Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Nicht der Norm entsprechen oder schlechte Noten schreiben: Gewisse Jugendliche geraten durch den Druck der Gesellschaft in eine Negativspirale. bild: shutterstock

«Jugendliche unter Druck» – Szenen aus dem gestrigen SRF-DOK, die du gesehen haben musst

Immer mehr Jugendliche suchen die Notfallstation der Jugendpsychiatrie auf. Warum? Ein SRF-«DOK» hat zwei Betroffene porträtiert.



Der «DOK» von SRF hat sich am Donnerstagabend mit einem schwierigen Thema befasst: «Jugendliche unter Druck – In der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie».

Hintergrund ist die Annahme, dass Jugendliche heute stärker als früher unter grossem Druck stehen. Zum einen durch den konstanten Vergleich mit Gleichaltrigen auf den sozialen Medien, zum anderen wegen dem wachsenden Leistungsdruck in der Schule.

Die Macher haben zwei Jugendliche begleitet, Emil (15) und Bene (18). Beide wollten nicht mehr weiterleben. Sie erzählen von ihrem Seelenschmerz, von der Therapie und von ihrer Genesung.

Bild

Emil, 15. bild: screenshot srf

Bild

Bene, 18. bild: screenshot Srf

Der ganze «DOK» ist am Ende des Beitrags zu finden. Wir haben hier die wichtigsten Szenen zusammengestellt.

Ritzen, bis man sich «fühlt»

Die Eltern von Emil, der zu Beginn des Films 14 ist, lassen ihn nicht gerne alleine. Denn Emil verletzte sich selber. Er ritzte sich die Unter- und Oberarme. Das Ritzen habe ihm geholfen, sich zu spüren. Vor sechs Monaten habe er aber damit aufgehört, erklärt der Junge.

«Ich dachte: Fuck, meine Eltern haben mich nicht zur Welt gebracht, damit ich mich selbst aufschneide.»

Ein Grund für das Unbehagen von Emil: Er wurde in der Schule lange gemobbt und geschlagen. «Das, was die Leute in der Schule vereint hat, war, den Emil fertigzumachen.»

Emil trägt seine Haare grün und kleidet sich farbenfroh. Oft malt er sich Sterne auf die Schläfe, weil ihn das Weltall fasziniert. Er fällt auf. Das habe ihm das Mobbing eingebrockt, sagt er. «Weil ich nicht der Norm entspreche.»

«Das, was die Leute in der Schule vereint hat, war, den Emil fertigzumachen.»

Selbstzweifel plagten ihn. Im Zeitalter der Selbstoptimierung hatte der Teenager lange auch das Gefühl, nicht zu genügen, zu dumm zu sein. Die Angst vor dem Mobbing liess ihn erbrechen, er schwänzte den Unterricht immer öfters. Seine beste Freundin beschreibt, wie schwierig es sein kann, in der heutigen Gesellschaft anders zu sein: «Es müssen alle gleich aussehen.»

Dazu hat auch ein Mädchen, das ihr Gesicht im Film nicht zeigen will, etwas zu erzählen. Sie ritzt sich an den Beinen. Angefangen habe ihr Unwohlsein, als die Jungs in der fünften Klasse der Primarschule eine Schönheitsliste der Mädchen aufgestellt hätten. Die Buben klassierten sie auf den letzten Platz.

Ein Schicksalsschlag kommt selten alleine

Bene hat mit seinen 18 Jahren bereits mehr durchgemacht, als so mancher Mittvierziger: Die Trennung seiner Eltern, den Umzug von Australien in die Schweiz, eine Kindheit ohne Mutter und – vor einem Jahr – den Tod seines Vaters. Er lebt nun alleine in der 5.5-Wohnung der Familie. Die älteren Geschwister waren bereits vor dem Herzinfarkt des Vaters ausgezogen. Bene macht Einzahlungen, in dem Apartment türmt sich frisch gewaschene Wäsche. Wenn er mal bei etwas Hilfe braucht, springen sein Bruder oder seine Schwester ein.

«Jeden Morgen, als ich am Bahnhof auf meinen Zug wartete und meine Zigarette rauchte, überlegte ich, ob ich vor den Zug springen sollte.»

Zusätzlich zu diesen Problemen kam die Pubertät: «Ich fühlte mich äusserlich nicht schön, innerlich nicht schön.» In seiner Verzweiflung entwickelte er eine Essstörung. Sein Leidensdruck wurde so stark, dass er sterben wollte: «Jeden Morgen, als ich am Bahnhof wartete und meine Zigarette rauchte, überlegte ich, ob ich vor den Zug springen sollte. Abgehalten hat mich die Angst vor dem, was passieren würde, wenn es nicht klappt.»

Lass dir helfen!

Du glaubst, du kannst eine persönliche Krise nicht selbst bewältigen? Das musst du auch nicht. Lass dir helfen. In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.

Die Dargebotene Hand: Tel.: 143, www.143.ch
Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel.: 147, www.147.ch
Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch

Die Kantonale Kinder- und Jugendförderung okaj zürich lancierte in Zusammenarbeit mit Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich und Gesundheitsförderung Schweiz ein Präventionsangebot zur Förderung der psychischen Gesundheit bei Jugendlichen. Mehr dazu: www.undduso.ch

Benes Therapie nebst den Konsultationen beim Psychologen: Musik. Er ist Autodidakt, das Klavierspielen hat er sich selbst beigebracht. Er möchte seine Leidenschaft zum Beruf machen und beginnt bald ein Studium an einer Musical-Schule in Hamburg. Diese Zukunftsaussicht gibt ihm Kraft.

Die Feuerlöscher

Jahr für Jahr suchen immer mehr Jugendliche die Notfallstation der Jugendpsychiatrie auf. Die Zahl der Konsultationen hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verzehnfacht.

Laut Dagmar Pauli, stellvertretende Klinikdirektorin des Jugendpsychiatrischen Notfalldienstes des Kantons Zürich, hat das zwei Gründe. Zum einen seien psychische Probleme weniger tabuisiert. «Heute stigmatisiert die Gesellschaft psychische Krisen weniger als früher, deshalb suchen sich mehr Betroffene Hilfe», sagt die Expertin im Film.

