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Staatsanwaltschaft: Schwyzer Ku-Klux-Klan-Auftritt war keine Rassendiskriminierung



Auch Narren sind nicht gänzlich frei. Das haben zwölf Männer erfahren, die an der Fasnacht in Schwyz im vergangenen März als Ku-Klux-Klan verkleidet aufmarschierten. Sie erfüllten zwar den Straftatbestand der Rassendiskriminierung nicht, begingen aber eine grobe Belästigung.

Die Staatsanwaltschaft Innerschwyz erliess Strafbefehle gegen die zwölf Männer. Der öffentliche Auftritt als Ku-Klux-Klan habe die Grenzen der an der Fasnacht geltenden Narrenfreiheit überschritten und Sitte und Anstand grob verletzt.

Die Narrenfreiheit höre da auf, wo Gesetze verletzt werden, sagte Staatsanwältin Franziska Steiner am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Ausschlaggebend gewesen sei das Zelebrieren von rassistischem und gewalttätigem Gedankengut.

Den Straftatbestand der Rassendiskriminierung erfüllten die Beteiligten laut der Staatsanwaltschaft durch den Auftritt aber nicht, da sie nicht beabsichtigt hätten, Drittpersonen für das Gedankengut des Ku-Klux-Klans zu gewinnen.

Bussen von je 300 Franken

Die zwölf 18- bis 30-jährigen im Bezirk Schwyz wohnhaften Schweizer waren im März an der Fasnacht in Schwyz in Zweierkolonne, mit brennenden Fackeln und einer Keltenkreuz-Fahne vom Hinterdorf auf den Hauptplatz marschiert. Darauf gingen bei der Polizei mehrere Beschwerden ein und Ermittlungen wurden aufgenommen.

Die zwölf marschierenden Männer gestanden ihre Beteiligung am Auftritt, sagte Steiner. Sie müssen je eine Busse von 300 Franken bezahlen. Dazu kommen die Verfahrenskosten, die ihnen die Staatsanwältin auferlegte. Sie belaufen sich auf zwischen 1300 und 2100 Franken pro Person, je nach Aufwand der Einvernahmen.

Auch gegen eine 13. Person hatten die Strafverfolger ermittelt. Hier sei das Verfahren eingestellt worden. Der Beschuldigte sei lediglich beim Treffpunkt dabei gewesen, aber nicht mitmarschiert.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Betroffenen können innert zehn Tagen Einsprache gegen den Strafbefehl erheben und die Beurteilung durch das Gericht verlangen.

Auftritt mit vielen Folgen

Der Auftritt in der Nacht vom Fasnachtsmontag hatte schweizweit für Schlagzeilen gesorgt. Im April demonstrierten deswegen in Schwyz rund 400 Personen an einer Kundgebung gegen Rassismus. Dabei kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen links- und rechtsextremen Personen, ein Vorstandsmitglied einer lokalen SVP-Sektion griff einen linken Aktivisten mit Pfefferspray an und trat später aus der Partei aus.

Das Bündnis Buntes Schwyz, das die Demonstration organisiert hatte, beklagte im Nachgang den Diebstahl eines Transparents und reichte eine Strafanzeige ein. Das Transparent tauchte später in einem Video in rechtsextremem Kontext auf. Das Verfahren wegen Diebstahls wurde eingestellt, weil keine Täterschaft ermittelt werden konnte.

Der rassistische Ku-Klux-Klan wurde in seiner ursprünglichen Form 1865 im US-Bundesstaat Tennessee gegründet. Mit Morden an Afroamerikanern und Attentaten auf Politiker kämpfte der Geheimbund gegen die Abschaffung der Sklaverei. Bei nächtlichen Überfällen trugen Mitglieder weisse Kutten mit Kapuzen und verbreiteten mit brennenden Kreuzen Angst und Schrecken.

