Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Das Volk soll über den Kauf neuer Kampfjets abstimmen können. Linke und armeekritische Kreise haben das Referendum lanciert. (Archivbild)

Ein Kampfflugzeug F-35A von Lockheed Martin (USA) im Juni 2019 bei Tests in Payerne. Bild: KEYSTONE

Milliarden-Deal um Kampfjets: Vielleicht springt am Schluss ein Amerikaner aus der Büchse

Die Armee von Viola Amherd glaubt ein Auswahlverfahren für Kampfjets installiert zu haben, das Manipulationen verhindert.

/ Aargauer Zeitung



Für viele ist der «Rafale» der Favorit, das Flugzeug von Dassault, den Franzosen. Weil er als solides und bewährtes Mehrzweckflugzeug gilt, weil er die letzte Ausscheidung leistungsmässig angeblich gewonnen hat, weil die Schweiz vielleicht mit Vorteil bei einem europäischen Nachbarn kauft.

Aber es kann auch ganz anderes kommen. Es kann sein, dass am Schluss der laufenden Ausmarchung für neue Kampfflugzeuge ein US-Jet ganz oben auf der Rangliste erscheint, der Super Hornet von Boeing oder der F-35 von Lockheed. Es kann sein, dass Donald Trump im November als US-Präsident wiedergewählt wird und dass ihm die Schweiz wenig später für sechs Milliarden Jets abkauft. Nichts ist auszuschliessen.

«Keiner weiss heute, was rauskommt. Das weiss man erst Anfang 2021», sagt Peter Winter, Vizedirektor von Armasuisse, Programmleiter der Air2030. Er ist der Mann, der für die Evaluationen von Kampfjets und Luftabwehr verantwortlich zeichnet. Für Ausgaben von rund 8 Milliarden Franken.

Gripen-GAU steckt ihnen in den Knochen

Allen steckt noch der Gripen-GAU in den Knochen. Das Verteidigungsdepartement (VBS) unter dem damaligen Armeeminister Ueli Maurer hatte ein nicht fertig entwickeltes Flugzeug zur Evaluation zugelassen. In den Tests erfüllte der Kampfjet mehrere Vorgaben nicht, schloss schlechter ab als seine Konkurrenten Eurofighter und vor allem Rafale. Aber der Bundesrat beschloss Ende 2011, den günstigsten Jet zu kaufen. Das gab Ärger bei der Konkurrenz, Testberichte sickerten durch, und der «Papierflieger» Gripen hob trotz teurer Kampagne der schwedischen Herstellerfirma Saab nicht ab: 2014 setzte das Volk dem Spuk ein Ende, es sagte mit 53,4 Prozent Nein zum Gripen-Fonds-Gesetz, dem Finanzierungsvehikel des 3,1 Milliarden teuren Kampfflugzeugs.

Das totale Chaos. Sechs Jahre später soll alles anders sein. Im Verfahren sind diesmal, macht Milizoberst Winter deutlich, zahlreiche Sicherungen eingebaut, damit es weder von innen noch von aussen beeinflusst werden kann, damit es sauber abläuft.

Kosten des Flugzeugs sind die halbe Miete

Nach vier Kriterien läuft die Schweizer Evaluation ab. Die Wirksamkeit wird mit 55 Prozent gewichtet, der Produktesupport (Wartungsfreundlichkeit, Supportautonomie) 25, die Kooperation und die direkte Industriebeteiligung mit je 10 Prozent. Diese vier Kriterien zusammen ergeben aber nur 50 Prozent des Endresultats. Die anderen 50 Prozent macht der Preis aus, also die Beschaffungs- und die vom Hersteller geschätzten Betriebskosten des Jets.

Um Missbräuche zu verhindern, sorgt Armasuisse laut Winter dafür, dass keine der involvierten Personen zu viel weiss: Jeder Fachspezialist sieht nur den Teil der Offerten, der für seine Aufgabenerfüllung notwendig ist. Im Prozess sind bei den Kampfjets und Bodluv je fünf Teams am Werk. Jedes Team ist für eines der fünf Auswahlkriterium zuständig, also: Wirksamkeit, Produktesupport, Kooperation, Gegengeschäfte, Preis.