Zum anderen sei es ein Ausdruck einer regelrechten «Jugendkrise». Jugendliche stünden heute vermehrt unter Druck, einem gewissen Ideal zu entsprechen, das sie insbesondere auf den sozialen Netzwerken sehen. Auch der erhöhte Leistungsdruck in der Schule sei schuld. Fachleute schätzen, dass ein bis zwei Jugendliche von zehn wegen diesem Druck an psychischen oder physischen Störungen leiden.

Im «DOK» wird klar: Für die Ärzte ist das Abwägen zwischen dem Einweisen in die Klinik oder einer ambulante Therapie das Schwierigste. Gregor Berger, Leiter des Zentralen Notfalldienstes: «Auch ein Klinikaufenthalt kann ein traumatisches Erlebnis sein.» Er sagt über seinen Job weiter: «Wir löschen Feuer, helfen in akuten Notsituationen. Der Therapeut ist der Architekt. Er hilft, etwas Solides aufzubauen.»

Wie schwierig seine Arbeit sein kann, zeigt eine Szene im Film. Ein etwa achtjähriger Bub, neben ihm sitzt seine Mutter, erzählt dem Facharzt, er wolle nicht mehr leben. Berger fragt, ob er eine konkrete Vorstellung von seinem Suizid habe. Der Junge zählt verschiedene Optionen auf, unter anderem «In einen Vulkan stürzen (...) oder mich erstechen mich mit einem Messer».

Dagmar Pauli ordnet ein: «Die meisten Jugendliche, die von Suizid sprechen, wollen eigentlich nicht sterben. Sie wollen einfach so nicht mehr weiterleben.» (kün)

Der DOK in voller Länge:

Klimademo der Jungen (und auch der Alten)

Kennst du die 10 Jugendwörter des Jahres?

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

Link zum Artikel

So würde Online-Shopping im «Real Life» aussehen

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

Link zum Artikel

Ta-ta-ta-taaaa: PICDUMP Nummer 300 ist da! 🎉

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

Eine Enttäuschung für Cassis und Rytz. Nun darf es nicht einfach so weitergehen

Link zum Artikel

SBB-Chef Ducrot ist der «Anti-Meyer» – aber mit einem dicken Tolggen im Reinheft

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Die Generation Z bestimmt die grössten globalen Probleme – und es ist nicht nur das Klima

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

158
Link zum Artikel

So würde Online-Shopping im «Real Life» aussehen

8
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

157
Link zum Artikel

Ta-ta-ta-taaaa: PICDUMP Nummer 300 ist da! 🎉

154
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

Eine Enttäuschung für Cassis und Rytz. Nun darf es nicht einfach so weitergehen

90
Link zum Artikel

SBB-Chef Ducrot ist der «Anti-Meyer» – aber mit einem dicken Tolggen im Reinheft

48
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

47
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Die Generation Z bestimmt die grössten globalen Probleme – und es ist nicht nur das Klima

28
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

158
Link zum Artikel

So würde Online-Shopping im «Real Life» aussehen

8
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

157
Link zum Artikel

Ta-ta-ta-taaaa: PICDUMP Nummer 300 ist da! 🎉

154
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

Eine Enttäuschung für Cassis und Rytz. Nun darf es nicht einfach so weitergehen

90
Link zum Artikel

SBB-Chef Ducrot ist der «Anti-Meyer» – aber mit einem dicken Tolggen im Reinheft

48
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

47
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Die Generation Z bestimmt die grössten globalen Probleme – und es ist nicht nur das Klima