Seit den 1990er-Jahren greift der Klan gezielt schwarze Kirchengemeinden an. Die «Europäischen weissen Ritter vom brennenden Kreuz» (European White Knights of the Burning Cross) gelten als Ableger. (cma/sda)

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83Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ueli der Knecht 29.11.2019 13:20
    Highlight Highlight Dazu passend das Bundesgericht-Leiturteil (BGE 6B_697/2013, E2.3):

    "[X] hob anlässlich einer Veranstaltung der Z.Partei [..] den rechten Arm während rund 20 Sekunden zum sog. "Hitlergruss". [..]
    Unter den gegebenen Umständen war die Gebärde [..] bei objektiver Betrachtung nicht dazu bestimmt, über das dadurch allenfalls bekundete eigene Bekenntnis zur nationalsozialistischen Ideologie hinaus werbend unbeteiligte Dritte für diese Ideologie zu gewinnen. Der Tatbestand von Art. 261bis Abs. 2 StGB ist nicht erfüllt. "

    Ergo: Es ist dringend nötig, Art. 261bis zu präzisieren und zu verschärfen.
  • Gegu 29.11.2019 13:05
    Highlight Highlight langsam aber sicher verliere ich den glauben an unser rechtssystem, ein für mich nicht nachvollziehbares urteil.
  • pun 29.11.2019 11:36
    Highlight Highlight Absurd!
    Der an der Demo folgende martialische Auftritt der Neonazis (inkl. svp-Schwyz Vorstandsmitglied) zeigt ja, dass der Ku Klux Marsch neonazistische Leute motiviert und mobilisiert hat.

    Zeit, diese Kuscheljustiz gegenüber Neonazis zu ändern, bevor wir hier irgendwo sächsische Verhältnisse haben.
    • Ueli der Knecht 29.11.2019 13:27
      Highlight Highlight Dann sollten wir dringendst den Rassendiskriminierungs-Artikel 261bis in unserem Strafgesetzbuch präzisieren und verschärfen (zB. auch indem Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung darunter fällt).
  • Ich_bin_ich 29.11.2019 11:25
    Highlight Highlight Da die meisten Kommentarschreiber/innen offensichtlich Richter/innen und Juraprofessor/innen sind und der Stawa Unfähigkeit unterstellen, bitte ich doch um Aufklärung.
    Aufgrund welcher Grundlage soll man gegen diese Leute, im Kontext mit Rassismus, ein Verfahren eröffnen???

    Ich sehe keine Grundlage.
    Was ich, abgesehen vom Recht, von diesen Menschen und ihren Machenschaften halte steht allerdings auf einem anderen Blatt.
    • Amateurschreiber 29.11.2019 13:20
      Highlight Highlight Sehe ich genau so. Ein Gericht hat sachlich und nicht politisch zu entschieden.
      Und wenn das Wort "Kuscheljustiz" sowohl von linker wie auch von rechter Seite kommt, machen die Gerichte offenbar etwas richtig! ;-)
    • Ueli der Knecht 29.11.2019 13:33
      Highlight Highlight "Aufgrund welcher Grundlage soll man gegen diese Leute, im Kontext mit Rassismus, ein Verfahren eröffnen"

      Aufgrund StGB Art. 261bis, Abs. 2:
      "wer öffentlich Ideologien verbreitet, die auf die systematische Herabsetzung oder Verleumdung der Angehörigen einer Rasse, Ethnie oder Religion gerichtet sind, [..]
      wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft."

      Die Ausrede, dass die Beteiligten "nicht beabsichtigt hätten, Drittpersonen für das Gedankengut des Ku-Klux-Klans zu gewinnen", ist weit hergeholt und realitätsfremd.

