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Swiss gibt nach Airbus-Problem Entwarnung – über Nacht umgerüstet

Swiss gibt nach Airbus-Problem Entwarnung – alle Flugzeuge über Nacht umgerüstet

29.11.2025, 15:2929.11.2025, 15:29
ZUM FLUGHAFEN ZUERICH IM DAEMMERLICHT UND BEI NACHT STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- An Airbus A320-214 aircraft from Swiss International Air Lines (SWISS) at Zurich A ...
Ein A320-214 der Swiss.Bild: KEYSTONE

Wegen Softwareproblemen hat die Swiss von Freitag auf Samstag alle Flugzeuge der A320-Familie umrüsten müssen. Bis am Samstagmittag seien die Arbeiten laut der Airline abgeschlossen gewesen. Für Fluggäste habe dies keine Auswirkungen gehabt.

Airbus informierte am Freitag alle Airlines weltweit über die «notwendigen Softwareanpassungen» bei rund 6000 bestimmten Flugzeugen der A320-Familie, wie die Lufthansa-Tochter am Samstag mitteilte. Die Updates mussten schnellstmöglich erfolgen. Die Vorgaben erfolgten in Abstimmung mit der European Union Aviation Safety Agency (Easa) – die für die Flugsicherheit zuständig ist.

Die Technikerinnen und Techniker der Swiss mussten folglich die Nacht durcharbeiten. Bis am Samstagmittag habe man die letzten Maschinen umgerüstet, schrieb Swiss weiter. «Die Softwareprobleme von Airbus haben somit weder zu Einschränkungen im Flugbetrieb noch zu Auswirkungen für unsere Passagiere geführt», erklärte die Airline.

Auch die Schwestergesellschaft Edelweiss war betroffen, wie es in einer weiteren Mitteilung hiess. Zusammen mit Swiss seien in der Nacht alle Softwareupdates fristgerecht vorgenommen worden.

Fehlerhafte Datenverarbeitung

Wie der Flugzeughersteller Airbus am Freitagabend in Toulouse mitteilte, hätte starke Sonneneinstrahlung zu einer fehlerhaften Datenverarbeitung in einem der Flugkontrollrechner führen können, was für die Steuerung von entscheidender Bedeutung sei. Das habe die Analyse eines nicht näher beschriebenen Zwischenfalls mit einem A320-Flugzeug gezeigt.

Swiss ging schon am Freitag davon aus, dass die Umrüstung keine Auswirkungen auf den Flugverkehr haben wird. Die Fluggesellschaft Air France etwa musste aber wegen der Überprüfung am Freitagabend 35 Flüge streichen, berichtete die Zeitung «Le Parisien».

Am 30. Oktober war es in einem A320 der US-Fluglinie JetBlue aufgrund einer Softwarestörung zu Problemen mit dem Kontrollsystem gekommen. Auf dem Flug zwischen Mexiko und den USA kam es zu Turbulenzen, die Piloten mussten die Maschine im US-Bundesstaat Florida notlanden. US-Medien zufolge wurden mehrere Passagiere verletzt. (sda)

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