Schweiz
Justiz

Baby geschüttelt: Freiheitsstrafe für Babysitterin bestätigt

Baby geschüttelt: Freiheitsstrafe für Babysitterin bestätigt

31.07.2017, 12:00

Das Bundesgericht hat eine teilbedingte, dreijährige Freiheitsstrafe für eine Babysitterin bestätigt. Die Frau hatte im November 2013 ein sieben Monate altes Baby geschüttelt, wodurch das Mädchen ein Schütteltrauma erlitt und starb.

Das Genfer Appellationsgericht hatte die Frau im Juli vergangenen Jahres der fahrlässigen Tötung und der Aussetzung schuldig gesprochen. Ein Jahr der Freiheitsstrafe muss die Verurteilte nach dem am Montag publizierten Urteil des Bundesgerichts nun definitiv absitzen.

Das erstinstanzliche Gericht hatte die Babysitterin wegen vorsätzlicher Tötung zu einer sechsjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Zudem verpflichtete es die Frau, den beiden Elternteilen eine Genugtuung von je 50'000 Franken zu zahlen. Die Genugtuung ist nun letztinstanzlich bestätigt worden.

Das Bundesgericht folgt der Argumentation des Appellationsgerichts. Dieses war zum Schluss gekommen, dass die Frau gewusst habe, dass sie das Kind durch das Schütteln in Lebensgefahr bringen kann. Sie habe den Tod des Babys aber nicht in Kauf genommen. (Urteil 6B_974/2016 vom 19.07.2017) (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Schweizer Immobilienmarkt in robuster Aufwärtsbewegung
Am Schweizer Immobilienmarkt zeigen die Preise unverändert nach oben. Damit bestätigt er seine Rolle als stabilisierender Anker in einem zunehmend unsicheren globalen Umfeld.
Zur Story