Schweiz
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So wird die Schweiz bis 2030 CO2-neutral – wenn es nach der Unia geht

Das ist überraschend: «Work», die Gewerkschaftszeitung der Unia, präsentiert auf 19 Tafeln, wie die Schweiz bis 2030 CO2-neutral werden kann. Genau so, wie das die Klimajugend fordert – und 20 Jahre früher, als es der Bundesrat als machbar ansieht. Die Nationalbank soll 100 Milliarden investieren.

Othmar von Matt / ch media



Die Forderung der Klimastreiker

Schon am Freitag treffen Klimaschützer auf 30 Radrouten in Bern ein. Und am Samstag sind es 31 Extrazüge aus Genf, St. Gallen, Luzern, Basel und Zürich, die im Hauptbahnhof Bern einfahren. Zwischen 50'000 und 100'000 Personen dürfte die nationale Klimademo mobilisieren, glauben Insider. Die Klima-Allianz mit 80 Organisationen ruft zur Demo auf.

Just am Tag vor der nationalen Demonstration präsentiert «Work» einen spektakulären Plan: Wie die Schweiz bis 2030 CO2-neutral werden kann. «Wir wollen zeigen, dass eine Netto-Null-Schweiz in Sachen CO2 machbar ist, wie sie die Klimastreikenden verlangen. Praktisch, technisch, politisch - und sozial», sagt Marie-Josée Kuhn, die Chefredaktorin der Zeitung der Gewerkschaft Unia.

Der Hotelbesitzer (und ehemaliger SP Nationalrat) Peter Bodenmann in seinem Hotel in Brig, aufgenommen am 13. November 2003.   (KEYSTONE/Gaetan Bally)  : FILM, Mittelformat]

Peter Bodenmann Bild: KEYSTONE

«Wir müssen nicht bis 2050 warten, wie das der Bundesrat will.»

Bisher habe noch niemand in der Schweiz konkret aufgezeigt, wie ein solcher öko-sozialer Umbau gelingen könnte, sagt Kuhn. «‹Work› tut es. Und ich bin stolz darauf.» Der Plan stamme von einer Gruppe von Energie-und-Technologie-Experten, die seit 15 Jahren die «Technik-Umwelt-Politik»-Rubrik «Rosa Zukunft» von «Work» bespiele.

Hinter dem Pseudonym «Rosa Zukunft» dürfte sich unter anderem der Hotelier Peter Bodenmann verstecken. Das zeigen Recherchen. «P.S.», die linke Zürcher Zeitung, schrieb schon 2016, Bodenmann propagiere via «Work» regelmässig die «Rosa Zukunft». Er war SP-Präsident zwischen 1990 und 1997.

Peter Bodenmann selbst will dies auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Seine Handschrift hinter dem Konzept scheint aber unverkennbar. Kern ist eine hohe Lenkungsabgabe mit voller Rückerstattung, wie er sie schon als SP-Präsident propagierte. Dafür hatte die SP 1991 die Studie «Umweltabgaben für die Schweiz» von Ruedi Meier und Felix Walter erstellen lassen. Die Abgabe soll sozialverträglich sein und verträglich für die Randregionen. Dazu kommen Gebote und Verbote, die nach 2030 überflüssig würden.

«Das Konzept misst der Nationalbank (SNB) eine zentrale Rolle für die Umbaupläne bei.»

Die SNB verfügt über Devisenreserven von deutlich über 800 Milliarden Franken. Die SNB halte knapp 300000 Aktien der «First Cannabis Company» von Nordamerika, heisst es im Konzept. Statt Cannabis-Aktien zu kaufen, solle Nationalbank-Chef Thomas Jordan besser den schnellen ökologischen Umbau der Schweiz finanzieren. Mit 100 Milliarden zinsfreien, aber rückzahlbaren Darlehen.

Die Nationalbank soll die Gelder in verschiedenste Projekte investieren. Im Inland zum Beispiel könnte sie den ökologischen Wohnbau fördern, in Nordafrika die Produktion von Windenergie und von synthetischem Heizöl. Damit würde die Versorgungs-Sicherheit verbessert. In Äthiopien könnte die Nationalbank einen besonderen Schritt tun, wenn sie 800 Millionen Bäume finanziert, heisst es im Konzept. In diesem Land verschwanden in den letzten 100 Jahren 90 Prozent der Bäume.

SVP Nationalrat Christoph Blocher (links) und sein aergster Widersacher SP Nationalrat Peter Bodenmann (rechts) streiten sich am Freitag 4. Dezember 1998 in der Sendung Arena von SF 1 unter der Leitung von Filippo Leutenegger (mitte) zum Thema Fusion und Politik. (KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI)

Peter Bodenmann (rechts) mit Christoph Blocher (links) und Moderator Filippo Leutenegger 1998 in der Arena des Schweizer Fernsehens. Bild: KEYSTONE

Ein Baum nimmt pro Jahr 100 Kilo CO2 auf. 100 Bäume reichen aus, um die 5 Tonnen CO2 zu kompensieren, die ein Schweizer pro Jahr produziert. Die 800 Millionen Bäume würden für einen Baum pro Einwohnerin und Einwohner der Schweiz stehen:

«800 Millionen Bäume würden das CO2 von 8 Millionen Schweizerinnen und Schweizern kompensieren.»