      Da hätte gelten müssen: In dubio pro duriore.
  • so war es doch nicht gemeint 29.11.2019 11:06
    Highlight Highlight Bei dieser Gelegenheit:
    Was ist eigentlich mit dem Roviva-Chef passiert?
    Hat der sich mal erklärt?
    • Hierundjetzt 29.11.2019 12:29
      Highlight Highlight Der schläft seinen „tüüfen gsunden Schlaaf“

      (Happy Bett)
  • Stefan Morgenthaler-Müller 29.11.2019 11:06
    Highlight Highlight Natürlich ist das nicht rassistisch. Wahrscheinlich ist jemand, der mit Hakenkreuz-Tattoos rumläuft auch kein ein Rassist. Selbst wenn offen rassistisch geredet wird, ist das doch noch lange kein Beweis, dass die Person rassistisch ist.

    Jetzt ernsthaft: Bei Delikten geben Leib und Leben, oder auch bei Beschimpfungen, übler Nachrede, Sachbeschädigungen, usw. wird kaum je nachgegangen, ob die Tat nicht einen fremdenfeindlichen Hintergrund haben könnte. Wenn dem Nachgegangen wird, dann weil der Täter aussieht wie ein Rechtsextremer, also in den wenigsten Fällen.
  • Oigen 29.11.2019 10:41
    Highlight Highlight also wenn ich an der fasnacht in einer SS uniforn "HEIL HITLER" schreiend rumlaufe ist das nicht rassistisch sonder eine übertretung der narrenfreiheit?

    wtf?
    • Ueli der Knecht 29.11.2019 13:39
      Highlight Highlight Das hängt davon ab, ob du beabsichtigst, Drittpersonen für diese Ideologie zu gewinnen.

      Wenn du so herumläufst, damit jeder erkennen kann, dass du die Gefährlichkeit dieses psychopathischen Narrs darstellen und dich über diesen irregeleiteten Dummkopf lächerlich machen willst, wäre das legal.

      Dieses Schlupfloch, bzw. diesen Graubereich haben diese schwyzer Fasnächtlers offensichtlich missbraucht. Daher müsste deren scheinheiliger Auftritt meines Erachtens strafbar sein. Sie wollten offensichtlich den Ku-Klux-Klan verherrlichen und Angst und Schrecken verbreiten.
  • why_so_serious 29.11.2019 10:33
    Highlight Highlight In der Staatsanwaltschaft sitzen wohl nur weisse, ältere Männer... anders ist dieses Urteil nicht zu verstehen.

    Eine andere Frage ist natürlich, wie man auf so eine Idee kommen kann und wer dann auch noch dafür ist?!
    • Eseirretor69 29.11.2019 11:02
      Highlight Highlight Ziemlich rassistische und sexistische Aussage.
    • Ueli der Knecht 29.11.2019 12:01
      Highlight Highlight Das Verfahren hat eine Staatsanwältin geleitet.
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________ 29.11.2019 10:28
    Highlight Highlight Das Symbol, dass sie auf ser Fahne tragen, sieht aus wie ein modifiziertes Logo der Extinction Rebellion. 😂😂😂
    • Franz v.A. 29.11.2019 10:35
      Highlight Highlight Das symbol ist in den Staaten ein Nazisymbol wie das Hakenkreuz selber. Hakenkreuze öffentlich zeigen, ist in der CH, soviel ich weiss verboten.
    • Ueli der Knecht 29.11.2019 12:08
      Highlight Highlight Eher hätten die Extinction Rebells ein Logo modifiziert. Allerdings geht es da vorallem auch um die Farben: Schwarz, Weiss, Rot. Eine Kombination, die von Nazis gerne verwendet wird.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz-Wei%C3%9F-Rot

      Demgegenüber benutzen die Extinction Rebells benutzen viele verschiedene Farben, und oft die Farbe Grün. Das Logo
      "symbolisiert das durch menschliche Einflüsse hervorgerufene Artensterben. Der Kreis bildet die Erde als Lebensraum ab, das Sanduhr-Symbol steht dafür, dass die Zeit zur Rettung angeblich abläuft."
      https://de.wikipedia.org/wiki/Extinction_Rebellion
    • Ueli der Knecht 29.11.2019 12:46
      Highlight Highlight " Hakenkreuze öffentlich zeigen, ist in der CH, soviel ich weiss verboten."

