(sda/jul)
Hitzewelle wird wohl noch länger dauern ++ Erste Orte knacken 30-Grad-Marke
Das Wichtigste in Kürze
- Die Schweiz befindet sich im Einflussgebiet eines Omega-Hochs und erlebt deshalb eine Hitzewelle.
- Es werden Höchsttemperaturen von weit über 30 Grad erwartet, es könnten Juni- oder gar Allzeitrekorde fallen.
- Der Höhepunkt der Hitzewelle wird für Sonntag und Montag erwartet. Hier findest du alle Warnungen, News und Tipps im Liveticker.
Kostenlose Arzt-Hausbesuche für Seniorinnen und Senioren in Zürich
(sda/jul)
Hitzewarnung für die Regionen Dorneck und Thierstein SO
Hitzewarnungen dürften länger gültig sein
Am ersten Tag der Hitzewelle wurde in Basel-Binningen bereits kurz vor 12 Uhr 30 Grad gemessen. Auch in Zürich-Affoltern stiegen die Temperaturen vor dem Mittag auf 29,7 Grad.
Noch sei die Lage aber nicht aussergewöhnlich, sagte die Meteorologin Melanie Ruosch von Meteoschweiz zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es habe in der jüngeren Vergangenheit mehrere mehrtägige Hitzeperioden gegeben im Juni. Beispiele sind der Monat Juni 2025, 2022, 2019, 2017 und der Hitzesommer 2003.
Aussergewöhnlich werde dieses Ereignis erst, wenn es eine Woche oder länger andauere. Bisher gelten die Hitzewarnungen bis Dienstag. «Aktuell sieht es aber so aus, als müssten wir die Hitzewarnung nach dem Dienstag noch verlängern», so die Meteorologin. (sda)
Kanton Thurgau erhöht Waldbrandgefahr
Die seit dem Frühjahr anhaltende Trockenheit verschärfe sich im Kanton weiter, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Unter anderem seien die Waldböden ausgetrocknet. Wegen der aktuellen Hitzewelle verschärfe sich die Situation. Deshalb werde nun von einer erheblichen Waldbrandgefahr ausgegangen.
Schon eine achtlos weggeworfene Zigarette oder der Funkenflug eines Grillfeuers könnten einen Brand auslösen. Unter anderem sollten deshalb Raucherwaren und Zündhölzer keinesfalls ungelöscht weggeworfen werden. Grillfeuer müssten immer beaufsichtigt werden. Bei starkem Wind solle auf das Feuern im Wald und am Waldrand verzichtet werden. (sda)
Bund hat Hitzewarnung herausgegeben
Die Hitzewelle dürfte voraussichtlich mindestens bis Dienstag andauern, wie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) am Mittwoch mitteilte. Hitze sei eine ernstzunehmende Gefahr für Menschen, Tiere, Umwelt und Infrastruktur, heisst es von Meteoschweiz. Hohe Temperaturen könnten die Gesundheit belasten. (sda)
«Historische Hitzewelle» erreicht die Schweiz
Die Schweiz befindet sich ab Mitte Juni im Einflussgebiet eines sogenannten Omega-Hochs. Dabei werden die warmen Luftmassen eingeklemmt. «Kühlere Luft wird an den Rändern umgeleitet und gelangt so nicht mehr nach Mitteleuropa», erklärt Meteorologe Roger Perret.
Das hat zur Folge, dass das Wetter über längere Zeit stabil bleibt. Im aktuellen Fall bleibt der Himmel wolkenlos und die Sonne kann Luft und Untergrund erbarmungslos aufheizen. «Es ist extrem ungewöhnlich, dass die Schweiz bereits so früh im Sommer über einen längeren Zeitraum derart hohe Temperaturen erlebt», sagt Perret.
Der Meteorologe sagte im Gespräch mit watson zu Beginn der aktuellen Hitzewelle gar:
Trockenheit wird zum Problem
Bereits vor der aktuellen Hitzewelle gab es in weiten Teilen der Schweiz unterdurchschnittlichen Niederschlag, der teilweise bereits zu Trockenheit führte. Im Kanton Thurgau wird deshalb der Wasserverbrauch über das Wochenende eingeschränkt.
Der Bodensee befindet sich bereits jetzt auf einem historischen Juni-Tief und vielerorts ist die Waldbrandgefahr erhöht. Wie stark sich die Hitzewelle auf diese Situation auswirkt, erfährst du oben im Liveticker.
(leo)