28
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

110
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
110Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • So en Ueli 13.04.2019 10:41
    Highlight Highlight Das Leben ist nun einmal kein Ponyhof. Es ist hart und manchmal auf unfair. Mobbing und Ausgrenzung gehören zum Leben, weil wir Menschen Egoisten sind. Aber darüber kann man hinwegkommen. Ich entsprach damals weder der Norm, noch hatte ich viele Freunde und Mobbing war ein täglicher Begleiter. Aber ich hab das alles unbeschädigt überstanden. Wer stark ist, der überlebt das. Ich wünsche allen, die Mobbing und Ausgrenzung erleben, dass Sie innerlich sowie äusserlich stark werden und diese kurze Zeit des Leides aushalten können. Have a nice Weekend.
  • Isabelle Richter 13.04.2019 09:32
    Highlight Highlight Merci für das Teilen des guten Doks! Meine Worte gehen an Bene und Emil: Als Mutter von sechs Kindern hat mir Eure Geschichte fast das Herz gebrochen. Wie kann es sein, dass es so tollen Jugendlichen so schlecht geht?! Ihr seid genau richtig so wie ihr seid, und habt ganz viel Liebe und Umarmungen verdient - einfach weil ihr so seid wie ihr sind. Etwas ist mir ganz wichtig: Macht euer Wohlfühlen nicht von euren Leistungen oder von Ansichten anderer abhängig. Seid und bleibt euch selbst und hört auf eure innere Stimme.
  • Todesstern 13.04.2019 09:12
    Highlight Highlight Bitte mehr davon.
  • Todesstern 13.04.2019 08:50
    Highlight Highlight Typisches Leistungsgesellschafts Denken. Viel davon habe ich auch selber erlebt.
  • OurWorldOurHome 13.04.2019 08:26
    Highlight Highlight Es wäre an die Zeit gekommen an dem in der Schule, ein anti-mobbing programm wie KiVa eher wichtiger ist als ((a+b)-c)...
  • seventhinkingsteps 13.04.2019 00:48
    Highlight Highlight Kapitalismus halt.
    • So en Ueli 13.04.2019 10:43
      Highlight Highlight Na ja Kapitalismus als Ursache für Mobbing und Ausgrenzung zu sehen, ist schon etwas kurzsichtig. Unabhängig vom Wirtschaftssystem sind wir Menschen einfach Arschlöcher. So einfach ist es.
  • dmark 12.04.2019 18:25
    Highlight Highlight Wäre mal interessant zu durchleuchten, wie sich das alles so entwickelt hat. Wir - meine Generation (ja, ich bin schon älter...) wollte alles andere als gleich sein. Da waren auch Markenklamotten kein Thema, bzw. noch gar nicht so beworben und aufgedrängt - Hauptsache eben anders. Ebenso bei den Frisuren, lang oder Glatze, Irokese oder gar keine Frisur...da war so ziemlich alles vertreten. Mobbing wurde meist "unter 4 Augen geklärt".
    Dann kam so langsam die Markenklamottengeneration hoch (Schnösel eben) und heute wollen alle nur noch gleicher als gleich sein.
    Warum? Das ist doch langweilig.
    • Holzkopf 12.04.2019 22:54
      Highlight Highlight Eine Theorie besagt: Die Gesellschaft ist im Vergleich zu früher individualisierter. Normen, Traditionen und Werte etc. haben sich (m. E. oft zum Glück) aufgelöst; z.B. haben Strukturen wie Grossfamilien, Glaubensgemeinschaften usw. heute viel weniger Einfluss. Dies kommt dem Wunsch des Einzelnen nach Freiheit entgegen. Menschen haben aber auch das Bedürfnis nach Bindung/Zugehörigkeit. Wenn Menschen Gleichheit suchen (z.B. in der Kleidung), so kommt darin dieses Bedürfnis nach Zugehörigkeit zum Ausdruck. Individualisierung der Gesellschaft verstärkt den Wunsch nach Zugehörigkeit von Einzelnen.
  • Joe Frangelico 12.04.2019 17:06
    Highlight Highlight Was ist eigentlich mit den Eltern los ? ? ?
  • loree_n 12.04.2019 16:33
    Highlight Highlight Krass, ich habe Emil und seine Freunde schon in der Stadt gesehen und dachte mir sowas wie cool, normale Kids die nicht in das Instagram Schema passen und das mir die hellblauen Haare gefallen. Zu meiner Schulzeit war es noch normaler nicht einem Hype entsprechen zu müssen und Emil und seine Freunde wären wahrscheinlich nicht mal aufgefallen auf dem Pausenplatz. Ich hätte nie vermutet das eine solche Geschichte hinter diesen jungen Menschen steht. Ich empfinde stolz für ihn und seine Entwicklung. Von Herzen alles gute!
  • sandfarbig 12.04.2019 16:16
    Highlight Highlight Merci für den wichtigen Beitrag!!
    Diese Werbung (hoffe man sieht das Bild) hat mich kurz aus dem Konzept gebracht beim Lesen, weil naja...
    Benutzer Bild
  • Vladimir Putin 12.04.2019 13:46
    Highlight Highlight 2/2 genügend ernst genommen. Berichte wie dieser lenken die nötige Aufmerksamkeit auf das Thema.
  • Vladimir Putin 12.04.2019 13:43
    Highlight Highlight Danke Watson, dass ihr auf das Thema aufmerksam macht. Ich hatte am Gymnasium einen Fachehrer, der mich gefragt hat, warum ich so oft fehle. Als ich ihm gesagt habe, dass ich wegen Depressionen in ambulanter Behandlung war, meinte der ich sollte doch mehr an die frische Luft, dann würde ich mich besser fühlen. War ein ernst gemeinter Vorschlag, der lediglich seine Vorstellungen einer Depression wiederspiegelte. Als ich nicht mehr an der Schule war hat der selbe Lehrer eine Frau mit offensichtlichen Ritznarben gefragt ob sie eine agressive Katze habe. Psychische Krankheiten werden oft nicht1/2
  • giandalf the grey 12.04.2019 13:28
    Highlight Highlight Dass das noch erstaunt erstaunt mich. Alleine in meinem engeren Kreis kenne ich viele die unter dem Druck eingeknickt sind wie Zahnstocher. So wie ich es sehe gibt es 3 Quellen des Druckes. 1. Schule/Gesellschaft als System, 2. Eltern und 3. Freunde/Gesellschaft als zwischenmenschliches Umfeld. Leider reicht eines um jemanden auch in den anderen Feldern unter Druck zu setzen. Bsp: Du wirst gemobbt und deine "Freunde" drehen dir den Rücken zu !Stress! du wirst schlechter in der Schule !Stress! deine Eltern machen Druck, besser zu werden !Stress! du wirst schlechter in der Schule, repeat, break.
  • SINGA 12.04.2019 12:43
    Highlight Highlight Ich habe in der Schule gemobbt, aufs übelste. Andere zum Weinen gebracht, die Lehrer hat es nicht interessiert, die Eltern des Kindes wussten es wohl nicht. Auch als ich älter wurde, ging das gemobbe gegen Schwächere weiter. (Berufsschule). Danach zog ich mich 1 Jahr komplett zurück, auch mein Freundeskreis bekam mich kaum zu Gesicht. Ich musste mich ändern, und das tat ich in diesem einem Jahr auch. Seitdem setzte ich mich für Leute ein die gemobbt werden, versuche zu helfen und schaue nicht weg. Und ja, ich Schäme mich für mein früheres ich. Denn es tut mir wirlich leid.
    • Basti Spiesser 12.04.2019 14:16
      Highlight Highlight Auch Mobber sind Opfer und Versiche ihre Probleme und Einschränkung ihrer Sozialen Probleme an anderen auszulassen. Gemäss Lothar Böhnisch (Professor Sozialpädagogik) liegt das Problem bei Mobbing nicht am Individuum, sondern es gibt ein grundsätzliches Problem in der Schule/Firma welches am Schwächsten Glied des Systems zum Ausbruch kommt.
    • Holzkopf 12.04.2019 15:09
      Highlight Highlight Ohne es zu rechtfertigen oder schönzureden, ist doch auch die Frage, warum jemand es nötig hat, sich selbst durch Heruntermachen anderer mächtig und überlegen zu fühlen...ein stabiler Selbstwert steckt da wohl selten dahinter.
      Schön, dass du dich ändern konntest!
    • Ichwillauchwassagenbitte 12.04.2019 17:44
      Highlight Highlight Toll, dass du das zugeben kannst, super, dass du Verantwortung für dich übernimmst. Sicher gibt es in deiner Geschichte Ursachen für dein Verhalten. Aber die bleiben keine Ausrede bei dir. Du hast etwas sehr Wichtiges verstanden.
      Ich freue mich über deine Ehrlichkeit und wünsche dir alles Gute.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mladjo86 12.04.2019 11:40
    Highlight Highlight Ich bin Vater von zwei kleinen Kindern. Es tut weh so einen Bericht lesen zu müssen. Ob die sozialen Medien auch Schuld daran haben? Ich denke einen Teil sicher schon. Die „Like“ Gesellschaft sucht nach ständiger Anerkennung. Schuld daran habe auch die Werbungen im TV etc, der Druck perfekt auszusehen, Markenkleider zu haben usw. Häusliche Gewalt die Kinder mitansehen oder miterleben müssen sind sicher auch Faktoren die ein Kind belastet. Bei Mobbing müssen Lehrer besser hinsehen, schneller reagieren.
    • Shura 12.04.2019 20:19
      Highlight Highlight Nicht nur die Lehrer müssen besser hinsehen- auch die Eltern, die eine Verhaltensänderung des eigenen Kindes schneller erkennen sollten. Schule und Eltern müssen zusammenarbeiten.
  • Basti Spiesser 12.04.2019 11:38
    Highlight Highlight Hammer Dok, sehr eindrücklich und intim. Chaupea vor denen, die mitgemacht haben, ihr habt mega Stärke und Grösse gezeigt, wie offen ihr damit umgegangen seid. Ich war wirklich sehr beeindruckt, dass die Protagonosten so offen darüber gesprochen haben, und dies im TV. Das braucht mega Mut und Selbstbewssustsein.
    • Katzenseekatze 12.04.2019 19:41
      Highlight Highlight Meine Worte. Danke 🍀❤️
  • AGB Akzeptiert und Gelesen!? 12.04.2019 11:33
    Highlight Highlight Ich finde es immer wieder Traurig zu lesen wie Oberflächlich gewisse Menschen heutzutage sind, dies musste ich selbst feststellen. Als ich in der Sek war kam plötzlich der Trend mit Kevin-Witzen auf. Ich musste mir jeden Tag dumme Sprüche anhören, welche nicht mal im entferntesten zutreffend waren. Es gab sogar zeiten in denen ich mich sogar schämte einer neuen bekanntschaft meinen Namen zu sagen eigentlich völlig grundlos.
    Doch diese Zeit hat mir gezeigt wie wichtig es ist jeden unvoreingenommen so zu akzeptieren wie er ist und kein mitläufer zu sein sondern seine eigene meinung zu haben.
  • H. L. 12.04.2019 11:20
    Highlight Highlight Die extreme Leistungsorientierung in der Gesellschaft ist Gift für sensible Gemüter. Jeder strebt Selbstmaximierung an: Man muss was erreichen, sonst gilt man als Versager. Angesehen ist, wer einen möglichst hohen Bildungsabschluss hat und viel verdient.
    Dabei hat jeder das Recht, sein Leben so leben zu dürfen, wie er will, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.
    Wer fähig ist, soziale Normen und Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen und sich damit kritisch auseinanderzusetzen, ist ein viel wertvolleres Mitglied der Gesellschaft als jemand mit x Diplomen, der vor allem dem Geld nachrennt.
  • no-Name 12.04.2019 10:57
    Highlight Highlight Danke für den Beitrag.