      Mit Ausnahme des offensichtlich braun unterwanderten Kantons Schwyz. Dort darf man das Hakenkreuz öffentlich zeigen, solange man nicht beabsichtigt, Drittpersonen für die Ideologie der Nazis zu gewinnen.

      Allenfalls läuft das unter "grober Belästigung", was auch immer damit gemeint ist. Auch der Straftatbestand "grobe Belästigung" scheint eine schwyzer Eigenheit zu sein (StrafG-SZ §18). Nur eine Übertretung, ähnlich einer Parkbusse.
  • insider 29.11.2019 10:22
    Highlight Highlight Rassendiskriminierung: ja oder nein?
    Ich im ersten Moment: ja, klar!
    Die Staatsanwaltschaft: nein.
    Wenn ich dann den Artikel 261 im StGB lese (https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19370083/index.html#a261bis), kann ich den Entscheid der Staatsanwaltschaft nicht mehr verstehen.
    Solche Fragen sollte aber definitiv ein Gericht klären!
    Hallo Kanton Schwyz?!?
    • Oigen 29.11.2019 10:42
      Highlight Highlight "wer öffentlich Ideologien verbreitet, die auf die systematische Herabsetzung oder Verleumdung der Angehörigen einer Rasse, Ethnie oder Religion gerichtet sind,"

      wer weiss, vielleicht können schwyzer richter nicht lesen
    • LCT 29.11.2019 11:07
      Highlight Highlight @insider:

      Wo hätte dieser Fall deiner Meinung nach an diesem Gesetzestext aufgehangen werden sollen?

      Für mich ist der wahrscheinlichste Teil den mit "..Verbrechen gegen die Menschlichkeit leugnet, gröblich verharmlost oder zu rechtfertigen sucht..."

      Aber ich denke, auch dies kann man (leider) nicht abschliessend bestimmen.

      Als Verharmlosung würde ich diesen Umzug sicherlich betiteln, die Frage hier ist wahrscheinlich, wo die Grenze beim Wort "gröblich" liegt.

    • Ueli der Knecht 29.11.2019 12:24
      Highlight Highlight Ich kann den Entscheid ebenfalls nicht verstehen. Jedenfalls ist der Einwand, dass die Beteiligten "nicht beabsichtigt hätten, Drittpersonen für das Gedankengut des Ku-Klux-Klans zu gewinnen", nicht ausreichend, denn der Straftatbestand wäre schon durch das öffentliche Verbreiten dieses Gedankenguts erfüllt.

      Vor Gericht kommt es nur, wenn die Leitung der Staatsanwaltschaft den Strafbefehl nicht genehmigt (unwahrscheinlich), oder wenn ein Beteiligter den Strafbefehl weiterzieht (auch unwahrscheinlich).

      Bleibt nur die Feststellung, dass die Schwyzer Staatsanwaltschaft braun unterwandert ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Linus Luchs 29.11.2019 10:19
    Highlight Highlight Auf der Website des EDI steht: "Rassistische Diskriminierung bezeichnet jede Handlung oder Praxis, die Menschen aufgrund physiognomischer Merkmale, ethnischer Herkunft, kultureller Merkmale und/oder religiöser Zugehörigkeit ungerechtfertigt benachteiligt, demütigt, bedroht oder an Leib und Leben gefährdet."

    Für Menschen dunkler Hauptfarbe ist der Anblick des KKK, der mit brennenden Fackeln durch die Strasse marschiert, höchst bedrohlich. Gemäss obiger Definition ist der Tatbestand der Rassendiskriminierung also erfüllt. Die Beurteilung durch die Staatsanwaltschaft ist unverständlich.
    • D0MD0M 29.11.2019 12:16
      Highlight Highlight Nunja, wenig überraschend. Schwyz ist das finstere Herz der Schweiz, nichts neues insofern.
  • Magnum 29.11.2019 10:13
    Highlight Highlight Jaja, der Kanton Schwyz. Wo die Schweizer noch als solche geboren und nicht zugezogen sind. Meinem Vertrauen auf den Rechtsstaat ist diese auf dem rechten Auge blinde Staatsanwaltschaft nicht eben förderlich.
    Prädikat jämmerlich.
    • so war es doch nicht gemeint 29.11.2019 12:13
      Highlight Highlight Auch diese Schwyzer-Schweizer sind einmal dazugezogen (noch gar nicht so lange her).

