Schweiz
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Yonas Gebrehiwet

Yonas Gebrehiwet am Weihnachtsmarkt im Zürcher Hauptbahnhof. Bild: watson

Warum Yonas zweimal Weihnachten feiert

40'000 Eritreer leben in der Schweiz, doch Berührungspunkte zu ihrer Community gibt es kaum. Warum eigentlich? Gemeinsamkeiten gäbe es genug. Eine Begegnung am Weihnachtsmarkt.



«Entschuldigung, gibt es hier auch Churros?» Yonas Gebrehiwet muss sich etwas bücken, um seinen Kopf durch das Fenster des Verkaufsstands zu strecken. Der Mann hinter dem Ladentisch hält kurz inne und kippt dann einen Stoss gebrannte Mandeln in ein Plastiksäcklein. Mit der Befüllschaufel in seiner Hand deutet er dann Richtung Hallenende. «Den Gang runter, die erste rechts.»

Freudig steuert der 23-Jährige sein Ziel an, umschifft geschickt die Passanten, die gemächlich zwischen den Marktständen entlang schlendern. «Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal Churros gegessen. Auf einem Festival im Sommer. Sooo lecker!», schwärmt er. Er entscheidet sich für die grosse Portion, mit Zimt und Zucker und einer extra Portion Schokoladensauce. Zufrieden schiebt er sich das Gebäck in den Mund, an seinen Fingern bleiben Zuckerbrösel kleben.

«Seit ich in der Schweiz bin, feiere ich zweimal Weihnachten. Einmal Schweizer Weihnacht und einmal Eritreische.»

Yonas Gebrehiwet

Die eritreische Diaspora in der Schweiz ist eine der grössten in Europa. Rund 40'000 eritreische Staatsbürger leben hierzulande, Gebrehiwet ist einer von ihnen. Sie gehen hier zur Schule, machen eine Lehre, studieren, arbeiten - längst sind sie ein wichtiger Bestandteil der Schweiz. Und doch gibt es wenig Berührungspunkte zwischen der eritreischen Community und Schweizerinnen und Schweizern. Dies, obwohl man sich einiges ähnlicher ist, als viele denken.

Weihnachten zum Beispiel. Als gläubiger Christ feiert Gebrehiwet Weihnachten, so wie ein Grossteil der Menschen in der Schweiz auch. Was heisst: Auf den letzten Drücker Geschenke besorgen, seiner Mutter beim Kochen helfen, Tannenbaum schmücken, Kerzen anzünden, im Kreis der Familie spachteln. «Das Essen variiert immer. Hauptsache ist, es gibt viel davon», sagt er und beisst genüsslich in seinen Churro.

Yonas Gebrehiwet

bild: watson

Zur Person

Yonas Gebrehiwet, 23 Jahre alt, lebt seit 2011 mit seiner Familie in der Schweiz. Nachdem sich negative Berichte über Eritreer in den Schweizer Medien zu häufen begannen, beschloss er, aktiv in die öffentliche Debatte einzugreifen. Er gab Interviews, trat vor die Kameras und schrieb in einer Kolumne über das Leben der Eritreer in der Schweiz. 2015 gründete er den Eritreischen Medienbund Schweiz mit. Ziel des Projekts ist es, der eritreischen Diaspora in der Schweiz eine Stimme zu geben. Gebrehiwet fungiert dabei als Co-Präsident und Mediensprecher.

Der gelernte Textiltechnologe absolviert derzeit ein Bachelor-Studium in Wirtschaftsingenieurwesen an der Fachhochschule St. Gallen. Er wohnt mit seinen drei Brüdern bei seiner Mutter in Rorschach.

Sein Blick schweift über die einladenden Markttheken und bleibt bei einem Schmuckstand hängen. Interessiert beugt er sich etwas vor, um grosse silberne Ohrstecker näher zu begutachten. Sie ähneln jenen, die er selbst am Ohrläppchen trägt. «Ich suche noch ein Geschenk für meinen Bruder», sagt er. Nach eingehender Untersuchung legt er den Stecker zurück. Er ist nicht überzeugt. «Aber zum Glück habe ich noch etwas mehr Zeit.» Denn das eigentliche Weihnachtsfest findet bei der Familie Gebrehiwet erst am 7. Januar statt.