    Nutzt aber herzlich wenig. Leider.

    In gesprächen alle so: „uhhh aufschrei-wie herzlos die gesellschaft ist“

    Vor der verlorenen seele die den trost mit betäubungsmittel (alk, H, usw.) sucht und nach nem stutz fragt dann aber: „schau dir den abschaum an! Dem geb ich sicher nichts, der will sich nur wegblasen.“

    In der Doku sind sie noch Jugendliche und noch nicht verloren. Die die den Stutz wollen haben den anschluss komplett verloren. Und jedes herablassende abweisen (ob man den stutz nun gibt oder nicht ist egal) macht sie (zu recht) noch wütender und trauriger.

    • trio 12.04.2019 12:40
      Highlight Highlight Das Problem ist aber auch, das dem nach Stutz bettelndem Alki nicht geholfen ist, wenn ich ihm ein paar Franken gebe.
    • no-Name 12.04.2019 13:45
      Highlight Highlight Langfristig nicht, aber es hilft ihm nicht entzügig zu werden oder es gibt ihm für eine nacht ein einigermassen sauberes bett!

      Es hilft ihm nichts ihm nichts zu geben.
    • SanchoPanza 12.04.2019 22:36
      Highlight Highlight klinke mich ein. wenn ihr oft angesprochen werdet: Kauft Gutscheine für Gassenküchen die ihr abgeben könnt oder fragt ob ihr ihnen direkt was kaufen könnt.
      Allerdings: wer mich mit nem kreativen Spruch zum lachen bringt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spirulina 12.04.2019 10:22
    Highlight Highlight Ich lese in den Kommentaren oft: “Die Wirtschaft ist schuld..” ja, das stimmt. Und wer ist die Wirtschaft? WIR sind die Wirtschaft! Und die meisten von uns helfen mit, sie anzutreiben. Wir haben jegliches Gespür für Menschlichkeit verloren. Es fängt bei jedem Einzelnen an, jeden Tag das Leben auf eine andere Weise zu sehen. WIR müssen umdenken! Löht ds 5i mau la grad sii u göht hei zu öine Ching.
    • El Veitie 12.04.2019 16:08
      Highlight Highlight Nein Spirulina, nicht WIR sind die Wirtschaft, ausser Du zählst Dich selber zum einen Prozent. Wir anderen sind die s.g. "Humanressource", die von der Wirtschaft so gut möglich ausgepresst und dann möglichst schnell in die Sozialwerke entsorgt wird.
      Zum 2ten Teil Deines Posts, kann ich Dir als selbstbetroffener, zu 100% zustimmen.
  • Butschina 12.04.2019 10:00
    Highlight Highlight Ich finde es super bringt watson regelmässig solche traurigen Beiträge. Das Hilft die Entstigmatisierung von psychischen Krankheiten weiter zu bringen.
    Den Beiden wünsche ich weiterhin viel Kraft.
  • willi202202 12.04.2019 09:49
    Highlight Highlight Strategie gegen Mobbing:
    Mobbing das heimlich geschieht muss sichtbar werden. Ich habe mich damals gefragt, wie es sichtbar werden kann. Also habe ich den grössten und stärksten Mobber ausgesucht und ihn zurückgemobbt, und zwar so, dass die Aufsichtsperson es mitkriegt. Möglichst laut und Auffällig! In dieser Situation wird man nicht zurück gemobbt. Man erhält Schutz durch die Aufsichtsperson. Ich erhielt zwar damals eine, zwei Strafen, aber es zeigt den Mobbern, dass man so unverfroren ist, dass man Strafen in Kauf nimmt. Eventuell resultieren dabei Gespräche wo man sich erklären kann.
    • Ueli der Knecht 12.04.2019 14:10
      Highlight Highlight Unrecht mit Unrecht bekämpfen ist nie eine gute Taktik, geschweige denn eine nachhaltige Strategie.
  • Matrixx 12.04.2019 09:10
    Highlight Highlight Dummerweise trifft es meistens die Leute, die ohnehin schon angeschlagen sind. Man tritt mit Mobbing also meistens Leute, die bereits am Boden liegen.

