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Hunderte Personen demonstrieren in Bern gegen Gewalt an Frauen

KEYPIX - Nationalraetin Tamara Funiciello, SP-BE, sitzt im Nationalratssaal und traegt eine Jacke mit der Aufschrift "Ni una menos", waehrend der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am ...
Nationalrätin Tamara Funiciello, SP-BE, sitzt im Nationalratssaal und trägt eine Jacke mit der Aufschrift «Ni una menos.»Bild: keystone

Hunderte Personen demonstrieren in Bern gegen Gewalt an Frauen

09.12.2025, 20:1409.12.2025, 20:14

Mehrere hundert Menschen haben am Dienstagabend auf dem Bundesplatz in Bern mehr Geld für den Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt gefordert. Der Nationalrat hatte am Vortag beschlossen, die Mittel für den Schutz von Frauen vor Gewalt nicht aufzustocken.

Die Demonstrierenden versammelten sich gegen 18.30 Uhr bei kalten Temperaturen vor dem Bundeshaus, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Sie riefen Parolen wie «Shame on you» und «Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns das Leben klaut». Weiter zündeten sie zahlreiche Kerzen an.

Hinter dem Aufruf stand das Feministische Streikkollektiv Bern. Die häusliche Gewalt in der Schweiz nehme zu, meistens seien davon Frauen und Mädchen betroffen, schrieb das Kollektiv in seinem Aufruf. In diesem Jahr seien bereits 27 Frauen und Mädchen Opfer von Femiziden geworden. Der Schutz vor Gewalt sei keine Verhandlungsfrage, kritisierte das Kollektiv den Ratsentscheid. (sda)

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80 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Nouvelle Mme P
09.12.2025 21:14registriert April 2024
Die Rechten bearbeiten das Thema Gewalt an Frauen gerne, wenn es die eigene politische Agenda bedient und Migranten angeprangert werden können. Geht es aber darum, Geld für die Prävention (ja es gibt konkrete Projekte) zu sprechen, ziehen sie dem Schwanz ein.
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Amadeus
09.12.2025 22:55registriert September 2015
Mehr Geld fpr Weinbauern gegen den Absatzverlust ihrer Produkte. Weniger Geld für Prävention zum Thema Femizid. Also alles wie immer bei Mitte-Rechts.
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Butschina
10.12.2025 00:15registriert August 2015
Heute Abend war ich gerade an einem Fachaustausch zu diesem Thema. Häusliche Gewalt hat viele Formen: Physische G., Psychische G., Sozioökonomische G, Sexualisierte G., Digitale G , Vernachlässigung, Stalking, Gewalt durch Kontrolle...
Oft sind zudem auch Kinder betroffen. Selbst wenn sich die Gewalt nicht gegen sie selbst richtet, bekommen sie es mit, leiden darunter und tragen schwere Folgen davon. Statistisch sind Frauen viel häufiger betroffen als Männer. Leider werden viele Fälle häuslicher Gewalt nicht gemeldet. Es benötigt definitiv mehr Mittel um die Problematik anzugehen.
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