Der Umbau-Plan ist nicht nur auf die Schweiz ausgerichtet. Wind- und Solarstrom sollen auch im Ausland produziert werden. Dafür brauche es einen «nicht-imperialen Marshallplan mit und für Afrika», heisst es im Konzept. Ganz in der Logik des deutschen Entwicklungsministers Gerd Müller. Dieser schrieb in der deutschen «WirtschaftsWoche» von einer «Ökologisierung der Entwicklungszusammenarbeit» (siehe Box).

Ökologisierung der Entwicklungszusammenarbeit

Der Schlüssel zur Bewältigung der globalen Energiekrise liege in den Entwicklungsländern. «Dort müssen wir uns viel stärker mit Know-how und Investitionen engagieren», schrieb der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) in der deutschen «WirtschaftsWoche» – unter dem Titel: «Die Lösung für unsere Energieprobleme liegt in Afrika».

Die deutschen Klimaziele seien selbstverständlich «ein wichtiger Beitrag zur globalen Klimawende», betonte Müller. Entscheidend für das Weltklima sei jedoch, was in den Schwellen- und Entwicklungsländern passiere. «Darum will Deutschland seinen Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung auf vier Milliarden Euro verdoppeln.» Es brauche eine «Ökologisierung der Entwicklungszusammenarbeit».

Vor allem in der Zusammenarbeit mit Afrika gebe es sehr grosse Chancen: «Wenn wir dort klimaneutral Energie produzieren, können wir die Klima- und Energieprobleme weltweit lösen.»

Das «Work»-Konzept enthält ein ganzes Bündel an Massnahmen, die den öko-sozialen Umbau der Schweiz ermöglichen sollen. Unter anderem auch ein Verbot von Kurzstreckenflügen unter 600 Kilometern.

Massnahme: Der Strassenverkehr wird elektrisiert

Statt 10 Millionen Parkplätze seien in der Schweiz längerfristig nur noch zwei Millionen nötig. Und statt 3.6 Millionen Fahrzeuge weniger als eine Million, steht im Konzept. Viele Jugendliche machten gar keinen Führerschein mehr, weil sie den öffentlichen Verkehr nutzten. Die verbleibenden Autos würden elektrisiert. «Volkswagen» als grösster Autokonzern der Welt setze auf das Elektroauto. Es werde bereits in wenigen Jahren billiger sein als ein Benzin- oder Dieselfahrzeug.

Massnahme: Den Energieverbrauch von Wohnungen senken

In der Schweiz gibt es 1.4 Millionen Wohngebäude. Mehr als eine Million müssten früher oder später total saniert werden. Der Energieverbrauch lasse sich aber auch für nicht sanierte Gebäude nahezu halbieren. Dazu brauche es Kellerdecken, Isolierungen des Dachbodens, neue Fenster und neue Pumpen und Steuerungen. Statt 160 Kilowattstunden Öl pro Quadratmeter und Jahr verbrauche ein derart teilsaniertes Haus nur 20 Kilowattstunden Solar- oder Windstrom.

Massnahme: Verbot von Kurzstreckenflügen

Der Flugverkehr trage viel zur menschengemachten Klimaerwärmung bei. In der Schweiz der Vielflieger entspreche das 20 Prozent. Doch Flugzeuge könnten auch mit klimaneutralem Kerosin fliegen. Die Kosten pro Liter synthetischem Kerosin werde bis 2030 auf einen Franken sinken. Das verteuere das Fliegen massvoll und sozialverträglich: einen Flug nach Mallorca um 20 Franken, einen nach New York um 150 Franken. Im Konzept wird aber auch ein Verbot von Kurzstreckenflügen unter 600 Kilometer propagiert. Damit wären zum Beispiel Flüge nach Paris verboten. Sie würden dank schnellerer Bahnen überflüssig.

Massnahme: Lenkungsabgabe mit Rückerstattung

Als zentralen Treiber des ökologischen Umbaus sieht das Konzept eine Lenkungsabgabe vor, die auf fossile Energieträger erhoben wird. Der Preis pro Tonne ausgestossenes CO2 soll von 130 Franken im Jahr 2022 auf 210 Franken im Jahr 2030 ansteigen. Ziel ist es, die Einnahmen, die mit der Lenkungsabgabe verbunden sind, der Bevölkerung vollumfänglich zurückzuerstatten.

Massnahme: Solarstrom aus den Alpen

Bild

Die Forschungsgruppe Erneuerbare Energien der ZHAW Wädenswil testet sogenannte bifaziale Solaranlagen ob Davos. Im Gegensatz zu monofazialen Anlagen nutzen sie die Solarstrahlung auch auf der Modulrückseite zur Stromerzeugung. bild: ZHAW

Sogenannte bifaziale Solaranlagen erzielen einen massiv höheren Wirkungsgrad als monofaziale. Sie können das einfallende Sonnenlicht nicht nur über die Vorder-, sondern auch über die Rückseite nutzen. Die Forschungsgruppe Erneuerbare Energien der ZHAW Wädenswil testet sie zurzeit oberhalb von Davos auf 2000 Metern. Sie sollen da fast doppelt so viel Strom produzieren wie Anlagen auf dem Dach etwa in Olten. Und produzieren im Winter wegen der höheren Einstrahlung und des Schnees gleich viel Strom wie im Sommer. «Bergkantone wie Wallis, Uri, Tessin oder Graubünden müssten sofort mit grossen Testanlagen starten», steht im Konzept.