    Ich wurde 14 Jahre gemobbt, weil ich "anders" war. Und "anders" war ich, weil mein Vater krank war.
    Ich dürfte also neben der psychischen Belastung durch die Krankheit meines Vaters (angefangen als ich 11 war), auch noch die psychische Belastung des Mobbings mit mir rumtragen.

    Da muss dringend etwas gemacht werden!
    Betroffenen ret ich nur, sucht euch so früh wie möglich Hilfe. Und Angehörige von Betroffenen bitte ich darum, Hilfe anzubieten.
  • TheNormalGuy 12.04.2019 08:55
    Highlight Highlight Ich muss da wirklich mal sagen, wie gut unsere Klasse damals war. Ein Spruch hat jeder einmal einstecken müssen, aber es wurde nie übetrieben oder alle gegen einen.
    Dies hat sich auch gezeigt, als wir letztens ein Klassentreffen hatten und alle bis auf jemand (war im Ausland) gekommen sind und sich super verstanden haben.
    Ich bin heute noch dankbar, dass ich so zur Schule gehen konnte.
    • Nömi the strange aka Wizard of Whispers 12.04.2019 09:09
      Highlight Highlight Wir hatten auch vor zwei Jahren ein Klassentreffen und haben uns super verstanden, sogar die, die sich in der Schule nicht so sehr mochten :)
  • koalabear 12.04.2019 08:50
    Highlight Highlight Ich möchte zwei Dinge anfügen, die ich aus meinem persönlichen Umfeld kenne. Erstens gibt es zu wenige Therapieplätze für Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen. Leichtere Fälle müssen länger warten und es kann in dieser Zeit schlimmer werden. Zweitens wird oft Seitens der Eltern ein Therapievorschlag abgeblockt. Es geht ja irgendwie, mein Kind will nicht, mein Kind ist nicht "verrückt", man schämt sich.
  • Psychonaut1934 12.04.2019 08:48
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Mutzli 12.04.2019 09:30
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Elephant Soup slow cooker recipes 12.04.2019 09:45
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Mutbürger 12.04.2019 10:25
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Harvey Dent 12.04.2019 08:24
    Highlight Highlight Macht unglaublich traurig zu sehen, wie diese sehr jungen Menschen leiden. Wir alle können tagtäglich etwas dagegen unternehmen, in dem wir Mobbing erkennen und uns dagegen zur Wehr setzen. In dem wir all unseren Mitmenschen Achtung und Wertschätzung als Menschenentgegen bringen - egal ob wir nun besondere Sympathie für sie hegen oder nicht.
  • WID 12.04.2019 08:16
    Highlight Highlight „Er wurde in der Schule lange gemobbt und geschlagen.„ Fuck, hat das denn keiner gemerkt? Nicht die Eltern, nicht die Lehrer? Nicht die Schulleitung? Wenn das keiner merkt, stimmt an der Schule was nicht.
    • Mutzli 12.04.2019 09:40
      Highlight Highlight Sowohl als Kind wie auch als Lehrer mitgekriegt wie das manchen Mobbingopfern passerte und fehlende Hilfe gibts da leider viel zu häufig.
      Kann sein, dass man sich nicht in die Nesseln setzen will, Situation verkomplizieren, mühsame Eltern oder, schockierend oft, pures Desinteresse von Seite der Erwachsenen.

      Nicht zu unterschätzen sind da auch toxische ideen von Männlichkeit wenn Jungs Opfer sind. "Si haut Giele, die wei/bruuche das"... auch wenn das Opfer weinend sich das blutende Gesicht hält und ich als Junge eingeschritten bin und versuchte Lehrer zum Eingreifen zu bringen.
    • WID 12.04.2019 09:48
      Highlight Highlight @Mutzli: einverstanden. Und es gibt leider viel zu vielen schlechte Schulen diesbezüglich, insbesondere auf der Oberstufe.
    • StimmeausdemOff 12.04.2019 11:00
      Highlight Highlight @WID es gibt viele verschiedene Gründe warum man Mobbing nicht bemerkt... ich rede aus persönlicher Erfahrung. Wenn man nicht gelernt hat dass man Zuhause über alles reden kann/darf/muss und in der Schule "perfekt" sein will, damit auch ja niemand Zuhause anruft und sagt dass man dort "auch nichts taugt", kann das ein Riesen Teufelskreis werden. Das geht dann soweit bis eben nichts mehr geht... und alle fragen sich; wieso hat keiner was bemerkt.
  • tychi 12.04.2019 08:14
    Highlight Highlight Bewegender Bericht. Es bleibt zu hoffen, dass wir auch daraus lernen.
    Momentan sieht es nicht danach aus, wenn man sieht wie z.B. die EDU und Freikirchen ein Referendum forcieren, um weiterhin gegen andere Menschen hetzen und ihren Hass verbreiten zu können.
    Nicht wenige Jugendliche zerbrechen am Druck solcher intoleranten, religiös verbrämten Strukturen. weil sie einfach nicht in diese engstirnigen Denkmuster uns Ideologien passen oder passen wollen.
  • exotic 12.04.2019 08:14
    Highlight Highlight Ich arbeite momentan in einer Kinderkrippe wo man 1 zu 10 Betreuung zelebriert. Man hat Kinder von Kindergartenalter bis 6. Klasse in einem Raum. Jeder der Betreuer gibt sein bestes das es ungefähr gerecht abläuft, aber wie realistisch ist das schon bei 1:10. Es nervt mich extrem das man da nicht mehr investiert
  • P. Silie 12.04.2019 08:12
    Highlight Highlight Es stimmt äusserst nachdenklich, wenn man die heutige Jugend an den Cellphones sieht, wie sie im Sekundentakt Likes, Herzchen und anderes verteilen. Die Leistung einer(s) Einzelnen steht völlig ausserhalb des Interesses -> es geht nur noch um Schein und nicht mehr um Sein. Wenn der Mangel an Likes zum Suizid führt wird seit einiger Zeit untersucht. So traurig das Thema ist, alleine der Wirtschaft die Schuld in die Schuhe zu schieben geht nicht. https://nypost.com/2017/11/14/rise-in-teen-suicide-connected-to-social-media-popularity-study/
  • exotic 12.04.2019 08:09
    Highlight Highlight Und wo sind die Lösungsansätze für die Zukunft? Wie definiert man heutzutage ein lebenswertes Leben führen. Wer nicht in die Norm passt wird abgeschoben, da die Zeit sowieso lieber für die "Hoffnungsvollen" investiert wird. Solange man bei einem Bewerbungsgespräch das richtige sagt ist alles gut? Wer ist jetzt der "bessere" Mensch? Der der besser lügt oder der ehrlich ist? Finde ich irgendwie ironisch, so kann man einen spannenden Dok Film drehen den man dann möglicherweise wieder verkaufen kann. Aber immerhin wird darüber gesprochen.
  • Asmodeus 12.04.2019 08:08
    Highlight Highlight "Wenn Du diesen Knopf drücken könntest und Du würdest einfach aufhören zu existieren. Würdest Du ihn drücken?"


