Schweiz
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epa03145685 Swiss couple Olivier David Och (L) and Daniela Widmer (R) wave upon their arrival at the airport in Islamabad, Pakistan, following their escape from Taliban militants, on 15 March 2012. The  Swiss tourist couple abducted from south-western Pakistan nine months ago have managed to escape from captivity, a Pakistan army spokesman said on 15 March. Olivier David Och, 31, and Daniela Widmer, 28, were kidnapped 01 July 2011 in the Loralai district of the south-western province of Balochistan while on their way back to Europe through Iran and Turkey after entering Pakistan from India on 28 June 2011.  EPA/T. MUGHAL

Olivier David Och und Daniela Widmer waren acht Monate in der Hand von Entführern.  Bild: EPA

Von Taliban entführter Berner Polizist bekommt kein Geld von der Versicherung



Der Berner Polizist, der 2011 mit seiner Partnerin in Nordpakistan von den Taliban entführt worden war, erhält zu Recht kein Versicherungsgeld für die Folgen seiner posttraumatischen Störung. Das Bundesgericht stützt damit einen Entscheid des Versicherungsgerichts Solothurn. Das Wagnis, das der Mann und seine Partnerin eingegangen seien, rechtfertige die Ablehnung aller Ansprüche, halten die Richter in ihrem Urteil fest.

Das Berner Paar hatte auf dem Heimweg von Indien mit einem VW-Bus den Norden Pakistans durchquert und dabei zum Teil auf eine bewaffnete Eskorte von paramilitärischen Verbänden verzichtet. Sie wurden entführt und konnten acht Monate später ihren Geiselnehmern entkommen.

EDA rät seit 2008 von Reisen nach Pakistan ab

Die Visana, bei welcher der Mann gegen Unfall versichert war, verweigerte dem Mann in der Folge Geldleistungen gemäss Unfallversicherungsgesetz. Die erste sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts stützt den Entscheid: Das Paar sei mit seinem Vorgehen ein absolutes Wagnis eingegangen. Das Risiko für Leib und Leben sei bei dieser Routenwahl und diesem Vorgehen nicht auf ein vernünftiges Mass reduzierbar gewesen.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) rät seit 2008 von Reisen nach Pakistan dringen ab. Auf der Website weist das Departement auf die Gefahren von Terroranschlägen und Entführungen hin. Das Krisenmanagement-Zentrum des EDA hat dem Mann im Juni 2012 für die Aufwände und Auslagen im Zusammenhang mit der Entführung und der Geiselhaft eine Pauschalgebühr von 10'000 Franken in Rechnung gestellt. (whr/sda)

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