oder nichtverheiratet. Der Konkubinatspartner muss nicht mehr nur das Kind unterstützen, sondern auch die Exkonkubinatpartnerin. Der einzige Unterschied ist noch, dass die Pensionskasse nicht geteilt werden muss - aber da finden die Politikerinnen gewiss auch noch einen Weg. Gleichberechtigung gibt es nur, wenn beide etwa gleich viel verdienen und etwa das gleiche Arbeitspensum haben. Wenn Du aber plötzlich als Rabenvater angeschwärzt wirst hilft alles nichts...
  • In vino veritas 15.12.2019 13:47
    Highlight Highlight Bei der Scheidung bist du als Mann einfach der dumme Goldesel. Wenn es hoch kommt, darfst du die Kids alle zwei Wochen sehen. Und Papi ist sowieso böse, der neue Papi ist so viel besser. Und vor der Verhandlungen fällt Mami ein, das Papi ihr ganz schlimme Dinge angetan hat. Ausserdem kann Mami nicht arbeiten, weil... weil sie es einfach nicht kann. Ist halt so. So kann Papi den Drachen bis zur Rente finanzieren.

    So ist es meinen Chef ergangen. Mittlerweile hat er ein gutes Verhältnis zu seinen Söhnen in teenageralter. Aber das gemeinsame Glück inkl. Haus konnte sie zerstören.
    • Lilamanta 15.12.2019 19:11
      Highlight Highlight Lieber Möchtegern-Goldesel
      Wohl kaum wird dein Chef die Mutter seiner Kinder bis zur Rente finanzieren müssen. Weil erstens: der grösste Teil des Unterhalts ist für die durch ihn gezeugten Kinder. Zweitens: die Gerichte folgen- wenn sie restriktiv sind- der 10/16 Regel. 50% arbeiten muss die Mutter, wenn das Kind 10 ist, 100%, wenn das Kind 16 ist. Danach muss nur noch für die Kinder aufgekommen werden. Und kann es sein, dass er schon die ganze Ehe lang der war, der das Geld heim brachte und nicht der, der die Kinder betreut hat? Ebä gäll...
    • Driver7 16.12.2019 00:15
      Highlight Highlight Lilamanta: Kann durchaus sein, wenn der Mann während der Kinderzeit Karriere machte, während die Frau Vollzeit Kinder betreute.. und dabei irgendwie den Anschluss an die Arbeitswelt verpasst hat.. das Gericht rechnet.. ok der Mann verdient jetzt 12'000.. die Frau könnte höchsten 3'000 wenn sie arbeiten geht.. das heisst.. er darf ihr 4'500 Ausgleich bis zur Rente abdrücken.. arbeiten muss sie da nicht mehr viel.
  • Lilamanta 15.12.2019 12:53
    Highlight Highlight Liebe Geschiedene, liebe Eltern
    Nicht der Vater, nicht die Mutter profitiert von der Scheidung.
    Finanziell ist die Scheidung für beide ein Desaster, wenn man Kinder hat. Man muss halt mit dem bisherigen Einkommen plötzlich 2 Haushalte finanzieren. Es gibt im Endeffekt immer zwei Haushalte, die sich bedeutend weniger leisten können als vorher.
    Es gibt auch immer mehr Belastung mit der Kinderbetreuung als vorher, denn der zweite Elternteil ist nicht mehr da, um rasch Mal mit dem einen Kind zu spielen wenn das andere gerade schreit. Es ist für alle ein Verlust!
  • Der Arbeiter 15.12.2019 12:05
    Highlight Highlight Als meine Ex-Frau mich mehrmals betrogen hat, zog ich aus. Wollte auch eine Vereinbarung. Doch ihr Neuer der bereits (inoffiziell) bei ihr wohnte hezte sie auf. 2 Gerichte halfen ihr mich auszunehmen. Trotz 2 Jobs habe ich weniger als vom Amt.......habe das letzte Mal vor 4 Monaten Fleisch gegessen.

    Sie leben von 2 Einkommen, nicht offiziell, während ich nichts habe und die Kinder kaum sehe. Kann ihnen nicht mal ein Geschenk kaifen. Der Neue ist ja der bessere Vater.