    Es ist erschreckend wie viel Menschen ja sagen würden.

    Ich weiß daß ich es in der Schule gemacht hätte. Mir ging es ziemlich genauso wie Emil.

    Mobbing bis zu dem Punkt, daß ich dauernd krank war. Schulreisen verpasst habe weil ich wegen dem Stress immer am Abreisetag krank wurde.

    Bleibende psychische Schäden die es mir noch 20 Jahre später schwer machen Kontakte zu knüpfen und mit Menschen zu agieren.
    • Hustler 12.04.2019 09:28
      Highlight Highlight Tut mir leid das zuhören. Schon krass wenn man dann liest dass so ein Erlebnis noch 20 Jahre später folgen hat. Alles gute weiterhin.
    • Asmodeus 12.04.2019 09:31
      Highlight Highlight Und ich muss sagen. Heutzutage haben es die jugendlichen noch schlimmer.

      Mir wurde einiges angetan von meinen Mitschülern und teilweise von Lehrern aber wir hatten damals kein Social Media.

      Wenigstens zuhause in meinem Zimmer konnte ich mich von den Problemen abschotten. Da wollte mir niemand etwas böses und wenn, dann kamen sie nicht an mich heran.

      Aber in Zeiten von Jodel, WhatsApp, Youtube, Facebook, Twitter, Instragram etc. etc. etc. wäre ich 24 Stunden am Tag dieser Folter ausgesetzt worden.

      Einige der Quälereien auf Video aufgezeichnet um es mit der ganzen Schule zu teilen.
    • Baccaralette 12.04.2019 10:22
      Highlight Highlight Ich fühle dich. Ich hätte den Knopf sogar mehrmals gedrückt.

      Heute bin ich froh, habe ich nicht. Und ich hoffe du auch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baccaralette 12.04.2019 08:03
    Highlight Highlight Die Doku wirft ein ganz schlechtes Licht auf die Menschen. Zurecht wie ich finde.
    Und das nicht nur heute - ich bin mit ADS aufgewachsen und war immer anders. Das wird vom Mainstream nicht goutiert und gnadenlos bestraft.

    Heute bin ich Berufsbildnerin. Ich gebe etwas von meiner Stärke zurück / ab. Ich will, dass junge Leute wissen, auch wenn sie nicht Mainstream sind, sind sie super. Und dürfen stark sein. Und weich. Und alles was sie möchten.

    Nur nie aufgeben.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 12.04.2019 11:19
      Highlight Highlight Liebe Baccara, du bist ein großer Lichtblick für mich. Auch ADS.
      Ich bin zwar aktuell ziemlich in der Talsohle angekommen. Aber bisher habe ich es auch immer geschafft.
      Vielleicht sollte ich es auch mit Berufsbildung versuchen.
      In meiner Zeit in der medizinaltechnischen Industrie hatte ich mehrer Lehrlinge, die ich betreut hatte. Und das hat mir auch viel Spass gemacht.
    • Baccaralette 12.04.2019 12:37
      Highlight Highlight Ich danke dir! Und ja, es gibt Momenten, in denen denke ich heulen hilft. Aber NIEMALS aufgeben, das ist keine Option.

      Soviel zur Talsohle.

      Berufsbildung ist echt cool und gute Leute sehr gefragt, von daher - give it a try!
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 12.04.2019 12:47
      Highlight Highlight Werde ich tun. 😊
      Zum Thema aufgeben, ich bin bisher immer auf den Füssen gelandet oder immer wieder aufgestanden.
      Wurde zwar von gewissen Leuten als Schwäche ausgelegt, aber für die hab ich nur folgende drei Zeichen : 🖕🏻😝🖕🏻. 😂
      Auf jeden Fall vielen herzlichen dank. Ich werde zusätzlich noch prüfen, ob mir die IV mit einer entsprechenden Ausbildung helfen kann.
      Nach Möglichkeit würde ich dann in meinen Lehrbetrieb zurück, die Stiftung Brändi.😃
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tobsol 12.04.2019 08:01
    Highlight Highlight +++ Zum einen durch den konstanten Vergleich mit Gleichaltrigen auf den sozialen Medien, zum anderen wegen dem wachsenden Leistungsdruck in der Schule +++

    Letzteres ist Blödsinn, es war nie so ein geringer Leistungsdruck wie heut.

    Ersteres ist hauptverantwortlich. Dass Social Media süchtig macht und dabei das Hirn auf ähnliche Weise stimuliert wie Drogen, ist erwiesen. Das führt bei vielen zu Depressionen.

    Weiterer Punkt: Medien verdrehen den Narrativ zugunsten von Klicks. Mobbing gabs schon immer, nur bringt das Thema heute Klicks.

