Schweiz
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Das sind unsere 7 Lieblings-Corona-Aktionen – welches sind deine?

So viel Leid die Corona-Krise mit sich bringt, so viel Gutes, Lustiges und Berührendes ist entstanden. Seit Tag eins wimmelt es von kreativen Initiativen. Hier unsere sieben Lieblinge. Welches sind deine?



Cocktail-Lieferservice

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Ein vom Profi geschüttelt oder gerührter Cocktail ist einfach nicht mit dem selbstgemixten Drink aus der eigenen Hausbar vergleichbar. Das wissen auch die Bars, die nun geschlossen bleiben müssen. Sie helfen deshalb mit einem Cocktail-Lieferservice aus. In Zürich wurde deshalb kurzerhand die Plattform «Cheers to support» gegründet. Hier kann man bei ausgewählten Bars die Cocktails direkt nach Hause bestellen. Sie werden in sterilen Glas-Shakern geliefert und alles, was man noch tun muss, ist Eis hinzufügen und schütteln.

Auf der Webseite gibt's dann auch noch grad die passende Bar-Musik dazu – wie es sich für einen Cocktail-Abend gehört.

Videotelefonie in Echt

Habt ihr auch schon versucht, mit den Eltern oder Grosseltern per Video zu telefonieren? Wenns schlecht kommt, sieht man nicht viel mehr als ein Ohr in Grossaufnahme. Und wenns noch schlechter kommt, haben die Grosseltern gar kein Smartphone. So geht es auch vielen Bewohnern in den Altersheimen, die nun keinen Besuch mehr empfangen dürfen.

Deshalb hat der Heimleiter des Alters- und Pflegeheims Risi die «Bsuechsbox» gebaut. Wie man es aus den Filmen bei den Gefängnisbesuchen kennt, sind auch hier die beiden Personen durch eine Glasscheibe getrennt. Via Telefonhörer können so die Bewohner und ihre Liebsten miteinander sprechen. Nach jedem Besuch wird die Box professionell gereinigt und desinfiziert. So sieht die «Bsuechsbox» aus:

Gratis Rechtsberatung

Gerade in dieser Zeit tauchen viele juristische Fragen auf. Um betroffenen Menschen zu helfen, hat eine Gruppe von Juristinnen und Juristen das gemeinnützige Projekt «corona-legal.ch» ins Leben gerufen. Hier kann man anonym und kostenlos rechtliche Fragen stellen. Die Antworten werden auch auf der Webseite gebündelt und veröffentlicht.

Spielerisch spenden

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Derzeit laufen zahlreiche verschiedene Spendenprojekte. Wer dabei noch etwas mehr Freude haben möchte, besucht am besten die Webseite «Refill the Shelf». Der Berner Developer und Designer Kilian Sonnentrücker hat diese Plattform in seiner Freizeit erschaffen.

Es ist ein virtuelles Regal, das mit jeder Spende höher wird. Um eine Spende zu tätigen, wählt man Produkte aus und platziert sie auf einem Tablar. Jedes Produkt hat einen anderen Wert und so bestimmt man selber, wie viel man spenden möchte. Das Regal soll mit einem «Augenzwinkern auf die Problematik der Hamsterkäufe hinweisen». Die Einnahmen fliessen direkt und vollständig an Caritas Schweiz. Die Hilfsorganisation unterstütz Menschen, die sich aufgrund der Corona-Krise in akuter Notlage befinden.

Nichts einkaufen

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«Kein Smalltalk», «Kein Foto aus dem Fotoautomaten», «Kein EU-genormtes Passfoto» – der Webshop von «keinkauf.ch» irritiert zunächst. Denn hier kann eigentlich nichts eingekauft werden. Und irgendwie trotzdem. Eine Coiffeuse bietet dann eben beispielsweise «Kein Smalltalk» für 23 Franken an und die Weinbar «Kein Rotwein» für 10 Franken.

Mit dem (Kein-)Einkauf kann man die lokalen Geschäfte, Klubs oder Bars in Winterthur unterstützen. Der Erlös geht zu 75 Prozent an den jeweiligen Anbieter, zu 25 Prozent geht es in einen Solitopf, der unter allen, die etwas verkaufen, aufgeteilt wird. Als Kunde erhält man eine Kaufbestätigung mit lustigem Bild oder Video der Anbieter.

Mit Fremden reden

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Gerne geht vergessen, dass es auch viele alleinstehende Personen gibt, die nicht immer ein Gegenüber oder ein Telefonkontakt haben, um zu reden. Und reden ist gerade in dieser Zeit sehr wichtig, das weiss auch die Initiative «Binenand».

Auf ihrer Webseite wird man mit einer x-beliebigen anderen Person verbunden, die ebenfalls mit jemandem Reden möchte. «Keine Videos, keine Profilbilder – nur du und die Stimme des Anderen», schreibt die Initiantin «Kafi am Freitag». Es sollen Gespräche stattfinden können, die sonst in der Warteschlange beim Einkaufen, im Fitnesscenter oder am Sandkastenrand entstehen.

Bravo anno 1956

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Zugegeben, diese Corona-Aktion stammt nicht aus der Schweiz, aber wer von uns hat nicht auch die Bravo-Zeitschrift gelesen? Poster rausreissen, kichernd nackte Menschen bestaunen oder Foto-Lovestorys verschlingen ... Ach, das waren noch Zeiten.

Bravo ermöglicht uns nun eine Zeitreise in unsere Jugend und hat ihr Archiv mit Ausgaben von 1956 bis 1994 freigeschaltet. Tauchen wir also ab in Schlagzeilen wie «Roxette endlich Gold», «Sexualität von Mädchen und Jungen» oder «3 Boys kämpfen um Natascha».