      Das vergessen viele allzuoft.
  • Nino F. 29.11.2019 10:09
    Highlight Highlight Es zeigt sich einmal mehr: der Staat ist kein Verbündeter im Kampf gegen Faschismus. Antifaschismus hat mit Eigenverantwortung zu tun, Wir müssen selber aktiv werden gegen Rechtsaussen.
    • Älplermagrönli mit Öpfelmues 29.11.2019 11:23
      Highlight Highlight Stimme ich zu. Nur zeigt sich das meist als schwierig friedlich gegen diese Menschen vorzugehen. Man hats ja gesehen, da demonstrieren Menschen (friedlich) gegen Rechts und dann bekommt man Pfefferspray ins Gesicht. Ich bin immer für Dialog. Man muss das Gespräch suchen, leider sind solche Menschen oftmals ziemlich resistent gegenüber Fakten.
    • Nino F. 29.11.2019 12:17
      Highlight Highlight Ich denke nicht, dass man Nazis gewaltfrei oder mit Fakten in die Schranken weisen kann. Darum gehts auch nicht, sondern darum, dass sich Leute, die eine menschenverachtende Ideologie vertreten, nirgends breit machen können. Auf allen Ebenen, mit allen nötigen Mitteln.
  • Käpt'n Hinkebein 29.11.2019 10:01
    Highlight Highlight Die haben das sicher verwechselt.
    Benutzer Bild
  • TheBase 29.11.2019 09:59
    Highlight Highlight Hat irgendwer tatsächlich was anderes erwartet? 🤷🏿‍♂️
    • lilas 29.11.2019 11:00
      Highlight Highlight Ja, eigentlich schon, ich werde wohl irgendwann naiv sterben.
    • pamayer 29.11.2019 11:28
      Highlight Highlight eigentlich schon. aber ja, die hoffnung und deren tod...
  • Vecchia 29.11.2019 09:59
    Highlight Highlight Wir haben die laschesten Gesetze im Umgang mit menschenverachtender Symbolik von Extremisten. Aber statt endlich etwas gegen den zur Schau gestellten Rassismus zu tun, blockt der Bundesrat (mit der zuständigen Behörde EJPD) noch im Mai 2019:

    Motion A.Barrile : "Verbot der öffentlichen Verwendung von extremistischen, gewaltverherrlichenden und rassistischen Symbolen"

    Antwort Bundesrat: "Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion."

    Quelle: https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20193270


    Ich verstehs nicht.
    • Ueli der Knecht 29.11.2019 13:00
      Highlight Highlight In der Anfrage steht:
      "unter der Voraussetzung strafbar, (...) öffentlich geworben (..), um unbeteiligte Dritte zu gewinnen."

      Und in der Antwort:

      "Der Täter muss darüber hinaus beabsichtigen, Dritte zu beeinflussen und für die Ideologie zu gewinnen. Die öffentliche Verwendung und Verbreitung von Symbolen, die für eine Ideologie im genannten Sinn stehen, ist somit laut der Rechtsprechung des Bundesgerichtes nicht strafbar, wenn der Täter sich darauf beschränkt, seine persönliche Überzeugung zum Ausdruck zu bringen, ohne die Ideologie gegenüber Dritten zu verbreiten."