Gut die Hälfte der Bevölkerung in Eritrea ist christlich, davon gehören die meisten der eritreisch-orthodoxen Tewahedo-Kirche an. Sie richtet sich nach dem julianischen Kalender, gemäss dem die Geburt von Jesus auf den 7. Januar fällt. «Seit ich in der Schweiz bin, feiere ich also zweimal Weihnachten. Einmal Schweizer-Weihnacht und einmal Eritreische», sagt Gebrehiwet und klingt vergnügt. Wobei sich die eritreische gar nicht gross von derjenigen hier unterscheide. Die Strassen, Hauseingänge oder Fenster würden mit weihnächtlicher Belichtung dekoriert, um Mitternacht gingen viele zur Messe in die Kirche, zündeten Kerzen an, sängen Lieder.

Diese Verinnerlichung von zwei Kulturen, der schweizerischen und der eritreischen, fände er eine grosse Bereicherung. «Inzwischen kann ich nicht mehr sagen, welches Land mich mehr geprägt hat. Beide machen mich zu dem, was ich heute bin», sagt Gebrehiwet.

«Ich hatte Glück und hab hier schnell Anschluss gefunden. Viele meiner Landsleute hatten oder haben nicht die gleichen Chancen, hier Fuss zu fassen. Sie bleiben isoliert.»

Yonas Gebrehiwet

Er war 15 als er mit seinen drei Brüdern in die Schweiz ankam. Seine Mutter war schon hier und konnte ihn über den Familiennachzug herholen. Die vier Kinder wurden kurz nach ihrer Ankunft in Rheineck im Kanton St. Gallen in die Schule geschickt. «Es war hart, aber im Nachhinein wahrscheinlich das Beste, das mir passieren konnte.» Nach eineinhalb Jahren in der Schweiz fand er eine Lehrstelle als Texiltechnologe, machte danach die Berufsmatura und studiert heute Wirtschaftsingenieurwesen an der Fachhochschule. Seinem Schweizerdeutsch ist der St. Galler Einschlag deutlich anzuhören.

Klebrig-süsse Glühwein Dämpfe schwängern die Luft in der Halle des Zürcher Hauptbahnhofs. Immer mehr Menschen hetzen jetzt durch die Marktstände. Zu den Touristen und Bummlern mischen sich Pendler, die auf dem Nachhauseweg noch eine Duftkerze, ein kleines Engelchen aus Draht oder ein Paar Wollsocken kaufen. Ein Mann bleibt stehen und ruft erfreut: «Hey Yonas!» Händeschütteln, kurzer Smalltalk. Ein ehemaliger Lehrer, wie Gebrehiwet später erklärt.

Etwas nachdenklich hält er inne und sagt: «Ich hatte Glück und hab hier schnell Anschluss gefunden. Viele meiner Landsleute hatten oder haben nicht die gleichen Chancen, hier Fuss zu fassen. Sie bleiben isoliert.» Darum brauche es bessere Integrationsmassnahmen. «Je schneller die Asylsuchende in die Schule geschickt werden, einen Job finden oder sich in einem Verein engagieren, umso besser finden sie sich auch hier im Alltag zurecht.»

Aber vielleicht brauche es einfach noch etwas Zeit. «So wie bei anderen Einwanderer. Ich meine, was wäre die Schweiz heute ohne all die Secondos? Sie sind von hier nicht mehr wegzudenken.» Gebrehiwet lacht und fischt den letzten Churro aus der von Fritierfett durchtränkten Papiertüte. Er ist sich sicher: Irgendwann wird es auch mit den Eritreern so sein.

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78Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • honesty_is_the_key 25.12.2019 16:04
    Highlight Highlight Vielen Dank für den schönen Beitrag, der positiv stimmt, neugierig macht mehr über Eritrea zu erfahren und der schön geschrieben ist.