Massnahme: Vorsorge gegen Blackouts

Die Schweiz brauche neu kleinzellige, abschottbare, regionale Stromnetze, die über Notstromaggregate oder Brennstoffzellen als zuschaltbare Stromgeneratoren verfügten, heisst es im Konzept. «Diese befreien uns von den drei Plagen: Blackouts, Dunkelflauten und Verbrauchsspitzen.» Diese dezentralen Notstromanlagen müssten eine unterbrechungsfreie Kapazität von mindestens 10000 Megawatt Leistung aufweisen. Zudem könnte die Schweiz künftig 110 Milliarden Kilowattstunden Energie in Öl-Pflichtlagern der Händler und in privaten Heizöltanks lagern. Sie könnten auch mit synthetischem, klimaneutralem Heizöl gefüllt werden.

Was die Wahlen bringen

Dass die Unia in ihrer Zeitung «Work» ein öko-soziales Umbau-Konzept für die Schweiz propagiert, hat mit den Interessen der Gewerkschaft zu tun. «Die Klimakrise ist ein zentrales Thema auch der Unia», sagt Chefredaktorin Kuhn. Es gehe um technologischen Wandel, um Arbeitsplätze, um Industriepolitik und Lebensqualität. «Niemand hat mehr Interesse an der Erreichung der Pariser Klimaziele als die Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen und Renten», sagt sie. «Diese leiden am meisten, wenn es immer wärmer wird.»

Für Hotelier Peter Bodenmann ist klar: SP und Grünliberale seien in Sachen Umbau konzeptionell «noch etwas schwach auf der Brust». Am wenigsten hätten die Grünen zu bieten: «Sie profitieren vom Namen, von der Marke Grün.»

Bodenmann ist dennoch überzeugt, dass die linken und grünen Parteien zumindest einen «kleinen Wahlsieg» landen. Dann werde, angesichts der dramatischen Umweltveränderungen, in zwei Jahren «alles neu gedacht und konzipiert». Je klarer der Wahlsieg werde, desto rosiger sei die ökologische Zukunft, hält der Hotelier fest. Und nichts würde dafür mehr nützen als der Abbruch eines Teils des Mont Blanc Gletscher.

Zynismus, wie er typischer nicht sein könnte für Peter Bodenmann. (aargauerzeitung.ch)

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  • Peter Vogelsanger 29.09.2019 10:39
    Highlight Highlight Es gibt zwar einige ungewöhnlich und gute Aussagen in diesem "Plan". So gesehen ist es ein guter Vorschlag. Aber mit diesem Plan ist das Ziel niemals zu erreichen oder allenfalls nach 2050 für CO2 allein. Die Abgaben müssen sehr viel schneller sehr viel höher steigen, als da behauptet wird (ergibt auch mehr Rückverteilung).
    Nämlich auf die Höhe der Kosten der CO2-Entfernung aus der Luft. Liegt im Moment bei ca. 650 Fr pro Tonne CO2 (ca. 1.60/L Kerosin/Heizöl/Diesel, bei industrieller Umsetzung bei 200, ca. 50 Rp/l). Eine zielführender Plan ist hier beschrieben: http://bit.ly/schnell-netto-null
  • Hillman 28.09.2019 08:09
    Highlight Highlight Liebe "Klimaschützer": Wo setzt ihr im Bereich der Massentierhaltung an? Es ist erwiesen dass diese - das Methan eingerechnet - über 51% des Klimaeffektes ausmachen! Die Fliegerei jedoch nur zwischen 3-6%!
    Wir brauchen mehr sachdienliche, effektive und vor allem EFFIZIENTE Massnahmen und keine oberflächlichen Pflästerliaktionen!
    https://www.simply-live-consciously.com/deutsch/ern%C3%A4hrung-umwelt/51-der-treibhausgase/
  • LLewelyn 28.09.2019 07:53
    Highlight Highlight Das mit der Nationalbank ist eine ganz, ganz schlechte Idee. Die SNB ist primär dazu da, unser Geld stabil zu halten (innen wie aussen - was eigentlich ein unmöglicher Zielkonflikt ist). Die Devisenbestände hat sie in den vergangenen Jahren mit frisch „gedruckten“ Franken (sozusagen auf Pump) gekauft. Davon jetzt ein Teil in illiquide Anlagen zu investieren, wäre gefährlich. Vermutlich ist es sowieso ein historischer Irrtum die SNB als „Bank“ zu betrachten - das ist eine ganz eigene Art an Institution.
  • cheeky Badger 28.09.2019 07:08
    Highlight Highlight Auf so eine Publikation habe ich lange gewartet. Konkrete Massnahmen und ein griffiges Konzept.

    Ich hoffe das wird jetzt Medial von allen Seiten aufgenommen und verbreitet. Im Gegensatz zu den polarisierenden Demos, kann man darüber wirklich nur sachlich diskutieren.