Keiner weiss, wer gewinnt, sagt der Programmleiter

Jedes der Teams verfügt nur über jenen Teil der Offertangaben der Hersteller, für den es zuständig ist. Niemand habe den Gesamtüberblick, sagt Programmleiter Winter, auch er selbst nicht. Er könnte zwar theoretisch bei den einzelnen Teams nachfragen, aber das würde auffallen. Und wer die Daten vom Datencenter abzurufen versucht, wird vom System registriert, er hinterlässt also Spuren.

Heute kann also laut Armasuisse keiner sagen, welcher Jet im Rennen vorne liegt, welcher die besten Werte hat. Nicht nur das: Weil die Resultate noch nicht einmal team-intern ausgewertet worden seien, könne derzeit auch niemand sagen, wie die Situation in seinem eigenen Bereich konkret aussehe.

Ab November werden die Offerten ausgewertet

Das soll noch eine ganze Weile so bleiben. Im November – also nach der Abstimmung über den Kampfjet-Bundesbeschluss – reichen die Hersteller ihre zweite und letzte Offerte ein. «Auch die zweite Offerte wird wieder gesplittet», sagt Winter. Jedes Team erhält daraus den Teil, für den es zuständig ist. Die Umschläge werden unter Aufsicht durch einen externen Notar verteilt. Auch dieser hat keinen Einblick, er prüft, so Winter, den Inhalt der Couverts, aber er sieht keine Einzelheiten, beispielsweise keine Preisangaben.

Ab November werten die Teams die Offerten aus ihrem Bereich aus. Erst Anfang 2021 werden die Resultate zusammengeführt, der Evaluationsbericht wird verfasst. Erst dann zeigt sich, wer das Rennen gemacht hat. «Dann macht mein Team eine Empfehlung zuhanden der Chefin», sagt Winter, «dann werden wir ein Flugzeug und ein Bodluv-System empfehlen.»

Über Versäumnisse beim Gripen spricht man lieber nicht

War das alles auch schon beim Gripen so, wurden auch damals diese strikten Sicherheitsmassnahmen ergriffen? Winter blickt zum Informationschef von Armasuisse, Kaj-Gunnar Sievert, überlässt diesem die Antwort. Der Fall scheint klar: Beim Gripen waren die Schutzmechanismen weniger stark, aber darüber spricht man heute lieber nicht. «Sie waren nicht schwächer, sondern anders», drückt sich Sievert aus. «Wir haben sicher dazugelernt», sagt Winter schliesslich.

Auf der Hut ist das VBS offensichtlich auch in Sachen Hacker- oder Spionageangriffe. So werden die Unterlagen und Dokumente zu den Beschaffungen im Rahmen von Air2030 nur auf Computern und Servern gespeichert, die nicht ans Internet angeschlossen sind. Es gibt etwa 70 Laptops, auf denen die Fachexperten mit den ihnen zugänglichen Daten arbeiten. Diese Laptops können einzig mit dem Datencenter kommunizieren, das nicht am Internet angehängt ist. Sie können weder ans Internet angeschlossen werden, noch können Daten extern abgespeichert werden: Die Laptops haben keine USB-Anschlüsse oder andere Schnittstellen.

Wer also an die ganzen Datensätze will, müsste schon bei Armasuisse einbrechen und die in einem speziellen Raum zusätzlich gesicherte Computeranlage abtransportieren. Das ist im hoch gesicherten Verwaltungsgebäude am Guisanplatz, in dem sich auch die Bundesanwaltschaft und das Bundesamt für Polizei (Fedpol) befinden, vermutlich nicht so einfach.

«Wir machen alles dafür, dass wir keine Datenleaks haben», sagt Winter.

Bundesrat kann Resultat über den Haufen werfen

Die Evaluation von Kampfjets und Luftabwehrsystem ist demnach ein systematischer Prozess, an dessen Ende ein technokratisch bestimmter Sieger aus Box springt. Ob der Bundesrat das Resultat aber übernimmt, oder ob er aus politischen Überlegungen vom vorgeschlagenen Typenentscheid abweicht, ist eine andere Frage.

Und das letzte Wort, betont man im VBS, habe sowieso das Parlament: Weil die Flugzeuge über die Armeebotschaft finanziert werden, müssen National- und Ständerat die nötigen Kredite bewilligen.

Das weiss auch Winter. «Unser Auftrag ist, der Politik gründliche und zuverlässige Entscheidungsgrundlagen zu liefern», sagt er. Diesen Auftrag wolle er «sauber und nachvollziehbar» ausführen.