    Menschen wie Yonas "tun der Welt gut". Da ist es völlig egal welche Religion, Rasse, Nationalität, Geschlecht etc. sie haben.
  • Superkalifragilistiexpialigetisch 25.12.2019 14:25
    Highlight Highlight Ich kenne viele eritreische Migranten und ausnahmslos alle (die ich kenne) sind sehr bemüht anschluss zu finden und sich zu integrieren. Ich mag dieses Volk ☺️ Und ihr Essen 🤤
    • honesty_is_the_key 25.12.2019 15:59
      Highlight Highlight Ich hoffe das ist keine total bescheuerte Frage - kann die eritreische Küche mit der äthiopischen (die ich köstlich finde) verglichen werden ? Ich habe ein bisschen gegoogelt und es sieht mir ganz danach aus. Gibt es irgendwelche prägnante Unterschiede ?
    • Superkalifragilistiexpialigetisch 26.12.2019 02:06
      Highlight Highlight Meinens Wissens sind die beiden Küchen sehr ähnlich und es gibt selbst bei den traditionellen Essen kaum prägnante Unterschiede😊
  • la vérité 25.12.2019 13:11
    Highlight Highlight Tausende von Schweizern leisten mindestens genauso viel, und da ist es normal. Brauchen die Medien einen neuen Vorzeige-Eritreer nachdem es mit letzten nicht geklappt hat. Frage wie lange es noch dauert bis die Schweizer diesen on die Schweiz zurück holen.
  • Zyniker haben es leichter 25.12.2019 09:04
    Highlight Highlight Er ist das perfekte Beispiel, dass bei anderen Migranten schlicht der Wille fehlt... Er hatte ganz sicher nicht mehr Chancen als die nach 20 Jahren nicht integrierten, welche nicht mal die Sprache sprechen.
  • Pumpernikel 24.12.2019 23:35
    Highlight Highlight Eine etwas fundiertere Recherche, inwiefern die einzelnen Religionen gegenseitig anerkannt sind wäre bei dieser Headline schon angezeigt . Christen sind genauso wenig eine Einheit wie es Moslems sind. Da gibt es ganz unterschiedliche Richtungen, die sich nicht alle mögen und wo es auch nicht üblich ist, mit anderen Religionsgemeinschaften Weihnachten zu feiern. Wer dies tut, verliert noch den Rest seines Stolzes und seiner Glaubwürdigkeit. Die eritreische Kirche liegt bei allen europäischen christlichen KirchenLeitungen quer in der Landschaft.
    • Knäckebrot 25.12.2019 12:31
      Highlight Highlight So, wie ich sie erlebe (habe viel Eritreaerfahung und viel Erfahrung div. Denominationen), habe ich nicht den Eindruck, dass man die Eritreerkirche nicht mag. Sie ist einfach sehr unter sich und verbindet sich nicht sonderlich mit anderen, aber finde nicht, dass sie abgelehnt würde. Sie erhalten oft auch Räumlichkeiten zur Nutzung von anderer Kirchen.
  • Rockii 24.12.2019 20:21
    Highlight Highlight Ein etwas kritischer kommentar und watson reagiert mit löschen des kommentars... tja... soviel zum Thema Meinungsfreiheit!👍
    • MartinZH 24.12.2019 20:36
      Highlight Highlight Ja, ... würde mich auch interessieren was mit den Kommentaren von Zauggovia, DerMönch und JaneSodaBorderless genau war. Evtl. klärt die Red. auf? 🤔
    • Ueli der Knecht 24.12.2019 22:15
      Highlight Highlight Die Kommentare waren unsachlich und am Rande des Rassismus, Rockii und MartinZH. Sie verunglimpften pauschal alle Eritreer und bewarfen sie mit mit vorurteilsbeladenem braunem Dreck.

      Findet ihr das etwa toll?

      Ausserdem steht es doch dort, natürlich nur für entsprechend Lesekundige, warum die Kommentare gelöscht wurden:

      "Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln."

      Inklusiv Bonus-Links zu den "6 goldenen Regeln des Online-Kommentarwesens":
      https://www.watson.ch/u/commenting_rules
    • Bündn0r 25.12.2019 00:46
      Highlight Highlight Rein sachlich:
      54.7% der Eritreer waren 2017 von Sozialhilfe abhängig. Ranglisten Platz 2 hinter Somalia.
      Gemäss Watson arbeiteten 2014 nur 12,9% der Eritreer mit B Bewilligung.

      Auf eine Bewertung wird bewusst verzichtet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • la vérité 24.12.2019 17:38
    Highlight Highlight Schade, dass niemand mit den Einwohnern von Aarburg gesprochen hat!
    • Blitzesammler 25.12.2019 08:55
      Highlight Highlight wieso? Das verstehe ich nicht
    • Baba 25.12.2019 12:38
      Highlight Highlight Jaja, Aarburg mit der Frau Bircher...🙄

      Ich habe eine Bekannte in Aarburg, die aktiv in Projekten mit Asylbewerber*innen mitarbeitet und eigentlich nur Positives zu berichten hat. Würden alle Aarburger*innen sich mit den Flüchtlingen so intensiv und direkt beschäftigen wie sie's mit ihren ewig gleichen Vorurteilen tun, diese zugezogenen Menschen wären alle bestens integriert.