    Ich hoffe auch Watson belässt es nicht bei diesem einen Artikel und bleibt dran.
  • Ichwillauchwassagen 28.09.2019 02:01
    Highlight Highlight Wenn das funktionieren soll, fehlt ein wichtiger Punkt:
    Einsprachen gegen jegliche Neu- und Umbauten werden nicht zugelassen.
    Weiter wird der Heimatschutz abgeschafft.
    Nur so kann es vorwärts gehen ohne künstliche Verzögerungen von Gerichten.
    Wie sonst kann man z.B. schnellere Zugtrassen bauen?
    In Ländern wo Hochgeschwindigkeitszüge fahren haben diese eigene, meist hochgebaute Schienen.
    Auch um dem ÖV Platz zu geben geht es in die Höhe oder alternativ in Tunnel. Da würde es in beiden Fällen Einsprachen hageln
  • SGR 28.09.2019 01:20
    Highlight Highlight Was mich zum Thema E-Auto mal interessieren würde ist, wie Wohnungsmieter auf Elektroautos umsteigen sollen wenn sie gar keine Möglichkeit haben zu Hause das Auto zu laden ?
    Bei uns ist z.B. folgende Situation.
    Zweifamilien Haus, 60 Jahre alt mit entsprechender Elektroinstallation.
    Parkieren wird gegenüber, auf der anderen Strassenseite, auf einem Kiesplatz (anderer Grundstückeigentümer) geduldet.
    Keine Chance also eine Ladestation zu installieren. Nächstgelegene Stromtanke zu Fuss nicht unter 25min erreichbar. Auto über Nacht dort stehen lassen ist keine Option wegen Richterlichem Verbot
    • Luzifer Morgenstern 28.09.2019 02:06
      Highlight Highlight Ich denke, du hast heute sicher absolut recht. Ich wohne nicht bei dir.

      Und ich denke auch, mittelfristig gehört es zu den Gesetzen der Marktwirtschaft, dass sich Angebot und Nachfrage GEGENSEITIG pushen.

      Bessere ÖV fördern den Verzicht auf das eigene Auto, sagt der Luxus-Krüpel ohne Führerschein in der Stadt Zürich. (Sent from Genossenschaftswohnung...)

      Ich bin sicher, dass der Tag kommt, wo man eine Wohnung ohne Auto-Lader so schräg anschaut, wie man heute eine Wohnung betrachtet, in der man nicht gleichzeitig staubsaugen und bügeln kann. (Ich denke, bei 60 Jahren kennst du das.)
    • p4trick 28.09.2019 08:03
      Highlight Highlight Das sinnvollste Autos aufzuladen wäre es überall dort wo Autos über Tag stehen Solardächer zu installieren.
      Es wäre absolut unsinning EAutos über Nacht zu laden!
      Die Frage wäre auch, braucht jeder ein Auto? Wäre ein 45er Ebike eine Option das 1.5kWh Strom pro 100km verbraucht und so 10mal weniger als EAutos? Es gibt auch bereits kleinst Autos die viel viel weniger Energie benötigen als ein Tesla! Alle denken immer an den Tesla doch verbrauchen diese protzigen Autos viel zu viel weil sie auch viel zu schwer sind
    • DerHans 28.09.2019 09:54
      Highlight Highlight SGR analysieren sie mal ihr Fahrverhalten. Brauchen sie wirklich ein Auto? Wenn ja, was sind ihre alltäglichen Strecken? 40km, 100km, 400km? Wohin fahren sie mit dem Auto? Zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Training, usw? Gibt es an irgendeinem meiner Orte die ich anfahre eine Lademöglichkeit? Ich habe diese Analyse für mich gemacht und bereue keine Sekunde meinen E-Autokauf auch ohne Steckdose zuhause. Es ist zu Beginn eine kleine Umstellung, nach kurzer Zeit kann man sich aber nicht mehr vorstellen wie man früher extra tanken fuhr.
  • Yippie 28.09.2019 00:38
    Highlight Highlight CO2-neutral bis 2030 wird realistisch gesehen nicht möglich sein. Einerseits funktioniert unser demokratischer Prozess dafür zu langsam und andererseits können wir einfach nicht so rasch genügend Personal bereitstellen in den entsprechenden Bereichen.

    Aktuell installieren wir in der Schweiz ca. 0.3 GW PV-Leistung pro Jahr. Für eine CO2-neutrale Schweiz mit Elektromobilität und Wärmepumpen für die Wärme müsste man die Installation auf ca. 3 GW pro Jahr erhöhen also in etwa verzehnfachen. Finanziell und technisch machbar, aber das Personal (Planer, Installateure) auszubilden ist das Problem.
    • Luzifer Morgenstern 28.09.2019 02:12
      Highlight Highlight Ich finde deinen Kommentar toll.

      Zum Artikel möchte ich aber noch anfügen, dass hier davon ausgegangen wird, dass es sich um eine globale Herausforderung handelt.

      Die Promoter der Propaganda geben also davon aus, dass wir unsere eigenen Versäumnisse dadurch kompensieren können, dass wir im Ausland aktive Gegenmassnahmen ergreifen. - Zugegeben, ambitiös!
    • Antinatalist 28.09.2019 03:45
      Highlight Highlight Die bisherige CO2-Reduktion der letzten Jahre wurde massgeblich mit CO2-Zertifikaten erkauft. Der Netto-CO2-Ausstoss liegt in etwa bei der fünfachen Menge dieser fünf Tonnen, die hier als Emission veranschlagt werden.