Ob es aber überhaupt so weit kommt, ist auch wieder eine andere Frage. Im September stimmt die Bevölkerung über den Kampfjet-Kredit ab. Sagt sie nein, geht es zurück auf Feld eins. Wie schon nach dem Gripen-Aus.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Diese vier Kampfjets sind in der engeren Auswahl

Was passiert mit den Tiger Kampfjets der Schweiz?

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

80
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
80Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • i schwörs 26.07.2020 09:18
    Highlight Highlight Auch ich will hier meinen Laien-Senf dazugeben, wenn ich schon bezahlen darf: warum wir ein Stealth Flugzeug in Erwägung ziehen, erschliesst sich mir nicht: um sich unerkannt einem verirrten Passagierflugzeug zu nähern? Zu Beginn wurde die F35 als "Referenzvergleich" der Kandidaten zu 5. Gen "verkauft", jetzt wird er plötzlich als möglicher Auswahlsieger gehandelt? oookey... Für die Hauptaufgaben (Luftpolizei) ist wohl der Rafale der leistungsmässig beste Kandidat. Der Gripen der günstigste. Meine Wahl? Letzte Gen F-16: noch günstiger und absolut genügend für die ins Auge gefassten Aufgaben.
    • ands 26.07.2020 12:10
      Highlight Highlight Jeder Hersteller darf seine Offerte einreichen. So ist nunmal das Gesetz. Oder hätte man in die Anforderung einen ausreichend grossen Radarquerschnitt schreiben sollen?
      Es gibt Gerüchte, dass der F-35 nicht die teuerste Offerte sein werde.
      Der Gripen hat die Anforderungen übrigens nicht erfüllt und Saab hat die Offerte zurückgezogen.
    • i schwörs 26.07.2020 22:04
      Highlight Highlight ands soweit ich weiss werden Hersteller zur Offerteneinreichung eingeladen, das ist nicht einfach ein Jekami. Und deine ironische Bemerkung bezgl "genügend grossem Radarquerschnitt" kannst Du Dir sparen. Der Radarquerschnitt war kein Kriterium in der Ausschreibung, und ändert nix daran, dass der F35 zunächst als Vergleichsflugzeug 5th Gen) herangezogen wurde, und nicht als "echter Kandidat. Jedenfalls wurde das so der Öffentlichkeit kommuniziert. Zu den Preisangaben habe ich keine verlässliche Information, aber da verlass ich mich nicht auf "Gerüchte".
  • E.T 25.07.2020 21:14
    Highlight Highlight Man könnte die Luftpolizei outsourcen.. oder wer übernimmt für die vielen anderen Kleinstaaten diese Aufgabe? Für welche Länder ist die Schweiz zuständig? Lichtenstein und Monaco?
    • ands 26.07.2020 12:19
      Highlight Highlight Würde das weniger kosten?
    • E.T 26.07.2020 14:27
      Highlight Highlight Abgesehen vom WEF schon.. dieses müsste sich langsam selber finanzieren. Oder warum müssen arme CH Steuerzahler die Möchtigen und Reichen dieser Erde finanzieren beim Schutz?
  • Emil Eugster 25.07.2020 19:33
    Highlight Highlight Gebt uns Geld - aber ganz, ganz viel Geld - damit wir dann etwas kaufen damit, dass keiner braucht. Wir sagen auch nicht, was wir dann kaufen wollen aber gebt uns auf alle Fälle schon einmal ganz, ganz viel Geld.
    Warum? Darum!
    • E.T 25.07.2020 21:22
      Highlight Highlight Wenn es über der neuen Gotthardtunnel Baustelle bald Drohnenraser oder Drohnenterroristen hat? Wenn der Puttin mit seiner Cyberarmee einmarschiert? Wenn Trupmpl uns trojanische Jets liefert? Wenn Merkel die Rechtsextremis abschiebt? Wenn Aliens unseren Mond klauen wollen? Wenn Meteoriten unsere Gift Felder flachlegen? Wenn korrupte Politiker oder Bundesanwälte zusammen mit der SVP die Schweiz den Chinesen verkaufen will? Wenn ein Virus ins Land einreisen möchte?
  • Blues 25.07.2020 19:00
    Highlight Highlight Wir brauchen keine Kampfjets, denn diejenigen Länder gegen die wir uns verteidigen müssten haben:
    Land A: 2826 Kampfjets
    Land B: 1624 Kampfjets
    Land C: 1591 Kampfjets
    Zudem Nordkorea: 572 Kampfjets, da müsste unsere Luftwaffe mit ca. 40 Jets jeder 15 mal einen Volltreffer landen!