      Seltsamerweise sind es nämlich nie jene Flüchtlinge, die man wirklich kennt die "Bösen" sind, es sind stets "andere".
    • la vérité 25.12.2019 14:29
      Highlight Highlight @Baba Möglicherweise haben sie dafür keine Zeit, die müssen arbeiten um die Herrschaften zu alimentieren.
  • Eidi 24.12.2019 16:39
    Highlight Highlight Ich habe etwas über ein Jahr mit einer Eritreerin in einer WG gelebt. Da war immer Besuch und viel los. Sind sehr fröhliche und freundliche Menschen! Allerdings hatte ich das Gefühl, dass sie lieber unter sich bleiben, was es leider etwas schwierig macht.
  • JaneSodaBorderless 24.12.2019 16:14
    Highlight Highlight Danke für den Bericht, watson!
    Und weiter so, Yonas! Dein Engagement ist toll!
    • MartinZH 24.12.2019 19:36
      Highlight Highlight Ich finde es auch gut, wenn Yonas sagt: "Je schneller die Asylsuchende in die Schule geschickt werden, einen Job finden oder sich in einem Verein engagieren, umso besser finden sie sich auch hier im Alltag zurecht."

      Welches "Engagement" meinst Du genau..? Ein "normales" Leben, oder nicht?
    • Ueli der Knecht 24.12.2019 22:17
      Highlight Highlight MartinZH: Das ist nicht normal sondern extra-ordinär. Solche Leute braucht das Land. Und davon könntest du dir ein gutes Stück Vorbild abschneiden.
    • JaneSodaBorderless 24.12.2019 23:17
      Highlight Highlight Martin: Nicht allen ist ein „normales Leben“ vergönnt.
      Younas kümmert sich nicht bloss um sein eigenes, er engagiert sich ebenso für das Wohlergehen anderer. Das finde ich toll.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rockii 24.12.2019 15:55
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Lord_ICO 24.12.2019 18:20
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Maracuja 24.12.2019 15:52
    Highlight Highlight Bravo zur Leistung, die Yonas erbracht hat und super, dass er sich für andere einsetzt, die nicht so gute Chancen hatten.
  • MartinZH 24.12.2019 15:22
    Highlight Highlight In der Schweiz leben rund 150'000 orthodoxe Christen. Mit über 100'000 Gläubigen sind die Serben die stärkste orthodoxe Gemeinschaft. Die orthodoxen Christen sind nach den Reformierten, Katholiken und den Muslimen die viertgrösste Konfession in der Schweiz.
  • Scott 24.12.2019 15:08
    Highlight Highlight Schön, wenn sich Christen bei uns wohl fühlen!
    • Krise 24.12.2019 17:03
      Highlight Highlight Und bei allen anderen ist es egal, oder wie soll man das verstehen?
    • Scott 24.12.2019 22:21
      Highlight Highlight Einige andere integrieren sich halt nicht so gut und wollen das auch nicht.
    • Krise 25.12.2019 00:52
      Highlight Highlight Ähm, dir ist schon bewusst dass nicht alle Schweizer Christen sind? Und dass nicht alle Christen sich integrieren?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ferd Blu 24.12.2019 14:58
    Highlight Highlight Eritreer sind wirklich coole, gastfreundliche anständige und sehr ruhige Leute. Klar gibt es schlechte Fälle von Eritreern, aber alle die ich kenne sind tolle Leute. Schade sehen die Eritreer kaum einen Ausweg in ihrem Land wegen der Ifewerki Diktatur. Aber man darf nicht vergessen das Äthiopien leider früher das Land immer wieder bedroht hatte, nach dem Eritrea sich die Unabhängigkeit erkämpft hat. Ich hoffe das der Friedensprozess fortgesetzt wird und es wirklich dauerhaft anhält
    • Butschina 25.12.2019 02:19
      Highlight Highlight Das würde allen guttun. Nach der Grenzöffnung zwischen Äthiopien und Eritrea konnte ein Kollege von mir endlich mal wieder seine Mutter sehen. Boah, seine Freude war riesig. Leider ist das Engagement nicht von beiden Staatsoberhäuptern gleich. Ich hoffe Afewerki lässt weitere Verbesserungen zu.
  • creative 24.12.2019 14:57
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
    • Globidobi 24.12.2019 15:10
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Saraina 24.12.2019 15:27
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • p3kko 24.12.2019 14:46
    Highlight Highlight Zitat: "Sie gehen hier zur Schule, machen eine Lehre, studieren, arbeiten." Wenn von 80'000 Flüchtlingen, die Sozialhilfe beziehen, die Hälfte aus Eritrea stammt, hat die Redaktion damit eine überaus repräsentative Formulierung gewählt. 🤣
    • Ichiban 24.12.2019 15:48
      Highlight Highlight Mmhhh 2017 bezogen rund 25000 flüchtlinge sozialhilfe, aber du hast da sicher bessere zahlen welche deine behauptung untermauern. Wahrscheinlich zählst du noch die 55000 asylbewerber dazu, welche nicht einfach so ohne arbeitsbewilligung auf sozialhilfe verzichten können. Und dann weisst du auch ganz bestimmt wie die zahlen pro nationalität aussehen.
    • p3kko 24.12.2019 16:07
      Highlight Highlight Ich habe meine Erkenntisse aus einem Tagi-Artikel. Selbstverständlich rechne ich Flüchtlinge und Asylbewerber zusammen. Die eritreeische Community besteht ja auch aus anerkannten Flüchtlingen, vorläufig Aufgenommenen und den jährlich nachrückenden Asylbewerbern. Die Asylbewerber mussten sich ihr Recht, Sozialhilfe wider Willen zu empfangen, erst mal mühsam verdienen, indem sie sich auf die lange Reise von Eritrea in die Schweiz machten. Die Länder liegen ja nicht gerade nebeneinander. Aber die Schweiz ist offenbar das erste sichere Land auf der Route.
    • Ueli der Knecht 24.12.2019 16:40
      Highlight Highlight Man kann auch Sozialhilfe beziehen, gerade wenn man zur Schule geht, eine Lehre macht oder studiert, p3kko. Und das ist sehr gut investiertes Geld, denn 1) hilft es der Schweiz, auch künftig zu prosperieren, und 2) schicken die Leute künftig einen Teil ihres Verdienstes in ihr Ursprungsland zurück, was die effektivste Form von Entwicklungshilfe ist, und 3) wirksam die Migrationsursachen bekämpft.