      Mit den CO2-Zertifikaten erkauft sich die Schweiz etwa 30% Reduktion. Rechnet man die Zahlen hoch, nehmen wir die 14 Tonnen zzgl. Flug- und Schifffahrt (mind. nochmals 5 Tonnen), dann kommen 30 Tonnen CO2 netto. Das wäre dann der effektive Wert, den Herr und Frau Schweizer im Schnitt ausstossen. Eine beachtliche Menge, die mit 800 Millionen Bäumen kaum zu neutralisieren sind.
    • p4trick 28.09.2019 08:07
      Highlight Highlight @Yippie: du sagst zuerst "realistisch nicht möglich" und dann "finanziell und technisch machbar aber". Also zeigst du uns eine Herausforderung auf und die Frage müsste heissen "welche Leute können wir ausbilden um die Installation pro Jahr zu verzehnfachen?"
      So haben wir bereits den Lösungsansatz und wir sehen: "realistisch machbar"
      Optimisten braucht das Land!
  • Michael Heldner 28.09.2019 00:28
    Highlight Highlight Nun wenn das Elektro Auto denn mal billiger wird als ein vergleichbarer Benziner, kann man über den Wechsel nachdenken. Und das viele junge keinen Führerschein machen ist mir neu. Kenne genug die ihn zwingend wegen ihrer Arbeit machen. Am Leben hält unsere Wirtschaft die Schichtarbeit. Die Leute arbeiten zu Zeiten da fährt kein ÖV.
    • Dominik Treier 28.09.2019 00:58
      Highlight Highlight Nun gerade letzteres würde ich doch stark bezweifeln... Schichtarbeit gibt es zwar, dass dann kein ÖV fährt müsste aber nicht sein und seltener wird sie mit der Automtisierung auch, vor allem in der Produktion, denn keiner möchte die hohen Schichtlöhne Zahlen. Im Gesundheits- oder Sicherheitsbereich wird sie zwar nötig bleiben aber um 10 Abends fährt der ÖV noch oder sollte er sicher mal und um 5 morgens definitiv auch...
    • SGR 28.09.2019 03:01
      Highlight Highlight @Dominik
      Du kennst Schichtarbeit oder unregelmässige Arbeitszeitenoffenbar nur vom hören sagen, ja ?
      Sag mal einem Bäcker er soll mitten in der Nacht mit dem ÖV zur Arbeit...
      ...oder einem Schichtarbeiter der um 5Uhr auf der Matte stehen muss aber einen Arbeitsweg von 40km hat
    • p4trick 28.09.2019 08:13
      Highlight Highlight @SGR: 40km geht hervorragend per 45er ebike und einem Verbrauch von 0.4kWh Strom.
      Und wenn jetzt einer kommt "und wenn es regnet?"
      Renault Twizzy verbraucht 6kWh pro 100km also 2.4kWh für die Strecke. Und der Twizzy ist auch günstiger als ein Benziner.
      Der Bäcker muss nicht mit einem 100k Tesla zur Arbeit!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabbi Jussuf 28.09.2019 00:18
    Highlight Highlight Immerhin, die doppelseitigen Solarzellen in den Bergen könnten etwas bringen. Lawinenverbauungen sehen auch nicht schöner aus.

    Den Rest kann man ziemlich sicher in der Pfeife rauchen. Gibt wenigstens warme Luft.
  • Auric 27.09.2019 23:26
    Highlight Highlight Let's do the math:
    "Notstromanlagen müssten eine unterbrechungsfreie Kapazität von mindestens 10000 Megawatt Leistung aufweisen." Aha, also das KKW Mühleberg hat 373 MW dann wollen die also 27 Stück davon (leistungsmässig) im standby... oder vom modernsten Gaskraftwerk Irsching gerade mal schlappe 7 Stück
    Play Icon


    und die sollen schön warm gehalten innert kürzester Zeit den Flatterstromwahnsinn abhalten.

    Warum bestätigt sich meine Befürchtung das die linken und roten alle das kleine 1 x 1 nicht können... jedes mal?
    • Antinatalist 28.09.2019 21:11
      Highlight Highlight Lass uns dieses "müssen" streichen. Notstromanlagen sind unnötiger Luxus. Es geht auch ohne. Frag' mal bei den Sentinelesen, Jarawas, Hadzas, Nenzens, Brus, Sans und über 100 andere Völkern nach. Die können das!
  • Antinatalist 27.09.2019 23:14
    Highlight Highlight Die Solarpanels sollen also nach Afrika, um Strom für Europa zu produzieren?

    Ich finde zwar den ganzen Bericht ganz gut, aber ab 8:38 min. kommt eigentlich sehr deutlich zum Vorschein, dass die "zivilisierte" Gesellschaft ein Problem ist. Gegen Ende wird's dann immer deutlicher. Hat jetzt nur peripher mit dem Klimawandel zu tun. Es geht viel mehr darum, dass wir, die "Entwickelten", die Ursache für geradezu alle terreschen Probleme sind und dieses zuerst einmal beheben sollten, ja müssen.