    Der Kampfjet der nahen Zukunft ist eine ferngesteuerte Drohne wo der Pilot keinen Angstschweiss verliert beim fliegen, er verliert im Kampf nur eine Drohne und die nächste ist schon wieder parat.
    • ands 25.07.2020 22:39
      Highlight Highlight Du bist militärstrategisch irgendwo zwischen 1960 und 1980 hängen geblieben.
      Gleichzeitig bist du technologisch einige Jahrzehnte voraus. Deine Drohnen befinden sich noch nichtmal in der Planung, geschweige denn in der Entwicklung. Sollte sich jetzt jemand entschliessen, eine solche Technologie zu entwickeln, können wir vermutlich in 40 Jahren beim Ersatz für die Jets, die wir jetzt beschaffen, die "Papierflieger"-Diskussion erneut führen...
    • Blues 26.07.2020 00:19
      Highlight Highlight Dann mach dich mal schlau: in 10 Jahren ist die Taranis auf dem Markt!!
      Die Entwicklung des Taranis-UCAV wird von BAE Systems geleitet, an dem Programm beteiligt sind aber auch Rolls-Royce, General Electric, QinetiQ und das britische Verteidigungsministerium. BAE Systems ist für die Konstruktion, die Tarnkappentechnik und die Flugsteuerung und -erprobung verantwortlich. QinetiQ entwickelt die Künstliche Intelligenz für den autonomen Flug und GE Aviation Systems steuert die Avionik bei. Das Fluggerät wird von einem Rolls-Royce Turbomeca-Adour-MK951-Turbofan angetrieben.
    • ands 26.07.2020 13:22
      Highlight Highlight Taranis ist weder zur Wahrung der Lufthoheit noch für den Luftpolizeidienst vorgesehen. Es ist ein Angriffsflugzeug. Habe ich etwas verpasst und die Schweiz plant demnächst Länder auf anderen Kontinenten anzugreifen?
  • meglo 25.07.2020 18:49
    Highlight Highlight Ich kann mir auch mit viel Fantasie nicht vorstellen, weshalb die Schweiz ein amerikanisches Kampfflugzeug kaufen sollte, wenn wir ein solches auch bei unseren Europäischen Nachbarn kaufen können. Die USA ist zur Zeit als Handelspartner etwa so vertrauenswürdig wie ein Händler auf einem türkischen Basar.
  • MaxHeiri 25.07.2020 18:47
    Highlight Highlight Wieso kauft man eigentlich keine Flieger bei den Russen oder Chinesen? Kosten bestimmt weniger
    • SR 210 25.07.2020 19:15
      Highlight Highlight Weil all unsere Systeme NATO-Kompatibel sind und auch unsere Radartechnik auf EU- und US-Satelliten basieren. Eine Umrüstung der ganzen Technik würde das Budget dann vollends sprengen. Weiter ist es mit den westlichen Partnern einfacher Rückkoppelungsabkommen zu schliessen als de östlichen. Obschon schon mehrfach aufgezeigt wurde, dass diese die ganze Beschaffung verteuert will der NR und SR darauf nicht verzichten.
    • -V- 25.07.2020 19:20
      Highlight Highlight weil die schweiz zum westen gehört...
    • The Destiny // Team Telegram 25.07.2020 20:27
      Highlight Highlight Nicht kompatibel mit Nato Systemen und anderen aktuellen Systemen.
  • elias776 25.07.2020 18:18
    Highlight Highlight bei amerikanischen Jet gibts ein klares Nein von mir
  • BetterTrap 25.07.2020 18:00
    Highlight Highlight Wir könnten das Geld auch sinnvoll investieren...
  • soulpower 25.07.2020 17:55
    Highlight Highlight In Bezug auf den Titel würde ich sagen: "Hoffentlich springt am Schluss kein Amerikaner, noch irgendein anderer Hersteller, aus der Büchse." Falls man dann militärisch noch irgendetwas defensives braucht, sollte eine gute Flugabwehr genügend Schutz bieten und wäre wesentlich billiger.
    • ands 25.07.2020 18:06
      Highlight Highlight Nur leider ist die bodengestützte Luftabwehr für jede potentielle Bedrohung tödlich. Vielleicht leisten wir uns besser ein paar Jets, als das wir jedes Flugzeug mit Funkproblemen vom Himmel schiessen...
    • Drunken Master 25.07.2020 18:08
      Highlight Highlight Flugabwehr, ja genau! Dann kann man einfach alle privaten und zivilen Flieger die sich z.Bsp. in für sie gesperrte Zohnen verirren oder ohne Erlaubnis über die Schweiz fliegen einfach vom Himmel holen gell. Nachsitzen, aber dalli!!!
    • sephiran 25.07.2020 18:52
      Highlight Highlight @ands haha stark👍🏼
    Weitere Antworten anzeigen
  • Carry62 25.07.2020 17:43
    Highlight Highlight Und sofort sind alle wieder Flugzeug-Beschaffungs-Experten 😂
  • Lowend 25.07.2020 17:33
    Highlight Highlight Dieser Satz „Niemand habe den Gesamtüberblick, sagt Programmleiter Winter, auch er selbst nicht.“ steht exemplarisch für dass, worüber die Schweizer Bevölkerung abstimmen wird.