      Also alles im grünen Bereich. Du musst nur deine Scheuklappen entfernen, p3kko, und ohne Hass sondern mit offenem Herzen die Dinge nüchtern statt voller Vorurteile betrachten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Seiltänzerin 24.12.2019 14:45
    Highlight Highlight Vielen Dank für dieses schöne Portrait. Frohe Weihnachten 🌟
  • Zauggovia 24.12.2019 14:37
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • DerMönch 24.12.2019 15:44
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • JaneSodaBorderless 24.12.2019 16:22
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • schoscho 24.12.2019 14:12
    Highlight Highlight Der junge Mann ist das Beste, was seinen Landsleuten hier wiederfahren kann. Gilt für alle Migranten egal woher. Intergration geht nur von beiden Seiten.
  • barbablabla 24.12.2019 14:09
    Highlight Highlight Frohe Weihnachten an alle🥂
  • herbal_relaxation 24.12.2019 14:08
    Highlight Highlight Sehr sympathisch :)
  • El Vals del Obrero 24.12.2019 14:03
    Highlight Highlight In vielleicht 10 Jahren werden die Eritreer sicher einen mit den Tamilen vergleichbaren Status haben.

    Die galten ja vor Jahrzehnten auch mal als obermegaschlimm, während sie heute meistens vor allem als "fleissig" bezeichnet werden.

    (Und für einige Leute gilt dann sicher auch "Hauptsache keine Muslime".)
    • ChlyklassSFI 24.12.2019 18:55
      Highlight Highlight Die Italiener waren ja auch einmal böse und dazu noch Frauenhelden. Beschränktes Denken.
    • El Vals del Obrero 25.12.2019 23:34
      Highlight Highlight Und zuvor "Katholiken" in reformierten Regionen in "Reformierte" in katholischen Regionen.

      Und nochmals zuvor "Gruppe X" vs. "Gruppe Y", was auch immer X und Y war.

      Eigentlich sowas von langweilig und immer Dasselbe. Nur schade, dass so viele Leute das immer als was neues und wichtiges ansehen und die Parallelen nicht erkennen und damit von tiefgehenderen Problemen ablenken lassen.

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