    Play Icon
    • Antinatalist 28.09.2019 14:22
      Highlight Highlight *terrestrischen natürlich. Nachts sollte man glaub besser schlafen... -_-
  • Blaubar 27.09.2019 22:59
    Highlight Highlight CO2 IST praktisch neutral, also hört auf zu stürmen! (Oder macht einen Versuch: Eine Flasche mit CO2 und eine mit Luft gefüllt an die Sonne stellen, dann Temperatur darin messen). Genau, beide bleiben praktisch gleich warm, und das bei 100% CO2, komisch, nicht?)
  • Gipfeligeist 27.09.2019 22:34
    Highlight Highlight Warte, hab ich das richtig gelesen: Die SNB besitzt 800 Mrd. Franken?
    Wenn dieses Geld nur Zahlen im System sind, was hindert uns dann daran, es intelligent zu verwenden?
    • Rabbi Jussuf 28.09.2019 00:22
      Highlight Highlight Wenn du mehr brauchst, dann druckt dir die SNB zur Not sicher noch ein paar Nötli.
      Das meiste Geld der SNB dürfte in deutschen Staatsanleihen sein. Die SNB ist der grösste Gläubiger von DE.
      Oder anders gesagt: Ein guter Teil Deutschlands gehört uns Schweizern.
    • weachauimmo 28.09.2019 06:06
      Highlight Highlight Denkst Du, deren Entscheidungsträger würden das Geld nicht schon jetzt intelligent verwenden? Der Schweiz, uns, ginge es nicht so gut, wenn da nur Bekloppte am Ruder wären.
    • LLewelyn 28.09.2019 08:00
      Highlight Highlight Die SNB besitzt in der Tat Aktiven von 800 Mrd. ABER: Im Gegensatz zu uns Normalaterblichen könnte Sie Morgen ihre Aktiven auch auf 1‘600 Mrd. per Knopfdruck erweitern - an sich ist es eine unerhebliche Zahl. In der Regel weitet die SNB ihre Bilanzsumme aus, indem Sie neues Geld druckt (bzw. heute per Knopfdruck gutschreibt). Dieses neue Geld erscheint als Verbindlichkeit (d.h. Schulden) auf der Passivseite. Die Bilanzsumme ist also eher ein Indiz dafür, wieviel Geld die SNB in die Wirtschaft (bzw. die Euro-Käufe) gepumpt hat und das genau genommen auf Pump (wobei es etwas komplizierter ist).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antinatalist 27.09.2019 22:32
    Highlight Highlight Es nimmt mich wunder, woher ihr die "5 Tonnen CO2, die ein Schweizer pro Jahr produziert", habt. Offiziell sind es ca. 15 Tonnen CO2 ausschliesslich im Inland.

    Damit ist die pro Kopf CO2-Produktion im Ausland durch Fabrikation allerlei Konsumgüter, von Nahrungsmitteln bis Luxusartikeln, nicht einmal miteinberechnet. Ebenfalls nicht enthalten sind die CO2-Tonnen, die durch den Flug- und Schiffsverkehr ausgestossen werden. Diese Angaben sind die offiziellen Zahlen des Bundesamtes für Umwelt.
    • Yippie 27.09.2019 23:07
      Highlight Highlight Im Inland sind es gemäss BAFU 5.6 t CO2-eq und mit dem Ausstoss im Ausland insgesamt 14 t CO2-eq.
    • Antinatalist 27.09.2019 23:30
      Highlight Highlight Die Zahlen sind von 2015. Es sind inzwischen über 15t CO2-eq. Stimmt, die Auslandemissionen sind darin teilweise enthalten. Allerdings nicht der globale Güterverkehr, insbesondere die ganzen verschifften Güter.

      Relevant ist dennoch: "Damit liegt der sogenannte Treibhausgas-Fussabdruck der Schweiz deutlich (!) über dem weltweiten Durchschnitt von knapp 6 t CO2-eq." Also selbst wenn der Schweizer 8 Tonnen CO2 pro Kopf weniger verursachen würde, wäre er immer noch über dem weltweiten Durchschnitt. Womit die 5 Tonnen schon mal grundsätzlich falsch sind und weit von Neutralität entfernt.
    • Antinatalist 27.09.2019 23:39
      Highlight Highlight Weiter sind die erkauften CO2-Zertifikate, mit denen man die CO2-Emissionen, die man mit Geld, und davon hat die Schweiz mehr als andere, einem anderen Land aufdrücken kann, nicht enthalten. Der Bund spielt hier leider nicht mit transparenten Angaben. Unter dem Strich kommt also ein Netto-CO2-Ausstoss von 25 Tonnen pro Kopf der Realität näher.
  • tisti 27.09.2019 22:31
    Highlight Highlight Gute Vorschläge und alles umsetzbar. Wenn man es noch einfacher machen will, dann setzt man auf die Stufenweise Begrenzung von CO2 Ausstoss, alle 2 Jahre sinken die Werte, bis wir 2025 auf Null sind. Wenn die Vorgaben klar sind, dann will in der Industrie keiner der letzte sein. Die Innovationen sind da und die Wertschöpfung bleibt endlich im Land. Siehe hier auch einen Artikel dazu https://www.journal21.ch/zukunft-oder-schule
  • Antinatalist 27.09.2019 22:27
    Highlight Highlight Die Schweiz kann, so lange sie alleine schon auf Lebensmittelimporte angewiesen ist, gar nie CO2-neutral sein. CO2-Neutralität ist eigentlich ein Unwort.
    Es darf jeder einmal versuchen, seinen Alltag so zu gestalten, dass der ökologische Fussabdruck unter 1.0 liegt. Auf motorisierte Fahrzeuge jeglicher Art kann man dann gleich mal komplett verzichten.
    • MykillWF 27.09.2019 22:35
      Highlight Highlight Kompensation..?
    • weachauimmo 28.09.2019 06:08
      Highlight Highlight ..und stattdessen mit LeShop, Coop@Home und Zalando alles mit dem Kleinlaster oder Kleinbus nach Hause liefern lassen.
    • Hillman 28.09.2019 08:10
      Highlight Highlight Guter Ansatz vor der eigenen Türe zu kehren. Vor allem aber müsste man komplett auf Fleisch und andere Tierprodukte verzichten: https://www.simply-live-consciously.com/deutsch/ern%C3%A4hrung-umwelt/51-der-treibhausgase/
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  • FischersFritz 27.09.2019 22:10
    Highlight Highlight CO2-neutral und arbeitslos..
  • thoroz 27.09.2019 21:18
    Highlight Highlight Wenigstens konkret. Im Gegensatz zum BR und den ganzen 0-Nummern in der Politik, von denen realistischerweise auch keine Lösungen zu erwarten sind...
  • Eric Lang 27.09.2019 21:11
    Highlight Highlight You Dreamer...
  • NurEineMeinung 27.09.2019 21:04
    Highlight Highlight Egal was ihr wählt, aber nehmt den Klimascheiss endlich ernst - 2030 super! Je früher je besser!
  • Pointer 27.09.2019 20:51
    Highlight Highlight Endlich mal jemand, der auch konkrete Umsetzungsvorschläge hat. Vielleicht trauen sich ja jetzt andere auch und dann haben wir bald viele und können die besten und schnellsten umsetzen.
  • IfyouNeverNevergoyouwillNeverNeverknow 27.09.2019 20:46
    Highlight Highlight In Peking wurde diese Woche ein neuer Flughafen eröffnet der im Jahr 100 mio Passagiere abwickeln soll ... und auch wird :-(. Notabene wird dadurch nicht ein anderer Flughafen ersetzt sondern "entlastet". Weltweit sind 1400 Kohlekraftwerke in Planung bzw. teilweise bereits im Bau.
    https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/energiepolitik-deutschland-treibt-den-ausstieg-voran-doch-weltweit-boomt-die-kohle/23141178.html?ticket=ST-4919302-MCuLbXQu6mQgOe5EzdHG-ap3
    Die oben aufgelisteten Massnahmen sind bereits verpufft bevor sie getippt wurden. Wir werden leider immer hinterherrennen :-(
  • DerHans 27.09.2019 20:06
    Highlight Highlight Vieles ist Wunschdenken, aber ok von mir aus. Was ich aber nicht verstehen kann, warum aber Millionen oder Milliarden in andere Länder investieren und uns dann abhängig machen. Was nützt uns eine super tolle Solarfarm irgendwo in der Wüste und im schlimmsten Fall drehen die uns einfach den Saft ab. Wir müssen einen Weg finden uns so weit als möglich, selbst mit Energie zu versorgen. Mit Solar auf den Dächern und optimiertem Eigenverbrauch wäre schon so mancher Eigenheimbesitzer fast autark.
  • Paddiesli 27.09.2019 20:05
    Highlight Highlight Hat Hand und Füsse.
    Denn 2050 ist ein Witz. 30 Jahre? Vor 30 Jahren gabs noch nicht mal Heimcomputer, geschweige Handys.
    30 Jahre heisst nichts anderes, als der normalen Entwicklung ihre Zeit zu lassen. Schön bequem und möglichst ohne Kosten. Nur Gewinne.
  • Saerd neute 27.09.2019 19:59
    Highlight Highlight

