Schweiz
Justiz

Kein Sonderermittler für Crans-Montana VS

Kein Sonderermittler für Crans-Montana VS

16.04.2026, 17:1316.04.2026, 17:13
Snow covers the entrance to the "Le Constellation" bar, three months after the tragedy, in Crans-Montana, Switzerland, Wednesday, April 1, 2026. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
Das Büro der Staatsanwaltschaft hat ein entsprechendes Gesuch abgelehnt. (Archivbild)Bild: keystone

Das Büro der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis lehnt es ab, im Fall der Brandkatastrophe von Crans-Montana einen ausserordentlichen Staatsanwalt zu ernennen. Das Gesuch eines Opferanwalts fand nicht die gewünschte Unterstützung.

Am 9. Februar 2026 hatte Rechtsanwalt Garen Ucari die Einsetzung eines oder mehrerer ausserordentlicher Staatsanwälte ausserhalb des Kantons Wallis beantragt, um die Untersuchung zu führen. Das Büro der Staatsanwaltschaft, bestehend aus den Leitern der regionalen Staatsanwaltschaften, wies dieses Gesuch mit Entscheid vom 15. April ab.

Die Brandkatastrophe von Crans-Montana sei ein aussergewöhnliches Ereignis mit internationaler Dimension und erheblicher medialer Aufmerksamkeit, bei dem die strafrechtliche Verantwortung von gewählten Amtsträgern und Mitarbeitenden der kantonalen oder kommunalen Verwaltung in Frage kommen könne, hielt das Büro in seiner am Donnerstag veröffentlichten Medienmitteilung fest.

Das Pflichtenheft der Zentralen Staatsanwaltschaft sehe vor, dass solche Fälle ihr zugewiesen werden. Zudem sei diese Dienststelle mit zusätzlichen personellen Ressourcen verstärkt worden, hiess es weiter. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Kein Ausweg im Ausland: Bund rechnet UBS-Umzug durch
Ein Umzug ins Ausland würde die UBS wohl ähnlich viel kosten wie die neuen Schweizer Kapitalregeln. Zu diesem Schluss kommt eine interne Analyse des Finanzdepartements, die Reuters einsehen konnte.
Nach dem Fall der Credit Suisse will der Bund, dass die UBS ein grösseres Sicherheitspolster aus eigenem Geld hält: rund 18 Milliarden Dollar mehr. Die Bank wehrt sich und schliesst einen Wegzug nicht aus.
Zur Story