      Das ist ein Schlupfloch.
  • fidget 29.11.2019 09:37
    Highlight Highlight In gewisser Weise kann ich das Urteil nachvollziehen. Die Verkleidung fand im Kontext der Fasnacht statt und nicht im Zusammenhang einer öffentlichen, rassistischen Kundgebung. Jedoch sind sich wohl die meisten einig, dass dieses Kostüm äusserst geschmacklos ist und an einer Fasnacht nichts zu suchen hat.
    • Asmodeus 29.11.2019 10:32
      Highlight Highlight Es war kein Kostüm der Fasnacht. Es waren Faschos die die Fasnacht genutzt haben um sich selbst zu feiern.
    • ChlyklassSFI 29.11.2019 10:53
      Highlight Highlight Die Fasnacht dient ja offensichtlich als Denkmäntelchen.
    • Manfred the Fred 29.11.2019 11:03
      Highlight Highlight Ich bin der Meinung dass eben Narrenfreiheit ihre Grenzen hat. irgendwie werde ich das Gefühl auch nicht los, dass diese Gruppe davon auch Bescheid wusste, es aber ignorierte. aber das ist nur eine Vermutung...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Franz v.A. 29.11.2019 09:13
    Highlight Highlight Also, wenn ich mich nächstes Jahr als IS Terrorist verkleide an der Fastnacht geschieht mir rein gar nichts, laut der Staatsanwaltschaft.
    Der IS is ja nur eine Terrororganisation, wie eben der KKK auch! Genau so könnte ich als Hitler mit Nazikreuz an die Fastnacht gehen.... und so weiter.
    Das gibt einem schon zu Denken, liebe Staatsanwaltschaft.
    • Anded 29.11.2019 09:50
      Highlight Highlight Wärst nicht der erste, der als Nazi verkleidet rumläuft. Sogar Prince Harry hatte mal die glorreiche Idee. Gibt auch Terroristen-Verkleidungen zu kaufen inkl. Turban und Bombe.
      Schlechter Geschmack und Dummheit sind nicht strafbar. Wenn man damit absichtlich provoziert und beleidigt, wirds problematisch.
    • Scott 29.11.2019 10:06
      Highlight Highlight Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Auftritt als IS-Terrorist kaum Beachtung finden würde.
    • Do not lie to mE 29.11.2019 10:08
      Highlight Highlight Ach gehen Sie doch kein Risiko ein, als Stalin, Mao oder Che sind Sie bei uns sicher. Allerdings würde ich Ihnen eine Stalin Fasching Verkleidung mit Hammer und Sichel in der Ukraine abraten, den dann landen Sie dort ins Gefängnis.
    Weitere Antworten anzeigen
  • D0MD0M 29.11.2019 09:08
    Highlight Highlight Ach, die wollen nur etwas spielen, die beissen nicht. Oder so.
  • Bandito 29.11.2019 09:08
    Highlight Highlight Keine Rassendiskriminierung 🤔
    WTF.......
    Na ja, immerhin sieht man jetzt wie die Staatsanwaltschaft in Schwyz tickt.
    • Ueli der Knecht 29.11.2019 13:11
      Highlight Highlight Auch das Bundesgericht tickt so (BGE 6B_697/2013, E2.3):