    Tja Männer, heiraten hat mein Leben für noch 10 Jahre ruiniert.......macht es nicht. Leider kann ich nichts machen
  • kebabverkaufer 14.12.2019 19:31
    Highlight Highlight viel besser: heiratet einfach nicht... man kann sich auch so ein leben lang lieben und kinder haben!
    • Moggerli 14.12.2019 20:38
      Highlight Highlight Und trotzdem braucht es eine Einigung. Gerade wenn Kinder im Spiel sind!
      Es geht ja nicht um die Ehe an und für sich, sondern um den getrennten Weg, der nun mal Konsequenzen mit sich bringt.
      Drum prüfe, wer sich ewig bindet...
      Emotionen sind gut und recht, aber ein bisschen Rationalität schadet nicht.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 14.12.2019 21:29
      Highlight Highlight Die Ehe ist ein eher praktischer Weg, sich gegenseitig abzusichern.

      Und das ist ja sinnvoll, wenn man eine gemeinsame Existenz planen will.

      Viele solche Dinge kann man auch unverheiratet vertraglich regeln, aber mit Blick auf das Vererben etc. ist die Ehe rechtlich manchmal eine nützliche "Vertragsform".

      Und genau als das sollte man die Ehe auch sehen. Als Vertrag, über den man sich vorher Gedanken macht.

      Das muss die Romantik ja nicht stören, sondern kann gegenseitiges Vertrauen auch fördern.
    • Sardegnasa 14.12.2019 22:55
      Highlight Highlight Und sich dann auch trennen...
      Fällt einfach nicht unter Scheidungsquote...
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 14.12.2019 19:26
    Highlight Highlight Man muss nicht über Scheidung sprechen, sondern die Werte die einem wichtig sind aufarbeiten, das Gegenüber kennen lernen und die Flexibilität der anderen Person zu ergründen versuchen. Das ist die Basis um dann abzuwägen, wie man selbst und das Gegenüber sich in"Notsituationen" sich verhält. Die Scheidung ist nur das Resultat von Aenderungen und Missverständnissen, die man nicht eingerechnet hat, weil man nichts hinterfragt hat. Sich kennen, sich aber auch vorstellen wie man auf Veränderungen reagiert ist die Basis um zusammen zu bleiben. Nicht nur das Schöne betrachten sondern auch die Last.
    • Grossmaul 14.12.2019 22:04
      Highlight Highlight Grau, mein Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens gold' ner Baum.
      Oder so ähnlich.
  • Hades69 14.12.2019 17:57
    Highlight Highlight Denkt man an den Plan B, hat man an Plan A nie richtig geglaubt. Ich hatte nie einen Plan B.
    • FrancoL 14.12.2019 19:28
      Highlight Highlight Mega schön gesagt, danke!
    • Mladjo86 14.12.2019 19:34
      Highlight Highlight Wie wahr. Top Antwort.
    • Uslandschwiizer 14.12.2019 21:17
      Highlight Highlight @Hades69: von welchem 'Weisheits-Kalender' ist der Spruch? ;-)
      Spass beiseite: warum haben wir eine Krankenkasse, Hausratsversicherung, Motorfahrzeugversicherung, etc etc? Nicht weil wir damit rechnen dass der Fall eintrifft, doch wir haben gerne Sicherheit, falls der Fall der Faelle eintrifft.
      Gleiches gilt fuer den Ehevertrag - macht man in Guten Zeiten, mit dem Gedanken dass man ihn nie braucht, aber besser schlaeft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mügäli 14.12.2019 16:49
    Highlight Highlight Ich hatte gerade gestern Abend ein Fest, wir feierten in unserem Haus ein Ehepaar welches 60 Jahre verheiratet ist. Ich habe sie gefragt, wie habt ihr das geschafft? Er antwortete: Respekt und Treue sind die Schlüssel. Auch hat er angemerkt, dass man das was man Aneinander hat schätzen sollte und zufrieden sein sollte. Ich beneide sie und ihn, die Vertrautheit, das Gemeinsame, die Verlässlichkeit, die Sicherheit, alles Dinge die heute leider keinen Wert mehr haben und das ist traurig ..
    • The Count 14.12.2019 18:22
      Highlight Highlight Doch, diese Dinge haben in unserer Beziehung bzw in meinem ganzen Leben einen sehr hohen Stellenwert. Unzuverlässige Menschen denen ich nicht 100% vertraue haben keinen Platz mehr in meinem Leben, die Zeit verbringe ich lieber mit guten Menschen. 🍀
  • reactor 14.12.2019 16:43
    Highlight Highlight Eine Scheidung läuft vermutlich so ab, wie eine Ehe geführt wird. Wenn in der Ehe nich kommuniziert wird, wie soll das dann bei einer Scheidung gehen. Unser Credo war, den Kids geht es nur gut, wenn es allen Beteiligten gut geht. So wurden wir dann auch geschieden. Und es geht allen gut.
  • wolge 14.12.2019 16:36
    Highlight Highlight Sehr weiser Ratschlag.