    Ein Wolf im Schafspelz. Tönt alles auf den ersten Blick gut und machbar, auf den zweiten Blick merkt man den wirklichen Plan. Mit Hilfe des Klimahypes will Linksgrün ihre Politik verwirklichen. Wenn es nach ihrem Willen geht wird der öko-soziale Umbau mit Verboten, Geboten und Lenkungsabgaben erreicht Die Lenkungsabgaben sollen zum Volk zurückfliessen, natürlich am liebsten nach dem Gusto der Linken, was dann der soziale Umbau wäre.
    100 Milliarden Kosten inkl.Bäume für Äthiopien die dann die Äthiopier wieder roden um zu überleben.
    Nein Danke!!
  • Reto32 27.09.2019 19:55
    Highlight Highlight Das wäre grösstenteils auch ohne die Milliarden der SNB möglich. Ab 2025 dürfen in Norwegen nur noch Elektroautos verkauft werden - es gibt kein Grund, wieso das hierzulande auch nicht möglich wäre. Neue Gas- und Ölheizungen könnten auch auf kantonaler Ebene Verboten werden.

    Aber kleine, abschottbare Stromnetze sollte man definitiv nicht bauen. Gegen Blackouts und Dunkelflauten hilft eine bessere Vernetzung, nicht eine schlechtere - und schon gar nicht welche, die durch Notstromaggregate gestützt sind, was stellt sich der Typ vor!

    Und Feinpartikel werden auch bei synthetisches Öl emittiert.
  • Quacksalber 27.09.2019 19:49
    Highlight Highlight Geniales Konzept und es beginnt vor allem jetzt und nicht an St. Nimmerlein bzw. 2050.
  • Phrosch 27.09.2019 19:44
    Highlight Highlight „Die 800 Millionen Bäume würden für einen Baum pro Einwohnerin und Einwohner der Schweiz stehen“. Das solltet ihr nochmals nachrechnen und korrigieren 😉
    • Rabbi Jussuf 28.09.2019 00:15
      Highlight Highlight Och, nicht nötig da nachzurechnen.
      Von den 800 Millionen Bäumen geht nach nur ein paar Jahren sowieso schon mindestens die Hälfte ein, weil zu wenig oder zu viel Wasser, zu heiss, Tierfrass, oder niemand zu denen schaut.
      Das dürfte der einzig sichere Fakt an dieser Baumpflanzaktion sein.
    • Rabbi Jussuf 28.09.2019 01:19
      Highlight Highlight Bevor ihr hier weiter blitzt, fragt doch mal einen Förster, wie gross die Überlebenschance für solche Bäume ist.
      Dann: Wer pflanzt die alle? Fliegt jeder Schweizer nach Äthiopien und pflanzt 800 Bäume? Ganz schöne Arbeit. Bräuchte grad die gesamten Jahresferien von jedem, inkl. Baby.