    Noch ein Punkt: Die Kids von heute sind Snowflakes.
    • Elephant Soup slow cooker recipes 12.04.2019 09:46
      Highlight Highlight und du bist ein Regentropfen der von der Strömung mitgespült wird :)
    • Mutzli 12.04.2019 09:59
      Highlight Highlight "Noch nie ein so geringer Leistungsdruck wie heut"?

      Ja nee, is klar. Zu Ihrer Zeit mussten Sie ja auch sicher Hin & Rückweg 30 km einen Berg hinauf bei treibendem Schnee, während eine Gruppe Nazis Spalier stand um Ihnen Beleidigungen hinterherzurufen.

      Reden Sie doch mal mit Lehrkräften selber, seis in der Grundschule oder sonst wo. Ich bin verdammt froh, dass es zu meiner Zeit z.B. das behämmerte Nachrennen nach Markenartikeln etc. zwar gab, aber man wenigstens von Social Media verschont war.

      ...Aber nach Ihnen sind ja anscheinend auch Suizidgefährdete einfach "Snowflakes"
    • Baccaralette 12.04.2019 10:24
      Highlight Highlight Tobsol - hör auf mit dem Snowflakes-Geschwätz. Echt jetzt.

      Es ist nicht hilfreich, junge Leute darauf hinzuweisen, dass sie nicht mehr hart genug sind, nicht so hart wie wir damals, früher als alles noch viel schlimmer war.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mahatma 12.04.2019 07:58
    Highlight Highlight Gut und sensibel gemachte DOK , leider wird nicht beleuchtet das das Auffangsystem eigentlich schon kollabiert ist. Auf stationäre Therapieplätze wartet man unter Umständen Monate, auch ambulant sieht es nicht besser aus, es gibt zu wenige auf Jugendliche spezialisierte Psychiater und Psychologen. Es wird uns um die Ohren fliegen wenn hier die Politik nicht eingreift. Aber da fehlt wohl die Lobby...
  • Thatotherwhitegirl 12.04.2019 07:56
    Highlight Highlight Danke. Ich bin/war persönlich mit diesem Thema selbst betroffen. Das erwähnen der psychiatrischen Klinik löst immer wieder verurteilende, schockierte Blicke aus. Ich bin nicht verrückt oder komisch, oder überempfindlich, ich bin krank, und war in einer Klinik um gesünder zu werden. Blinddarmpatienten wird auch nicht gesagt „Hm ja, du hattest schon immer einen empfindlichen Charakter...“. Jeder Beitrag, der zum weiteren Abbau dieses Stigmas führt, ist mir sehr sehr silkommen, also danke! :)
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 12.04.2019 13:25
      Highlight Highlight Ein guter Freund von mir drückte es folgendermaßen aus: "Wir da drin, sind eigentlich die normalen. Wir sind die, die klug genug waren, um unsere Probleme zu erkennen und uns Hilfe zu holen. Die verrückten da draußen rennen so schnell, weil sie hoffen, dass ihre Probleme sie nicht einholen."
      Meine beste Freundin sagt immer zu mir, dass ich nicht verrückt wäre, sondern normal genug um die Absurditäten unserer Gesellschaft zu erkennen. 😉
      Ich war bisher nicht in einer Klinik, aber seit 16 Jahren in Behandlung.
  • Nömi the strange aka Wizard of Whispers 12.04.2019 07:45
    Highlight Highlight Ich finde den Emil supercool :) Ich liebe es, wenn Menschen aus der Masse herausstechen und "Persönlichkeit" haben. Kinder/Jugendliche können so fies sein :(
    • Räuber&Liebhaber 12.04.2019 08:06
      Highlight Highlight Da kann ich mich nur anschliessen.
    • sisco 12.04.2019 11:55
      Highlight Highlight @ Dönergott - ähm... aber hier geht es um Emil! Und wenn nur die Hälfte aller ausgewachsener Erwachsener eine solch scharfsinnige, ehrliche Selbstreflexion mitbrächten wie Emil -> bräuchte es keine Feindbilder mehr!

      Bin von Emils Schlussfolgerungen und Worten tief beeindruckt - berührt
  • anundpfirsich 12.04.2019 07:39
    Highlight Highlight Denen würde man gleich so gerne helfen 😊
  • StimmeausdemOff 12.04.2019 07:17
    Highlight Highlight Mich hat das anonyme Mädchen unheimlich berührt mit der "Schönheitsliste". In einem Schullager wurde eine solche von den Jungs erstellt und sie war auf dem letzten Platz... die Konsequenzen verheerend. Wie gerne würde ich ihr sagen, dass es besser wird und sie genau richtig ist, so wie sie ist. Durchhalten. Das Leben lohnt sich, auch wenn es manchmal sehr aussichtslos erscheint.
  • Ironiker 12.04.2019 06:50
    Highlight Highlight Und das ist nur die Spitze des Eisberges. Nur jene die es besonders hart getroffen hat. Daneben hat es noch unzählige, welche dem Druck standhalten, aber nicht wirklich glücklich sind dabei.

    Ich und meine Frau versuchen da wirklich unsere Kinder entsprechend zu erziehen. Leben und leben lassen. Aber gerade in der Pubertät wird's schwierig. Oft gibt es nur Schwarz oder Weiss. Man glaubt alles besser zu wissen. Dazu der Druck dazu zu gehören. Plus der Leistungsdruck allgemein.