    Keiner weiss worüber man da abstimmt und das einzig sichere ist, dass es mit ca. CHF 24‘000‘000‘000.- sauteuer werden wird.
    • 7immi 25.07.2020 18:08
      Highlight Highlight @lowend
      24 Mia? Du hast also die Betriebskosten auch gerade mitgerechnet? Dir ist hoffentlich bewusst, dass diese Kosten so oder so anfallen? Denn ob man die Flugzeuge selber betreibt oder die Dienstleistung einkauft dürfte unter dem Strich keinen Unterschied machen.
    • ands 25.07.2020 18:08
      Highlight Highlight Doch, man weiss worüber man abstimmt. Es geht um Kampfflugzeuge. Man kennt sogar das Kostendach. In anderen Bereichen stimmt man über Verfassungsartikel ab ohne dass geklärt wäre, wie diese Artikel umgesetzt werden und was das kosten wird.
      Das Volk entscheidet, ob es Kampfflugzeuge will. Die Verwaltung entscheidet, welcher Flugzeugtyp die Anforderungen am besten erfüllt.
    • Lowend 25.07.2020 20:01
      Highlight Highlight Wie man sieht, weiss man eben genau gar nicht, worüber man abstimmen soll. Die eine sagen es gehe um Flugzeuge oder keine Flugzeuge, die anderen behaupten, dass man sonst Leistungen mieten soll und der dritte sagt sicher, dass es so wie so egal ist, wie diese 24 Milliarden verbraten werden, wenn das Volk mal Ja zu diesem Blancocheck für das VBS sagt. Ich sage dazu entschieden NEIN!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 25.07.2020 17:32
    Highlight Highlight Eine „technokratische“ Evaluation ist das einzige richtige...

    Alles andere sind Vorurteile, Bauchgefühle, Politik und Vetternwirtschaft...
    • Neruda 25.07.2020 18:12
      Highlight Highlight Waffendeals sind immer Politik. Und waren es auch immer.
    • Völkerrechtler 25.07.2020 18:20
      Highlight Highlight Man sollte dann aber auch noch evaluieren, ob es das teure Spielzeug überhaupt braucht...

      Allerdings sollte dann die Evaluation vorzugsweise nicht vom VBS etc. durchgeführt werden...
  • Goldjunge Krater 25.07.2020 17:24
    Highlight Highlight F35 🥰
    • Platon 25.07.2020 17:43
      Highlight Highlight @Goldjunge
      Flüchtlingen kein Rappen, aber wenn es um ein dummes Spielzeug geht, dass nicht mal dir persönlich was bringt, soll mit Geld um sich geworfen werden. So eine Einstellung ist einfach nur menschenverachtend!
    • balzercomp 25.07.2020 17:58
      Highlight Highlight Es ist aber nicht die Senkrechtstartervariante, die die Schweiz bekommen soll.
    • Max Dick 25.07.2020 19:06
      Highlight Highlight @Platon: Kampfjets dienen der Sicherheit der CH-Bevölkerung. Tun das die Flüchtlinge auch?
    Weitere Antworten anzeigen
  • _stefan 25.07.2020 17:20
    Highlight Highlight Besser keine US-Jets kaufen. Wir sollten möglichst neutral in das kommende Schutzmacht-Mandat zwischen den USA und China starten 😉
    • Blues 25.07.2020 19:02
      Highlight Highlight Leider sind die US Jets das Beste vom Besten, alle anderen sind nur Flieger.
    • BVB 25.07.2020 19:40
      Highlight Highlight Lieber die USA als China
  • Posersalami 25.07.2020 17:19
    Highlight Highlight Das Gebahren der USA sich einen Scheiss um abgeschlossene Verträge zu scheren verbietet es eigentlich, dort noch etwas zu kaufen wenn man dann Jahrzehnte auf Logistik etc. angewiesen ist.