    Bestünde eine nahezu 50% Chance beim Überqueren einer Strasse zu Tode gefahren zu werden, würde sich wohl jeder ganz genau vergewissern und sich absichern, dass kein Auto kommt...

    Aber geheiratet wird mitunter meist ziemlich kopflos. Von der Gründung einer Familie schon gar nicht zu reden...

    Kein wunder gibt es so viele allein erziehende Sozialhilfeempfänger...
    • wolge 14.12.2019 17:30
      Highlight Highlight Sehr oft treiben wir es mit unserem Optimismus aber zu weit. Es gibt viele Situationen und Entscheidungen, bei denen wir sehr optimistisch sind, obwohl alle verfügbare Evidenz in eine andere Richtung deutet. Dieser übertriebene Optimismus wird als Optimismus-Bias beschrieben...

      https://medium.com/arscognitionis/der-planungs-fehlschluss-2fb2c81e8491
    • FrancoL 14.12.2019 19:30
      Highlight Highlight Ich glaube nicht dass dies Optimismus pur ist, sondern eher ein Überschätzen oder Verkennen der eigenen Person und das hat null und nichts mit Optimismus zu tun.
  • roger_dodger 14.12.2019 16:23
    Highlight Highlight Und dann kommt hinterher noch der Steuerschock. Als Mann kommt man dann in den Tarif für Alleinstehende und wenn man spät im Jahr getrennt hat kann man praktisch keine Alimente abziehen obwohl man vorher im Jahr auch schon den Unterhalt der Familie bestritten hat. Zu den Alimenten dazu hat man also im dümmsten Fall noch eine horrende Steuerrechnung. Und das Gericht rechnet einem dann auch noch wie in meinem Fall einen Steuerbetrag von ca. 1/3 dessen an was er tatsächlich ist (und zwar im folgenden Jahr wo die Steuern wieder niedriger sind).
    • The Count 14.12.2019 18:25
      Highlight Highlight Kenne ich nur zu gut. Die Blitzer haben schlicht keine Ahnung.
  • 7immi 14.12.2019 15:59
    Highlight Highlight Der wahre Skandal ist ja, dass Scheidung sexistisch ist. Bei Männern müsste sie Penisung heissen. Ein einem seriösen Fachartikel eines Qualitätsmediums ist hierzu kürzlich ein sehr ernst zu nehmender Artikel erschienen...

    https://www.der-postillon.com/2019/12/maennerrechte.html?fbclid=IwAR06JsGGqe5ZCV2RXlBtOZxLitj-fZxX1bvygiSUQTQiFdiyrfdHKsqdjbY
    • The Count 14.12.2019 18:26
      Highlight Highlight Mehr als die Hälfte versteht keine Satire. Arme Menschen...
    • bärn 14.12.2019 19:02
      Highlight Highlight Haha... Mal wieder einer.... Ich liebe postillon 🤣🤣
    • Grossmaul 14.12.2019 22:07
      Highlight Highlight 82 Blitzer? 😂😂😂😂 Das ist Gold!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madison Pierce 14.12.2019 15:53
    Highlight Highlight Wenn ich den Eindruck gehabt hätte, meine Ehe würde nicht halten, hätte ich nicht geheiratet. Deshalb hätte ich mir vor der Ehe keine ernsthaften Gedanken zu einer allfälligen Scheidung machen können.