    Wir wenden viel Zeit mit Gesprächen auf, werben um Verständnis. Wir sehen uns als Eltern hier in der Verantwortung!
    • Gubbe 12.04.2019 08:58
      Highlight Highlight Dein Kommentar spiegelt die Realität wieder. Uns erging es genau so. Nach der Pubertät und der Unsicherheit ging es aufwärts. Reden und erklären muss man den Heranwachsenden, das kann ihnen helfen, Standfestigkeit zu erreichen. Heute haben wir eine wunderbare Beziehung zu den längst erwachsenen 'Kindern'.
    • Sherlock_Holmes 12.04.2019 09:39
      Highlight Highlight Ist das Beste, was wir als Eltern tun können.
      So angenommen und geliebt zu sein, wie man ist, eine «Base» zu haben, da sein wenn‘s drauf an kommt – auch die leisen Zwischentöne wahrnehmen, Schwierigkeiten aushalten und überwinden lernen und selbst als Erwachsener und Eltern authentisch sein.
      Ein immerwährender, herausfordernder Lebensprozess.
      Die eigenen Grenzen erleben und Dankbarkeit, weil wir letzten Endes nicht alles beeinflussen oder im Griff haben können.
      Mit anderen Worten Gnade – wenn‘s immer wieder oder trotzdem gut kommt.
    • Ichwillauchwassagenbitte 12.04.2019 18:02
      Highlight Highlight Zuhören. Verstehen. Fragen. Anerkennen. Was wissen wir Alten schon. Wir hatten ganz andere Umstände und unsere Eltern damals hatten schon keine Ahnung wie sie uns helfen können, weil sie völlig anders aufgewachsen sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fairness 12.04.2019 06:38
    Highlight Highlight Ganz unschuldig ist auch da die Wirtschaft nicht. Fordern, fordern, fordern und dann wegwefen. Ein gutes Beispiel gefällig? Wir haben eine befreundete Familie, denen eine Familienholding gehört mit unterschiedlichen Unternehmen. Der Grossvater war stolz auch Behinderte anzustellen. Der Vater hat sie toleriert und mit natürlichem Abgang reduziert, aber Nur noch vereinzelt neue angestellt. Heute mit dem Sohn an der Spitze gibt es keinen einzigen Behinderten mehr dort. Die Menschlichkeit wird von der Wirtschaft mit Füssen getreten.
    • Queen C 12.04.2019 07:16
      Highlight Highlight Was erzählst du da? Ich könnte dir auf der Stelle mehrere genau gegenteilige Beispiele nennen. Aus deinem einen Beispiel zu generalisieren, ist nicht seriös.
    • JaneSodaBorderless 12.04.2019 08:20
      Highlight Highlight Ich bin froh, wenn du sie nennst, Queen. Bin von Berufs wegen mit dem Thema Inklussion beschäftigt und suche krampfhaft Betriebe, die bereit sind, Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.
    • WID 12.04.2019 08:20
      Highlight Highlight @Queen C: ich kann nur bestätigen was Fairness feststellt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • HPOfficejet3650 12.04.2019 06:32
    Highlight Highlight richtig gute, aber auch sehr bedenkliche Doku. Und wenn du denkst, Suizid ist feige, sage ich dir was wirklich feige ist: jemanden psychisch so sehr zu verletzen, dass die geschädigte Person den Suizid als einzigen Ausweg sieht.

    Viele der Opfer sind übrigens Homosexuell. So viel zu Toleranz und nächstenliebe. Irgendwas läuft da bereits bei der Erziehung gewaltig schief.
    Einfach nur noch traurig😪
  • Denverclan 12.04.2019 06:24
    Highlight Highlight Es ist unendlich traurig einen solchen Beitrag zu lesen. Wo haben wir es hingebracht, wir definieren uns nur noch über Leistung, Schönheit, Oberflächlichkeiten und Norm.....Das Wesen, die Einzigartigkeit und die Sensibilität wird nicht gespürt! Der Schwache ist überwiegend nur noch auf sich selbst gestellt und erstickt daran. Leute wacht endlich auf, Empathie, Sozialkompetenz und das Einstehen für den Schwächeren sind wichtig. Die Politik lebt uns leider etwas anderes vor und trägt die Verantwortung für viele Fehlentwicklungen. Auch die ältere Generation muss dem Nachwuchs Sorge tragen.
    • Tobsol 12.04.2019 08:08
      Highlight Highlight Was du hier schreibst ist nichts anderes, als dass du alles frisst, was man dir füttert.

      Du kannst dich noch so sehr in den Artikel hineinsteigern, aber er ist weder repräsentativ für die Gesellschaft, noch gibts einen Trend zu mehr Mobbing. Die Politik lebt uns auch nichts "Böses" vor, es war nie so angenehm auf dem Planeten wie heute. Und es ist nirgends so angenehm wie in der Schweiz.

      Das einzige wo ich halbwegs zustimme: ++ Auch die ältere Generation muss dem Nachwuchs Sorge tragen ++

      Allerdings glaube ich, dass man die Kids eben nicht bis ins Teenage in Windeln rumlaufen lassen sollte
    • redneon 12.04.2019 09:52
      Highlight Highlight Was du in deinem Beitrag ausgelassen hast. Sind die Eltern. Das ist der Anfang vom ganzen. Nicht die Politik nicht die Sozialen Medien. Ich habe selber 3 Kinder im Schulalter. Spreche mal mit Lehrer oder Sozialarbeitern.... Wir vordern immer. Ziehen uns aber immer mehr zurück Verantwortung zu übernehmen! Wie im Geschäftsleben, Lagern wir die Erziehung aus. An Kitas Grosseltern ect. Am Wochenende Spielen wir Familie schieben den Sprösslingen alles in den A... wenn sie Aufmucken. Was sie aber bräuchten, Liebe Geborgenheit Sicherheit Verlässlichkeit. Das alles haben viele Kinder nicht mehr.
    • ChlyklassSFI 12.04.2019 10:34
      Highlight Highlight Tobsol: Weisst du, was Resilienz ist?
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 12.04.2019 05:55
    Highlight Highlight Rabenschwarz grossartig.
    Danke SRF.

«DeafVoice» – alles Wissenswerte zur Schweizer Notruf-App, bei der man nicht sprechen muss

Die neue «Deafvoice»-App ist für Gehörlose gedacht, kann aber auch in gefährlichen Situationen für Hörende praktisch sein.

Tausende Gehörlose in der Deutschschweiz können mit der neuen Notruf-App «DeafVoice» rund um die Uhr selbständig eine direkte Verbindung zur örtlichen Polizei, Feuerwehr und anderen Notfalldiensten herstellen.

«Gehörlose waren bisher für Notrufe immer auf Hilfe von Dritten angewiesen und konnten nicht selber direkt eine Blaulichtorganisation in einem Notfall informieren und alarmieren», schreibt die Gehörlosenzentrale in Rickenbach SZ in einer aktuellen Medienmitteilung. Mit «DeafVoice» …

Artikel lesen
Link zum Artikel