Wir sind uns sicher: Es gibt noch Tausende weitere tolle Aktionen. Deshalb: Schreibt sie in die Kommentare!

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • A. von Storch 13.04.2020 12:57
    Highlight Highlight Eine Box zum sich treffen? Und anschilessend werden alle Oberflächen desinfiziert, gestaffelt die Box verlassen, daraf geachtet, dass sich bei der Box keine Leute versammeln etc. Wieso sagt das BAG wohl, dass man zuhause bleiben soll?
    Es ist nicht zu glauben, dass sich ältere Leute einfach nicht an die Regeln halten wollen. Bleibt doch einfach zuhause und telefoniert wenn ihr die sozial schwierige Situation nicht mehr aushaltet.
  • fw_80 13.04.2020 11:25
    Highlight Highlight Im Bravo von 1993 zu stöbern wühlt mich mindestens gleich auf wie die News der letzten Wochen.
  • olga 13.04.2020 10:20
    Highlight Highlight Be-my-quarantine.ch müsste da sicher mit rein in die Liste! Eine online-dating-Quarantäne-Plattform für Singles!! Eine großartige Idee!:)
  • Andi Gentsch (1) 13.04.2020 09:15
    Highlight Highlight Hi

    Danke tuusig fürs erwähnen von Keinkauf, haben fest Freude.

    Könntest du den Satz "Der Erlös geht zu 75 Prozent an den Anbieter" in "an den JEWEILIGEN Anbieter" umschreiben? Es gab schon das übliche Gestänker. Wir kriegen aber wüki nichts ab.

    Merci und liebe Grüsse
    Kein Andi

    Ps
    Wie seid ihr auf uns gekommen?
  • einevobärn 13.04.2020 09:11
    Highlight Highlight Die Aktion solibox.ch, die den Menschen in den Altersheimen und diejenigen die alleine zu Hause sind mit Kindergeschichten und Zeichnungen sowie Lesestoff überrascht. www.solibox.ch. sollen schon über 3000 Pakete versendet worden sein!
  • Antichrist 13.04.2020 08:40
    Highlight Highlight Die Videotelefoniebox könnte man auch in Exitbox umbenennen. Wenn man weiss, dass Viren tagelang überleben, sollte man alte Menschen nicht in so kleine Infektionsboxen sperren.
  • Phoenicopterus Ruber 12.04.2020 23:57
    Highlight Highlight Das da:
    Play Icon

    Jeden Tag (ausser sonntags) um ca. 18h eine Folge Jim Knopf. Für Grosseltern, Kinder, Eltern, Kinderlose, Möchtegern-Kinder. Einfach, lustig, inspirierend, schön.
    • Trouble 13.04.2020 22:56
      Highlight Highlight Das ist ja toll!
  • dermensch 12.04.2020 21:10
    Highlight Highlight Meine Lieblings-Aktion? Die Aktion #jublazuhause von Jungwacht Blauring. Weil keine Aktivitäten stattfinden können, teilen die lokalen Scharen Programmideen, welche die Kinder zuhause mit ihren Familien umsetzen können. So werden Kugelbahnen gebaut, Kuchen gebacken, Videkonferenzen gehalten oder Briefe geschrieben. Zudem bieten viele der Leitenden Unterstützungsaktionen für ältere Menschen, um beispielsweise einzukaufen. https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/luzern/ideenfeuerwerk-statt-lagerfeuer-so-kreativ-gehen-jungwacht-und-blauring-mit-der-coronakrise-um-ld.1209083
  • kilianso 12.04.2020 20:18
    Highlight Highlight Hui, ich freue mich grad mega, dass euch refilltheshelf.ch gefällt! Hoffentlich hilft es möglichst vielen Betroffenen! Bleibgt gesund ☺️
  • Prometheuspur 12.04.2020 19:54
    Highlight Highlight Uh das BRAVO.
    Wöchentlich Zuhause, in den kleinen und großen Pausen oder während des Unterrichts in der Schule. Extrem gefährlich wars bei nicht aufpassen während des Unterrichts, da kam plötzlich ein fetter Schlüsselbund haarscharf an einem vorbei geschossen – BRAVO weg!
    Das coolste war bei uns nicht etwa Dr. Sommer nein, es war das lebensgrosse Starschnitt Superposter, und zwar von James Dean über Kiss bis hin zu irgendwelchen Teeny Bands diese kaum einen Monat hip waren. Bravo-Heftli war best ever.
    Ohne BRAVO hatte das Leben keinen Sinn 😄
    • crik 12.04.2020 22:45
      Highlight Highlight Es gibt zwei Arten von Menschen: Diejenigen, die zuerst (oder nur) "Liebe, Sex und Zärtlichkeit" gelesen haben, gefolgt von Dr. Sommer. Und diejenigen, die das nicht zugeben wollen.

      Prometheuspur scheint zur zweiten Gruppe zu gehören ;-)
    • Prometheuspur 13.04.2020 05:21
      Highlight Highlight Haha.. 👍🏼
    • M.aya 13.04.2020 16:59
      Highlight Highlight Oh! Schlüsselbund?! Hattem wir den selben Lehrer in Dübendorf?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kafi Freitag! 12.04.2020 19:46
    Highlight Highlight Oh! Danke fürs Erwähnen meiner Plattform Binenand. Das freut mich natürlich sehr. Hier noch der Link:
    www.binenand.ch

    Herzlich, Kafi

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