DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Tessiner Regierungspräsident Gobbi will Steuer-Verhandlungen mit Italien auf Eis legen



Weitere Verhandlungen zwischen der Schweiz und Italien im Steuerbereich sind aus Sicht des Tessiner Regierungspräsidenten Norman Gobbi «überflüssig». Der Lega-Politiker spricht sich in einem Interview dafür aus, die Gespräche mit Rom abzubrechen.

Für die Tessiner Finanzdienstleister wäre der volle Zugang zum italienischen Markt wertvoll, erklärte Gobbi im Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Donnerstag. Darüber werde in den Verhandlungen mit Italien jedoch gar nicht gesprochen.

«Ohne diesen Marktzugang sind diese Verhandlungen überflüssig, zumal das Grenzgängerabkommen nicht dem entspricht, was die Tessiner Regierung erwartet hat.» Deshalb soll der Bund seiner Meinung nach die bilateralen Verhandlungen mit Italien im Steuerbereich auf Eis legen.

Das Grenzgängerabkommen war Ende August Thema einer Zusammenkunft zwischen der Tessiner Regierung und Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf. Die Verhandlungen mit Italien dazu befanden sich damals in der Schlussphase. Das Abkommen soll es für italienische Grenzgänger weniger attraktiv machen, im Tessin zu arbeiten.

Gobbi verteidigte im Interview aber auch die Schritte der Tessiner Regierung, die sich gegen Grenzgänger richten. Dazu gehört unter anderem, dass die Behörden von Grenzgängern einen Strafregisterauszug vorlegen müssen. Die kantonalen Behörden nützten jede Gelegenheit, die Schraube anzuziehen, sagte Gobbi.

Die Bundesbehörden hatten die Massnahme kritisiert, weil sie darin eine Verletzung des Personenfreizügigkeitsabkommens mit der EU sehen. Sie warnten zudem vor Konsequenzen Italiens. Gobbi sagte, er könne die Kritik nachvollziehen. «Aber das Problem ist, dass der Bundesrat alle guten Karten gespielt hat.» Jetzt halte die Delegation nichts mehr in der Hand. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

So würdest du heissen, wenn du heute auf die Welt kämest

Mia, Noah, Emma – diese Namen prägen die aktuellen Hitparaden. Hättest auch du einen solchen Trend-Namen getragen? Finde es jetzt heraus!

Welche Namen beliebt sind, ändert sich im Wandel der Zeit. Vielleicht bist du eine dieser Frauen, der vor dreissig Jahren der damals beliebteste Name «Sarah» vergeben wurde. Würdest du heute geboren werden und erneut den populärsten Namen erhalten, wärst du jetzt «Mia». Finde deinen heutigen Namen heraus!

Das sind 2019 die unter der Schweizer Bevölkerung am häufigsten vertretenen Namen:

Das Kleingedruckte: Deine Angaben werden von watson weder gespeichert noch weitergegeben. Erfasst werden nur die …

Artikel lesen
Link zum Artikel