    Eurofighter und Rafale haben diese Abhängigkeit nicht, sogar die Lenkwaffen stammen komplett aus europäischer Produktion.
  • Randen 25.07.2020 17:12
    Highlight Highlight Natürlich wird es ein Amerikaner. Sonst machen die USA wegen der Nationalbank usw. stunk.
  • Emil22 25.07.2020 17:08
    Highlight Highlight Technokratie pur. Wenn da mal bloss nicht der Blick aufs grosse Ganze verloren geht.
  • PeterausLuzern 25.07.2020 17:04
    Highlight Highlight Solange Amerikanische Jets zur Auswahl stehen, gibt's ein klares Nein von mir!
    Mit dieser Nation sollte man militärisch als "neutrale Schweiz" so wenig wie möglich zu tun haben.
    • Max Dick 25.07.2020 19:07
      Highlight Highlight "Mit dieser Nation" soso. Und dank wem geniesst Europa seit 75 Jahren Friede, Freiheit, Wohlstand und Demokratie?
    • The Destiny // Team Telegram 25.07.2020 20:30
      Highlight Highlight @Max, Russland, UK, F?
  • bruuslii 25.07.2020 16:53
    Highlight Highlight eigentlich bin ich dafür eine vernünftige luftwaffe mit einem vernünftigen flugzeug.

    deals mit den amerikanern kann ich aber aus wirtschaftsethischen überlegungen überhaupt nicht befürworten!
  • Neemoo 25.07.2020 16:47
    Highlight Highlight Lieber hätte ich eine stabile Wirtschaft, eine stabile Krankenpflege als diese lächerlichen "Fliegerli"!
    • Neemoo 25.07.2020 17:58
      Highlight Highlight Uiii jetz kommen sie wieder die lustigen Flügerlis und Blocherlis mit ihren Blitzer...
    • ands 25.07.2020 18:25
      Highlight Highlight @ Neemoo: Wie wär's mit allen dreien? Oder schliessen sich die Optionen aus?
      Insbesondere die stabile Wirtschaft dürfte ganz schnell zusammenbrechen, wenn es eine Krise gibt, auf die die Schweiz nicht reagieren kann.
    • Hugo Hugentobler 25.07.2020 18:26
      Highlight Highlight Nemo, bereits die (rückblickend relativ harmlose) Coronapandemie hat dafür gesorgt, dass unser Nachbar Deutschland von der Schweiz gekaufte und bezahlte Masken, welche zufällig durch Deutschland transportiert wurden, zurückhielt. Man stelle sich eine wirklich schlimme Pandemie oder ähnliches vor. Wer garantiert uns dann, dass unsere Nachbarn nicht plötzlich unsere Frachtflugzeuge abfangen und sich Güter holen? Die Coronapandemie hat in meinen Augen gezeigt, dass die geopolitische Stabilität nicht mal unter Freunden in Europa wirklich gegeben ist, sobald die K*cke am Dampfen ist.
    Weitere Antworten anzeigen

Franziskus im Vatikan – oder der «letzte Aufschrei einer sterbenden Religionsdiktatur»

Der Vatikan bestimmt, dass in Zukunft ausschliesslich geweihte Geistliche Pfarrgemeinden leiten dürfen. Für viele Pfarreien ist dies ein Desaster.

Wie wurde er gefeiert, als er den katholischen Thron bestieg: Die Kirche jubelte, als Papst Franziskus das Pontifikat 2013 übernahm. Als Papst der Armen, wurde er gefeiert. Bescheiden, unkonventionell, volksnah. Einer, der den hedonistischen Vatikan aufmischen und einen neuen Stil in die Kirche bringen werde.

Und heute?

Die Bilanz ist alles andere als berauschend. Der argentinische Papst erweist sich als konservativ und in religiösen und theologischen Fragen mehr als traditionell. Von Aufbruch …

Artikel lesen
Link zum Artikel