      Ach, noch eins: Fragt sich eigentlich niemand, WARUM die Bäume dort verschwunden sind?
      Könnte gut möglich sein, dass die neuen Bäume genauso wieder "verschwinden"...
  • Dominik Treier 27.09.2019 19:32
    Highlight Highlight Die Vorschläge scheinen mir konkret und teilweise sicher realistisch. Insbesondere mit der Lenkungsabgabe mit Rückerstattung, den Bäumen, dem künstlichen Kerosin und neuen Strohmquellen in der Wüste und auch der möglichen Finanzierung. Die Urheber sollten nur aufpassen sich nicht zu sehr von ihren Präferenzen leiten zu lassen... Eine so starke Reduktion im Individualverkehr und so wenig zugelassene Autos sehe ich zumindest mit der heutigen Technologie als unrealistisch an und man sollte deshalb auch nicht damit rechnen...
    • Roman h 27.09.2019 20:10
      Highlight Highlight Ja sehr realistisch
      Ich meine den Afrikaner Geld geben die machen schon was gutes daraus ist ja nicht so das die Diktatoren korrupt sind, denen kann man vertrauen.
      Ich hoffe nur die verkaufen dann nicht alles an Nestle, so wie sie es mit dem Wasser machen.
    • Dominik Treier 28.09.2019 00:52
      Highlight Highlight Ich habe da nichts gelesen von einfach den Afrikanern Geld zu geben... Ich weiss nicht ob du Gemeinschaftsprojekte so interpretierst, aber ich verstehe das so, dass man als Partner zusammenarbeitet und beide etwas davon haben sollten und nicht einfach irgendwelches Geld da hinunter schicken ohne konkrete Pläne und Kontrolle...
    • Antinatalist 28.09.2019 04:05
      Highlight Highlight @Dominik Treier: Gut 30% der CO2-Reduktion wird derzeit mit CO2-Zertifikaten gekauft. Ich hab's schon vorgerechnet. Realistisch liegt der CO2-Ausstoss eines Schweizers bei gut 15 Tonnen. Mindestens 5 Tonnen CO2, sehr grosszügig gerechnet, darf man jedem Kopf noch für den Flug- und Schiffsverkehr anrechenen. Damit wären wir bei rund 20 Tonnen "schöngerechnete" CO2-Emissionen. 30% CO2-Zertifikate dazu, und wir liegen bei gut 30 Tonnen CO2 netto. Das dürfte in etwa die realistische Zahl sein, die ein Schweizer im Schnitt verursacht. Die "Vorschläge" sind also Schaumschlägerei und Schönrederei.
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  • Oigen 27.09.2019 19:31
    Highlight Highlight Sehr interessant. Muss das gleich mal genauer unter die Lupe nehmen
  • 7000lt. 27.09.2019 19:30
    Highlight Highlight Klimakake,
    warum diese Hysterie? Wenn man die Karte anschaut sollte erstmal bei den grössten Sünder angefangen werden. Wenn das hier so weitergeht gehe ich definitive wieder in die USA zurück. Wir wollen die besten sein im Klimaschutz, mussten aber in den 1970er Jahre aus den Amerikanerewagen die Kat's ausbauen hier, weil wir hinter her hinkten. Hatten ja damals noch nicht mal Bleifreies Benzin. Mir ist es egal.
    • Antinatalist 28.09.2019 04:09
      Highlight Highlight Ja, 7000lt, dann müssen die Schweizer anfangen.
      Benutzer Bild
    • 7000lt. 28.09.2019 18:20
      Highlight Highlight No weshalb den, mir ist es wohl wie es ist. Fliege morgen nach Madagaskar und Sie?
  • Platon 27.09.2019 19:15
    Highlight Highlight Die Nationalbank muss keine Darlehen geben und Inflation riskieren, die Bundesanleihe gibt es schon jetzt zu 0% und wir verdienen noch etwas dabei. Das Geld für Investitionen wäre also da und erst noch gratis. Die Nationalbank kann aber sehr wohl ihr riesiges Portfolio in nachhaltige Aktien stecken, das wäre sogar sehr sinnvoll und hätte eine grosse Wirkung!
  • sunshineZH 27.09.2019 19:07
    Highlight Highlight Träumen dürfen sie ja 🤭
  • Clife 27.09.2019 19:00
    Highlight Highlight Findets noch jemand toll, dass die Wahlen genau jetzt stattfinden? Fehlt nurnoch das richtige Resultat

Widerstand gegen Cannabis-Versuche im Nationalrat: Das musst du jetzt als Kiffer wissen

Der Nationalrat ist gegenüber Versuchen zur kontrollierten Abgabe von Cannabis grundsätzlich positiv eingestellt. Trotzdem gibt es noch Widerstand gegen den Experimentierartikel. Wann die ersten Versuche in Schweizer Städten starten und was du sonst noch dazu wissen solltest, liest du hier.

2018 gab der Ständerat grünes Licht für die Cannabis-Versuche und einen neuen Experimentierartikel. Der Ball lag damit beim Nationalrat. Hier hat sich nun Widerstand gegen die Vorlage formiert. Die Gesundheitskommission des Nationalrates hat auf Stichentscheid des Kommissionspräsidenten die Vorlage knapp abgelehnt.

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