Schweiz
Basel

Schuldspruch für Journalistin Michèle Binswanger wegen Verleumdung

Journalistin Michèle Binswanger wird wegen Verleumdung schuldig gesprochen

24.05.2023, 17:3324.05.2023, 17:33

Das Basler Strafgericht hat am Mittwoch die Journalistin Michèle Binswanger zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Gericht kam zum Schluss, dass Binswanger mit einem Tweet die ehemalige Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin verleumdet hat.

Die Journalistin Michele Binswanger vor dem Strafgericht in Basel, am Mittwoch, 24. Mai 2023. Michele Binswanger wurde von der ehemaligen Zuger Kantonsraetin Jolanda Spiess-Hegglin wegen Verleumdung v ...
Journalistin Michèle Binswanger wurde am Mittwoch zu einer Geldstrafe verurteilt.Bild: keystone

Binswanger wurde zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu 200 Franken bei einer Probezeit von zwei Jahren verurteilt. Grund dafür ist ein Tweet, den die Journalistin im Jahr 2020 verfasste. Darin schrieb sie, Spiess-Hegglin bezichtige seit 5.5 Jahren einen Unschuldigen der Vergewaltigung. Dabei bezog sie sich auf einen Vorfall zwischen Spiess-Hegglin und dem damaligen Kantonsratskollegen Markus Hürlimann anlässlich der Zuger Landammann-Feier im Dezember 2014.

«Das ist massiv ehrverletzend und wurde wider besseres Wissens geschrieben», sagte der Gerichtspräsident bei der Urteilsbegründung.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Wie der Anwalt von Binswanger gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte, werde er noch mit seiner Mandatin besprechen, ob das Urteil weitergezogen wird. (sda)

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