    Ich glaube kaum ein Paar rechnet damit, dass sie sich mal scheiden lassen. Solche Gedanken, so vernünftig sie auch sein mögen, nehmen viel Romantik weg.
    • nur Ich 14.12.2019 17:55
      Highlight Highlight Naja, man kann das so empfinden. Ich finde allerdings, dass es der Romantik nicht schadet. Im Gegenteil, wenn man sich der Risiken bewusst ist und sich trotzdem für die Ehe entscheidet, ist das doch ein klares Bekenntnis zur Romantik.
      Ich habe mit meinem Mann vor der Ehe jedenfalls die Scheidung besprochen. Klar heiratet keiner, wenn er nicht glaubt, dass die Ehe hält. Tatsache ist aber, dass tatsächlich viele Ehen in die Brüche gehen. Da ist es sicher nicht schlecht, sich den Fall mal zu überlegen solange man noch an einer guten Lösung für beide interessiert ist.
    • The Count 14.12.2019 18:23
      Highlight Highlight Menschen verändern sich, Madison. Darüber zu sprechen finde ich absolut legitim. Die Romantik sollte genug Platz haben nachdem man solche Dinge geklärt hat.
  • [Nickname] 14.12.2019 15:41
    Highlight Highlight Merkt euch eines Jungs in westlichen Ländern hast du als Mann den Kurzen gezogen im Familienrecht.

    Kleines Beispiel als eines von tausenden in der Schweiz, Adam Quadroni der Whistleblower im Engadinerbauskandal:

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    Das Wort seiner Frau reichte, dass er in die Zwangspsychiatrie gesteckt wird und sie ihm seine Kinder verweigert. Einer der Gründe weshalb die Suizidrate der Männer im Westen so hoch ist. Eine Frau kann machen was sie will. Vor allem wenn du dann noch Kinder hast, musst du wirklich eine starke Seele haben und das zu überstehen.
    • Migula 14.12.2019 16:10
      Highlight Highlight Leider leider eine sehr einseitige Sichtweise, man könnte Tonnenweise Beispiele finden in dennen ein Mann seiner Frau mindestens genau so geschadet hat. Oder bei dem die Frau die klare Verliererin ist... Scheidungen schaden meistens beiden Parteiein und vielleicht sollte man halt im Voraus gewisse Punkte klären...
    • Krise 14.12.2019 16:29
      Highlight Highlight 🙄 und Männer sind natürlich alle immer für ihre Kinder da, würden sich nie aus dem Staub machen oder sich trotz Vertrag nicht an die Besuchszeiten halten. Glaub mir, es müssen mehr Frauen dir Tränen ihrer Kinder trocknen als es Frauen gibt die die Kinder aus Böswilligkeit vom Vater fern halten. Auch wenn letztere existieren und einfach nur armselig ist was sie tun.
    • Mügäli 14.12.2019 16:54
      Highlight Highlight @Nickname - ja die Frau ist so böse .. besser Sie entscheiden sich für ein Leben ohne Frau bei dieser Einstellung ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • dä dingsbums 14.12.2019 15:17
    Highlight Highlight Man kann nicht im Jahr 2019 einfach die die Anzahl Eheschliessungen durch die Scheidungen teilen und dass dann die Scheidungsquote nennen.

    • Francis Begbie 15.12.2019 14:15
      Highlight Highlight Können tut man schon.

Philip Kovce: «Das Grundeinkommen ist eigentlich ein Grundrecht»

Im Sommer 2016 hat das Schweizer Stimmvolk dem Bedingungslosen Grundeinkommen eine Absage erteilt. Doch die Idee ist damit keineswegs gestorben. Sie sei aktueller denn je, sagt Philip Kovce, einer der Vordenker des Grundeinkommens.

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