      "[X] hob anlässlich einer Veranstaltung der Z. Partei beim gemeinsamen Aufsagen des Rütlischwurs [..] den rechten Arm während rund 20 Sekunden zum sog. "Hitlergruss". [...]
      Unter den gegebenen Umständen war die Gebärde [..] bei objektiver Betrachtung nicht dazu bestimmt, über das dadurch allenfalls bekundete eigene Bekenntnis zur nationalsozialistischen Ideologie hinaus werbend unbeteiligte Dritte für diese Ideologie zu gewinnen. Der Tatbestand von Art. 261bis Abs. 2 StGB ist nicht erfüllt."
  • Clank 29.11.2019 09:06
    Highlight Highlight Macht sinn, man soll ja zuerst abwarten, ob die paar Schwarze hinrichten. Erst dann kann man Rassismus reden. *ironie off
  • Spüdlifalt 29.11.2019 09:05
    Highlight Highlight Kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Was, wenn nicht das, ist denn bitte Rassismus?
    Aber bin halt auch kein Jurist…
  • Eseirretor69 29.11.2019 09:03
    Highlight Highlight Welche "Rasse" damit auch immer hätte "diskriminiert" werden sollen
    • ChlyklassSFI 29.11.2019 09:36
      Highlight Highlight Vielleicht solltest du nachlesen, was der KKK ist. "Diskriminierst" du selbst auch?
    • Weisser Mann 29.11.2019 09:41
      Highlight Highlight Jedes Opfer des KKK wird dadurch verhöhnt.
    • Morgan Wlan 29.11.2019 09:50
      Highlight Highlight Hast du dich schon mal mit dem KKK auseinander gesetzt?!
    Weitere Antworten anzeigen
  • ChlyklassSFI 29.11.2019 09:00
    Highlight Highlight Ihre Gesinnung ist wohl genehm.
    • pamayer 29.11.2019 11:42
      Highlight Highlight so quasi unter uns.
  • Reginnga 29.11.2019 09:00
    Highlight Highlight De aller erst Satz wenn bi Wikipedia Ku-Klux-Klan iigisch:

    "Der Ku-Klux-Klan (KKK, englisch Ku Klux Klan) ist ein rassistischer und gewalttätiger, vor allem in den Südstaaten der USA aktiver Geheimbund."

    What are you doing "Staatsanwaltschaft" ?
    • fandustic 29.11.2019 09:14
      Highlight Highlight Wusste nicht dass Wikipedia massgebend ist...wieder was gelernt. Klar ist der Ku-Klux-Klan rassistisch motiviert, aber der Auftritt alleine von diesen Vollidioten diskriminiert nunmal keine Rasse. Daher kann die Stawa gar nicht anders urteilen.
    • Franz v.A. 29.11.2019 09:59
      Highlight Highlight @ fandustic / In der Zeit wo gewisse Zeichen verboten sind in der Oeffentlichkeit zu Zeigen ist es doch sehr Fragwürdig, ob es eben nicht doch diskriminierend ist so Aufzutreten. Man kann den KKK Auftritt dieser Follpfosten auch nicht als Karikatur eindeutig ausmachen.
      Für mich war dieser Auftritt jedenfalls diskriminierend und es würde mich nicht verwundern, wenn wir an zukünftigen Fastnachten auch noch IS, Hakenkreuze, etc. zu Gesicht bekommen.
      Der KKK ist eine Organisation die nun mal Rassen Diskriminiert und auch mordend unterwegs war.
    • JaneSodaBorderless 29.11.2019 11:22
      Highlight Highlight Das frage ich mich auch! Dass das zur Schaustellen dieses menschenverachtenden Gedankengutes überhaupt zugelassen wird ist jenseits + sollte viel härter bestraft werden. Der Auftritt ist ein Statement, das nicht geduldet werden sollte.
      Selbst wenn keine Verbindung zur rechten Szene durch die Polizei fest gestellt wurde, ist es doch klar, aus welcher Richtung der Wind weht.
      Kein normaler Mensch geht so an die Fasnacht.
      Das meint Hans Stutz, der Kenner der rechtsextremen Szene dazu:

      https://www.nau.ch/news/schweiz/nach-eklat-an-fasnacht-schwyz-gibt-hans-stutz-eine-einschatzung-65492262





    Weitere Antworten anzeigen
  • sikki_nix 29.11.2019 08:55
    Highlight Highlight Ändert nichts daran, dass es volkommen ignorant und asozial ist, so aufzutreten.
    • Wat Sohn 29.11.2019 09:25
      Highlight Highlight du bist gut, "ignorant und asozial"... ich würde hier am liebsten Beschimpfungen hervorholen, aber das verstösst ja gegen die Kommentarregeln.
      Staatsanwaltschaft, shame on you! Da hätte man ohne Probleme mal auf Rassendiskriminierung klagen und das Gericht entscheiden lassen können.

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