Schweiz
Justiz

Kanton Thurgau baut zehn provisorische Haftzellen – wegen Überbelegung

Kanton Thurgau baut zehn provisorische Haftzellen – wegen Überbelegung

07.05.2026, 09:3607.05.2026, 09:36

Die Thurgauer Regierung hat den Auftrag für zehn provisorische Haftzellen im Kantonalgefängnis in Frauenfeld vergeben. Damit wird auf die auch in anderen Kantonen festgestellte Überbelegung reagiert.

Die Vergabesumme liege bei rund 1,2 Millionen Franken, heisst es in den Regierungsmitteilungen vom Donnerstag. Geplant sind zehn provisorische Haftzellen für die Untersuchungshaft. Sie sollen bis zur Realisierung des kantonalen Polizei- und Gefängniszentrums Thurgau betrieben werden.

Seit Januar 2023 gibt es im Thurgau eine anhaltende Überbelegung bei der Untersuchungs- und Sicherheitshaft des Kantonalgefängnisses. Deshalb musste das «Überbelegungskonzept» aktiviert werden.

Fertigzellen in Massivbauweise

Ursprünglich sei für den Ausbau des Gefängnisses ein Betrag von knapp 5 Millionen Franken eingestellt worden, der wegen der Dringlichkeit auf einem Vorprojekt basiert habe, erklärt der Regierungsrat. Der Grosse Rat habe dann bei der Budgetberatung die Mittel um eine Million Franken auf knapp 4 Millionen Franken reduziert.

Wegen der Sparmassnahmen, der gegebenen Sicherheitsanforderungen sowie der betrieblichen und baulichen Herausforderungen werde nun auf ein System «mit modularen Fertighaftzellen in Massivbauweise» gesetzt. Damit würden die Sicherheitsanforderungen erfüllt und die Bauzeit vor Ort könne möglichst kurz gehalten werden. (hkl/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Wie der rechte Flügel der SP nach Jositschs Rückzug ums Überleben ringt
Mit Daniel Jositschs Parteiaustritt verliert die SP-Reformplattform ihr Gesicht. Dennoch lehnte sie am Samstag die Auflösung ab – ermutigt von zwei prominenten Überraschungsgästen.
Als Daniel Jositsch im klimatisierten Sitzungssaal des Hotels Bern das Wort ergriff, versprühte er wenig Zuversicht. «Ich wünsche der Reformplattform weiterhin alles Gute», sagte der Zürcher Ständerat trocken. An der Mitgliederversammlung gab er das Präsidium des SP-nahen Vereins ab, der sozialliberale Positionen vertritt. Er will unter anderem die Abschaffung des Militärs aus dem Parteiprogramm streichen.
Zur Story